Franziska Linkerhand Kapitelübersicht/Zusammenfassung

Dieses Thema im Forum "Schule, Studium, Ausbildung" wurde erstellt von Milchmann_CL, 25. Dezember 2008 .

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Zusammenfassung Hilfreich?

  1. Ja

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  2. Nein

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  1. #1 25. Dezember 2008
    Moin,
    evtl. sind ja noch andere unter euch die im Deutschunterricht in den Genuss dieses Buches gekommen sind und nicht allzuviel Lust hatten dieses zu lesen.
    Da sich mit google allerdings keine Hilfreiche Zusammenfassung findet dachte ich mir, ich versuche hier mal eine in Form einer Kapitelübersicht zu geben und hoffe dass es jemandem helfen wird.

    Brigitte Reimann: Franziska Linkerhand
    Zusammenfassung des Inhalts
    kursiv: Ergänzung

    Kapitel 1
    - Franziska erinnert sich an das Kriegsende und an die Besatzung ihrer Heimatstadt durch die Rote Armee.
    - Einige Nachbarn werden von der Roten Armee umgebracht.
    - Familie Linkerhand fällt den Plünderungen der Russen zum Opfer.
    - Die achtjährige Franziska hört neue Wörter wie „Kapitalist“, „Kommandantur“, „Vergewaltigung“ und
    „Deutschenhasser“.
    - Franziskas Bruder Wilhelm kämpft am Ufer um Konserven, um seine Familie zu ernähren.
    - Wilhelm kehrt Heim und kann nicht nachvollziehen, dass seine Eltern der geraubten Madonna nachtrauern.
    - Im Hause der Linkerhands herrscht eine „verpönte Schaustellung der Gefühle“ (S. 9).
    - Vater ist Verleger und liest gerne; kann sich zurück ziehen in eine Welt ohne Krieg.
    - bescheidener Haushalt, verpönter Kleiderluxus, Marionettentheater
    - Großmutter sei furchtlos, war immer reich und Franziska sieht sie als Vorbild.
    Kapitel 2
    - Franziska beschwert sich über die langweilige Ordnung.
    - Franziska erinnert sich an ihre Schulzeit, lesbische Erfahrungen, die sie mit ihrer Schulfreundin machte und
    ihren Mangel an Aufklärung.
    - F. überspringt die erste Klasse, ist nun die kleinste und die am wenigsten körperlich Entwickelte > leidet stark
    darunter
    - F. will sich gegen Weiberalltag und Weiberschmerzen wehren; lieber frei und wild
    - erste Jugendliebe mit 15 Jahren
    - F. will keine Frau sein; fühlt sich in einem entfremdeten Körper; will Kind bleiben.
    Kapitel 3
    - Überlebende Primaner, legen sich gegen Lehrer auf. > Kraftprobe und Appell an das Schuldbewusstsein der
    Lehrer
    - F. macht sich Sorgen um W.
    - Django, ein jüdisches Waisenkind und Studienfreund Wilhelms, geht mit Franziska eine Beziehung ein.
    - Er fasst F. an, was sie nicht will, und sie wird sich so ihrer sexuellen Reize bewusst.
    - Django muss ein Jahr Bewährung leisten, da man ihm und seinen Jazzfreunden „Anbetung westlicher Lebensart“
    (S.62, Z.1-2) vorwirft, worauf er in die BRD flieht.
    - Franziska lernt den einfachen Arbeiter Wolfgang kennen und geht mit ihm ein Beziehung ein.
    - Mutter schlägt sie für das späte Kommen und bezeichnet Wolfgang als „ dieses Stück Pöbel“ (S.72).
    - Großmutter spricht oft mit F. und gibt ihr Geld und Zigaretten. > gute Beziehung
    - W. verprügelt Wolfgang; F. war nur Gegenstand einer Wette
    - W. studiert Kernphysik.
    - Wilhelm lebt sein eigenes Leben, gelöst vom Leben der Familie (S.44).
    - Sozialismus ist für W. eine logische Wissenschaft.
    - F. und W. haben ein gutes Verhältnis.
    - W. hatte seinen ersten Sex mit einem verstörten BDM-Mädel.
    - W. beneidet F. um ihre unbeschwerte Jugend.
    - F. zur Frömmigkeit erzogen, entlief aber dem Glauben
    - Ls fühlen sich etikettiert als „Bürger“ oder „Sonstige“
    - Ls halten Mund, fragen nicht, kritisieren einflussreiche Menschen nicht
    - F. hat ein schlechtes Verhältnis zu ihrer Mutter. Geht nicht mit ihren Menstruationsproblemen zu ihr.
    - Werte der Mutter sind ihr zu wider.
    - Franziskas Eltern engen sie ein. Sie denkt an Auflehnung und Flucht.
    .
    Kapitel 4
    - F. erinnert sich an den Künstler Jakob, mit dem sie eine Affäre hatte und dessen Beziehung mit einer Frau durch
    den Mauerbau beendet wurde.
    - F. kritisiert Künstler, die ihre Ideale gegen Bezahlung vergessen würden.
    - F. trifft sich des Öfteren mit Professor Reger.
    - Der Arbeiter Wolfgang stürzt sich in den Alkohol, da er eifersüchtig ist und sich als Arbeiter F. unterlegen fühlt.
    - W. will das F. Zurück nach Hause kommt.
    - F. muss sich bei Eltern Geld leihen (Ohnmachtsgefühl; Gefühl der Abhängigkeit)
    - F. denkt, ihre Person sei gespalten.
    - Menschen, die kein passender Umgang für sie waren, zogen sie magisch an.
    - Unbehagen an Familie, an ihrer Sittung, Tradition und fortwirkender Erziehung
    - Sie will ihn endgültig verlassen, vorher vergewaltigt er sie.
    - F. kündigt ihrem Professor Reger, um nach Neustadt zu ziehen.
    Brigitte Reimann: Franziska Linkerhand Gymnasium Osterbek, Gk Deutsch, S3, Mi 5.11.2008

    Kapitel 5
    Vergangenheit
    - Familie Linkerhand
    * besitzt einen respektablen Verlag (S. 124)
    * gehörte nicht zu den reichsten Familien der Stadt (S. 126)
    - strenge Erziehung durch Frau Linkerhand
    - Kritik, Etikette, Gehorsam schwächte F. Selbstbewusstsein
    - Franziska empfindet Hass, Wut gegenüber ihrer Mutter (S. 129).
    - distanziertes Verhältnis zu ihrem Vater, nahm ihn nicht zur Kenntnis
    - Unterhaltungen nur über Bücher und nicht über ihr Privatleben als Architektin
    - Vater „versteht die Welt nicht mehr“ (S. 125)
    - F. wirft ihm vor, dass er noch an den „alten Zeiten“ vor dem Krieg festhält (S.131).
    - Eltern haben die DDR ohne sie verlassen.
    Gegenwart
    - nach 7 Jahren Wiedersehen am Bahnhof mit Django (erste große Liebe)
    - Enttäuschung, da er sich verändert hat (Familie, Kinder etc.)
    - F. trauert ihrer Jugend nach (S. 122 Z. 2/3)
    - kaum noch Kontakt zu ihrer Familie (letztes Treffen liegt zwei Jahre zurück)
    - Neuanfang im Architektenbüro in Neustadt
    - Antipathien gegenüber ihrem neuen Chef Sch (S. 141)
    - Sch hat psychische Probleme und gilt als unbeliebt.
    - Er lebt alleine ohne seine Frau und Familie in Neustadt.
    - Er hält Franziska für die Geliebte ihres Architekturprofessors Reger.
    - Er empfängt sie sehr ironisch und macht deutlich, dass ihr Aufgabenfeld nicht mehr so sein wird wie bei Reger.
    - Die beiden stoßen aufgrund von Meinungsverschiedenheiten in Bezug auf Architektur aneinander (S. 156).
    - Abende mit Kollegen im örtlichen Wirtshaus
    - F. glaubt in einem Mann, ihren Bruder Wilhelm erkannt zu haben, spricht ihn nicht an.
    - fühlt sich in ihrem neuen Zimmer und der neuen Stadt alleine
    Kapitel 6
    Vergangenheit
    - Familie: Weihnachten mit Franziska und ihrem Bruder Wilhelm, Frieden und Eintracht (S. 167)
    - Arbeit: gutes Verhältnis und eine gute Zeit bei ihrem Architekturprofessor (S. 185)
    Gegenwart
    - Bekanntschaften aus dem Gasthaus
    - freundet sich, trotz anfänglicher Distanzen bzw. Antipathien, mit Schs Sekretärin Gertrud an (S. 170)
    - Diese misstraut Franziska erst, denkt, sie wolle sie aushorchen.
    - Gertrud bemerkt eine Narbe auf Franziskas Arm, die auf einen gescheiterten Selbstmordversuch hindeutet
    (Franziska verneint dies) (S. 174).
    - Im Laufe des Gesprächs entstehen Vertrauen und Zuneigung.
    - Franziska verbringt viel Freizeit mit Gertrud.
    - Gertrud kann Männer nicht leiden (S.186).
    - Sie schmieden Pläne für Büro, das Ratschläge zur Innenraumgestaltung gibt, damit sich Menschen in ihnen wohl
    fühlen (S.188)
    - Wirtin Fr. Hellwig erzählt aus ihrem Leben
    - Franziska empfand Kellnerinnen, Friseurinnen und Verkäuferinnen als unbeseelte Gegenstände, die
    funktionieren müssen (S. 176).
    - F. ändert ihre Haltung dank Frau Helling (5 fremde Kinder großgezogen, ihr Mann ist geflohen, sie wollte, aber
    konnte nicht fliehen = F. ist empört über das Schicksal und will nie in einer solchen Lage geraten)
    - Franziska will unabhängig sein und will diese Unabhängigkeit unter keinen Umständen verlieren (S. 184)
    - Verehrer:
    - Jazwauk (Arbeitkollege)
    * Er umschwärmt Franziska, doch sie hält seinen Bemühungen statt (S.192)
    * Beide akzeptieren sich als Kollegen, verbringen viele glückliche und freudige Momente zusammen (S.193):
    - Sch
    * beobachtet Franziska und ihren Verehrer (Eifersucht?) (S.200)
    * bezeichnet F. Bemühungen als stumpfsinnig = gibt ihr nur Planarbeiten
    * anfangs abweisende Haltung transformiert sich teilweise in Eifersucht, als er Franziska mit anderen Männern
    sieht
    - Konflikt zwischen Sch und J
    - Besuch in einem alten Haus als Inspiration für neue Vorgehen
    Brigitte Reimann: Franziska Linkerhand Gymnasium Osterbek, Gk Deutsch, S3, Mi 5.11.2008

    Kapitel 7
    - Franziska liest noch einmal in N. „Nachtwache“ (S. 216). N. erzählt in dieser seine Ehegeschichte (S. 219).
    Bekam von der Akademie einen Preis (S.220)
    - N. ist mit R bekannt (S. 216-217). „Regner hatte aus einem Lehmkloß einen Menschen geformt…“ (S. 217)
    - Franziska hat Regner als Studentin verehrt. „Der Einfachheit halber nenne ich es Liebe“ (S. 218)
    - Franziska gefällt die „Nachtwache“, weil N. „begabt ist, das auszusprechen, was ich nur dumpf und dunkel
    empfand“ (S. 220)
    - Bei der Preisverleihung trifft Franziska N. wieder. Bevor sie geht, beginnt N. über Regner schlecht zu reden,
    woraufhin Franziska dachte „Noch ein Wort und ich haue ihm eins in die Schnauze“ (S. 221)
    - Sie kennt ihren Großvater nicht (S. 228)
    - Neustadt hat im Republiksmaßstab die höchste Geburtenrate (S. 228)
    - Sie hat Besuch von Sch, spricht mit diesem über ihre Großmutter. Er isst das ihm von Franziska vorgesetzte
    Essen, obwohl es scheußlich schmeckt, was Franziska sehr peinlich ist (S. 230)
    - Es folgt eine peinliche Stille, die durch Schreie unterbrochen wird. Im Stockwerk unter Fs Zimmer gebärt eine
    Frau, Rosemarie, ihr Kind, Mario (S. 240)
    - Eine Frau klopft an Franziskas Tür: Käte (Griepentrog). Sie musste klingeln, weil die anderen gewettet haben,
    dass sie sich das nicht trauen würde (S. 250). Bekommt eine Einladung zu den anderen Mädchen im Haus (S.
    250). Franziska redet über Arbeit (S. 251).
    - Käte braucht Hilfe in Mathe (war nur bis zur 6. Klasse in der Schule und ging dann arbeiten). Franziska hilft ihr
    (S. 252).
    - Käte sagt, dass Franziska Intelligenz hat und ihr deswegen alles in „den Hintern“ geschoben wird
    - Franziska wehrt sich (S. 253)
    - Jeden Abend holt Franziska Gertrud völlig betrunken aus einer Kneipe (S 253) und kann deshalb nicht mir
    Maricio Jazwauk ausgehen
    - Eines Sonntags denkt Franziska über den Tod nach und stellt sich vor, sie wäre tot (S. 257)
    - Sonntag in Neustadt: bleierne Schwere, Traurigkeit, Atemnot (254)
    - „Jetzt weiß ich, Sonntagnachmittag am Fenster, wie das Leben verrinnt, ich kann es hören, ein zartes, trockenes
    Geräusch.“ (256)
    - Nachdenken über den Tod: „Was bleibt von mir?“ (257)
    - „Ich habe keine Zeit zu verlieren. Jeder Tag ist ein Tag meines Lebens, der ins Dunkle fällt ...“ (258)
    - „Später gehe ich durch die Straßen (nur aus Gewohnheit nenne ich die Häuserreihen bei ihrem Ehrennamen:
    Straßen)“. (255)
    - Furcht auf den Straßen in der Dunkelheit (255)
    - „Die Küche duftet nach Kaffee, Gemütlichkeit, Familienglück, dem ganzen Schwindel.“ (256)
    - Käte will, dass Franziska mit ins Schützenhaus tanzen kommt. Franziska möchte nicht (S. 258) Sie hält es für ein
    „Bumslokal dritter, wenn nicht vierter Klasse“ (S. 259)
    - beim Lernen mit Käte: Franziska redet über Arbeit (S. 263)
    - Franziska redet mit Sch darüber, dass sie einiges umprojektieren möchte. Er ist dagegen (S. 268). Er geht keine
    Risiken ein, und experimentiert ungern (S. 280)
    - Er findet, dass Franziska die Funktion als Bauingenieur/in überschätzt (S. 276). Sie findet außerdem, dass ihr zu
    wenig zugetraut wird und möchte mehr Arbeit haben (S. 277)
    - junge Mutter aus dem Krankenhaus zurück, vom flüchtigen Vater, von Scham und Schande und Inswassergehen
    keine Rede mehr (262)
    - Sch „ist nur ein Rädchen, funktionierend, weil verzahnt mit anderen Rädchen, bescheiden und zuverlässig,
    keinesfalls befugt, ins Getriebe einzugreifen, keinesfalls befugt, Beschlüsse zu missachten, sagt er“. (266)
    - Sch ärgert sich über ********rei der Bauleute (267)
    - Auseinandersetzung zwischen F und Sch über fehlendes Freizeitangebot und fehlenden Stadtkern (268)
    - Reger hat „uns mit einem sozialen Auftrag von der Hochschule entlassen“ [...] „Hier in, Neustadt, erweisen sich
    unsere Vorstellungen als untauglich. Zwischen Vorstellung und Möglichkeit stehen Verordnungen und
    Kennziffern wie Spanische Reiter, erstreckt sich das Niemandsland der Ungewissheiten über die Stadt von
    heute.“ (269)
    - Reger: Bau soll mehr sein als Geliebte, „daß jeder Bau ein Ereignis ist, einmalig und ungefähr von der
    Bedeutung wie der erste Schöpfungstag“ (271)
    - „Wir [Architekten] sind namenlos und gesichtslos geworden, darin gleichen wir unseren Bauten.“ (276)
    - F: „Sie überschätzen unsere Funktion.“ (277)
    - F: „Abends fühle ich mich wie ein Meerschweinchen, das den ganzen Tag seine Trommel gedreht hat ...“ (277)
    - Sch: „Das Bauwesen ist heute ein Industriezweig wie jeder andere, vernünftig, ohne Mythos“. (277)
    - Sch: F solle bleiben, ist mit Arbeit zufrieden (277)
    - „Eine Ahnung möglicher Abenteuer verwirrte ihn.“ (279)
    - F erkennt bei Sch eine „beginnende Versteinerung“ (280)
    - F läuft Ben vor den Kipper, Liebe auf den ersten Blick kann sie sich nur vorspielen (273)
    Kapitel 8
    - Franziska findet, dass alle Leute in Neustadt Vandalen sind und Spaziergänge als strenge Pflicht am Sonntag
    sehen (S. 282).
    Brigitte Reimann: Franziska Linkerhand Gymnasium Osterbek, Gk Deutsch, S3, Mi 5.11.2008
    - Sie spaziert mit Sch, seine Hand hält ihren Ellenbogen. Sie wünscht sich, es wäre Ben (S. 283)
    - Sch wird als untadeliger Mann mit Familie dargestellt. (S. 283)
    - Schs Frau opferte Beruf und Karriere für Mann, Kinder und Haushalt, gibt ihm Schuld (S. 284). Sollte sie noch
    ein Mal schwanger werden, droht sie mit Selbstmord (S. 303), Sch schläft daher im Wohnzimmer, Sch kann
    seine Frau nicht verlassen
    - Franziska bei Sch zuhause: Seine Frau möchte, dass Hausschuhe angezogen werden, da sie das Haus geputzt
    hat und das so lange wie möglich sauber halten möchte (S. 286)
    - Schs Kinder heißen Andreas (S. 295), Annette, Dieter und Uwe (S. 287)
    - Lärm jeglicher Art ist unerwünscht (S. 295)
    - Frau Sch gesteht, dass sie Franziska beneidet, weil diese unabhängig sei ihren Beruf habe, Freunde, Kollegen
    und Kontakt mit Leben, einen weiteren Horizont. Sie würde alles tun, um wieder arbeiten gehen zu können (S.
    297) à Franziska als „Verwirklichung ihrer Wünsche“ (S. 299)
    - F: „ich habe meine Mutter gehaßt, dieses Erwerbsweib“ (295)
    - Sch weist F zurecht, wie sie mit ihren Schuhen umgehen soll (297)
    - Sch ist Parteimitglied (300)
    - Sch findet negativ, dass Franziska geschieden ist (S. 300)
    - Sie rechtfertigt sich: „frühe Heirat, die Partner sind unbeschriebene Blätter“, „sie entwickeln sich“ auseinander (S.
    301)
    - Ex-Mann hieß Wolfgang, sah aus wie ein „Hirtengott“ (S. 302)
    - Im Lokal Taube trifft Franziska auf Gertrud, die völlig betrunken ist und von Männern belästigt wird (S. 306).
    - Ben hilft und möchte wissen, warum Franziska mit Gertrud bleibt (S. 312)
    - Bens Geschichte: Flucht aus dem Osten, überlebt im Eiswasser, letztes Aufgebot (315)
    - Gertruds Geschichte: Gertrud flüchtete eines Tages aus dem Osten und landete in einer Futterkammer, erlitt
    Demütigung, Prügel schwere Arbeit. Der Bauernsohn vergewaltigte sie, als sie nicht einmal 12 war. Das kann
    Franziska ihm aber nicht erzählen (S. 314)
    - Franziska will mit Mauricio Jazwauk ausgehen, weil dieser einer Frau ein Gefühl von Begehren geben kann.
    Keiner von beiden will eine Liebesgeschichte, nur Spaß (S. 323).
    - Selbst beim Ausgehen redet sie von der Arbeit (S. 324).
    - Sie gehen in eine Nachtbar (S. 327), Franziska fragt, warum sie sich nicht in Mauricio verliebt hätte, da es nett
    und unkompliziert gewesen wäre. Er sagt, dass es nie zu spät sei (S. 328)
    - Gespräch über Gleichberechtigung. Frauen müssen Preis zahlen: Frau als Kollegin hat kein Anspruch auf
    Höflichkeit und zarte Schonung. Sowohl schwach, als auch stark sein missfällt. Erfolg verdient sie sich nur durch
    „Hochschlafen“ (S. 329)
    - Js Persönlichkeit: gönnt allen Leuten, beneidet niemanden, Bedauern für Menschen mit weniger Glück (S. 333)
    - Brief von R öffnet F lange nicht (320, 337)
    - Anpassung an das Regime (326)
    - Sch: die Stadt als „großartige Manifestation der Lebenszuversicht unseres Staates und der Opferbereitschaft
    unserer Menschen“ (326)
    - „schöne Männer sind dumm oder treulos“ (327)
    - Sch hat Mitarbeiterin, die Affäre mit einem verheirateten Mann hatte, entlassen, Eingriff der Partei in das
    Privatleben, sozialistische Moral (329-331)
    - Konsum der DDR-Bürger (333)
    - M bietet ihr Teil seiner Privataufträge an (333-335)
    - F:: Du „wirst vernünftig, lächelst schon über deine Vorstellungen von einem strengen Leben, über deine
    unbescheidenen Forderungen an dich selbst, lernst Realitäten kennen ... das alles kann kommen, muß nicht,
    aber kann“ (337)
    - F provoziert Sch mit falschem Marx-Zitat (337-338)
    - Sch wirft F vor, Kollegen aufzuwiegeln (339)
    - Sch: „Sie wollen alles und alles sofort“ (339)
    - F: „Anti-Stadt“, neue Konzeption erforderlich (339)
    - Sch: F stelle Prinzipien des sozialistischen Städtebaus infrage, F: die Dogmen (340)
    - Sch: „Sie sehen unsere Erfolge nicht, Wohnungen für unsere Werktätigen, die niedrigsten Mieten in Europa, mit
    der Zahl von Krippenplätzen und Kindergärten liegen wir an der Weltspitze ... das muß man doch sehen“. (341)
    - F: Planungen gehen an Bedürfnissen der Menschen vorbei, hat sauber recherchiert und auch interne Materialien
    einbezogen. (344)
    - „Vielleicht arbeitest du mehr, wenn du weißt, du hast nicht alle Zeit der Welt, und wagst Dauer, weil du selbst
    nicht von Dauer bist. Also Arbeit als Protest gegen die Begrenztheit der eigenen Existenz“ – Franziska an Ben.
    - Franziska und Sch streiten: Sie will innovativ sein, Häuser bauen, die in 30 bis 40 Jahren aktuell sein werden
    (S. 344)
    - F vermisst Heimatstadt, Leben (346)
    - Sch lädt Franziska auf den Frühlingsball ein (S. 346): Ärgert sich über Jazwauk, der Franziska zum Lachen
    bringt und sie streichelt (S. 349)
    - Frau Kowalski: Hat im Krieg auf Kinder aufgepasst, deren Eltern ohne sie in den Westen gegangen sind. Arbeitet
    jetzt bei der Jugendhilfe (S. 350)
    - Kowalskis Sohn starb im Alter von 12 Jahren, als er vor seinen Klassenkameraden von einem Sprungturm
    sprang (S. 350)
    Brigitte Reimann: Franziska Linkerhand Gymnasium Osterbek, Gk Deutsch, S3, Mi 5.11.2008

    Kaptitel 9
    - 1. Begegnung mit Trojanowicz, bei der sie tanzen
    - F lehnte „die Stirn an seine Brust, ahnungslos, daß sie in diesem Augenblick schon die Rollen für sich und ihn
    wählte.“ (355)
    - Sie unterhalten sich lange an der Bar und trinken Wodka.
    - Sie „hatten eine Geschichte, die ich nicht mehr gegen eine andere Geschichte auswechseln konnte“. (357)
    - „Neustadt, das er [T] eine Siedlung von Fernsehhöhlen nannte, eine vertane Chance, ein städtebauliches
    Debakel [...], weil die Stadt ihre Funktion verfehlt, indem sie Kommunikationen nicht fördert, sondern verhindert,
    Lebensbereiche und Tätigkeiten ihrer Bewohner nicht vermischt, sondern trennt. eine amputierte Stadt!“ (358-
    359)
    - Ts Baustellen = Stationen der DDR-Baugeschichte (360)
    - F. lernt eine Frau kennen, die sie für Ts Frau hält.
    - Sch denkt an seine vermeintliche freie Jugend und denkt über einen Neuanfang mit einer jungen Geliebten nach
    (364-365).
    - Sch hat Angst vor Urteil anderer, davor, dass sie über ihn lachen (367)
    - „Du [T] bist wiedergekommen und hast deine Existenz behauptet gegen das Scheindasein, das ich für dich
    entworfen hatte.“ (370)
    - Sch ist Pflichtmensch, will Ordnung (371)
    - F ist zickig aus Angst vor Lächerlichkeit (372)
    - F hätte im Spiegel nur Makel an sich entdeckt. (373)
    - Daraufhin spricht sie wieder mit Sch, mit dem sie schließlich auch tanzt.
    - T. will F. davon überzeugen, nicht mit S. zu spielen, da dieser viel für F. empfindet.
    - F. ist betrunken und muss von S. nach Hause gebracht werden.
     

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  3. #2 25. Dezember 2008
    AW: Franziska Linkerhand Kapitelübersicht/Zusammenfassung

    Kaptitel 10
    - F. beschreibt ihre Gefühle für T. und wie sie zwischen Verlangen und Unbehagen hin- und hergerissen ist.
    - Sie vergleicht ihn schwärmerisch mit einem Afro-Amerikaner, der in ihrem Haus wohnt.
    - Sie erinnert sich an ihre Scheu vor ihm und außerdem an viele Gespräche, bei denen sie sich von seiner
    spöttischen Art verletzt fühlte.
    - F hat Sehnsucht nach Ben.(379)
    - Suizidziffer in Wohngebieten (380)
    - Vandalismus in der Stadt (381)
    - F und T sehen sich nun häufiger, sprechen schließlich miteinander. (382, 384)
    - F schämt sich bei T nicht für ihre großen Hände. (385)
    - Jemand hat sich auf dem Dachboden erhängt (386)
    - Mutter hat F Minderwertigkeit eingeredet (387)
    - F: „Uns hat Stalin erzogen“ (388)
    - F: „architektonische Verbrechen“, „Der Architekt heute? Zulieferer ohne Beziehung zur fertigen Ware. Sein
    Arbeitsethos: vorgegebene Kennziffern einhalten, sein Ehrgeiz: Zeichnungen termingerecht abliefern.“ (390)
    - F nimmt T nicht ab, sich bildender „kleiner Mann“ zu sein, fragt nach Familiengeschichte, erhält Auskunft über
    Kindheit und Jugend: 7 Jahre älter als sie, 10 Brüder, 3 und er gingen in die DDR (391-398)
    - T weicht ihr fortan aus, begegnen sich doch wieder und sprechen miteinander (398-403)
    - Sch wird zugänglicher, hofft auf Annäherung Fs (403-412)
    - F verteidigt Sch vor Regers in einem Brief geäußerten Kritik, wenig geachteter Arbeiter des Alltags (412/413)
    - F fragt Sch, ob er mit seinem Leben zufrieden sei, Sch sagt, man lebe für die Gesellschaft (415)
    - F: Ich „finde es schrecklich, dass man nur ein einziges, unwiederholtes Leben hat, ohne die kleinste Chance,
    noch einmal und anders anzufangen, wenn man am Ende sieht, daß es verfehlt war.“ (415)
    - fragt Sch nach T, erhält aber nur Auskunft über die drei erfolgreichen Brüder (416/417)
    - „Plötzlich empfand sie ein starkes Verlangen, den Tag zu bejahen, jeden gegenwärtigen Augenblick, sie wollte
    sich den Fluchtweg abschneiden. Ich werde ein Hotel gegen eine Heimat vertauschen, dachte sie.“ (417)
    - Auseinandersetzung über die Chance, ein Stadtzentrum zu errichten (418)
    - Sch stiehlt ihr eine Rose (419)
    - Gespräch mit T, Foto der Redaktion einer Zeitung, für die er geschrieben hat, Nase von Polizeiknüppel
    zertrümmert (421-423)
    - war FDJ-Funktionär, will Distanz, halten Händchen, fragt nach Verlag (427-431)
    - Sie küssen sich, sie entwindet sich schließlich (433)
    - Es wird auch die Veränderung beschrieben, die S. durchmachen musste, seit er F. kennen gelernt hat.
    - S. versucht ständig, mannhafter zu erscheinen und hat doch dauernd Angst davor, dass F. seine Anstrengungen
    bemerkt.
    Kaptitel 11
    - F. lernt den neuen Bauführer in der Kantine kennen
    - F. wünscht sich, dass die harte Arbeit von Maschinen übernommen werde.
    - Er entgegnet, dass auch sie dann arbeitslos wäre; findet harte Arbeit angemessen.
    - F. möchte ihm sagen, dass sie genug davon habe, auf Verschleiß zu arbeiten, lässt dies dann aber.
    Brigitte Reimann: Franziska Linkerhand Gymnasium Osterbek, Gk Deutsch, S3, Mi 5.11.2008
    - Nach der Arbeit geht F. durch die Straßen, sieht in der „Taube“ T händchenhaltend mit Begleitung.
    - F. redet sich ein, dass T. versucht, sich ihrer Hand zu entziehen.
    - F „empörte sich gegen ihr Geschöpf, das sie erfunden hatte, weil sie es brauchte, als Bruder, als Bild, vielleicht
    Vor-Bild, als einzige Möglichkeit, und das sich jetzt selbständig machte, ihr Schmerz zufügte, indem es eine
    eigne, nicht mehr beeinflußbare Vergangenheit beanspruchte, und, schlimmer, eine unerwünschte, andere
    Person ins Spiel brachte.“ (444)
    - Arbeitskollege Jazwauk kommt aus dem Urlaub, erzählt von seinen Affären
    - merkt, dass F. kränklich aussieht
    - Schicksal einer jüdischen Schauspielerin während der NS-Zeit (452)
    - man erfährt, dass F. schon einmal verheiratet war und verlassen wurde
    - F. geht ins Kino, sitzt zufälligerweise neben T, der mit Begleitung Sigrid dort ist.
    - Begleitung ist F. sehr unsympathisch, sie ist eifersüchtig
    - F reflektiert über ihre Liebe (460/461, 464/465)
    - will feste eigene Wohnung (466)
    - F. leidet mit der Person im Film, als ob dieser real wäre.
    - Am Ende fragt T. sie, ob sie noch einmal mit ihm alleine ins Kino gehen wolle, und sie verabreden sich.
    - F. fragt sich, ob T. seine Begleitung somit hintergehen möchte, da ihr das genaue Verhältnis der beiden nicht
    bekannt ist.
    - F. erzählt von ihren Arbeitskollegen, von den meisten kennt sie nicht einmal den Namen.
    - Der Kinobesuch verläuft nicht so, wie F. gewünscht, sie reden wenig.
    - Trotzdem kommt T. mit zu ihr nach Hause, dort lockert sich die Stimmung erst, als sie anfangen, Wodka zu
    trinken.
    - Es kommt sogar zu einem Kuss.
    - Als F. später fragt, warum er sie geküsst habe, ist die Antwort, dass sie es gewollt habe. (476)
    - Als T. geht, ist F. traurig und verärgert über ihn; sie denkt sich, es hätte auch jede andere Frau sein können, die
    er küsst.
    - F wirft Ts Manschettenknöpfe in den Mülleimer, sind sein Vorwand für einen erneuten Besuch (481)
    - Am nächsten Tag besucht T. sie erneut, er hat einen Text verfasst, in dem er F. mitteilen möchte, dass er schon
    eine Geliebte habe, liest ihn jedoch dann doch nicht vor.
    - Im Gespräch erfährt man, dass F. die Existenz eines Menschen nur für sinnvoll hält, wenn dieser etwas
    Besonderes geleistet habe; T. ist anderer Meinung.
    - „Zwischen Schöpfer und Grottenolm gibt es tausend Spielarten ... tauschend Möglichkeiten, auf eine anständige,
    respektvolle Art zu existieren. (481)
    - F schwärme für Ideale, T setzt sich mit Fs Vorstellungen auseinander, nicht nur auf ein Ziel fixieren (481)
    - T: F habe schöne Hände (483)

    Kapitel 12:
    - Franziska hängt ihren Gedanken nach, befragt Ben (fiktiv S.511). Sie hat das Notizbuch an sich genommen,
    das T bei ihr verloren hat, und blättert immer wieder darin, versucht ,es zu entziffern und zu interpretieren.
    Erinnert sich an einen Ausflug mit Yul Brenner (Bauleiter), der ihr den begonnen Rohbau einer weiteren (Neu-
    )Stadt zeigt.
    - Es ist ein heißer Sommer, Franziska und ihre Kollegen flüchten während der Mittagspause auf den schattigen
    Friedhof, nur Sch „hält die Stellung“, kommt jedoch öfter morgens zu spät. Als sie eines Nachmittags eine
    nässende Brandblase auf seinem Handrücken entdeckt, sticht sie diese, unter Missachtung seiner Proteste, auf
    und sagt: „Sehen sie, sie brauchen eine rechte Hand“(S. 494). Er hat Angst vor ihren genauen Vorstellungen von
    der Arbeit eines Adjutanten, wendet ein, dass es unüblich sei; dennoch gibt er nach.
    - Gertrud ist nicht erfreut über die Veränderung („überbrachte Schriftstücke wie Kriegserklärungen“) und
    Franziskas Kollege Jazwauk macht unmoralische Andeutungen über die Gründe ihrer Beförderung, die sie
    kommentarlos übergeht.
    - Franziska fällt dem vorm Café wartenden T überglücklich in die Arme und berichtet ihm von ihrer Beförderung; er
    traut sich nicht mehr, ihr zu gestehen, dass er sich um sie gesorgt hat. Er stellt fest, dass sie launisch und
    verletzbar geworden ist, dass sie „starrsinnig [wird] aus Furcht, die Welt durch seine Augen zu sehen“ (S.496).
    - T steht vor einem Dilemma: Er liebt Franziska, kann aber Sigrid nicht verlassen, da diese droht sich
    umzubringen: „Ich drehe den Gashahn auf“ (S.498).
    Franziska ist wütend auf T, da dieser ihr versichert hat, sich von Sigrid trennen zu wollen, es aber nicht tut. In
    ihrer Verzweiflung versucht sie sich einem Bauarbeiter namens Paul anzunähern, der sie aber abweist.
    - Franziska und T: Motorradausflüge als eine Art Flucht vor der verzwickten Situation; Austausch von
    Erinnerungen
    Kapitel 13
    - Brief von Sch „Köder“ (locken mit Stadtzentrum?!)
    - Anekdote: Sch stimmt für das Gestaltungsprojekt von Maler Mentzel. Hat er ein schlechtes Gewissen? (Er hatte
    Frau Mentzel, seine ehemalige Sekretärin, wegen unmoralischen Verhaltens angeklagt uneheliche
    Beziehung)
    Brigitte Reimann: Franziska Linkerhand Gymnasium Osterbek, Gk Deutsch, S3, Mi 5.11.2008
    - Herumführen von Delegationen (Finnland, Frankreich, Polen); Franziska nennt die Besuche bei Anwohnern
    „arrangierte Zufälle“ (S. 520): „Wir zeigten Kinderglück und Hygiene, und ein Bildschütze von der Bezirkszeitung
    fotografierte Zähne, Händedruck, lachende Gesichter unter Schutzhelmen, Arbeiterhände streitbar kritisch stolz
    deutend auf Bauplänen“.
    Was sie nicht zeigen: die Schlägereien am Lohntag, die Betrunkenen nach denen sich keiner mehr umdreht (es
    sind zu viele), die Kinder die grundlos stehlen und dass jeder, der einen Krankenwagen mit Blaulicht sieht,
    schlussfolgert, dass da „mal wieder einer den Gashahn aufgedreht“ hat.
    - gehäufte Todesfälle (alle Betroffenen unter 30 Jahren) Gerüchte
    Sch: Man könne die Architekten nicht für die Unglücksfälle verantwortlich machen.
    Franziska: Stadt nicht sicher! – „die Haut steril wie ein chirurgisches Instrument, aber unter der Haut ein kranker
    Organismus“, „Mischung aus Gleichgültigkeit und Aggressivität“ (S. 521)
    Fall Malte: Schädel auf offener Straße eingeschlagen, eine Woche später ist er tot. „Zeugen“ haben unbeteiligt
    zugesehen (Sch: Einzelfall!).
    Franziska geht zu Maltes Beerdigung und will Gertrud mitnehmen, diese sagt nur: „Ihr kümmert euch immer erst
    um einen, wenn er tot ist“ (S. 523). Franziska bekommt ein schlechtes Gewissen. Dies zeigt sich als sie nach
    der Beerdigung mit dem Verwalter über den Friedhof geht, ein Grab mit der Aufschrift „Gertrud“ findet und für
    einen Moment denkt es sei „ihre“ Gertrud (es ist das Grab einer 5-jährigen).
    Der Verwalter weist sie zudem darauf hin, dass er sie zwar sehr schätze, aber auch sie sich an die Hausordnung
    halten müsse; d.h. kein Männerbesuch auf dem Zimmer. Franziska entgegnet es würde doch nichts geschehen,
    worauf der Verwalter sagt, Sch sei ja was anderes, aber T sei ihm nicht geheuer, immerhin habe er mal
    gesessen. Franziska ist geschockt, versucht dies aber zu verbergen.
    - Franziska ist unzufrieden mit ihrer Arbeit: als sie in ihr Büro kommt, findet sie wieder einen Berg von Briefen auf
    ihrem Schreibtisch; sie und regt sich darüber auf, dass sie nie andere Aufgaben bekomme als Beschwerdebriefe
    zu beantworten. Gertruds Kommentar: „große Rosinen, aber der Kuchen, den sie backen wollen, ist noch nicht
    mal eingerührt“ (eine Andeutung auf Franziskas Ziele und Ideale der Architektur, die sie bei Reger gelernt hat
    und nun vergeblich versucht anzuwenden/durchzusetzen)
    - Franziska sitzt im Hauseingang ihrer Pension und denkt über die Worte des Verwalters nach als T hinzukommt,
    den sie mit den Worten „geh zur Hölle... oder zu deiner Sigrid“ wegscheucht. Sie ist verbittert über sein
    unbeteiligtes Verhalten und seine Unfähigkeit (Unwille?) sich für irgendetwas zu engagieren.
    - T fängt sie auf dem Heimweg ab (kommt mit Sch von der Arbeit). Als sie sagt „ich fühle mich krank, die Stadt
    macht mich krank ... oder die Leute in dieser verfluchten Stadt“ (S.536), befürchtet T, er habe Franziska an Sch
    verloren.
    Franziska fährt fort und erzählt von einem neuen Zwischenfall: der Vergewaltigung eines kleinen Mädchens. Es
    sei mitten in der Stadt geschehen und keiner habe eingegriffen. Sie ist geschockt über die Gleichgültigkeit der
    Menschen und fühlt sich, als Architektin, schuldig („unsere Schuld. Meine Schuld.“). Sie nennt Reger, bei dem
    sie gelernt habe, „dass ein Architekt nicht nur Häuser entwirft, sondern Beziehungen, die Kontakte ihrer
    Bewohner, eine gesellschaftliche Ordnung“ (S. 540). Sie habe versagt. T versucht sie zu beruhigen und sagt, sie
    überschätze die Situation, sie überbewerte den Einfluss der Architektur, sie hört jedoch nicht wirklich zu.
    - Franziska berichtet T von Bestechungsversuchen von Bewohnern, die illegal Kleingärten, Garagen oder anderes
    gebaut haben und nicht wollen, dass diese abgerissen werden und ist rückblickend von ihrer eigene Grobheit
    überrascht, mit der sie diese Leute abgewiesen hat. Spontan (?) beschließt sie, dass T ihr bei einer Nacht und
    Nebel Aktion helfen soll: „Schluss mit der wilden Bauerei, Abriss statt leerer Drohungen“. Man müsse nur noch
    abwarten, bis Sch in Urlaub sei.
    Als T sie dann nach Hause begleitet, gelingt es ihr, ihn dazu zu bringen seine Vergangenheit preiszugeben
    (erfolgreicher Redakteur und beliebter Hochschullehrer, politischer Gefangener wegen vermuteter Verbindungen
    zu einem exilierten Regimekritiker; Misshandlung, Scheidung), Sigrid ist eine ehemalige Kommilitone die
    während seiner Haft zu ihm gehalten und ihm anschließend ein Dach über dem Kopf gegeben hat).
    Kapitel 14
    - Franziska trägt Schs Brief immer noch mit sich herum.
    - Franziska begleitet Yul Brenner auf seine Aufforderung hin in eine Bar am Stadtrand, wo er ihr, nachdem sie
    einiges an Alkohol getrunken haben, erzählt er, dass er keine Frau habe, das habe sie doch wissen wollen. Als
    er sie danach mit dem Motorrad wieder nach Hause bringt, streiten sie sich; sie wirft ihm Gefühllosigkeit vor, er
    bezeichnet sie als zu sensibel und idealistisch.
    - Franziska und T setzen ihren Plan um: Sie zerstören mithilfe von Baufahrzeugen einige illegal errichtete
    Gebäude. Als Sch durch Beschwerdebriefe davon erfährt und ihr vorwirft, sein Vertrauen missbraucht zu haben,
    fragt sie ihn bloß, ob er denn mitgespielt hätte, worauf er nichts mehr erwidert, sie nur wortlos hinausschickt.
    - Ihr Wunschbild, Ben (T) würde mit ihr in Urlaub fahren wollen, zerplatzt als T ihr beichtet, dass er in Kürze mit
    Sigrid in Urlaub fahren wird. Franziska ist verletzt. Dass der Urlaub gebucht worden sei, noch bevor er Franziska
    kennen gelernt habe, interessiert sie nicht. Als sie in ihrem Zimmer zurück ist, zerstört sie in einem Wutanfall ihre
    Einrichtung und zieht sich von T zurück; weigert sich ihn zur Kenntnis zu nehmen („ich will ihn nie wiedersehen“,
    S. 565). Sie vergräbt sich in ihrer Arbeit, macht Überstunden.
    - Ihre Kollegen merken, dass mit Franziska etwas nicht stimmt, fragen aber nicht nach. Jazwauk versucht sie
    abzulenken, was ihm jedoch nicht gelingt.
    - Wenig später fährt sie in ein Kurhotel, wo sie mit niemandem redet und jede Annäherung abweist. Der Einzige,
    zu dem sie Kontakt aufnimmt, ist ein junger Maler, der die letzte Packung Zigaretten kauft und ihr vorschlägt zu
    teilen. Sie bricht den Kontakt jedoch abrupt ab, als er vorgibt, sich in sie verliebt zu haben, und kehrt nach
    Neustadt zurück, wo sie Sch bittet, wieder arbeiten zu dürfen, und ihm verkündet, dass sie sich entschlossen hat,
    eine eigene Wohnung zu suchen.
    Brigitte Reimann: Franziska Linkerhand Gymnasium Osterbek, Gk Deutsch, S3, Mi 5.11.2008
    - Gertrud freut sich über das Ausbleiben von T und glaubt, „eine Freundin zurückgewonnen zu haben“ (S. 569);
    Franziska ist jedoch abweisend und arbeitet von morgens bis abends.
    - Als Franziska ihre neue (Einzimmer-) Wohnung bezieht, bedankt sie sich bei Sch für seine Unterstützung (und
    die der restlichen Kollegen): „ihr seid alle so nett zu mir, danke, darauf trinken wir jetzt einen“ (S. 570) und fügt
    noch in Gedanken „nett wie zu einer Kranken“ hinzu.
    - Später geht Franziska von Nachbar zu Nachbar, um sich vorzustellen und die Leute in ihrem Teil des Hauses
    kennenzulernen.
    - Eines Abends steht Wilhelm vor ihrer Tür. F glaubt im ersten Moment, T sei wiedergekommen; als sie ihren
    Irrtum bemerkt, wirft sie sich ihrem Bruder überglücklich um den Hals. Dieser merkt, dass mit ihr etwas nicht
    stimmt und hakt nach; Franziska erzählt von T, sie hasse ihn, sie wünschte, er sei nicht mehr auf der Welt, sie
    hasse ihn, weil sie krank nach ihm sei (S. 581). Wilhelm verspricht ihr, mit ihm zu reden. Er ist von der
    Ähnlichkeit zwischen ihm und T überrascht, „als ob man unvermutet seinem Spiegelbild gegenübertritt“ (S. 584)
    und berichtet Franziska, dass T allein gewesen sei, als er ihn getroffen habe.
    - Franziska wird krank, geht aber dennoch zur Arbeit. Als Sch ihr berichtet, Gertrud kündigen zu wollen, reagiert
    sie gleichgültig. Einige Tage später erfährt sie, dass Gertrud verunglückt sei, sie habe sich vergast. Franziska
    nutzt die Gelegenheit, um den Unfallarzt auszufragen, sie interessiere sich für die Suizidziffern in
    Neubaugebieten, und erfährt, dass es im Schnitt pro Woche 1 bis 2 Suizide oder Suizidversuche gebe. In
    Gertruds Wohnung bricht sie zusammen und liegt dann 3 Tage in Fieberträumen. Die Orchidee, die sie auf ihrem
    Nachttisch findet, will sie nicht haben; sie ist von T.
    - Als Franziska gut eine Woche später wieder arbeiten geht, erfährt sie von Sch, dass der Bau des Stadtzentrums
    bis auf unbestimmte Zeit verschoben worden sei. All ihre Versuche, den Bau dennoch genehmigt zu bekommen,
    misslingen, sie bekommt nur Absagen. Der Artikel, den sie daraufhin für die Bezirkszeitung schreibt, wird nicht
    gedruckt; sie schüre Unzufriedenheit unter der Bevölkerung, heißt es.
    Einige Zeit später taucht der Chefredakteur der Zeitung in ihrem Büro auf, der sich bereit erklärt, ihren Artikel in
    der Wochenendeausgabe zu veröffentlichen (Franziska vermutet, dass Sch seine Finger im Spiel hatte). Die
    Reaktionen sind gemischt; während sie auf der Straße von Unbekannten gegrüßt wird, wird sie von ihren
    Kollegen gemieden.
    Den Brief, den sie von T erhält, verbrennt sie, ohne ihn gelesen zu haben, aus Angst, „einen Gruß herauszulesen
    oder, schlimmer, den erhofften Gruß zwischen den Zeilen nicht zu finden“ (S. 596). T, seine Schrift und die
    Erinnerung daran solle „verbrannt und ausgelöscht sein“.
    - Als Franziska es nicht mehr aushält und mit den erhaltenen Leserbriefen zu ihrem Artikel zu Sch geht, erklärt
    dieser sich widerstrebend bereit, sie durchzusehen. Anstatt der erwarteten Schelte teilt Sch ihr mit, sie solle den
    Diskussionsbeitrag für den nächsten Kongress in Berlin vorbereiten und ihn dorthin begleiten. Während der Rede
    hält sie sich nur zu Anfang an das vereinbarte Manuskript und erhält von den Einen einen tosenden Applaus, von
    Anderen Missbilligung. Am Ende des Kongresses verliert sie Sch aus den Augen und findet sich draußen auf den
    Straßen von Berlin wieder, wo sie auf T trifft und mit ihm in einem Mietshaus verschwindet (S. 601). Ob die
    erlebte Liebesnacht Realität oder Fiktion ist, ist nicht klar ersichtlich.
    Kapitel 15
    - Franziska hinterlässt einen fiktiven (?) Abschiedsbrief („Zettel eines Selbstmörders“ Andeutung auf ihre
    Narbe? auf ihre Zukunft?) in dem sie Ben (T) mitteilt, dass sie nach Neustadt zurückkehrt.
    - Der Roman endet mit den Worten, Franziska habe „den Zweikampf verloren, noch ehe sie ihn antrat“.

    Für alle die nicht gerne viel lesen, entschuldigt dass es soviel ist, aber das Buch ist wenn ich mich nicht irre auch Abitur Thema oder? ;) So oder so sind 620 Seiten schwer auf weniger zu kürzen wenn man viel wissen möchte xD
     
  4. #3 26. Dezember 2008
    AW: Franziska Linkerhand Kapitelübersicht/Zusammenfassung

    ich habs mir noch nicht durchgelesen, und werde es auch nicht, da ich dieses behinderte thema auf KEINEN fall fürs abi vorbereiten werde, aber allein für die mühe haste ne bw verdient.
     

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