Hausratversicherung -> Inventarwert ermitteln

Dieses Thema im Forum "Finanzen & Versicherung" wurde erstellt von eSo, 29. Juli 2018 .

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  1. #1 29. Juli 2018
    Guten Tag,

    ich wohne in einer Mietwohnung und möchte wegen der Hausratsversicherung den Wert meines Inventares berechnen. Im Endeffekt möchte ich schauen, ob ich weiter über oder unter den Pauschalsatz der Versicherung liege. Der Pauschalsatz sagt aus, dass im Durchschnitt (z.B.) 700€ pro m² die Versicherungssumme "sein sollte".

    a) Muss ich neben den Sachwerten der Gegenstände etwas weiteres beachten? Beispiel: Anlieferung- und Montagekosten der Küche, ähnliche Handwerkerleistungen? Oder ist nur der reine Sachwert maßgebend?

    b) Die Versicherer beziehen sich auf den Wiederbeschaffungswert. Bei besonders teuren Gegenständigen (Laptop, Ferneher usw.) würde ich daher nicht die ehemaligen Anschaffungskosten für den Inventarwert ansetzen, sondern Wiederbeschaffungswert. Für alles andere würde ich ja "umsonst Mehrprämie" zahlen, richtig?


    Würde mich über eure Erfahrungen freuen. Schlüssendlich werde ich mit der Fragestellung den Versicherer konfrontieren, aber vorab informationen sind stets hilfreich.
     

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  3. #2 29. Juli 2018
    Zuletzt bearbeitet: 29. Juli 2018
    Da ist jede Versicherung etwas anders, in der Regel gibt es eine Pauschalsumme die im Durchschnittshaushalt locker ausreicht, zb bis 50.000 Euro bei Schäden von Wasser und Feuer.

    Zu beachten ist, das zb Einbruch und Diebstahl oft extra sind und die Summe dafür zb nur 2000 EUR ist. Auch Schmuck und Bargeld sind immer limitiert auf ca 2000 EUR. Hat man also wertvolle Kunst oder viel Schmuck und Geld daheim, könnte ein extra Zusatzvertrag oder Anpassung Sinn machen.

    Bei einer Küche wird natürlich der Kaufpreis erstattet also auch die enthaltenen Aufbaukosten, sofern du das belegen kannst, andernfalls wird einfach geschätzt. Daher ist das wichtigste Rechnungen aufzuheben und am besten Fotos zu haben von allen Gegenständen vor allem Wertgegenstände um deren Existenz zu Belegen, falls die Versicherung dir das nicht glaubt.

    Die Limits zu senken oder zu verändern hat nicht immer eine Auswirkung auf den Vertrag, oft sind das ausgearbeitet Standarttarife in verschiedenen Versicherungshöhen zb bis 20k oder 60k oder pro m². Da ist dann zb die Yacht oder ähnliches dabei obwohl 99% der Kunden gar keine haben und das aus dem Vertrag zu nehmen macht ihn auch meist gar nicht billiger.

    Wenn man sich zumutet ggf. den Wert der drüber liegt selbst zu zahlen kann es auch ausreichen einen kleineren Tarif zu nehmen. So das man selbst nur einen kleinen Teil zahlt, der nicht mehr gedeckt würde, im "Worst Case" wenn alles kaputt geht. Dafür aber dann über die Jahre deutlich weniger Zahlt.

    Es gibt gute Beispiele für Versicherungen die oft Sinnlos sind zb Glasversicherung. Zahlst jeden Monat 5-10 Euro aber wenn ein Fenster kaputt geht kostet das vll 200 EUR wobei die Versicherung ohnehin NUR den Materialwert zahlst nicht die Einbaukosten... von daher kann ich nur von solchen kleinkram Versicherungen Abraten, und das Finanzielle Risiko selbst zu tragen weil es langfristig erheblich Geld spart und man wegen zb 500 Euro Schaden jetzt nicht ruiniert wäre. Wenn man 1-2 Jahre ohne Schaden auskommt, hat man die Kosten schon gespart und kann den Schaden selbst zahlen.

    Eine Versicherung macht hauptsächlich dann Sinn, wenn man das finanzielle Risiko nicht selbst tragen kann und damit ist eine Absicherung der finanziellen Existenz nötig ist.

    Auf Glas, Fahrrad oder Brillenversicherung würde ich verzichten, wenn ich den Betrag sowieso auf der hohen Kante habe und mir das bisher nie passiert ist. Die Monatlichen Beiträge summieren sich über die Jahre, so dass dann die Beschaffungskosten schnell selbst "angespart" wären.
    Es sei denn, es ist ein Zusatz der mich nur wenige Cent kostet, dann kann man das natürlich getrost in den Vertrag aufnehmen.

    Die Versicherung lebt von den Zusatzverkäufen und der praktischen "Angst" vor Schäden, welche oft an realen Beispielen schmackhaft gemacht werden. (Verkaufsstrategie, "Ein Bekannter hatte das und das bla bla")

    Hier noch gefundene Informationen:


    Quelle: Hausratversicherung: Wie hoch sollte die Versicherungssumme sein?
     
  4. #3 9. August 2018
    Kurze Anmerkungen:
    Ich hab mir mal die Arbeit gemacht und alle wichtigen Dokumente auf nen Stick gezogen, der bei den Eltern liegt. Rechnungen, Lohnabrechnungen, sonstige wichtige Dokumente. Falls bei mir was passiert, hab ich da alles. (Verschlüsselte Cloud geht natürlich auch).

    Besonders Fahrrad Versicherungen sind immer so ne Sache, wo man auch 5x sich die AGBs durchlesen muss. Bei allen Policen die ich kenne, sind im Standard-Tarif nur Fahrräder mit einem Gesamtwert von 1.500-2.000 € abgesichert. Ist man Fahrrad begeistert und hat mehrere teure Dinger im Stall, wird einem dann auch nicht mehr ersetzt als das.
     
    raid-rush gefällt das.
  5. #4 10. August 2018
    Je nachdem wenn es im Grundstück innerhalb des Gebäudes (mitversicherte Garage), das versichert ist steht, würde die oft enthaltene Einbruch/Diebstahlversicherung greifen, die ist aber leider auch oft gedeckelt bei ca 2000 EUR. Die Fahrradversicherung schützt meist gegen Diebstahl außerhalb wenn man unterwegs ist. Lohnt aber auch nur bei wertvollen Fahrrädern, oder wenn man wirklich ein hohes Risiko hat und jeden Tag am Bahnhof abstellt. Letztendlich lässt sich alles extra Versichern aber das ist meist teuer und das Risiko sollte man schon abschätzen oder ob es im "Worst Case" nicht refinanzierbar wäre.
     

  6. Videos zum Thema
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