Geht Russland gegen allofmp3.com vor? - Wenn ja, Gratis-Musik-Alben für alle

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von Mr.X, 19. November 2006 .

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  1. #1 19. November 2006
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    Im Rahmen des APEC-Gipfel in Vietnam haben die USA nach 13 Verhandlungsjahren ihr O.K. für die Aufnahme des Rohstoffriesen Russland in die Welthandelsorganisation WTO gegeben. Beauftragte beider Seiten unterzeichneten eine bilaterale Handelsvereinbarung. Der Handschlag zwischen US-Präsident George W. Bush und seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin wird vor allem die großen US-Musikkonzerne freuen.

    Des einen Freud des anderen Leid
    Während Monopolisten wie Gazprom sich von dieser Entwicklung einen entscheidenden Impuls für ihren Drang nach Westen erwarten, dürften die Tage der von den USA als "Musikpiraten" beschimpften russischen Internetfirma allofmp3.com gezählt sein. Der Anbieter ermöglicht weltweit das Herunterladen von Musik zum Spottpreis und erreicht damit eine immer größere Zielgruppe.

    Russisches Roulette
    Die russische Firma Mediaservice, die den Musikanbieter allofmp3.com betreibt, sicherte sich angesichts der neuen Entwicklung jedoch schon einmal provisorisch ab. Sollten die russischen Behörden auf Druck der WTO gegen das auch im Westen populäre Musikportal vorgehen, wolle man den riesigen Fundus an Musikalben zum Gratis-Herunterladen ins weltweite Netz stellen, kündigte ein Mitarbeiter in der Zeitschrift "Russki Newsweek" an.

    Beitritt für Ende 2007 erwartet
    Bis es zu einem solchen Schritt kommt werden jedoch noch einige Monate ins Land ziehen. Die Übereinkunft mit den USA ist ein wichtiger Schritt, aber bis zum endgültigen WTO-Beitritt bleibt noch viel zu tun. Bei der WTO in Genf hat man sich im Verhältnis zu Russland längst Gelassenheit angewöhnt. Experten wie der Moskauer Analyst Jewgeni Gawrilenkow erwarten den russischen Beitritt für Ende 2007. Erst mit der Aufnahme Russlands als letzte große Industrienation kann die WTO ihr Ziel der weltumspannenden Liberalisierung des Handels erreichen.

    Ein Auge zudrücken
    Niemand hegt dabei ernsthaft die Hoffnung, dass die wieder zunehmend vom Staat regulierte russische Wirtschaft sich auf der Zielgeraden noch zu einem Musterknaben entwickelt. Ebenso wie beim Mitglied China scheint man bei Streitpunkten wie staatlicher Einmischung, fehlender Rechtssicherheit sowie ausbleibender Liberalisierung der Binnenmärkte ein Auge zuzudrücken. Auch der Kampf gegen Korruption und Monopolisierung verläuft in Russland weiterhin unbefriedigend. Der Energieexporteur Russland ist als Handelspartner zu attraktiv, als dass man das Land außen vor lassen will. Zweistellige Zuwachsraten wie im Finanzwesen locken ausländische Unternehmen in Scharen an.

    Gleiches Recht für alle
    Doch das Geschäft beruht auf Gegenseitigkeit. Gleiche Regeln für alle bedeutet für die Russen, beim Einkauf in westliche Konzerne endlich zum Zug zu kommen. Bislang haben sich Großkonzerne vergeblich an spektakulären Übernahmen in der EU versucht. Das galt zuletzt für den Stahlkocher SeverStal bei der luxemburgischen Arcelor und bei Gazprom-Projekten.
     

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