Geschlagen, entlassen und geächtet

Dieses Thema im Forum "Politik, Umwelt, Gesellschaft" wurde erstellt von klaiser, 2. Dezember 2017 .

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  1. #1 2. Dezember 2017
    Zuletzt bearbeitet: 2. Dezember 2017
    Geschlagen, entlassen und geächtet
    17.11.2017 Ι In Bangladesch gibt es schwarze Listen. Darauf stehen Namen von Textilarbeiterinnen, die es gewagt haben, für höhere Löhne zu demonstrieren. Zwei Gewerkschafterinnen berichten, wie schwer der Kampf für mehr Rechte ist.
    Textilarbeiterinnen in Bangladesch sind immer noch erwerbslos, weil sie für eine Verdreifachung des Mindestlohns gestreikt hatten. Im sogenannten "December Crackdown" vor einem Jahr waren über 1500 Arbeiterinnen entlassen worden. Fabrikbesitzer und die Regierung haben ihre Zusage gebrochen, die Beschäftigten wieder einzustellen. Mühsam müssen sie darum kämpfen, wenigstens eine Abfindung zu bekommen. Die Betroffenen stehen mittellos da. Sie finden anderswo keine Arbeit mehr, weil ihre Namen auf einer schwarzen Liste stehen. Gewerkschafter leben immer noch im Untergrund. Als Anführer des Streiks haben sie keine Chance auf einen neuen Job. Manche der Entlassenen bewerben sich gezwungenermaßen unter falschem Namen, um die schwarzen Listen zu umgehen.


    "Es ist unerträglich, dass Kolleginnen und Kollegen praktisch mit einem Arbeitsverbot dafür büßen müssen, nur weil sie für einen höheren Lohn demonstriert haben", erklärt dazu der Präsident der Gewerkschaftsföderation IndustriAll Global Union und IG Metall-Vorsitzende, Jörg Hofmann. Der Mindestlohn in Bangladesch liegt derzeit bei knapp 60 Euro im Monat. Die Gewerkschaften fordern seit längerem eine deutliche Erhöhung. Denn die Beschäftigten können ihre Familien davon kaum ernähren. IndustriAll Global Union unterstützt die Forderung der Textilgewerkschaften Bangladeschs für höhere Löhne und mehr Sicherheit am Arbeitsplatz. Die Gewerkschaftsföderation hat ein Abkommen (Accord) mit den Textilunternehmen durchgesetzt, das zu mehr Schutz für die Beschäftigten und sichere Arbeitsplätze geführt hat. Die Zahl der tödlichen Unfälle ist daraufhin drastisch zurückgegangen.



    Schuften von Kindesbeinen an
    Trotz einiger Fortschritte bei der Gebäudesicherheit wird das Recht auf Demonstration und gewerkschaftliche Betätigung weiterhin stark eingeschränkt. Zwei Gewerkschafterinnen aus Bangladesch, Kalpona Akter und Mim Akter, haben die Niederschlagung der Proteste vor knapp einem Jahr miterlebt. "Die Regierung hat auf die Demonstrationen sehr feindlich reagiert." Die Arbeiterinnen, die auf die Straße gingen, wurden einfach entlassen und zwar nach Beobachtung von Menschenrechtlern und Gewerkschaftern gezielt solche, die sich in ihren Fabriken für die Rechte der Belegschaft eingesetzt hatten. 39 Aktivisten saßen zweieinhalb Monate lang im Gefängnis. Diese Menschen wurden nur deswegen freigelassen, weil es immensen politischen Druck vor allem aus westlichen Ländern gab.

    Für die beiden Gewerkschafterinnen war das ein neuer Höhepunkt von Repressalien im Land. Beide sind leidgeprüft. Kalpona Akter musste schon mit zwölf Jahren in der Bekleidungsindustrie arbeiten. Zusammen mit ihrem zehnjährigen Bruder musste sie für den Unterhalt der Familie sorgen. Auch heute gibt es Kinderarbeit bei Subunternehmen. Es handelt sich oft um Kinder von Fabrikarbeiterinnen, die nicht genug verdienen um ihre Kinder zur Schule zu schicken. Betroffene Familien kommen so nie aus dem Teufelskreis der Armut heraus.



    Schwere Maschinen auf der Etage
    Als Mim Akter in ihrem Betrieb eine Fabrikgewerkschaft gründen wollte, erlebte sie massiven Druck. "Mich hat ständig jemand verfolgt. Sie haben sogar eine Person dazu abgestellt, mich auf die Toilette zu begleiten, damit ich auf dem Weg nicht mit anderen Arbeiterinnen sprechen kann. Außerdem haben sie versucht, die Leute gegeneinander aufzubringen und den Arbeiterinnen erzählt, dass alle wegen uns ihre Jobs verlieren würden. Als wir auch dann nicht damit aufgehört haben, uns zu wehren, wurden wir von unseren Vorgesetzten zusammengeschlagen."

    Doch Mim Akter ließ sich nicht einschüchtern. Bei Gewerkschaften informierte sie sich über Sicherheitsvorkehrungen. Ihr fiel auf, dass in der Fabrik viel zu viele schwere Maschinen und Materialien pro Etage aufbewahrt wurden. Bei Inspektionen wurden die Materialien weggeräumt und gleich danach einfach wieder zurückgebracht. "Wir haben das dann gemeldet und um eine unangekündigte Inspektion gebeten. Das Fabrikmanagement hat das herausgefunden und kurz darauf mich und acht meiner Kolleginnen unter polizeilicher Aufsicht dazu gezwungen, Kündigungsschreiben zu unterzeichnen. Es hat neun Monate gedauert, unsere Jobs wiederzubekommen. Ohne die Unterstützung der Gewerkschaftsverbände und des Accords wäre das nicht möglich gewesen." Der Appell der beiden Gewerkschafterinnen, die vor kurzem auf Einladung des Vereins Femnet in Deutschland waren, ist eindeutig: "Unsere Löhne reichen nicht zum Leben aus. Bitte unterstützt uns dabei, existenzsichernde Löhne einzufordern, damit wir ein menschenwürdiges Leben führen können."



    Präzedenzfall im Verfahren gegen Markenkonzerne

    Der Gewerkschaftsdachverband IndustriAll Global Union unterstützt die Beschäftigten in Bangladesch bei ihrem Kampf für bessere Bezahlung und mehr Rechte. Nach dem Unglück des Rana Plaza Fabrikkomplexes, wo 1138 Arbeiter qualvoll umkamen, wurde ein Abkommen für Brandschutz und Gebäudesicherheit geschlossen, der sogenannte Bangladesch Accord I. Jetzt geht es im Bangladesch Accord II darum, die Rechte der Arbeiter zu stärken, damit sie sich gewerkschaftlich organisieren können und möglichst viele Unternehmen dem Abkommen beitreten. Nach dem Unglück von Rana Plaza gibt es jetzt in jeder zehnten der 5000 Textilfabriken des Landes eine gewerkschaftliche Vertretung. Doch nur 50 haben bisher einen Tarifvertrag durchsetzen können, um die Sicherheit und die Einkommen der Beschäftigten zu verbessern.

    Im Oktober erging außerdem das erste Urteil des ständigen Schiedsgerichts in den Verfahren, die IndustriALL Global Union gegen zwei Markenkonzerne führt. Es besagt, dass die Accord-Fälle zulässig sind und dass das Vorliegen der Verfahren - ohne die Markenkonzerne namentlich zu nennen - publik gemacht werden darf. Die weitreichende Entscheidung bedeutet eine Premiere und schafft einen Präzedenzfall für internationale Einigungen mit Schlichtungsklauseln zwischen Globalen Gewerkschaftsverbänden und multinationalen Unternehmen.

    Quelle: Igmetall

    Meinung: Das Problem ist einfach eine Verteilungsfrage. Die Menschheit muss als Ganzes eine Lösung finden um die Probleme in den Griff zu kriegen. Die Lebensbedingungen müssten sich Weltweit zur gleichen Zeit ändern. Aber wie?
     

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  3. #2 2. Dezember 2017
    Ich denke das Problem ist sehr komplex.

    Aus dem Beispiel, finde ich eigentlich nicht das schlimme das die höhere Löhne verweigern sondern den Umgang miteinander. Es spricht nichts dagegen über Löhne zu diskutieren das wäre gut, auch wenn dabei nichts raus kommt fürs erste. Aber es kann nicht sein, das Gewaltandrohung oder sogar ausgeführte überhaupt irgend eine Basis darstellt.

    Das Problem wird nicht behoben in dem man immer wieder über Löhne streiten muss und immer neue Standorte gesucht werden für noch billigere Produktion. Die Ursache liegt ja an dem Gewinndruck welche nach unten weiter gegeben wird. Dabei spielt die Gesetzgebung eine große Rolle, wie das geschehen kann. Quasi locken arme Länder auch Investoren in dem sie den Unternehmen viel Handlungsfreiraum einräumen. Also nicht zwecks Steuern, das ist wieder ein anderes Kapitel, sondern generell über Gesetze. Darunter auch Umweltschutz und Arbeitsschutz.

    Den Ländern wird so eine Entwicklung ermöglicht, und sie zahlen dafür den "Preis". Das ist die Praxis. Wie man das besser machen könnte, kann ich pauschal nicht sagen, weil es auf jedenfall deutlich aufwendiger und komplexer wäre als die Dynamik der Wirtschaft agieren zu lassen. Die Gier entwickelt quasi als Nebenprodukt auch etwas "Fortschritt" so war es zumindest in der Vergangenheit immer und auch heute noch. Hier ist auch der Punkt wo ich sage, das irgend etwas in die falsche Richtung geht, weil eben das "Nebenprodukt" der Gier nicht mehr so fortschrittlich ist wie es einst war sondern quasi untergeht in verharren auf billig und Massenproduktion, Sättigung des Marktes. Es besteht quasi kein Sinn für den Gewinn, ein sehr gutes und langlebiges neues Produkt zu entwickeln um sich damit Zukunftsgewinn zu zerstören.

    Das Passiert dann, wenn eine Monopolisierung einsetzt und zugleich eine Marktsättigung, das beste Beispiel ist die Glühbirne. Und leider breitet sich dieses Prinzip auf immer mehr Bereiche aus. Ab dem Punkt ist der freie Markt nicht mehr Konstruktiv und braucht gesetzliche Veränderungen.

    Mir fällt da nur eine Lösung ein, größere Produkte wie Spül und Waschmaschinen oder Autos etc, werden nicht mehr gekauft sondern gemietet, die Leistung wird gemietet, das Unternehmen hat verlässliche Einnahmen muss diese aber nicht für teure Rohstoffe ausgeben oder sich sorge machen das keiner mehr etwas neues kauft. Das Geld fließt dann nicht in maximale Billigproduktion sondern in kluges Design. Wie kann ich das Produkt langlebig effizient und einfach reparierbar und recyclebar machen. Das würde wieder neuen Fortschritt bringen ohne das wir gleich das ganze System ändern müssten. Wir müssen Lösungen suchen die wenig Irritation und Konflikte bringen, wir müssen das System weiter entwickeln und dazu zählt die globale Diplomatie. Leider gibt es aufgrund fehlender Aufklärung oder Verständnis dafür nicht immer Rückhalt, und viele Lobbypolitiker wollen nichts verändern weil das "Kapital" quasi mit bisheriger Methode gute Gewinne einfährt und zwar kurzfristiger. Denn das System der Vermietung bringt eben keine Verkaufsspitzen und super Gewinne, sondern Nachhaltige und stabile Einkünfte welche auch zu einem stabilerem System führen und gleichzeitig auch zu sicheren Arbeitsplätzen. Zudem würde das Kapital zwangsweise die Unternehmen belohnen die am Nachhaltigsten Arbeiten und nicht die am meisten teuren Müll verkaufen.


    Zum Thema Siemens. Es ist nicht so einfach wie es aussieht.

    Das der Konzern sich umbaut hat zum einen zwar Notwendigkeit aber zugleich zeigt es auch die Irritationen welche durch den Markt so erzeugt werden. Die globalisierung von Märkten ohne das gleichzeitige globalisieren der Politik und Gesetze führt zu einer Schnitzeljagt bei der Konzerne und vor allem Aktionäre am längeren Hebel sitzen. Konzerne und Management sind quasi so bestellt oder gezwungen zu handeln wie es der globale Spielraum zulässt oder erfordert.

    Oft verlassen sich Konzern dabei auch auf Politiker und deren Entscheidungen denn sie legen auch den Weg grob aus. Siemens hat auf die Politik gehofft das sie an Atomkraft und Fossiler Verbrennung noch lange festhält, man hat quasi gegen die Vernunft gewettet.
    Der globale Trend geht aber doch in die andere Richtung und daran könnte sich neben Siemens auch diverse Autokonzerne noch was brechen, die auf alte Technologie setzen, weil sie jetzt gut läuft und Gewinne bringt. Die Investoren interessiert nicht was in 5 Jahren ist, weil die Aktie wird sofort verkauft wenn die versprochenen Renditen nicht kommen. Quasi verfehlt der Markt seine Funktion, weil er Spekulativ agiert und zwar Kurzfristig. Langfristig wird nicht geplant fürs Investment und so agieren auch die Konzerne.

    Wir brauchen also eine Gesetzgebung die Kapital/Investoren dazu motiviert Investitionen so zu verteilen das sie Nachhaltig sind und in die Zukunft blicken. Wie wäre es mit einem Gesetz das quasi langfristige und gut geplante Investitionen steuerlich begünstigt während das gezocke mit einer zB Transaktionssteuer belegt wird. Zwar haben wir mittlerweile auch viel Kapital aus Renten und Versicherungs-Fonds welche den Markt extrem stabilisieren durch ihre langfristige Anlage aber es liegt immer noch zu viel Kapital in Händen von Zockern welche Irritationen verursachen können.

    Wir stehen an einer Schwelle der globalen Entwicklung wo wir das Ruder korrigieren und fest halten müssen, sonst könnten wir tatsächlich einen Rücksetzer erleben nicht nur politisch sondern auch global Wirtschaftlich ohne das ein Entwicklungsvorteil darauß entsteht, weil quasi alles von neuem beginnt und wichtige Gesetze dadurch in weite ferne rücken. Die "Spalter" setzen darauf. Sie wollen keinen Fortschritt sondern ewig Gestrig leben. Es fehlt der Mut und das Vertrauen zwischen den großen Führungskräften der Politik. Und die Demokratie schwankt, da wo sie eigentlich fast Vernünftig war und da wo sie nie wirklich existiert hat halten sich hartnäckig Patriarchen.

    Eine Umverteilung ohne Umstrukturierung bringt langfristig nichts. Man muss quasi dafür sorgen das das System sich optimiert und entwickelt, die Umverteilung wäre nur ein kurzfristiger Bugfix der immer wieder nachjustiert werden muss weil sich grundsätzlich nichts ändern. Das beweist doch die Nullzins Politik. Das Geld landet in kürzester Zeit am selben Haufen, der immer größer und mächtiger wird, bis er von seiner eigenen Last bricht und alle unter sich begräbt. Du kannst Geld aus dem Helikopter werfen und alle Beschenken, das ist Irrglaube das man damit die Welt verbessern könnte. Grundeinkommen ist eine Idee die auf der selben Basis fungiert, erhalte das Alte System. Deshalb sind die Konservativen von dieser Idee nicht abgeneigt, sie entspricht quasi dem Ausweichen und setzen bei dem an was die FED also US-Zentralbank und auch EZB in der Hinterhand haben. Das hört sich nur Toll an und ist wie ein Weihnachtsgschenk kurzfristig und dann hast du viel Müll. Das ist quasi wie Öl ins Feuer gießen, es verschlimmbessert alles.
     
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  4. #3 3. Dezember 2017
    Ja doch - genau das hat doch Armut und Hunter wirksamer bekämpft als alles andere zuvor. Dadurch sind die Löhne in Ländern wie China, Vietnam und auch Bangladesh regelrecht explodiert (in Bangladesh hat sich der Mindestlohn verdreifacht in wenigen Jahren) und Hunger und Armut gingen dramatisch zurück.

    Eine gescheite Outdoor Jacke hält dir gute 30 Jahre (das wäre früher nicht mal im Traum drin gewesen). Hergestellt wird diese in aller Regel in Bangladesh oder Indonesien.

    Auto ist doch das beste Beispiel. Laufleistung ist heute 3x so hoch wie noch vor 20 Jahren bei viel weniger Wartung. Ein Auto mit 100.000km war früher am Ende der Leistung, heute ist es gerade mal richtig eingefahren.

    Siemens hat auf bestehende Gesetze vertraut und einen Standort ein langes Leben ermöglich der heute keinen Nutzen mehr hat. Jetzt ist Siemens konsequent und macht ein totes Geschäft dich (mit Abfindungen die so hoch sind wie woanders in Ossiland das gesamte Lebensgehalt) und wird dafür von diesem Neo-Kommunistischen *****loch Schulz kritisiert. Warum? Was soll Siemens machen? Verluste akzeptieren und produzierte Turbinen wieder einschmelzen und diese dann wieder produzieren???

    Die Standortschließung ist eine sehr langfristige Sachen die sich gut über 10 Jahre ziehen wird. Hier von "kurzfristigem Gewinn" zu faseln ist einfach nur lächerlich. Kaeser möchte das Unternehmen langfristig stabil aufstellen und das tut er.

    Es gibt heute so gut wie keine "Zocker" mehr, da alle erkannt haben das man langfristig den Mark nicht schlagen kann. Nur der Hochfrequenzhandel, welcher aber sehr sinnvoll ist und niemals mit "Zockerei" verwechselt werden sollte. Der Markt wird heute von Versicherungen, Staatsanlegern und ETFs dominiert.
     
  5. #4 4. Dezember 2017
    Du bringst immer wieder die gleichen Beispiele... die im Detail aber kein Gegenargument sind. Das Plastik Jacken länger halten als Wolle ist logisch. Dazu kommt das Mode ein typischer Massenkonsummarkt ist, bei dem es egal ist wie lange die Kleidung hält, weil sie Quasi vorher schon in die Tonne kommt weil es einfach nicht mehr im Trend ist. Zumindest landet das meiste dann wieder im Recyclingkreislauf.

    Das ist Quasi genauso ein schlechtes Argument wie, Windeln halt praktisch 100 Jahre, nur nach einmal benutzen landen sie im Restmüll.

    Es geht auch nicht darum das heute vieles technologisch einfach besser ist, das ist mir auch klar. Es geht hier um die Ressourcen und Energie Verwendung welche zu viel und schnell im Müll endet. Unsinniger Konsum von unzähligen Produkten, deren Hauptentwicklung in der Werbung liegt und wie man billiger Produzieren kann. Oder kurz, wie kann ich Zeug an den Kunden verkaufen. Ob das Produkt nachhaltig ist oder besonders Umweltschonend ist, interessiert nicht. Wichtig ist es glänzt und das Preisschild hat ein Sale drauf.

    Die Entscheidung von Siemens ist mir schon klar und nachvollziehbar, doch die Verantwortlichen sind doch die Lobbypolitiker und Manager die es scheinbar versemmelt haben. Es ist ja nicht so, das Deutschland alleine durch seine Energiewende daran Schuld wäre... der Trend hat sich doch länger angedeutet. Die Subvention und Fördergelder waren womöglich auch ein falscher Anreiz das zu Riskieren... dennoch sie sind weg, wer darf das verantworten und bezahlen?

    Und soll das bringen? Das ist totaler Mist. Es wird drauf gewettet das der Kurs 3 Sekunden steigt und dann wird verkauft, und wieder gekauft, quasi machen das Computerprogramme und die erwirtschaften so Gewinne die nicht Nachhaltig sind oder irgend einen Nutzen haben für die Unternehmen. Das ist quasi ein Spiel zwischen den Computerprogrammen. Denn irgend jemand muss ja auch dafür zahlen. Quasi saugt man doch irgend wo das Geld ab... vll von denen die neu einsteigen. Man erzeugt quasi im Zeitintervall "virtuell" Kapital, bei einem Handel in Lichtgeschwindigkeit könnte man quasi bei hohen Volumen zusätzlich gigantisches flüchtiges Kapital erzeugen.
    Geniale Idee nur total an der Realität vorbei. Das zeigt doch schon wie Irre dieses System geworden ist, es gib quasi Beschäftigung die absolut nichts bringt außer dem Geld nachstellen ^^ Nix Produktives oder Nachhaltiges. Reine Stromverschwendung.
     
  6. #5 4. Dezember 2017
    Und du schmeißt eine 800€ Jacke von Mammut einfach mal so weg nach 5x tragen? Eher nicht.... Sowas hat man 20 Jahre.

    Und? Was willst du dann machen? Den Turbinenbauer Medizinprodukte in Erlangen entwickeln lassen?

    Bezahlen wird das vorwiegend Siemens, da es monströse Abfindungen geben wird. Zudem hat Siemens immense Summen an Steuern und AG Anteile in die SV eingezahlt.

    Es wird nicht auf irgendwas gewettet, sondern man macht sich kleine Kursschwankungen an den Börsen zu Nutze. Das glättet die Märkte und hält diese stabiler.
     
  7. #6 4. Dezember 2017
    Sind vermutlich nicht mal 0,001% die das haben. Ich behaupte die meisten Kaufen Jacken für 50-150 Euro und wenn ich mir die Kleidersammlung anschaue bestätigt das wohl was ich gesagt habe, die Dinger werden nach spätestens 3-4 Jahren entsorgt. Oder sie hängen 10 Jahre im Keller bis ausgemistet wird.

    Ich habe nicht behauptet das das die falsche Entscheidung war für die Situation... mir geht es um die Verantwortung und die vorherige Planung und Strategie, die Fehler sind ja vorher passiert. Wenn ich nur wie ein Hedgefonds denke (egal ob als Politiker oder Unternehmer) ist logisch das langfristig alles Kaputt geht.

    Nja Steuern sind auf Gewinne... das hat nichts mit Haftung zu tun, die zahlt also Jeder und damit ist das Grundlegend kein Bonus der erwähnt werden muss. Abfindungen sind auch richtig, weil die Menschen ja Quasi etwas aufgebaut haben mit dem Einkommen und das kann alles Zerbrechen wenn sie nicht schnell eine Arbeit finden, die haben kein Kapital das zu puffern. Und im Osten ist Arbeit rar gesät, obwohl die Löhne extra niedriger sind und Subventionen fließen. Das liegt einfach daran, dass es trotzdem nur für Konzerne reizvoll ist. Ein Mittelstand wird sein Unternehmen niemals in den Osten verlegen nur weil die Arbeiter 5 Mark billiger sind und man ggf. für den Neubau ein paar Vorteile hat. Das mag sich zwar lohnen langfristig, aber warum sollte man das Riskieren. Entweder der Laden läuft bei den Lohnkosten im Westen auch, oder er muss sowieso nach Fernost auslagern oder dicht machen. Quasi gibt es keinen Grund dort umzuziehen. Das lohnt sich nur für Konzerne die flexibel sein können und für die der Kostenanteil des Neubaus/Umzug minimal ausfällt im Verhältnis zum Umsatz.

    Jo sie machen sich zu Nutze und was nutzt das generell?
    Das sie die Kurven glätten ist reine Mathematik aber eine Unschärfe im Kurs hat keine Vorteile, nur für die, die durchblicken für alle anderen ist das eher unpraktisch. Quasi agieren da Computer die irgend welche Kurven berechnen und gegeneinander Arbeiten, da stabilisiert sich nichts sondern es erzeugt ein gewisse Algo die total fiktiv ablaufen ohne Bezug auf die Realität oder Realwirtschaft. Das stellt sogar eine Gefahr dar, weil sich die Charts so überlagern können das quasi auch ohne Grund ein Crash verursacht wird, weil einfach Charttechnisch irgend was erzeugt wurde das Verkaufsdruck generiert und nicht nur beim PC sondern auch beim Mensch der versucht diese öminösen Charts zu lesen und zu interpretieren allerdings ohne jeden Sinn, nur weil man halt Spekuliert.
     
  8. #7 4. Dezember 2017
    Das Prinzip von "Mode" ist dir bekannt?

    Es wird von den linken Deppen doch immer behauptet Gewinne würden privatisiert und Verluste sozialisiert. Das ist Blödsinn, Siemens hat dafür abartige Summen abgedrückt.

    Unternehmen werden in der Regel in der Nähe anderer Unternehmen gegründet. Das liegt vor allem daran dass es meist ehemalige Mitarbeiter sind die meinen etwas besser zu können. Mittlerweile gibt es aber in Thüringen und Sachsen schon sowas wie Mittelstand, auch wenn es dort noch immer gruselig ausschaut.
    Aber besser im Osten als im abge:mad:ten NRW (Igitt, da würde ich nicht mal zum Pissen aussteigen).

    Wann ist das passiert? Mit dem Argument wird es auch nichts mehr mit Fliegen und Autonomen Fahren....
     
  9. #8 4. Dezember 2017
    Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Algorithmen für Handel sind völlig anders als eine Steuerung für Autonomes fahren.

    Die aktuellen Tradescripte laufen ähnlich wie Roulettricks. Der Rest ist ein versuch die "Dynamic" der Kurse so auszuwerten um eine mögliche Vorhersage zu machen mit Wahrscheinlichkeit X und danach wird dann gekauft/verkauft. Da die Schwankungen sehr klein sind, muss man extrem häufig Traden um so Gewinne zu machen. Auf der anderen Seite wird also auch Geld bzw Kursrendite aus dem Markt gezogen, von andere Teilnehmern die quasi nichts machen.
     
  10. #9 7. Dezember 2017
    Du sagst diese sind nicht sicher, aber das autonome Fahren schon? Warum?

    Und was geht dich das an?

    Beim Bioanbau wird völlig überflüssig viel mehr gearbeitet als notwendig - aber das findest du gut?
     
  11. #10 8. Dezember 2017
    Computer machen keine Fehler, höchstens der der sie bedient oder die Fehler "anweist/programmiert".
    Aktienhandel unterliegt anderen Faktoren und Regeln als im Straßenverkehr. Die Software arbeitet wie sie soll und ganz unabsichtlich verursachte sie eine Kettenreaktion, weil sie einfach Verkauft wenn er erkennt das jetzt Verkauft werden muss weil die Kurse ggf. fallen. Ein Autonomes Auto ist auf Sicherheit konzipiert und programmiert das folgt ganz simplen Regeln. Der PC für den Handel ist darauf ausgelegt Kurse vorherzusagen und nach bestimmten Strategien offensiv zu handeln. Wenn es bestimmte Kurseigenschaften gibt, dann schaukeln sich Computersysteme wie Wellen zu einer Superwelle oder wie Rückkoplung bei Mikrofon auf und dann geht es schnell. Deshalb ist dieser Handel meist intern Begrenzt weil man das Risiko kennt, aber Risiko und Gewinn sind zwei Dinge die sich in der Bankenwelt gegenseitig Im Gierdenken aufheben.

    In einem defensiv programmiertem Netz passiert nichts, weil jeder bremst. Computerhandel ist offensiv programmiert, das bedeutet jeder gibt vollgas um erster zu sein.

    Ein Auto ist ja nicht darauf programmiert so viele Menschen wie möglich zu töten... der Computer handel quasi schon, er ist so ausgelegt um zu Gewinnen, koste es was es wolle. So handeln Banken und Banker und deren Software, so sind sie programmiert und geschult.

    Liberalität besonders im Bankensektor auf Alltag umgelegt, mit den laschen Regeln, würde heißen, du ballerst jeden auf der Straße um, und sammelst deren Kapital ein, bis jemand mit ner schnelleren Wumme kommt und dich weg putzt.

    Jup, wenn es Nachhaltig ist auf jeden Fall.
     
  12. #11 8. Dezember 2017
    Wie alt ist der Computerhandel an der Börse jetzt so? 30 Jahre? Was ist in dieser Zeit so schreckliches passiert?

    Im gegenteil, der Computer handelt viel rationaler als Menschen und daher viel weniger anfällig. Sobald die Kurse fallen kaufen die Rechner nach.

    Man hat bei deinem Kommentar zu "deutsche Milch zerstört Afrika" ja gesehen wie viel Ahnung du von Landwirtschaft hast. Absolut 0.
     
  13. #12 9. Dezember 2017
    Das stimmt, aus meiner Sicht, nicht. Rational kann nur ein Lebewesen sein. Eine Maschine denkt nicht und handelt auch nicht nach seine Gefühlen, sondern nach den Alghoritmen des Programmierers. Die Maschine kann immer nur so viel "fühlen" wie der Entwickler ihm gegeben hat. Die Maschine ist immer eine Teilmenge des Wissens und des Fühlens des Entwicklers.
     
  14. #13 9. Dezember 2017
    Zuletzt bearbeitet: 9. Dezember 2017
    Der Automatisierte Handel kann durchaus reibungsfrei laufen, ihm wird ja auch nur ein begrenztes Volumen zugeteilt aus Sicherheitsgründen (hoffentlich). Große Spekulationen werden sicher nach wie vor durch Banker ausgeführt. Es muss ja nichts passieren. Nur wenn bestimmte Indikatoren zutreffen, kann es rasant schnell gehen und viel Kapital verbrennen. Wobei sicherlich auch hier der Mensch/Banker dazu maßgeblich beiträgt in dem er gleichermaßen reagiert wie sein Programm bzw das Programm wie der Mensch es ihm einbläut. Es gibt Studien die belegen, dass der Handel heute deutlich weniger auf Realfaktoren oder Nachrichten reagiert, als großteils auf Chartanalysen und dem daraus resultierenden Lemming-Effekt. Quasi ist das Problem, das alle gleich agieren und es nur um Reaktionszeit geht. Dann kann das UNO Spiel schnell vorbei sein. Es läuft nur so lange reibungslos, wie die Gier auch Erwartungsgemäß befriedigt wird, was quasi durch erhöhen der Umlaufgeldmenge durch die Zentralbankpolitik notfalls aufrecht erhalten wird, andernfalls gibt es einen Lemming-Crash. Das Politik und Zentralbanken massiv in den angeblich so reibungslos funktionierenden "freien Markt" eingreifen müssen und gigantische Stabilisierungsmaßnahmen in Billiardenhöhe ergreifen, ist wohl kaum ein Merkmal für ein funktionierendes Kapital-System.

    Ich sehe nicht das Problem im Kapitalismus oder in einer etwas liberalen Politik, das Problem ist einfach das es nicht funktioniert und eskaliert wenn die Politik nicht den Mut oder die Macht hat dieses System der Entwicklungen anzupassen. Die Konsum entfachte Gier vergiftet die Gesellschaft und Kultur, sie macht Rücksichtslos und zerstört damit die Zukunft.

    Ich konnte leider noch kein entkräftendes und plausibles Argument lesen. Landwirtschaft oder Wirtschaft, wer Importiert statt Exportiert, wird keinen eigene Wirtschaft auf dem Bereich etablieren können.
    Vor allem in einem Land das quasi eh erst mal von Null anfangen muss, also sprich eben Landwirtschaft, weil alles andere schon gleich gar nicht denkbar ist. Aber genau diese Grundlage findet erst gar nicht statt, weil technologisches Produktionsmonopol nicht anfechtbar ist. Es ist sicherlich dumm wenn man versucht mit Schaufel gegen Bagger zu konkurrieren. Aber leider ist die Politik und vor allem Wirtschaft nicht so Großzügig, als das sie sagt, hey nehmt unsere Technologie und lernt sie, so dass ihr selber so toll produzieren könnt und nicht mehr von uns kauft sondern evtl sogar an uns etwas verkauft...
    Das würde natürlich sofort jeder machen, weil ja alle so zum Gemeinwohl und der Zukunft erzogen sind... LOL nein, im Gegenteil, wir werfen uns vor Frust vom Dach weil die Ziegel nicht aus Gold sind. Das Gemeinwohl und die Umwelt interessiert keinen, so lange verkauft und verdient wird.
    Weil immer mehr so denken und der Kampf um wirtschaftlichen Erfolg größer und härter wird, auch Länderübergreifend und alle am Konsum erzogen werden, entsteht ein ganz gefährliches Süppchen. Ein richtiger üppig fettender Topf der zum überkochen droht, aber die einzige Lösung unserer Köche, mehr Salz rein kippen, denn niemand mag kalte Suppe.

    Wir könnten doch den Topf vom Feuer ziehen, den Kopf doch mal wieder klar machen für Vernunft und die Menschheit gezielt voranbringen. Die Eskalation der Unvernunft muss in gemäßigte Bahnen geleitet werden. Nicht egomane Konsumgier sondern Menschheitsfortschritt sollte doch Grundlage unseres Ehrgeizes sein? Das müssen wir vermitteln an die Zukunftsträger, den Kindern. Beginnend beim Bildungssystem und der öffentlichen Kultur.

    Ich bin genauso ein gieriger Mensch dem es schwer fällt, die Vernunft über die allzu angenehmen Triebe zu stellen. Doch wenn wir uns das vornehmen, dann sollten wir doch nicht diesen total freien Lauf geben und das zu unserer Basis erklären, nach der wir leben und streben... das mag die einfachste Methode zur Kontrolle sein, die uns auch maßgebliche Fortschritte beschert hat, aber wie lange noch?

    Möglicherweise hast du auch recht, und es geht einfach nicht, weil der Mensch es einfach nicht hin bekommt, weil er Evolutionär so geprägt ist. Aber es wäre doch zumindest eine Herausforderung es zu versuchen.
     
  15. #14 10. Dezember 2017
    In Deutschland war es so dass sich nahezu ausschließlich der Staat und die Staatsbanken verzockt hatten (Außahme war die HRE).

    Da fragt man sich warum das Angestellte im Öffentlichen Dienst (davon die meisten nicht wirklich gut bezahlt und auch nicht so helle) machen?

    Du hattest behauptet dass die Deutsche Milchwirtschaft die Landwirtschaft in Afrika zerstören würde und ich konnte dir das problemlos anhand der Exportstatistik zerlegen. Der Export nach Afrika ist mit 68 Millionen Euro nur 0,7% der Milchprodukt-Exporte und besteht fast nur aus Luxusprodukten wie speziellem Käse. Wegen der deutschen Milchwirtschaft geht also überhaupt nichts kaputt, das hattest du schlich erfunden.

    Komisch - wie hat das Asien dann geschafft? Da wird mittlerweile fast alles hergestellt, noch in den 80ern gab es dort nur Hunger, Armut und keinerlei Technologie....
     
  16. #15 12. Dezember 2017
    Zuletzt bearbeitet: 12. Dezember 2017
    Die Banken wurden nach dem "Crash" Teilverstaatlicht um deren Zusammenbruch zu verhindern :rolleyes:
    Die Landesbanken die sich Verspekuliert hatten, wurden von typischen Bankern genauso geführt wie andere auch... deshalb sind es auch sehr viele Marode Banken mit Giftpapieren, die zur Pleite führen würden ohne etliche Maßnahmen. Dazu kommen die Spezialregelungen diese Toxicpapers in gesonderte Badbanks zu lagern um das Risiko von der Hauptgesellschaft zu nehmen. Quasi liegt die finanzielle Haftung damit beim Steuerzahler bzw der Währung.

    Das mit deiner Milchstatistik stimmt so auch nicht...
    Der Irrsinn mit der Milch
    Europa und die afrikanische Wirtschaft: Milchpulver exportieren, Migranten produzieren
    Selbst das Milcherzeuger Magazin kann das Problem nicht verschweigen und Redet es schön "ja wir tun jetzt was gutes" Milchpulver-Export nimmt westafrikanischen Milchbauern Existenzgrundlage
    Export: Billigfleisch für Afrika

    Nach dem das Jahrelang Praxis war hat die Politik erkannt das sich das ändern muss, deshalb geht dieser Export heute zurück. Das ist kein verdienst des Marktes, denn der hätte weiter massiv und gierig weiter exportiert.

    Lies und Speicher die vorherigen Posts wo ich es erklärt habe, dann müsstest du die sinnlosen Fragen nicht ständig wiederholen.
     
  17. #16 13. Dezember 2017
    Und hinterher wurde das ganze mit Gewinn wieder verkauft. Richtig gekostet haben nur die Landesbanken und die HRE.

    Komisch dass die Linken dann nach Verstaatlichung als Problemlösung schreien.



    Aus deinem eigenen Link:

    Kenias Milchbranche ist alleine bereits 356 Millionen Euro schwer. Das ist nur Kenia. Nehmen wir mal an die ist in ganz Afrika ungefähr so groß, dann reden wir von 120 Milliarden Euro Milchbranche. Und die soll von 68 Millionen Deutschen Exporten zerstört werden??? Das sind ja immerhin 0,05% und zum größten Teil teuere Spezialitäten.... Ist doch totaler Quark...

    Interessant ist übrigens dass in China der stark gestiegene Fleisch Import als Indikator für Wohlstand gesehen wird, in Afrika aber angeblich genau das Gegenteil belegen soll...

    Deine Argumente sind eigentlich immer:

    Westen ist Schuld weil:
    - Diktatoren regieren (in China auch, aber das ist dir egal)
    - wegen des Westens alle korrupt sind (warum ist daran der Westen schuld und sind in China nicht alle korrupt, Hong Bao usw.?)
    - Wegen des Westens alle eine sehr niedrige Bildung aufweisen (und das 100 Jahre nachdem der Westen abgezogen ist)
    - Durch die Nähe zum Westen alles besser ausgeplündert werden konnte (und das obwohl Schwarzafrika sehr viel umständlicher zu erreichen war als Amerika)
    - Der Westen dort die Rohstoffe ausplündert (obwohl dies heute hauptsächlich chinesische Firmen machen)

    In Summe sind Afrikaner also an nichts schuld, der Westen an allem. Selbst wenn wie in Südafrika quasi jeder Schwarze man schon mal eine Frau vergewaltigt hat sind natürlich die Weißen schuld. Ist doch logisch.
     
  18. #17 13. Dezember 2017
    Zuletzt bearbeitet: 13. Dezember 2017
    Das sind Peenuts... richtig Geld kostet die Zentralbankpolitik, sowie verschiedene Rettungsfonds.

    Die Folgen der liberalen Entgleisungen wurden bis heute Jahrelang mit extremen Maßnahmen stabilisiert, alle Knöpfe und Hebel wurden gedreht um einen Kollaps zu verhindern und die dadurch ins schwanken geratene Wirtschaft zu stabilisieren. Die Spritze sitzt immer noch. Die Fahrlässigkeit der Politik gegenüber dem Umtrieben einer liberalen Marktwirtschaft sind Schuld das es überhaupt so weit gekommen ist.

    Du willst es nicht verstehen oder Unterschiede verschleiern. "In manchen Ländern wird Gold Import als Wohlstand gesehen, andere Exportieren" Schlussfolgerung das Exportland muss Reich sein? Unsinn, die Aussage ist völlig nutzlos genauso wie deine.

    China hat begrenzte Landfläche, für die ist Landwirtschaft nicht weiter ausbaufähig oder sinnvoll, sie haben andere Wirtschaftszweige, und extreme Handelsbilanzüberschüsse, es lohnt sich also billig diese waren zu Importieren und gleichzeitig etwas zum Handelsbilanzausgleich zu tun. In Afrika gibt es viel Land viel Arbeitskräfte aber kein Geld und alles muss Importiert werden, für die ist Landwirtschaft ein kleines Standbein auf dem sie zumindest grundlegend Menschen in Lohn und Brot bekommen und darauf weiter entwickeln können.
    Würde Deutschland billig Fleisch importieren, wäre das kein Zeichen von Wohlstand sondern Alarmsignal, dann würden quasi die Fleischbetriebe pleite gehen, bzw die wären schon Pleite wenn der Export um 60% einbricht. Das ist natürlich ein fiktives Beispiel. Das ist eben der übliche Wirtschaftskrieg zwischen Nationen. Auch bei Milch liefern sich die Länder eine Preisschlacht und nur der Gewinnt, der billig viel Produziert und das geht nur wenn auch verkauft wird, also muss irgend wo das Zeug hin. Wenn man es nicht mehr direkt an Afrika schickt dann halt über dritte, quasi an irgend eine Verarbeitungsfirma die dann das Milchprodukt irgend wohin weiter exportiert und damit andere Märkte überflutet und die dortigen Produzenten aussticht. Das ist gängiger Wirtschaftskrieg und den kann man durch Subventionen noch verstärken.


    Das restliche bietet leider keine ernsthafte Diskussionsgrundlage mehr. Ob Westen oder China ist doch völlig egal wer genannt wird, die Praxis dazu ist ausschlaggebend. Deshalb war auch die Rede von verschiedenen Interessengruppen die dort agieren und auch Konflikte befeuern. Auch Araber sind dort im Geschäft und verfolgen dort Strategien. Afrika ist keine Einheit sondern Land das man quasi geopolitisch noch mal neu verteilen könnte, so ist es ein Schlachtfeld externer Interessen. Auch der Nahosten ist ein solches... wer ist mit wem Verbündet etc.
     
  19. #17 13. Dezember 2017
    Fleisch ist teuer, viel teuerer als vegetarische Lebensmittel. Das konnte sich in China früher niemand leisten. Heute hat sich der Fleischkonsum vervierfacht weil der Reichtum explodiert ist und daher wird auch viel mehr Importiert.

    In Afrika ist das auch so. Auch da wächst der Wohlstand deutlich. Kann man auch an den Flüchtlingen sehen. Die teure Flucht konnte sich früher niemand leisten. Heute sind viele zu bescheidenem Wohlstand gekommen und gieren nach mehr.

    Glaub mir - kein Chinese frisst sich den Wanst voll weil er etwas für die Handelsbilanz tun möchte. Er macht das weil er sich das leisten kann.

    Bei jedem Wirtschaftsgut liefern sich tausende oder Millionen von Akteuren am Markt eine Preisschlacht. Bei der Milch ist das dann auf einmal ganz pöse pöse pöse....
     
  20. #18 14. Dezember 2017
    Wirtschaftskrieg schön und gut, die meisten Konsum Produkte aus dem Hightechbereich sind keine Lebensgrundlage und auch keine Grundlage für ein unterentwickeltes Land, stellen also keine reale Konkurrenz bzw Bedrohung dar. In Afrika wird keiner Arbeit verlieren weil jemand in DE Autos baut, aber er wird ggf. in der Argarentwicklung behindert und das erschwert schon mal eine minimale Grundlage und die Basis auf welcher einst alle Länder aufgebaut haben, eine eigenständige Versorgung mit Lebensmitteln.

    Ist auch etwas paradox, einerseits willst du das die sich Entwickeln oder Eigenständig werden, andererseits bietest du keine Antworten oder irgend einen Vorschlag, wie das passieren soll, eher noch befürwortest du die Praxis welche zumindest diese Mini-Selbstständigkeit erschwert.

    Sicherlich könnten die auch von unserer Überproduktion leben, wäre auch eine gute Idee aber dann müssen wir doch für Lohn und Arbeit irgend wo Perspektiven schaffen... nur welche? Was genau sollen die Menschen dort Arbeiten oder machen? Bis die noch billigere Arbeitskraft gebraucht wird sind vermutlich schon Roboterfabriken im Einsatz, als Ersatz für Bangladesch und Co, also quasi müssen die dann billiger sein als der Roboter.

    Generell werden immer mehr Aufgaben von Computern und Robotern übernommen, viele einfache Berufe lassen sich durch KI ersetzen, weil die quasi nur nach Schema arbeiten und tabellarische oder fixe entscheidungen Treffen. Theoretisch wäre der ganze Bürokratieapperat ersetzbar durch KI und damit sogar noch schneller und effizienter und korrekter. Selbst Ärzte könnten Hilfe bekommen durch KI denn die stellt Quasi dann eine Diagnose oder liefert zumindest mögliche Ergebnisse. Theoretisch ist ein Roboter möglich in den du Reinpinkelst und ein Tropfen Blut abgibst und er einen Augenscann bzw Körperscann macht und dir genau sagt was du hast und wie es behandelt werden soll. Zum Einrenken kommt dann der Praktikant weil der Roboter es nicht so toll macht, nur beim Körperkontakt brauchts dann halt noch Menschen. Quasi wird immer mehr ersetzbar. Die Einnahmen gehen quasi dann an die Besitzer, davon wird es dann immer weniger geben weil alle Krankenhäuser und Arztpraxen einem Konzern gehören. Letztendlich kannst du das in allen Bereichen so durchspielen... Das sind natürlich Zukunftsvisionen weil keiner weis ob wir in 50 Jahren schon so weit sind, oder ein Krieg um Rohstoffe noch mal Dämpfer rein bringt und die Länder und bewohnenden Lemminge in primitive Regierungen bringt.

    Die Zukunft wäre die Matrix, um denen die noch da sind in der letzten Übergangszeit eine Sinnvolle Erfahrung zu geben und ggf. ihr Gehirn nebenbei als Rechenkapazität zu nutzen. Fragt sich nur für was ^^ spielt das überhaupt eine Rolle ob wir den Planeten überleben oder nicht? Irgend wann kommt man dank Matrix eh wieder dahin zurück wo man doch hin will, Glück und Zufriedenheit.
    Wir fliegen quasi mit einem Raumschiff mit Lichtgeschwindigkeit um den Schwarzschildradius eines Schwarzen Loch während wir in einer Kältekammer und genetisch Modifizierten Zellen die ewig leben, unendlich lange umherkreisen in der Matrix wo wir quasi Information von Außen eingespielt bekommen und "Forschen" bis wir scheitern und aufgeben und die Kapsel anweisen ins Loch zu fliegen. Quasi könnte man doch diesen Weg auslassen und gleich damit beginnen ein kurzes aber tolles Leben mit selben Ende zu führen.
     
  21. #19 14. Dezember 2017
    Eine eigenständige Versorgung mit Lebensmitteln ist in einer arbeitsteiligen und globalisierten Welt völliger unnötiger Humbug und die Ursache für Hunger. Dort wo Nahrungsmittel am effizientesten Angebaut werden können, dort sollen sie angebaut werden.

    Im Gegensatz zu dir komme ich aus der Landwirtschaft und weiß was es bedeutet in unregelmäßigen Abständen einen Totalausfall der Ernte zu haben. Das ist in dieser "Mini-Selbständigkeit" tödlich.

    Die Lösung lautet schlichtweg: Abbau von Handelsschranken zum Wohle aller. Seit Handelshemmnisse gefallen sind hat sich der Hunger dramatisch verringt.

    Du jammerst doch die ganze Zeit über die pöse Ausplünderung der Bodenschätze. Australien z.B. hat dazu keinerlei Alternativen, Industrie ist quasi völlig unbekannt. Reich geworden sind sie trotzdem. Einher gehen tut dies oft mit der Verarbeitung und chemischer Industrie. China bringt ja gerade massives Know-How nach Afrika (was von Gutmenschenseite wiederum kritisiert wird). Handel ist natürlich auch immer gut, in China selbst leben ja bereits Millionen Afrikaner die dort Zeugs einkaufen um das in Afrika zu verticken.

    Billiger sein als Roboter geht recht leicht. In China (dessen Produkte am ehesten durch Roboter ersetzt werden können) ist das noch immer kein Thema. Es herrscht massiver Arbeitskräftemangel, die Löhne steigen recht schnell.

    Dazu brauchst du keinen Roboter sondern Analysegeräte die es heute schon gibt. Warum werden die nicht viel mehr genutzt? Ist zu teuer, die KV zahlt das nicht. Mit den feuchten NHS Träumen der Weltverbesserer ist das dann noch weniger finanzierbar.

    Was ist eigentlich schlimm an Konzernen? Die zahlen Ihren Mitarbeitern meist doppelt so hohe Gehälter wir ein KMU, bei weniger Arbeit und besseren Sozialleistungen. Wäre doch geil wir würden alle bei Siemens, BMW, Apple, SAP, Bayer usw. arbeiten.

    Das Kriegen nicht um Rohstoffe geführt werden hatte ich dir schon am Beispiel des Irak erläutert.

    Nehmen wir mal die 8 Rohstoffreichsten Länder der Welt:

    1. Russland
    2. USA
    3. Saudi-Arabien
    4. Kanada
    5. Iran
    6. China
    7. Brasilien
    8. Australien
    ...

    Wie viele dieser Länder werden deiner Meinung nach bald überfallen und ausgeraubt?
     
  22. #20 15. Dezember 2017
    Völlig richtig, nur diese werden verkauft und der Geldfluss läuft praktisch in die Richtung des Produzenten, damit ist alles abhängig von geopolitischen Faktoren also Rohstoffen wozu auch fruchtbares Land zählt. Einen globalen Handel gibt es aber keine globale Politik und keinen Sozialausgleich oder sonstiges, es ist nichts globalisiert nur der Handel und das auch nur, weil man damit schnell viel Profit macht und genau das führt zu all diesen Problemen. Die Politik und Gesetze hinken voll hinterher, auch weil die Politik das selbst schamlos ausnutzt und die Nation bereichern kann. Der globale Handel führt also zu einseitigen Bereicherungen. Man drängt auf alle Märkte und verdrängt Einheimische Unternehmen, die Länder müssen immer mehr Schulden aufnehmen weil sie praktisch alles Importieren aber nichts mehr selbst Produzieren. Eine Solidarisierung gibt es nicht, das heißt man saugt die Länder aus durch ihr lemminghaftes Konsumverhalten. Sie Konsumieren bis sie Pleite sind, das Geld liegt dann in Deutschland oder sonst wo. Sieht man auch ganz klar an der Schuldenstatistik, jeder zweite hat Schulden, logisch weil irgend wo jemand anders das Geld auf seinem Konto hat.... dieser Trend nimmt so weit zu bis die Blase platzt. Das geht vom kleinen Man los bis zum Staat.
    Das ist eine Spaltung die da stattfindet, die Globalisierung hat also nicht nur Vorteile sondern gewaltige Risiken die zu Nachteilen werden, weil man sie nicht richtig Reguliert bzw ergänzt.

    Es ist richtig und gut, das die Länder die ein gutes Bildungssystem haben und erfolgreich sind zum Vorbild werden und sich also durchsetzen. Doch diese Vorbildfunktion bringt rein gar nichts, wenn ich die anderen Länder nicht nachziehen lasse und sie weiter der Perspektivlosigkeit aussetze. Jugendarbeitslosigkeit wird weiter hoch bleiben, weil es keinen Lösungsansatz gibt... letztendlich Produziert man immer mehr, aber es gibt immer weniger Menschen mit Arbeit die den Müll kaufen können. Die Lösung, mach das Produkt billiger und kurzlebiger. Doch damit beschleunigt man das aussaugen noch mehr, weil viele kleine Beträge in höherem Intervall summieren sich mehr als einmalige große Anschaffungen. In Deutschland kriegt man davon nichts mit, weil hier quasi jeder Arbeit hat und die Wirtschaft von der Geldflut profitieren, weil wir zu den Ländern zählen die eben Exportieren und alle anderen Aussaugen. Je mehr Kredite und Geldspritzen desto mehr Gewinne, der Prozess von Schulden und Ungleichheit wird so noch verstärkt.

    Was könnte man tun? Wir sollten Europa richtig Vereinigen und gemeinsam Arbeiten auf allen Bereichen. Wir brauchen ein optimales und sehr teures Schulsystem das alle Europäischen Länder nutzen dürfen. Solidarisch müssen alle Einzahlen und das EU-Bildungssystem je nach Haushaltsüberschuss mitfinanzieren, das gleiche gilt für Militär und Bürokratie und langfristig auch Gesetze. All das wurde schon auf dem Weg gebracht nur immer wieder kristallisieren sich Nationalisten heraus, die nur an sich denken wollen und zwar alle Vorteile haben wollen aber vom Rest nichts wissen wollen, nur so funktioniert das ganze nicht. Wir müssen die Nationalpolitik also deutlich entmachten und die Kompetenzen auf eine technokratische föderalistische Zentralregierung bündeln.

    muss jetzt weg, den Rest schreib ich später ^^
     
  23. #21 31. Dezember 2017
    Was für Probeme? Sehr schnell sinkende Armut und verschwindender Hunger?

    Und du meinst das der "Westen" sich eiseitig bereichern würde? Und die Vervierfachung der Löhne in Asien ist keine Bereicherung? Offensichtlich bereichert sich hier alle, vor allem die Ärmsten.

    Das ist ja auch gut und richtig so. Sonst würden heute noch alle Russen Lada fahren.

    Die Handelsbilanz der ärmsten afrikanischen Staaten ist positiv.

    Die Verschuldung hat sich die letzten 13 Jahre in Deutschland nahezu gar nicht verändert.
    Überschuldete Privatpersonen - Anzahl in Deutschland bis 2017 | Statistik

    Nehmen wir mal die 10 reichsten Länder der Welt, darunter sind 4 Länder deren Bildungssystem zu den schlechtesten der Welt gehört. Katar, VAE, Kuwait, und Bruenei. Die arabischen Länder haben die mit weitem Abstand dümmste Bevölkerung der Welt. Sind sie deswegen arm?

    Und allein schon "immer weniger Menschen können sich irgendwas leisten" zeigt dass du in deinem Leben noch nie außerhalb Europas warst. Der wohlstand ist gigantisch gestiegen, der Konsum macht riesige Sprünge nach vorn.

    Das teuerste Schulsystem hat Dänemark und zeitlich eines der schlechtesten mit dem miesesten Pisa Ergebnissen.

    Und du meinst nicht dass die Flüchtlinge und der Umgang mit ihnen (hey, mit fast 30 kann ich doch auch als 15jähriger durch gehen) am meisten mit dem Erfolg der Nationalisten zu tun haben?

    Ich werde bei der nächsten Wahl auch eine rechtsextreme Partei wählen, weil ich will das solche Richter zur Verantwortung gezogen werden. Solche Urteile darf es nie wieder geben und so ein Richter darf nie wieder hinter der Richterbank sitzen:

    Horb/Rottweil: Mädchen vergewaltigt: Bewährung - Schwarzwälder Bote

    Der migrantische Täter geht grinsend ohne jegliche Konsequenz aus dem Gerichtssaal und sein Clan freut sich wie ein Honigkuchenpferd. Ich hoffe nur dass der Familie des Richters ähnliches passiert.

    Nächstes Mal wird blau gewählt, ich kann die ganzen Flüchtlinge die zugedröhnt bei uns auf dem Spielplatz rum lungern nicht mehr ertragen.
     

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