Hilfe zu Kriegsdienstverweigerung

Dieses Thema im Forum "Schule, Studium, Ausbildung" wurde erstellt von HeadBussa, 14. Juni 2007 .

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  1. #1 14. Juni 2007
    Hallo

    ich habe vor paar Tagen Antrag auf KDV gestellt, nun folgt die antwort wie folgt:

    Sehr geehrter Herr xxx,

    über Ihren Antrag auf Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer hab ich nicht entscheiden können, weil Sie sich freiwillig um Einstellung in die Bundeswehr beworben haben.

    Hierdurch ergeben sich Zweifel an der von Ihnen behaupten Gewissensentscheidung.

    Ich gebe Ihen gemäß §6 des Kriegsdienstverweigerungsgesetzes (KDVG) Gelegenheit, hierzu innerhalb eines Monats, nachdem Sie diese Aufforderung erhalten haben, schriftlich Stellung zu nehmen.

    Bitte äußern Sie sich ausführlich zu folgenen Fragen:

    Wie erklären Sie den Widerspruch, dass Sie einerseits Zeitsoldat werden wollten und andererseits jetzt Ihre Anerkennung als KDV beantragt haben?

    Warum haben Sie sich um Einstellung in die Bundeswehr beworben?

    Auf Grund welcher Erlebnisse, Erfahrungen oder Überlegungen haben Sie Ihre Einstellung zum Wehrdienst geändert?



    Zu Frage 1: Ich wurde eh als Zeitsoldat abgewiesen, also wurde net genommen.

    Zu Frage 2: ich hatte mich für Bund entschieden, weil ich keinen Ausbildungsplatz gefunden habe und keine Arbeit hatte, also wollte ich halt die Zeit bei bund überbrücken.

    Könnte mir jemand paar Tipps geben, wie und was ich dazu schreiben soll?


    Kann ich da schreiben, das meine Großeltern, bzw Uroma und Opa im KZ und so waren und dass ich darum irgendwie verabscheue zum Bund zu gehen?


    Wenn ich mit einem ärztlichem Attest ankomme, hab ich da bessere Chancen?
     

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  3. #2 14. Juni 2007
    AW: Hilfe zu Kriegsdienstverweigerung

    Erst mal - mit seinem Gewissen sollte man nicht spielen.Ich finds nicht gut das einige immer den einfachsten Weg gehen wollen.Warum gehst du jetzt nicht einfach das Pflichtjahr runterreissen? Dann bist du auch ein Jahr unter...

    Falls doch noch der Wunsch besteht nicht hinzumüssen frage mal einen Pfarrer die kennen sich mit sowas aus.

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  4. #3 14. Juni 2007
    AW: Hilfe zu Kriegsdienstverweigerung

    Also jetz mal nochmal hab das jetz nicht so verstanden.

    Bist du jetzt schon beim Bund und musst ins Ausland?

    Oder gehts hier um den gesetztlichen Wehrdienst?, weil ja in dem Schreiben steht, das du dich freiwillig beim Bund beworben hattest.
     
  5. #4 14. Juni 2007
    AW: Hilfe zu Kriegsdienstverweigerung

    tach.. naja is ja dumm gelaufen.. du könntest zum beispiel sagen du hast jetzt n neuen freundeskreis.. und der ist nicht so mit der demokratie im reinen.. du könntest sagen du bist jetzt rechts, oder nationalsozialist.. oder du könntest sagen du hast mit deinem großvater geredet.. er hat dir die schrecken des krieges geschildert, und drum willst du keine waffe anfassen.. hoffe ich konnte dir helfen..
    habe grad nen kumpel gefragt, der ist stabsunteroffizier, einer seiner kumpels hat kdv durchgebracht, indem er gesagt hat, neulich seine oma gestorben, und jetzt hat er erst mal über den tod richtig nachgedacht, und drumm könnte er nie einen menschen töten oder eine waffe weil die ja zum töten da ist in die hand nehmen.. naja^^

    hoffe ich konnte dir helfen!! viel glück^^..

    bedenke meine mühe^^:p
     
  6. #5 14. Juni 2007
    AW: Hilfe zu Kriegsdienstverweigerung

    Vielleicht hast du ja Familienzuwachs gekriegt, um den du dich kümmern musst... Vielleicht wars aber auch ne Familientragödie...
     
  7. #6 14. Juni 2007
    AW: Hilfe zu Kriegsdienstverweigerung

    Überleg doch mal. Du hast dich freiwillig als SAZ - Soldat auf Zeit beworben...

    Was du schreiben kannst...

    Du hast deine Meinung bezüglich Waffen geändert. Weil du im Freundeskreis gesehen hast, was diese anrichten.

    Als SAZ gehst du normalerweise ins Ausland. Du kannst schreiben das du deine Meinung durch die Medien geändert hast, und keine Einsatzbereitschaft wegen Auslanfseinsätze zeigst.

    Aber nur wegen Zeitvertreib gleich als SAZ zum Bund zu gehen...

    Ob du da sooo einfach wieder raus kommst bezweifel ich.


    Und das mit dem KZ ist doch schwachsinn... das war auch vor der Bewerbung zum SAZ...

    Haben die psychologen im ZNWG dich nicht gefragt wieso du zum Bund willst?
    Alles was du dort gemacht hast, steht in deiner Akte...

    Naja wünsch dir glück. Erzähl nur keinen quatsch. Kommt alles auf dich zurück später.



    Familienzuwachs ...

    Lustig ... so einfach geht das net. Du weisst das Kinder auch gemeldet sind ?
     
  8. #7 14. Juni 2007
    AW: Hilfe zu Kriegsdienstverweigerung

    Gib an, dass du in der letzten Zeit die Schrecken des Krieges (Nachrichten!) stärker verfolgt hast und dir deswegen klar geworden ist, dass du es mit deinem Gewissen nicht vereinbaren kannst, den Dienst an der Waffe zu leisten. Diese Erkenntnis hast du aber erst als Ergebnis eines Reflektions- und Reifeprozesses erlangt --> Bei der Bewerbung als Zeitsoldat war sie daher noch nicht existent, im Nachhinein bist du deswegen sehr froh, diesen Dienst nicht angetreten zu haben.
    Das zieht natürlich nur, wenn zwischen der Sache mit der Verpflichtung und der Verweigerung einige Zeit verstrichen ist. Andernfalls müsstest du tatsächlich ein einschneidenderes Erlebnis schildern, vielleicht hast Du dich aber auch einfach mit der psychologischen Situation der Soldaten und Wärter in Guantanamo Bay auseinandergesetzt und dabei festgestellt, dass die Abhängigkeiten und der Druck in Befehlsstrukuren deinem Wesen zuwider sind.
     
  9. #8 14. Juni 2007
    AW: Hilfe zu Kriegsdienstverweigerung

    Das ist doch Schachsinn ... Bei mir z.B. ging es nicht darum, dass ich dene mein falsches Gewissen vorspiel. Ich finde es z.B. ABSOLUT beschissen und ... ach ich kann meine Wut garnicht ausdrücken, dass man begründen muss, warum man nicht den Dienst an der Waffe leisten will. Es steht im Grundgesetz, wieso muss ich dann noch eine Verweigerung schreiben? Wenn man da nicht hin will, kann einen niemand zwingen, das ist doch unmenschlich.

    Auf jeden Fall kann er jetzt nicht mit Oma und Opa kommen, wenn er sich verpflichten lassen hat. Ich mein, das mit deinen Großeltern ist nicht in der Zeitspanne zwischen Freiwillig melden und KDV passiert, deshalb wäre das 100%ig unglaubwürdig.
    Für mich war es nicht schwer, die zu überzeugen, aber ich hab halt auch die Einstellung und hab mich vorher nicht freiwillig gemeldet.
    Erzähl denen einfach, dass es dir klar geworden ist, durch Überlegungen zur aktuellen Politik, Krieg usw. Oder, wenn das Freiwilligmelden länger zurück liegt, du damals noch unerfahren oder naiv warst. Es ist halt jetzt echt eingeschränkt, was du sagen kannst. Ich mein, sonst kann man echt sagen, dass das Leben einen so geprägt hat, das man so viel Gewalt erleben musste, dass man diese ablehnt. Aber so kurzfristig ist es nunmal unglaubwürdig.
    Informier dich vielleicht auch mal über Pazifisten und behaupte von mir aus, wenn du das kannst, dass du einer bist. Ich zumindest konnte es in meiner KDV behaupten. Ich lehne Gewalt als Lösung von Konflikten ab.
    Aber du kannst dich halt jetzt echt nicht mehr auf deine Lebensgeschichte beziehen, weil du vor kurzem noch ein Mensch warst, der bereit war, den Dienst an der Waffe zu leisten.
     

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