Hessen startet Projekt "virtuelles Klassenzimmer"

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von zwa3hnn, 28. Januar 2009 .

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  1. #1 28. Januar 2009
    Hessen startet Projekt "virtuelles Klassenzimmer"
    Hessen und T-Systems wollen mit EDUNEX (Education Next Generation) an zunächst 100 Schulen die Möglichkeiten des internetgestützten Unterrichts erkunden. Die Lerninhalte kommen von den Schulbuchverlagen Klett und Cornelsen, die rund 300 Lehrer-Laptops und das Rechenzentrum für die virtuellen Klassenzimmer stellt T-Systems. Für das Projekt können sich alle hessischen Schulen bewerben, deren Schüler zuhause über einen breitbandigen Internetanschluss verfügen.

    EDUNEX soll als "Public Private Partnership Projekt" betrieben werden. Dabei finanziert Hessen nur einen Teil des Projekts, während sich T-Systems mit Sachleistungen beteiligt. Inhaltlich ist EDUNEX als "virtuelles Klassenzimmer" organisiert, in dem die Schüler per "Edukey" von jedem PC aus auf den Lernstoff zugreifen und ihre Hausaufgaben online erledigen können. E-Mail, Chat-Räume und ein Forensystem für die einzelnen Fächer vervollständigen das Angebot. Lehrer können dabei Hausaufgaben einstellen, die die Schüler in Einzel-, Gruppen oder Projektarbeit bewältigen müssen. Zum Start von EDUNEX heißt es bei T-Systems, dass IT-gestützter Unterricht für die "mittlerweile sehr technikaffine Schülergeneration" eine zeitgemäße Unterrichtsmethode sei, die größere Chancengleichheit mit sich bringe. Hessen wiederum betont, dass das Land seit jeher den Wandel von der Industriegesellschaft zur Informationsgesellschaft unterstütze.

    Das komplette IT-System will T-Systems auf der diesjährigen CeBIT im Public Sector Parc demonstrieren. Neben EDUNEX betreibt T-Systems außerdem in der T-City Friedrichshafen ein kleineres EDUNEX-System. Die mit EDUNEX gemachten Erfahrungen sollen für andere Bundesländer von einem Beirat aufgearbeitet werden, in dem neben den verschiedenen Kultusministerien weitere IT-Unternehmen wie etwa Microsoft und cotec vertreten sind.

    Bei der gestern in München zu Ende gegangenen Konferenz Digital Life Design wurde auf einer Podiumsdiskussion über Sinn und Zweck des IT-gestützten Unterrichts heftig gestritten. Der mit seinem Hausaufgabendienst Cramster sehr erfolgreiche israelische Unternehmer Shai Reshef stellte die University of the People vor, ein Lernsystem, das nach Open-Source-Prinzipien Bildung für alle bieten soll. Seine Pläne bezeichnete Alexander Olek von den Phorms-Schulen als untauglichen Versuch mit untauglichen Mitteln. Nur mit direktem Unterricht könnten Schüler die heute so wichtigen Qualifikationen wie die Fähigkeit zur Teamarbeit lernen. Gerade der Einsatz von Internet-Werkzeugen würde nur ablenken und demotivieren, am Lernstoff zu bleiben, erklärte Olek, der in seinem Schulverbund die Nutzung von E-Mail weitgehend abgeschafft hat.


    quelle: heise online
     

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  3. #2 28. Januar 2009
    AW: Hessen startet Projekt "virtuelles Klassenzimmer"

    klingt sehr interessant. habe bei dem thread thema auf der overview page aber eher auf ein projekt gehofft wie "Hessen startet Glasfaser projekt für alle bis 1GB/s" dass hätte mich mal gefreut, obwohl ich mit 100mbit/s auch sehr zufrieden wäre :D
     
  4. #3 28. Januar 2009
    AW: Hessen startet Projekt "virtuelles Klassenzimmer"

    Ich halte das für einen guten Schritt zur Modernisierung. Diesen Edukey wird man aber wahrscheinlich kaufen müssen, irgendwo muss ja Geld herkommen. ^^
    Alles in allem dürfte das viele Dinge erleichtern. Wenn man mal davon absieht, dass kranke Schüler jetzt nicht mehr mit der Ausrede kommen können, dass sie nicht wissen konnten, was Hausaufgabe war - denn es würde dann ja im Internet stehen.
    Wichtig wäre auf jeden Fall, dass man die Hausaufgaben, die man da am Internet machen kann, dann aber auch so speichern kann, dass sie nur für den Lehrer und den jeweiligen Schüler einsichtig sind - sonst könnte ja jeder abschreiben.
    Die Foren und Chats dort werden sicherlich nur wenig Zulauf erfahren, da die meisten Schüler wohl eher vorsichtig sind, sich irgendwo im Internet auszutauschen, wo Lehrer Zugriff haben. Einzige Möglichkeit, die ich sehe, wären Fragen zu Klausuren / Hausaufgaben.

    Bei der ganzen Sache sollte man aber auch aufpassen, dass dabei der normale Schulunterricht nicht zu sehr aufs Netz verlagert wird - das fände ich nicht gut. Dann wäre das der erste Schritt von einer ganzen Generation von Couch Potatoes ohne soziale Kontakte. Außerdem muss man aufpassen, dass es für die Leute nicht unbedingt noch eine Zusatzbelastung in Sachen Arbeit wird. Grad die Lehrer, wenn sie dann jede Hausaufgabe kontrollieren müssen.
    Geeignet ist es wahrscheinlich sowieso nur für Gesellschaftswissenschaften und Sprachen. Naturwissenschaften wie Mathe, Chemie, Physik brauchen meiner Meinung nach definitiv ein Blatt Papier und einen Stift - am PC ist die Sache viel zu umständlich!
     
  5. #4 28. Januar 2009
    AW: Hessen startet Projekt "virtuelles Klassenzimmer"


    halte ich für absoluten schwachsinn aber gut, jeder hat seine eigene meinung. wieso sollten die schüler sich nicht in foren unterhalten indenen die lehrer auch mitlesen können? meine lehrer waren immer cool drauf, mit denen konnte man über alles sprechen. Zudem hat dass absolut nichts mit couch potatoes zutun die keine sozialen kontakte haben. kann deine meinung absolut nicht nachvollziehen. denke sogar dass die schueler durch dass projekt und durch die möglichkeit interner foren sowie kontaktfunktionen noch besser zu einander finden und sich auch öfters treffen weil es einfach einfacher ist dass ganze dann zu managen als jeden einzeln anzurufen oder anzu'sms'n.
     
  6. #5 28. Januar 2009
    AW: Hessen startet Projekt "virtuelles Klassenzimmer"

    Tjo wer weiß..
    Vielleicht bin ich ja zu verklemmt für dich, aber meine Erfahrung ist, dass Schüler sich nicht offen austauschen können, wenn die Möglichkeit besteht, dass ein Lehrer das mitbekommt. Es war bei uns schon ein großes Trara, wenn man herausgefunden hat, dass ein Leher via Schuelervzaccount der Tochter die Seiten der Leute im Netz besucht hat, geschweigedenn, wenn eine Blogadresse irgendwie beim Lehrer gelandet ist.
    Da war dann Passwortschutz und alles angesagt, nur damit ja nichts nach draußen dringt.

    Außerdem habe ich doch geschrieben, dass ich halt nur die Möglichkeit sehe, wenn es um Fragen zum Stoff geht.

    Dich kenne ich nur aus diesem Board - ich sehe dich nicht als sozialen Kontakt an. Soziale Kontakte sind für mich Leute, die ich draußen treffe, nicht am PC. Meine Bedenken waren darauf bezogen, dass man den Unterricht zu sehr ins Internet verlagert - nicht auf ein Zusatzforum neben dem normalen Unterricht.
     
  7. #6 29. Januar 2009
    AW: Hessen startet Projekt "virtuelles Klassenzimmer"

    In manchen Sachen kann ich dir zustimmen, aber der Satz ist ja wirklich sinnfrei.

    In einigen Schulen, wie auch an meiner, wird Mathe am Computer gemacht ;)

    Maple. Ist doch viel besser als ein GTR. Und ich finde man sollte noch vielmehr auf Computer umstellen. Deutsch z.b.! 5 Stunden von Hand ne Arbeit schreiben ist ziemlich nervig... Und dem Lehrer fiele das korrigieren auch leichter, wenn er nicht erst alles entschluesseln muss.
    Von mir aus auch ohne Autokorrektur, aber einfach am PC, Laptops ham wir eh genug an der Schule.
     
  8. #7 31. Januar 2009
    Ich finde diesen Schritt in die Modernisierung sehr gut. Ob und wann Papier und Stift zum Einsatz kommen, wird sich mit Sicherheit im Laufe der Zeit noch herauskristalisieren.

    Die Technikwelt hat viel Potenzial, also warum nicht? Man muss aber schon aufpassen, wann Technik sinnvoll ist und wann nicht. Bin auf den weiteren Verlauf des Projektes gespannt.
     

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