Home Theater PC

Dieses Thema im Forum "Hardware Tutorials" wurde erstellt von DcPc, 23. Mai 2007 .

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  1. #1 23. Mai 2007
    Home Theater PC
    Dies soll ein kurzes HowTo für den Eigenbau eines HTPCs sein.
    In erster Linie werde ich den klassischen, preiswerten HTPC behandeln, werde aber auch bei einigen Stellen auf einen HDTV fähigen HTPC eingehen, die natürlich erheblich teuerer ausfallen.


    Vorteile:
    -unterschiedliche Auflösungen wählbar
    -Bildwiederholrate frei wählbar
    -Helligkeit, Kontrast, Gamma, … frei einstellbar
    -preiswert
    -aufrüstbar
    -bearbeiten von Filmen, Musik, Formaten
    -zeitversetzt aufnehmen, …

    Nachteile:
    -Eigenbau birgt immer Risiken
    -zeitaufwendige Installation, Konfiguration, Instandhaltung


    Hardware
    Ich werde immer Kauftipps oder Anregungen aufzeigen die auf dem Stand von Mai 2007 sind.

    Prozessor:
    Hier ist ja schon die erste Streitfrage ob Intel oder AMD. Eigentlich reichen uns rund 1GHz für ein flüssigen Betrieb. Da die Pentium nicht gerade sparsam mit dem Strom sind, empfehle ich einen AM2 Cpu.

    AMD Athlon64 3000+ (Orleans)

    Ich hab diesen 1,8GHz starken CPU bei einem Neukauf gewählt, wer wie gesagt ein älteren Celeron oder Athlon mit min.1GHz besitzt kann diesen durchaus benutzen.

    HDTV:
    Hier brauchen wir wesentlich mehr Power. Ein Dual Core allà E6300 oder X2 4800+ EE sollte es da schon sein.


    Beispiel: MP3 Stream (100-200kbit) <=> HDTV Stream (1000-2000kbit)

    Hinweis: Viele Singles-Core unterstützen max. DDR2-667



    Arbeitspeicher
    Hier reichen auch unerwartet wenig Megabyte aus. Nur 256mb sind für einen flüssigen Betrieb nötig. Aufgrund der niedrigen Rampreise derzeit empfehle ich aber 512mb zu kaufen.

    MDT DIMM 512 MB DDR2-800 CL5

    Unter z.B. Windows Xp reichen auch selbst 512mb vollkommen aus.


    HDTV:
    Auch hier brauchen wir wieder einiges mehr an Leistung. Für Vista oder HDTV sollten es dann doch schon 2GB sein.



    Mainboard
    Bei dieser Hardware sollte man sich selber Fragen was man alles benötigt für seinen HTPC.
    -ATX oder mATX
    -benötige ich viele PCI Steckplätze für Soundkarte, TV-Karte, Adapter, …
    -hab ich noch eine alte aber genügende 6600 oder eine 9600er Grafikkarte rumliegen und kann somit auf auf ein AGP Mainboard zurückgreifen
    -reicht mir aber auch ein moderner Onboardgrafikchip und spar mir so eine Grafikkarte und somit eine weitere Hitzequelle

    Diese Fragen muss sich jeder selbst stellen und kann danach getrost auf Markenmainboards von Abit, ASUS, MSI, … zurückgreifen. Hier mal ein eventueller Kauftipp:

    MSI K9AGM2-FIH RS690G

    Dieses Mainboard ist preiswert, hat eine gute Onboardgrafikkarte (Xpress 1250) mit HDMI ,
    Adapter für DVI wird beigelegt, Full HD fähig und Cool ´n Quiet machen dieses Mainboard zu meinem absoluten Kauftipp, auch für einen HDTV PC.


    Festplatten
    Es sind kaum noch wesentlich Unterschiede zwischen vielen Festplatten fest zu stellen.
    Ob Seagate, Samsung oder IBM, alle sind leise und weisen eine gute Leistung und Verarbeitung auf. Somit ziehe ich einfach eine leise und günstige Festplatte heran:

    Samsung SpinPoint P120 250GB SATA II (SP2504C)

    Auch die Frage ob nun 7200 oder 5400rpm hat sich entschärft. In Punkto Qualität, Lautstärke
    und Schnelligkeit nehmen sich beide nicht viel.

    Für HDTV sollten es dann doch schon 7200rpm sein.


    DVD-Player oder DVD-Brenner
    Hier haben sich über die Jahre Toshiba und Pioneer bewährt und nun auch Samsung duch seine sehr leisen Laufwerke. Man sollte, wie bei allen rotierenden Komponenten, auf die Lautstärke achten, somit schnell drehende Laufwerke sind nicht immer die besten. Es gibt aber Programme wie z.B. „CD-Bremse“ um DVD-Player zu drosseln und ruhig zu stellen.

    Samsung SH-S183L (Lightscribe)

    Preiswert, leise, gut.

    HDTV:
    Für HDTV benötigt man natürlich ein HD fähiges Laufwerk. Hier ein Kauftipp, die Kriterien bleiben beim alten (und auch die Bewertung).

    Toshiba SD-H802A


    Grafikkarten:
    Auch bei Grafikkarten kann man einiges an Geld sparen, denn das einzige was wir bei ihnen benötigen ist ihr VGA ausgang. Die Anschaffung kann man sich allerdings sparen wenn man eine gute Onboardkarte besitzt (siehe Mainboard). Das einzige worauf man achten sollte ist das sie DirectX 9 unterstützen. Modelle ab Radeon 95xx oder Geforce 66xx reichen also vollkommen.

    Asus Extreme AX550HM512/TD

    Diese Karte kann Auflösungen bis zu 1600:1200 darstellen und hat somit genug Saft. Angenehm ist das sie passiv gekühlt ist und über drei Ausgänge (VGA, DVI, S-Video) verfügt und somit nahezu überall angeschlossen werden kann.

    HDTV:
    Mittlerweile hat Nvidea den Anschluss an ATI im Bereich der HTPCs gefunden und man kann nun auch ab der Geforce7 Serie auf Nvidea Karten setzten. Die Unterschiede sind mittlerweile zu vernachlässigen. Zu achten ist nur das diese Karten HD Signale entschlüsseln können, aber ab der X19xx oder 78xx Serie ist dies bei allen Grafikkarten der Fall.

    Kleiner Tip:
    Wer auf den 3D Betrieb verzichten kann und wirklich einen „reinen“ HTPC bastelt, sollte Grafiklösungen von Matrox benutzen. Die gestochen scharfen Bilder sprechen bei Matrox für sich.


    Soundkarten
    Diese benötigen lediglich einen Digitalausgang und sollten mind. 5.1 unterstützen. Zurzeit sehr zu empfehlen ist vollgendes Prunkstück:

    Creative X-Fi Xtreme Music (oder Audio)

    Die X-Fi Xtreme Serie zeichnet sich durch brilliante und glasklare Klänge, Höhen und satte Bässe aus, eine gute HiFi-Anlage vorrausgesetzt.


    Gehäuse
    Allein hier kann man seinen Fantasien freien Lauf lassen. Ob selber basteln oder ein schon schickes Case kaufen sei jedem selbst überlassen. Sehr beliebt und bewährt sind jedoch Modelle von Silverstone, Thermaltake und Zalman, welche durch gute Verarbeitung und ihr schickes Design glänzen.


    TV-Karten
    Bei den TV-Karten sollte man immer nützliche Forenbeiträge ernstnehmen und berücksichtigen. Dies Karten haben sich als Sensibelchen im HTPC etabliert und bescheren oft die meisten Unannehmlichkeiten. Man sollte bei dieser Komponente nicht geizig sein. Als gute Hersteller dieser Sparte haben sich Hauppauge und TechniSat herausgestellt.

    Hauppauge WinTV HVR-3000
    Ein wahrer Alles-Könner ist diese Karte da sie über DVB –C –T –S verfügt und somit alle sparten abdeckt.

    Speziell für den Satelliten Empfang eignet sich die folgende Karte durch mitgelieferte Sat-Schüssel.:

    TechniSat SkyStar 2 TV inkl. Multytenne

    HDTV:
    Die Karten für den Empfang von HDTV sind noch nicht so ausgereift und auch noch recht teuer, aber das wird sich sicherlich demnächst ändern. Diese Karten erkennt man durch den Zusatz „2“ z.B. DVB-S2.


    Netzteil
    Insofern unser Gehäuse noch keines enthält benötigen wir noch ein leistungsstarkes und vorallem leises Netzteil. Zu empfehlen wären hier bekannte Marken wie BeQuiet, Enermax oder Seasonic. Diese sollten eine Combiened Power von ungefähr 200-300Watt aufweisen, je nach verbauten Komponenten.

    Seasonic S12-330HB


    HDTV:
    Ein 400-450Watt Netzteil sollte es hier schon sein, Aufgrund des hungrigen Prozessors und der großen Grafikkarte.



    Und nun mögliche Konfigurationen, die sicherlich nich final sind. Es gibt immer Spielraum für einzelne Komponenten, jenach eigenen Wünschen muss man dies berücksichtigen.

    HTPC (Mai 2007)

    CPU...........................AMD Athlon64 3000+

    Mainboard.................MSI K9AGM2-FIH RS690G

    Ram...........................MDT DIMM 512 MB DDR2-800

    Grafikkarte.................Asus EAX550HM512/TD/128M

    TV-Karte.....................TechniSat SkyStar 2 TV inkl. Multytenne

    Netzteil.......................Sharkoon SHA350-8P

    Festplatte...................Samsung 3,5 Zoll SATA SP2504C

    Gehäuse....................SilverStone LC10

    Laufwerk....................Samsung SH-S182M

    Soundkarte................Onboard

    Das wirklich teure an dieser Konfiguration ist das Gehäuse, das mit rund 100Euro zu Buche schlägt. Ohne dieses wäre dieses System für rund 300-400Euro zu haben, je nach Shop und weiteren Utensilien wie Wärmeleitpaste und zusätzlichen Lüftern. Wie gesagt, so könnte es aussehen, es soll nur eine mögliche Kombination aufweisen.

    Ich hoffe dieses Tutorial ist nicht zu langatmig geworden. Die Software Seite habe ich nun weniger beleuchtet, darüber kann man in anderen Foren philosophieren, ob nun Linux, Windows Vista oder Windows Media Center.

    Korrekturen, Anregungen oder Kritik sind gerne erwünscht

    Viel Spass
     

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