Filesharing-Traffic: Cache statt Filter bei thailändischem Provider

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von zwa3hnn, 15. Mai 2006 .

  1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
  1. #1 15. Mai 2006
    Tauschbörsen verursachen den Großteil des Traffics im Internet - ein Kostenproblem für die Provider, die mit Versprechungen hoher Datenübertragungsraten um Kunden warben und nun Schwierigkeiten haben, die Trafficmengen zu bewältigen. Filter für P2P-Traffic verärgert die Kunden und wird durch moderne Clients per Verschlüsselung unterlaufen, Thailands größter Provider True geht andere Wege: er richtet Caching-Serverfarmen ein, welche die P2P-Performance bei den Kunden verbessern und dem Provider Traffic sparen.

    Sechzig Prozent Traffic in andere Netze erspart sich der Provider "True" mit diesem Vorgehen, vierzig Prozent Kostenersparnis resultiert aus dem Caching - abgesehen von der Entlastung der Backends, die True mit seiner Lösung erzielt. Eleganter als andere Provider löst True so das Filesharing-Problem: andere ISPs setzten auf Filtertechnik, welche im Fall BitTorrent schnell mit der Header-Verschlüsselung wieder umgangen wurde, welche P2P-Traffic ununterscheidbar machte von anderen Datenströmen.

    "UltraBand 2000" nennt True seine Cachinglösung, mit der P2P-Trafficraten von 90% bewältigt werden können, 80% der P2P-Anfragen können aus dem Cache geladen werden, meldet emediawire.

    Gewinner sind alle Beteiligten: Kunden können die erworbene Bandbreite ausnutzen, der Provider spart Traffic und Kosten, die Backboneprovider werden entlastet. Nebenbei spart man den Entwicklern von P2P-Programmen einige Arbeit.

    Denn zur besseren Nutzung von Caches wird seit einiger Zeit ein größerer Programmieraufwand betrieben - das in der Entwicklung befindliche ProxyShare nutzt als Datenspeicherort die Proxys von Providern, von denen die geshareten Daten mit voller Bandbreite geladen werden können. Auch fürs eDonkey-Netz existieren mehrere Lösungen, die Caches der ISPs mitnutzen, um höheren Datendurchsatz zu ermöglichen.

    Von anderer Seite droht der Trafficersparnis hingegen Ungemach: die Kriminalisierung der Tauschbörsen verschiebt das Trafficaufkommen mittelfristig in privatere, schlechter einsehbare Kanäle. Neben den anonymen Tauschbörsen, welche angesichts ihrer Langsamkeit und dem kaum vorhandenen Angebot praktisch unbenutzbar sind, werden momentan mehrere Lösungen zum privaten Tausch im kleinen Kreis entwickelt: Allpeers soll das Tauschen mit genau eingrenzbarem Freundeskreis ermöglichen, der Traffic wird verschlüsselt. Tribler soll ähnliche Funktionen bieten.

    Zumindest im Fall Allpeers wird keine Cachingfunktion der ISPs mehr greifen.


    quelle: gulli untergrund news
     

  2. Anzeige
  3. #2 15. Mai 2006
    Find ich gut , und sie sind besser dran als die anderen Provider die ihre Kunden verärgern und trotzdem hohe kosten haben ;)

    Deutschland , das eigentlich im Bereich Internet dochr echt weit ist , sieht das immernoch nich ein , Thailand aber schon , dort wo nicht jeder 100 von 110 leuten Internet haben!
     
  4. #3 15. Mai 2006
    Find ich auch gut. Bei 1und1 sieht man ja was man für probleme hat wenn man zu viel saugt. Bekommt man ne schöne mail und wenn man weitermacht wird man gekündigt. Tolle Provider.
     
  5. #4 17. Mai 2006
    DER KUNDE IST KÖNIG.

    schönes motto danach lebe ich auch gerne.
    wer lässt sich schon gerne beim saugen den
    speed abdrehen ? da lass ich mir auch lieber
    mit protokollen wie ISP helfen.

    Und die Thailänder machen es uns allen mal wieder vor.
    Das was wir hier sehen nennt man "Kundenservice oder Kundenfreundlichkeit".
    Dass was leider in deutschland und amerika ausstierbt.
    mfg
     

  6. Videos zum Thema
Die Seite wird geladen...