Hochbeete - für ein bequemes Gärtnern

Artikel von Tommy Weber am 28. Mai 2021 um 18:36 Uhr im Forum Haus, Garten, Tiere & Pflanzen - Kategorie: Ratgeber & Wissen

Schlagworte:

Hochbeete - für ein bequemes Gärtnern

28. Mai 2021     Kategorie: Ratgeber & Wissen
Hochbeete für den Balkon oder die Terrasse sind nichts Neues, aber sie sind im Trend. Diese besondere Form der Beete hat viele Vorteile und nicht nur ältere Menschen schätzen es, sich bei der Gartenarbeit nicht mehr bücken zu müssen. Ganz gleich, ob Wildpflanzen für Schmetterlinge und Bienen oder ob Kräuter und Gemüse ins Hochbeet gepflanzt werden – mit diesen Beeten lassen sich Akzente setzen. Allerdings gibt es einige wichtige Dinge zu beachten, denn besonders beim Anlegen eines Hochbeets werden immer wieder Fehler gemacht.

Hochbeete---für-ein-bequemes-Gärtnern.jpg

Die vielen Vorteile eines Hochbeets
Der wohl größte Vorteil bei einem Hochbeet ist, dass es auch dort die Möglichkeit zum Gärtnern bietet, wo es sich normalerweise nicht so einfach realisieren lässt. Vor allem in den großen Städten, wo es kaum Gärten gibt, kann sich jeder den Traum vom selbst angebauten Gemüse erfüllen, wenn er einen Balkon und ein Hochbeet hat. Das etwas andere Beet ist aber nicht nur für den Balkon oder die Terrasse eine gute Wahl, auch im Garten erleichtert das Hochbeet die Arbeit.

In diesem Beet lässt sich die Erde exakt auf die jeweiligen Pflanzen abstimmen. In der Regel besteht ein Hochbeet aus mehreren Schichten, es sollten überwiegend organisches Material wie Grünabfälle, Kompost, Zweige und normale Blumenerde sein. Die Mischung ist oft deutlich reicher an Nährstoffen als die Erde im Garten. Daher fällt auch die Ernte im Hochbeet meistens üppiger aus. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass der natürliche Verrottungsprozess im Hochbeet für viel Wärme sorgt, die wiederum das Wachstum der Pflanzen fördert.

Schädlinge haben keine Chance
Gemüse, Kräuter und Blumen in klassischen Gartenbeeten sind immer wieder das bevorzugte Ziel von Schädlingen aller Art. Nacktschnecken lieben Erdbeeren und kleinen Nagetieren wie beispielsweise Mäusen, schmeckt einfach alles. Steht das Hochbeet auf dem Balkon, haben die Fressschädlinge keine Chance mehr. Wichtig ist es aber, auf dem Boden des Hochbeets ein möglichst engmaschiges Netz aus Draht zu legen, um Nager wie Mäuse daran zu hindern, die Pflanzen anzufressen.

Kaffeesatz bietet eine andere Möglichkeit, Schädlinge vom Hochbeet fernzuhalten. Es ist ein Fehler, den Kaffeesatz einfach in die Biotonne oder auf den Komposthaufen zu geben, denn er hält nicht nur Schädlinge fern, sondern versorgt die Erde zugleich mit wichtigen Nährstoffen. Im Kaffeesatz befinden sich Phosphor, Kalium und Stickstoff, die als Dünger Tomaten, Gurken und Zucchini wachsen lassen. Bei der Bekämpfung von Schädlingen hält der Kaffeesatz außerdem Ameisen, Mücken oder Wespen auf Abstand. Katzen nutzen das Hochbeet gerne als Toilette. Um sie daran zu hindern, ist Kaffeesatz immer die richtige Wahl.

Ein wunderbarer Sichtschutz
Wer seine Hochbeete im Garten richtig platziert, hat einen wunderbaren Sichtschutz, denn hinter den Hochbeeten lassen sich Komposthaufen ebenso wie Mülltonnen verstecken. Als Sichtschutz bieten sich die Beete zudem für alle an, die einen ruhigen Sonnenplatz suchen, ohne dabei ins direkte Blickfeld der Nachbarn zu rücken. Hochbeete sind ein toller Blickfang für jeden Garten und schaffen es, sehr geschickt die Übergänge in die verschiedenen Bereiche des Gartens zu markieren.

Gibt es auch Nachteile?
Ein Nachteil bei der Anschaffung eines Hochbeets ist der Preis, denn je nach Material und Größe des Beetes können schnell mehrere Hundert Euro zusammenkommen. Wer handwerklich geschickt ist, kann sich sein Hochbeet natürlich auch selber bauen. Die Kosten für das Material halten sich hier in Grenzen, alles, was mitgebracht werden muss, ist etwas Zeit. Steht ein Hochbeet auf dem Balkon oder auf der Terrasse, dann sollte die Statik berechnet werden, um zu verhindern, dass das Beet nicht zu schwer wird. Außerdem sollte das Hochbeet nicht unmittelbar auf dem Boden stehen, da sich Staunässe bilden kann, die keine Möglichkeit hat, abzufließen.

Fehler, die sich vermeiden lassen
Einer der großen Vorteile des Hochbeets besteht darin, dass bequem im Stehen gegärtnert werden kann. So etwas funktioniert jedoch nur ohne Rückenschmerzen, wenn das Hochbeet, passend zur Körpergröße, die richtige Arbeitshöhe hat. Bevor das Beet gekauft oder selbst gebaut wird, ist es wichtig, zu testen, welche Höhe richtig ist. Das Gleiche gilt für die Breite des Hochbeets. Ist es zu breit, dann macht es die Arbeit unnötig anstrengend und unangenehm. Ein Fehler, der immer wieder gerne gemacht wird, ist es, den direkten Kontakt zwischen der Außenwand und der Erde zu vermeiden. Da die Außenwand meist aus Holz besteht, kann sie durch die feuchte Erde schnell Schimmel ansetzen und unbrauchbar werden. Besser ist es, eine sogenannte Drainagefolie zwischen die Wand und die Erde zu legen.

Den richtigen Standort wählen
Der Standort eines Hochbeets ist von größter Wichtigkeit, wenn die Pflanzen gedeihen sollen. Viele Pflanzen bevorzugen die pralle Sonne, andere den Halbschatten und wieder andere mögen die Sonne überhaupt nicht. Daher ist es wichtig, die Vorlieben jeder einzelnen Pflanze zu kennen und demzufolge die zueinander passenden Pflanzen in das Hochbeet zu pflanzen . Wie oft müssen die unterschiedlichen Pflanzen gegossen werden? Die Frage der richtigen Bewässerung ist ebenso wichtig wie die Frage nach dem richtigen Standort. Hier sollten die Pflanzen für das Hochbeet in jedem Fall so ausgesucht werden, dass sie zusammenpassen.

Nicht zu dicht pflanzen
Ein weiterer, häufig gemachter Fehler bei der Bepflanzung eines Hochbeets ist, dass die Pflanzen viel zu dicht zusammenstehen. In der freien Natur müssen die Pflanzen um Wasser, Licht, ausreichend Platz und um Nährstoffe konkurrieren. Deshalb ist es sehr wichtig, eine zu dichte Bepflanzung des Hochbeets zu vermeiden. Stehen die Pflanzen zu dicht, dann hindern sie sich gegenseitig daran, zu wachsen.

Um im Hochbeet nicht den Überblick zu verlieren, sollte jede Pflanze eine Beschriftung bekommen. Andernfalls kann es leicht passieren, dass man vergisst, welche Saat eigentlich gesetzt wurde. Besonders in Hochbeeten mit vielen unterschiedlichen Pflanzen kann es ohne eine Beschriftung schnell zu einem Durcheinander kommen. Einfach bei der Aussaat ein Schildchen mit dem Namen der Pflanze in die Erde stecken, und schon ist klar, was wo im Hochbeet wächst.

Die verschiedenen Hochbeete
Für Hochbeete gilt das Motto: Wer die Wahl hat, hat die Qual, denn es gibt viele verschiedene Modelle. Hochbeete können aus Holz und aus Metall, aus Beton oder aus Kunststoff sein . Es gibt sogar Hochbeete, die können flexibel in einzelnen Stufen ausgebaut werden und vertikale Modelle, die selbst auf einem kleinen Balkon noch ihren Platz finden.

Zur Autoren Facebookseite

Bildquelle: © Depositphotos.com / JMHPhoto
 

Kommentare