Feinstaub: So wirkt er auf unsere Gesundheit

Artikel von Carla Columna am 1. Juni 2021 um 22:33 Uhr im Forum Gesundheit & Körperpflege

Feinstaub: So wirkt er auf unsere Gesundheit

1. Juni 2021    
Ist die Luft, die wir atmen, verschmutzt - beispielsweise durch den Verkehr oder auch durch Öfen und Heizungen - schadet das nicht nur der Umwelt, sondern selbstverständlich auch unserer eigenen Gesundheit: Die Folgen sind zum Teil fatal. Grundsätzlich gilt, dass der gesundheitliche Schaden umso größer ist, je kleiner die einzelnen Partikel des Feinstaubs sind. Daher ist es wichtig, über die Risiken Bescheid zu wissen und Maßnahmen zur Prävention zu ergreifen.

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Was ist der Unterschied zwischen Grobstaub und Feinstaub?


Zum sogenannten Grobstaub gehören Staubpartikel, deren Größe über 10 Mikrometer beträgt. Das ist groß genug, um sie mit bloßem Auge sehen zu können. Im direkten Vergleich mit Feinstaub ist Grobstaub weniger schädlich, da dieser aufgrund seiner Größe nicht dazu in der Lage ist, sonderlich tief in den Körper einzudringen - stattdessen wird er von den Nasenschleimhäuten aufgehalten.

Feinstaub, auch PM10 genannt, ist infolgedessen jener Staub, der kleiner als 10 Mikrometer ist. Aufgrund der geringen Größe ist es in den meisten Fällen nicht möglich, Feinstaub mit bloßem Auge zu erkennen. Je nach Wetter kann es aber sein, dass eine feine Staubwolke zu sehen ist.
Eine Besonderheit von Feinstaub ist, dass er länger in der Atmosphäre bleibt. Grobstaub hingegen fällt in der Regel direkt zu Boden. Durch die geringe Größe kann der Schadstoff über die Atemwege tief in den Körper eindringen und somit der Gesundheit in hohem Maße schaden.

Zigaretten als Verursacher von Feinstaub?


Dass Tabakzigaretten der Gesundheit schaden, wissen wohl die meisten Menschen. Was viele jedoch nicht wissen ist, dass sie auch erhebliche Mengen Feinstaub produzieren und somit noch mehr der eigenen Gesundheit und der der Mitmenschen schaden. Eine weniger schädliche Alternative stellt in diesem Fall die E-Zigarette dar. Durch die nicht stattfindende Verbrennung wird hier auch kein Feinstaub produziert.

Was sind mögliche gesundheitliche Folgen von Feinstaub?


Wie bereits erwähnt ist der Feinstaub schädlicher, wenn er kleiner ist. Ist er beispielsweise kleiner als 2,5 Mikrometer, gelangt der Feinstaub in die Bronchien und sogar in die Lungenbläschen. Infolgedessen kann es zu Entzündungen in der Lunge kommen und auch Schädigungen weiterer Organe sind nicht auszuschließen.

Noch schlimmer ist jener Feinstaub, dessen Durchmesser geringer als 0,1 Mikrometer ist. Dieser ist so klein, dass sogar das Eindringen ins Lungengewebe und in den Blutkreislauf möglich ist. Besonders gefährlich ist diese Art von Feinstaub für Kinder, alte Menschen und Menschen, deren Herz-Kreislauf-System bereits vorbelastet ist. Jedoch sollten auch Menschen, die an sich gesund sind, darauf achten, sich solchem Feinstaub nicht auszusetzen.

Wie kann die Feinstaubbelastung reduziert werden?


Feinstaub entsteht unter anderem auch durch den Straßenverkehr. Daher ist es ratsam, so oft wie möglich das Fahrrad zu nehmen oder auch zu Fuß zu gehen. Ansonsten stellen auch die öffentlichen Verkehrsmittel eine gute Alternative dar. Falls eine Strecke mit dem Auto zurückgelegt werden muss, sollte ein Fahrzeug gewählt werden, das wenig an Kraftstoff verbraucht und wenig Feinstaub ausstößt. Des Weiteren sollte man alte Heizanlagen und Heizkessel austauschen und stattdessen auf Biomasseheizungen oder Fernwärme setzen.
Wenn jeder so gut wie nur möglich versucht, die Feinstaubbelastung zu reduzieren, kann diese tatsächlich längerfristig verringert werden, wodurch auch die gesundheitlichen Risiken geringer ausfallen.
 

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