Filesharer-Kaufboykott soll in 6 Tagen starten

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von zwa3hnn, 18. April 2005 .

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  1. #1 18. April 2005
    Bekanntheit: mager, Erfolgschancen: ungewiss

    Seit Februar ruft p2punite zu einer Boykottwoche auf, die am 24-30.4. stattfinden soll. Nutzer von Tauschbörsen werden unter dem Motto "Filesharer sind Käufer" dazu aufgerufen, in dieser Woche keine CDs, Filme oder sonstige in Tauschbörsen verbreiteten Medien zu kaufen und keine Kinos zu besuchen. Das Ziel: zu zeigen, dass Filesharer Konsumenten sind und sie die Produkte, die sie tauschen, eben auch kaufen. Anhand des eintretenden Umsatzeinbruchs solle den Medienkonzernen gezeigt werden, dass sie eine nicht unerhebliche Käufergruppe fortgesetzt kriminalisieren und entsprechend mit der Zeit auch als Kunden verlieren dürften.

    Sechs Tage vor Beginn der Aktion zeichnet sich jedoch ab, dass der Erfolg ungewisser denn je ist. Auf den einschlägigen Seiten finden sich in den seltensten Fällen entsprechende Werbebanner oder Aufrufe, selbst bei p2pnet.net, die beispielsweise die kanadischen Copyright-Aktivisten Digital Copyright permanent verlinken, findet sich kein entsprechendes Banner - trotz freier Werbefläche.

    Die Initiatoren von p2punite konnten zwar die Kleinigkeit von über 100.000 Pageviews seit dem Start der Kampagne verzeichnen, dies gibt angesichts der Millionen von Filesharern wenig Grund zur Hoffnung. Hinzu kommt, dass selbst unter den Seitenbesuchern erwartungsgemäß wohl nur eine Minderheit überhaupt an der Aktion teilnehmen wird.

    Es bleibt zu hoffen, dass die Aktion damit nicht ein Schuss wird, der nach hinten losgeht: kommt es zu keinen Umsatzeinbußen, wäre es leicht vorstellbar, dass die Argumente der Kampagnenleiter schnell in ihr Gegenteil verdreht werden könnten: offenbar würden Tauschbörsennutzer eben doch das Kaufen einstellen. Ob dann noch interessiert, dass die Kampagne schlicht keine Resonanz in der Öffentlichkeit hatte, kann bezweifelt werden - die entsprechenden Verbände haben in der Vergangenheit oft genug unter Beweis gestellt, dass sie Informationen und Fakten gelinde gesagt sehr selektiv für ihre Kampagnen einsetzen können.


    quelle: gulli untergrund news
     

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