Filesharing-Studien zum Selbstinterpretieren

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von zwa3hnn, 15. Dezember 2005 .

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  1. #1 15. Dezember 2005
    Tauschbörsennutzung ist Ansichtssache

    Nach Studienergebnissen der NPD Group sei die Tauschbörsennutzung zum ersten mal seit dem Grokster-Urteil des Supreme Court rückläufig. Dies gar saisonunabhängig: weswegen man sich vermutlich auf bald kommende Jubelmeldungen der Copyrightindustrie freuen kann. Oder auf die Ernennung eines neuen Sündenbocks, wenn die Verkaufszahlen dennoch nicht hoch genug sind.

    Um 11% sei die Quote gefallen, von 6,4 Millionen US-Haushalten auf deren nur noch 5,7. Zurückzuführen sei dies auf den juristischen Gegenwind, der immer rauer blase: die Haftung der Tauschbörsen für das Verhalten ihrer User, die der Supreme Court im Fall Grokster feststellte sowie die Massenklagen der Industrie. Und so wird letztere die Studie wohl auch interpretieren. Obgleich die NPD Group zugibt, die Zahl der getauschten Files sei hingegen leicht gestiegen: das läge aber nur an einer kleinen Minderheit an Tauschbörsennutzern, die noch intensiver Daten tauschen.

    Die Kollegen von BigChampagne konstatieren dagegen ein Stagnieren der Userzahlen auf hohem Niveau: unter 9 Millionen User sei die Zahl der gleichzeitig tauschenden User seit dem Durchbrechen der Marke nie wieder gesunken.

    Und wenn man bedenkt, dass bei beiden Untersuchungen nur die großen, transparenten Netze untersucht werden konnten - Esel, Fasttrack und Konsorten - und der beliebte Torrent durch die Dezentralität überhaupt nicht berücksichtigt werden kann, geschweige denn die inzwischen zahllosen Alternativen zum Tausch im kleinen Kreis - nun, dann ist der NPD Group vielleicht doch zu empfehlen, dass sie sich wieder an die Untersuchung des Einkaufverhaltens großer und dicker Menschen macht. Diese shoppen nämlich häufiger per Internet oder Katalog als Menschen mit Durchschnittsmaßen. Nun, da könnte wirklich etwas dran sein.


    quelle: gulli untergrund news
     

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