Hochzeit im kleinsten Kreis - warum Minimony im Trend ist

Artikel von Tommy Weber am 10. Juni 2021 um 20:21 Uhr im Forum Allgemeines & Sonstiges - Kategorie: Trend & Lifestyle

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Hochzeit im kleinsten Kreis - warum Minimony im Trend ist

10. Juni 2021 um 20:21 Uhr     Kategorie: Trend & Lifestyle
Die Hochzeit soll für ein Paar der schönste Tag des Lebens und für die vielen Gäste ein unvergesslicher Tag werden. Große Hochzeiten sind aktuell aber OUT, IN sind Hochzeiten im kleinsten Kreis, sogenannte Minimony Hochzeiten. Mit möglichst wenig Aufwand eine wunderschöne Hochzeit feiern, klingt einfacher, als es in der Realität ist. Bei dieser Hochzeitsfeier im Handtaschenformat sollten einige Dinge beachtet werden, denn schließlich soll bei der Minihochzeit alles klappen.

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Die kleine Zeremonie für den großen Tag
Die kleine Hochzeit im intimen und winzigen Format findet immer mehr Anhänger. Der Begriff Minimony ist die Zusammensetzung der beiden Wörter Mini und Ceremony, der die unspektakuläre Hochzeit treffsicher beschreibt. Vom Kleid für die Braut bis hin zur Feier und zur Dekoration ist alles eine Nummer kleiner, was sowohl Vor- als auch Nachteile hat. Die Zahl der Gäste beschränkt sich auf zehn, was in Corona-Zeiten sehr gut zum Hygienekonzept passt. Viele Paare wählen die Minihochzeit, weil sie mit festgefahrenen Traditionen brechen wollen. Sie lösen sich vom starren gesellschaftlichen Druck und besinnen sich wieder auf den eigentlichen Kern der Hochzeit – den Tag, der nur dem glücklichen Paar gehört. Viele Paare wollen sich auch das Geld für eine große Hochzeit sparen und lieber eine schöne Hochzeitsreise machen.

Wie könnten Location und Dekoration aussehen?
Bereits bei der Suche nach der passenden Location hat es das Paar deutlich einfacher, wenn es sich für eine Minihochzeit entscheidet. Kleine Hochzeiten brauchen keine besonders aufwendige Infrastruktur. Gefeiert werden kann beispielsweise in der Lieblingsbar, auf der eigenen Terrasse, im Restaurant oder in der Galerie, in der sich das Paar vielleicht kennengelernt hat. Im Sommer sind Locations unter freiem Himmel natürlich besonders gefragt. Der logistische Aufwand, aber vor allem das Budget halten sich dabei in sehr überschaubaren Grenzen.

Ein wichtiger Aspekt bei jeder Hochzeit ist die passende Dekoration und die darf bei traditionellen Hochzeiten gerne mal bombastisch sein. Eine freischwebende Blumeninstallation, der üppige Traubogen, originelle Blumengestecke im japanischen Ikebana-Stil –die Hochzeit im kleinsten Kreise braucht so etwas nicht. Hier reichen bunte Sträuße mit saisonalen Blumen, die in kleinen Vasen vor den Gedecken der Gäste stehen. Die Tischdecke darf ruhig bunt oder geblümt sein und auch das Geschirr im Vintage-Stil und Omas Sammeltassen werden wieder genutzt.

Die Hochzeitstorte und das passende Menü
Jedes Brautpaar stellt sich natürlich die Frage: Was gibt es zu essen? Bei traditionellen Hochzeiten beginnt der Marathon des Probeessens meist schon Wochen vor der Hochzeit. Allein dieser Kostenpunkt würde schon für eine schöne Hochzeitsreise ausreichen. Je kleiner die Zahl der Gäste ist, umso mehr Geld kann das Brautpaar in jeden einzelnen Gast investieren. Es kann beispielsweise eine Auswahl erlesener Weine geben, wobei sich die Wünsche der Gäste individuell abstimmen lassen. Es darf auch ein Sternekoch sein, der an diesem Tag exklusiv für die kleine Hochzeitsgesellschaft kocht.

Bei der Hochzeitstorte müssen Brautpaare, die eine Minimony Hochzeit feiern, nicht lange umdenken, denn es gibt mittlerweile Konditoren, die Hochzeitstorten im Miniaturformat anbieten. Diese winzigen Kuchen sind wahre Meisterwerke, sie schmecken hervorragend und sehen wunderschön aus. Statt der klassischen Hochzeitstorte erfreuen sich bei der Minihochzeit auch Petit Fours einer großen Beliebtheit. Die Miniaturtörtchen gehören zur klassischen französischen Patisserie und lassen sich perfekt auf das Brautpaar und seine Gäste abstimmen.

Was trägt die Braut?
Wer sich die aktuellen Trends bei der Brautmode anschaut, wird schnell erkennen, dass sich auch die Designer dem Trend der Minihochzeit angepasst haben. Unkonventionelle Kleider sind IN, die Bräute haben Spaß am Experimentieren und tragen bevorzugt schnörkellose und legere Brautkleider. Besonders beliebt sind Brautkleider, die sich auch über den Hochzeitstag hinaus noch gut tragen lassen. Selbst Hosenanzüge für die Braut sind kein Tabu mehr, außerdem ist Nachhaltigkeit den Bräuten sehr wichtig. Vintage ist hier wieder angesagt, sowohl für die Braut als auch für den Bräutigam. Etwas üppiger dürfen die Accessoires der Braut ausfallen. Schicke Haarreifen im XL-Format, große Ohrringe und lange Handschuhe sind wieder im Trend.

Statt einer Feier lieber eine Party
Große Hochzeitsfeiern sind vielfach nur zur Belustigung der Gäste gedacht, das Brautpaar selbst hat in den meisten Fällen wenig davon. Paare, die eine Minimony Hochzeit feiern, wählen die After-Wedding-Party statt einer Feier mit zumeist albernen Spielen und Tanz. Wenn der offizielle Teil der Hochzeit vorbei ist, treffen sich das Brautpaar und seine Gäste noch zu einer eher ungezwungenen Party. Das Ganze findet in einer entspannten Umgebung statt und natürlich darf auch getanzt werden. Die Party nach der Hochzeit im kleinsten Kreis spart zugleich eine Menge Geld. So gibt ein Paar, was zu seiner Hochzeit 60 Gäste zu einer großen Feier einlädt, rund 13.000 Euro aus. Ein Brautpaar, was mit nur wenigen Gästen feiert, kommt hingegen mit 500,- Euro aus.

Die Nachteile einer Minimony Hochzeit
Eine Tiny-Hochzeit hat viele Vorteile, aber leider auch einige Nachteile. Paare, die maximal nur zehn Leute zur Feier ihres schönsten Tags einladen, enttäuschen wahrscheinlich viele Freunde und Verwandte. Vor allem, wenn das Paar eine große Familie hat, stößt die intime Hochzeit in der Regel auf wenig Verständnis. Besonders die älteren Mitglieder der Familie möchten gerne dabei sein, wenn der Enkel oder die Großnichte heiraten. Nicht selten endet die Planung einer Minihochzeit anschließend im Streit oder das Brautpaar gibt nach und erweitert den Kreis der Gäste. Sicher kann das Brautpaar versuchen, zu argumentieren, dass sie die wichtigsten Personen auf der Hochzeit sind, aber so etwas wird nicht jeder verstehen.

Ein weiterer Nachteil besteht daran, dass Paare, die auf eine klassische große Hochzeit verzichten, ebenfalls auf die Geschenke verzichten müssen.

Müssen Brautpaare ein schlechtes Gewissen haben?
Will ein Brautpaar den schönsten Tag des Lebens entweder allein oder mit nur wenigen ausgewählten Personen verbringen, dann ist ein schlechtes Gewissen fehl am Platz. Die kleine Hochzeit kann auch zur Geheimsache erklärt werden, um Streitigkeiten aus dem Weg zu gehen. Nach der Heirat wird die Verwandtschaft dann per Karte darüber informiert, dass eine Hochzeit stattgefunden hat. Sicher wird es in diesem Fall genauso enttäuschte oder beleidigte Mitglieder der Familie geben, aber die Hochzeit ist dann ja vorbei.

Wer möchte, kann später die Familie noch zum gemütlichen Kaffeetrinken und Kuchen essen einladen. Vielleicht ist die Enttäuschung dann nicht mehr ganz so groß, dass es keine Riesenhochzeit gegeben hat.

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Bildquelle: © Depositphotos.com / Marharyta_Hanhalo
 

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