Grüne wollen Computer-und Onlinespiele-Sucht bekämpfen

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von zwa3hnn, 25. Januar 2008 .

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  1. #1 25. Januar 2008
    Medienkompetenz statt Medienabhängigkeit
    Das Internet ist längst fester Bestandteil unserer Medienlandschaft. Gerade Online-Spiele erfreuen sich dabei immer größerer Beliebtheit. Doch wie andere Medien verleiten auch die digitalen zu Missbrauch. Sucht kann eine Folge sein. Dieses Themas hat sich jetzt die Fraktion der Grünen im Bundestag angenommen.


    Die Grünen haben die Bundesregierung aufgefordert, Medienabhängigkeit zu bekämpfen und statt dessen die Medienkompetenz zu stärken. In einem Antrag der Fraktion erkennen die Grünen an, dass "viele Arbeiten und Arbeitsabläufe ... ohne Computer und E-Mail nicht mehr denkbar" seien. Gleichzeitig könnten Medien aber auch zu einem "Suchtmittel" werden. Besonders im Blick haben die Grünen dabei die beliebten Online-Rollenspiele.

    Die Symptome gleichen "denen anderer, nicht stoffgebundener Suchterkrankungen", heißt es in dem Papier. Dazu gehören "ein unkontrollierter, stundenlanger Konsum, die stetige Erhöhung der 'Dosis', eine ständige gedankliche Beschäftigung mit dem Suchtverhalten, misslingende Reduzierungsversuche sowie Entzugserscheinungen einschließlich Formen von Aggressivität, wenn das Suchtmittel, einmal nicht zur Verfügung steht." Die Folgen seien psychischer Natur, beträfen aber auch das soziale Umfeld, die berufliche und sogar die finanzielle Lage des Süchtigen.

    Die Fraktion sieht die Gefahren unterschätzt und verlangt vom Bundestag die Anerkennung der Medienabhängigkeit als "eine eigenständige, nicht stoffgebundene Suchtform" sowie die Klassifikation nach dem Diagnoseschlüssel ICD.

    Daneben verlangen die Grünen, "Maßnahmen zum Schutz vor diesen Abhängigkeiten". Dazu zählen etwa verpflichtende "Warnhinweise, die auf das Suchtpotential hinweisen," oder "Spieldauereinblendungen". Letztere forderte im Herbst 2007 auch das französische "Forum des droits sur l’internet" in ihrem Jugendschutz-Regelwerk für Online-Spiele.

    Allerdings setzen die Grünen auch auf Aufklärung. Gegen die Medienabhängigkeit helfe nur die Vermittlung von Medienkompetenz. Hier sehen die Grünen weniger die Politik, als vielmehr "Eltern, Bildungseinrichtungen und Arbeitgeber in der Pflicht". Die Grünen rufen die Eltern dazu auf, sich Kenntnisse "über Inhalt und technische Voraussetzungen von Medienangeboten, wie z.B. Chats oder Computerspielen" zu verschaffen.

    Nach Angaben der Grünen sind 3 bis 6 Prozent der Internet-Nutzer regelrecht online-süchtig. Die tatsächlichen Zahlen dürfen sogar noch höher liegen. So stellten etwa Psychologen vor einiger Zeit in einer Studie fest, dass von 323 Berliner Grundschülern zwischen 11 und 14 Jahren knapp 10 Prozent unter Computersucht litten.

    Der Antrag der Grünen kommt rechtzeitig zur Konferenz "Mediensucht: Computer, Fernsehen, Handy … moderne Gefahren", die der Gesamtverband für Suchtkrankenhilfe der evangelischen Kirche am 15. und 26. Januar 2008 in Berlin veranstaltet.

    In China, wo das Problem der Online-Spielsucht schon länger virulent ist, haben die Behörden übrigens eine bemerkenswerten Weg gefunden, das Problem einzudämmen. Sie führten vor ein paar Jahren eine Zeitlimitierung von drei Stunden ein. Ist diese Spielzeit abgelaufen, verliert der Spielcharakter die Hälfte seiner Kraft und Fähigkeiten.


    quelle: Golem.de
     

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  3. #2 25. Januar 2008
    AW: Grüne wollen Computer-und Onlinespiele-Sucht bekämpfen

    finde ich sehr sinnvolle, die sache.
    jeder der mal unter sowas gelitten hat und davon ab gekommen ist, sieht es ein dass es einem das leben versaut hat (bei mir ca ein jahr lang). und die schwelle zur sucht ist ziemlich schnell überwunden. ich würde pauschal sagen, dass jeder zocker (jemand der regelmäßig ein beliebiges spiel spielt) der es nicht schafft eine woche ohne WoW, CS und konsorten auszukommen sich ernsthaft gedanken machen sollte, ob er sein leben mit solchen spielen vergeuden will. wer jetzt kategorisch protestiert sollte sich einfach dieses video ansehen, und sich die nochmal die frage, ob er wirklich so sein will.
     
  4. #3 25. Januar 2008
    AW: Grüne wollen Computer-und Onlinespiele-Sucht bekämpfen

    gibts hier eigentlich auch mal andere news, außer das wir alle süchtig sind?

    Das bekommen sie sowieso nicht hin oder wollen sie mir auch noch erlauben das 3 Stunden vorm TV süchtig machen ^^

    außerdem sind nicht alle süchtig.

    aber da müssen halt nicht die politiker eingreifen, sondern mal die eltern.
     
  5. #4 25. Januar 2008
    AW: Grüne wollen Computer-und Onlinespiele-Sucht bekämpfen

    "Dauereinblendungen" was ist denn wenn man mal nach nem langen Tag einfach nur
    abschalten will indem man zockt und so eine beschissene Einblendung einen total
    nervt?

    Ich mein, wo bleibt die Selbstbestimmung? Auch ein Kind oder Jugendlicher wird nie
    lernen mit einer Sucht umzugehen wenn er diesbezüglich immer bevormundet wird....

    "Sucht" is ein sehr heikles Thema, nicht umsonst wird der Begriff von anständigen
    Psychologen weitgehend erstmal vermieden.
    Es ist sehr schwer einen Ansatz zu finden, wo Sucht anfängt und aufhört, deswegen ist es
    auch lächerlich, dass eine Generation darüber entscheiden will, an der diese
    Computermedien meist vollkommen vorbei gegangen sind.

    Ps.: Dann fordere ich auch auf beim Fernsehen ne Dauereinblendung einzublenden, und wo
    wir schon dabei sind machen wirs doch gleich auch noch bei Musik Zwischenrufe, damit man nicht
    noch in einer Musikwelt versinkt oder man noch
    weniger kommuniziert weil man zu viel Musik hört .
    ...................... :ironie:


    Die Grünen schießen sich auch immer weiter von meiner nächsten Wahl ab, einfach armseelig
    diese unüberlegten Aussagen.
     
  6. #5 26. Januar 2008
    AW: Grüne wollen Computer-und Onlinespiele-Sucht bekämpfen

    das schlimme daran is ja eh dass die kinder mit 11-14 noch auf der grundschule sind.. :klatsch:
     
  7. #6 26. Januar 2008
    AW: Grüne wollen Computer-und Onlinespiele-Sucht bekämpfen

    Finde ich soweit gut das sie "versuchen" den süchtigen zu helfen.
    Schon krass, das 11-14 jährige so krankhaft abhängig sind :)rolleyes: *zum Bruder schiel* ).

    Aber mit 11-14 auf Grundschulen? Das ist ernsthaft Krank und die Erziehungsberechtigten kümmern sich wohl einen Dreck um Ihre Kinder. Das ist die heutige Jugend.

    Mediensüchtige Blagen die nichts anderes können als vorm Computer zu vergammeln
    oder
    Blagen welche rumlaufen Kiffen//rauchen//saufen//sachbeschädigung begehen etc...
    oder
    minderheit der normalen kinder welche sich ordentlich benehmen und nicht mit edding oder messer
    Ich liebe dich Bla auf einem Spielplatz ins Holz ritzen/schreiben...
     
  8. #7 26. Januar 2008
    AW: Grüne wollen Computer-und Onlinespiele-Sucht bekämpfen

    daas sagte man bei VDS und bundestrojaner auch:baby:

    aber wieso immer PC? dann sollen die das mit dem fernseher auch machen! wenn ich sehe das meine mutter JEDEN tag von 14.00 uhr an bis 20.15 uhr nahezu jede serie auf jedem sender guckt dann fass ich mir doch an kopf! und jetzt wo sie arbeiten ist nimmt sie sich ALLES im auf VHS auf und guckt das dann abends bis in die nacht! sowas ist süchtig! weil man dabei nichts lernt!
     
  9. #8 26. Januar 2008
    AW: Grüne wollen Computer-und Onlinespiele-Sucht bekämpfen

    ich denk das als "sucht" zu sehen is ganz richtig... weil n paar leute haben echt n problem und viele eltern gar keinen plan! und so einblendungen wie bei "anno" warn eigtl ganz okay^^
     
  10. #9 26. Januar 2008
    AW: Grüne wollen Computer-und Onlinespiele-Sucht bekämpfen

    ab was für eine zeitspanne halten sie denn die zocker für süchtig? für die sind 3-4h am pc schon wahrscheinlich das unglaublichste was sie sich vorstellen können. naja.. eigentlich eine ganz hübsche aufgabe, die sie sich da vorgenommen haben, aber ganz im ernst, einen wow-süchtigen kann man mit sowas auch nicht mehr vom pc wegholen. seinen weg aus dieser falle muss jeder für sich selbst finden..
    aufklärung für die eltern begrüße ich sehr, einblendungen in spielen eher weniger. wie wollen sie das überhaupt mit (z.B.) blizzard machen? "ja wir bauen jetzt mal eine lästige einblendung in ihr spiel ein, da wir der meinung sind, dass unsere jugend ihr spiel nicht verträgt."

    was mir jetzt auch noch auffällt.. um welche spiele dreht es sich überhaupt? mehr als wow kennen sie wahrscheinlich gar nicht oO
     
  11. #10 26. Januar 2008
    AW: Grüne wollen Computer-und Onlinespiele-Sucht bekämpfen

    in japan oder korea (nicht ganz sicher wo genau) funktioniert das auch. da darf man maximal 3 stunden am tag spielen. ist gesetzlich festgelegt, damit mans den spielepublishern aufzwingen kann.
    schlagt mich falls ich da gänzlich falsch informiert bin. habs nurmal irgendwo so in etwa gelesen.

    machbar ist es also, aber ob so schüchterne im konditional geschriebene einblendungen wie auf den zigarettenschachteln etwas bringen, bezweifle ich. so in etwa: es köööönnte möglicherweise sein dass dieses spiel eventuell suchtartige faktoren enthält.
     
  12. #11 26. Januar 2008
    AW: Grüne wollen Computer-und Onlinespiele-Sucht bekämpfen

    Wir müssen uns ja nichts vormachen, das man jetzt sagt das es keine Computer oder Onlinespiele Sucht gibt, wäre schlichtweg gelogen und käm der Behauptung gliehc, das bei uns keiner trinkt oder raucht. Ich hoffe aber die Grünen finden da ein genaues Mittelmaß welches sie, in die Koalitionen einbauen können. Wenn es nach manchen Politikern geht, würde es eh nicht so leicht klappen, da diese versuchen würden eine Maximal Anzahl von Stunden festzulegen, hätte es in meinen Augen auch keinen Erfolg. So schwer sich die Politiker damit auch tun, um gegen diese Süchte vorzugehen, hilft kein Stunden oder Kaufverbot. Hier muss eine größere Summe Geld investiert werden, die in bestimmte Projekte wie einer Entzugsanstalt oder anderen Beratungsstellen fliesst. Den wen es ein Netz davon gibt, welches auch in den Medien mehr oder weniger verbreitet wird, dann werden auch die Eltern aktiver und das sind ja die einzigsten die ihre Kinder aus der Sucht herausholen können. Von daher bleibt es nur optimistisch abzuwarten wie es sich weiter entwickelt. In unserer jetztigen Welt, gerade der Arbeitswelt, bekommt man schon größere Probleme, wenn man keine IT oder Medienkompetenzen mitbringt, das darf bei dieser Sache nicht vernachlässigt werden, ein generelles Computerverbot kann vielleicht ein bisschen helfen, aber eien Allheillösung ist das nicht wirklich. Die Eltern müssen den richtigen Weg finden mit der sie, ihrem Kind aus der Sucht helfen, denn wen das gelingt, spart man glaube mehr Geld durch die bessere Ausbildung die das Kind erreicht, als durch das aus geben von Geld für diese Projekte ausgibt.
     
  13. #12 26. Januar 2008
    AW: Grüne wollen Computer-und Onlinespiele-Sucht bekämpfen

    Nur mal so nebenbei, für alle die es nicht Wissen, du evtl. auch nicht.
    In World of Warcraft können die Eltern schon in der Accountverwaltung die
    Spielzeit ihrer Kinder regulieren, sie können auf nem Plan alles einstellen....
    Sollen die Entwickler eben sowas bei jedem Spiel einbauen, wobei ich selbst
    das noch lächerlich finde....
    Wenn es einem Kind gut geht, es entsprechende soziale Kontakte hat und
    gut erzogen ist, wird es automatisch nicht den ganzen Tag vor dem PC sitzen.
    Wenn das nicht der Fall ist würde ich das eher mal als Problem der Erziehung
    in unserer Gesellschaft sehen statt die Schuld auf den PC zu schieben.


    /vote für Erziehungsausbildung für werdende Eltern (ein Crashkurs 2 Wochen für alle
    werdenden Eltern wäre mein Traum...!), viele Eltern wissen gar nicht wie sie mit
    ihren Kindern umgehen sollen, wie viel meine Eltern falsch gemacht haben merke
    ich jetzt im Pädagogikunterricht.

    Ps.: Svigo wann gewöhnste dir an mit Absätzen zu schreiben ^^....
    bekomme regelmäßig die Krätze wenn ich deine Beiträge durchlesen will :p
     

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