Hypothese: Nasa könnte Mars-Mikroben getötet haben

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von huntgath, 8. Januar 2007 .

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  1. #1 8. Januar 2007
    HYPOTHESE

    Nasa könnte Mars-Mikroben getötet haben

    Bei Experimenten auf dem Mars vor 30 Jahren könnte die US-Raumfahrtbehörde Hinweise auf außerirdisches Leben übersehen haben - weil sie bei den Versuchen Mikroben überhitzt und ertränkt habe. Das behauptet ein deutscher Astrobiologe, der eine neue Theorie über Leben auf dem Mars vorgestellt hat.

    Seit Jahrzehnten suchen Wissenschaftler nach Leben auf dem Mars - und wurden nie fündig. Kein Wunder, glaubt Dirk Schulze-Makuch. Möglicherweise habe man die winzig kleinen Lebewesen übersehen, ja sogar zerstört und deswegen nicht bemerkt, sagte der Astrobiologe und Geohydrologe am gestrigen Sonntag auf einer Konferenz der American Astronomical Society (AAS) in Seattle.

    Soll bei der Suche nach Leben Mikroben getötet und übersehen haben: Nasa-Sonde "Viking 2" am 23. November 1976 auf dem Mars
    Schulze-Makuch von der Washington State University hält es für möglich, dass bei der Auswertung von Experimenten, die die Sonden "Viking 1" und "Viking 2" in den Jahren 1976 und 1977 auf dem Mars durchgeführt haben, Hinweise auf fremde Mikroben übersehen wurden. Die Wissenschaftler hätten damals nur auf Lebensformen geachtet, in deren Zellen die Flüssigkeit aus Salzwasser besteht und die somit den Organismen der Erde ähnlich seien. Auf dem kalten und trockenen Mars gebe es hingegen möglicherweise Lebensformen, die auf einer Mischung von Wasser und Wasserstoffperoxid basieren, erklärte er.

    Eine solche Flüssigkeit gefriere nicht bei Temperaturen bis minus 55,6 Grad und zerstöre selbst beim Gefrieren keine Zellen, schreibt der Forscher zusammen mit einem Kollegen in einem Bericht, der demnächst in Fachmagazin "International Journal of Astrobiology" erscheinen soll. Die "Viking"-Experimente seien Schulze-Makuch zufolge meistens bei 15 Grad Celsius durchgeführt worden, bei einem Versuch sei die Temperatur noch weiter erhöht worden - was für Mars-Verhältnisse zu warm ist. Die Mikroorganismen seien dadurch überhitzt und getötet worden. Bei einem anderen Experiment wurde Wasser auf den Mars-Boden geschüttet - die Mikroorganismen könnten laut Schulze-Makuch dadurch regelrecht ertränkt worden.

    "Man findet nur, wonach man sucht"

    Die toten Mikroben hätten die "Viking"-Geräte nicht erkennen können: Die Zellen seien auseinandergefallen, das in ihnen enthaltene Wasserstoffperoxid sei freigesetzt worden und hätte alle organischen Stoffe zerstört, sagte Schulze-Makuch zu SPIEGEL ONLINE. Deswegen hätten die "Viking"-Sonden keine organischen Moleküle gefunden, also auch kein außerirdisches Leben aus Wasserstoffperoxid.

    "Wir wussten aber von Meteoriten, dass es organische Moleküle auf dem Mars gibt", sagte Schulze-Makuch. "Das Problem war, dass die Forscher zu dieser Zeit keinen Anhaltspunkt für die Umwelt auf dem Mars hatten. Jetzt haben wir mehr Ahnung, wie die Lebensbedingungen auf dem Mars sind."

    Direkt beweisen kann Schulze-Makuch die Existenz von Mars-Mikroben nicht. Dazu müsste man "die Mikroben auf dem Mars kultivieren und dann unter einem Mikroskop ansehen", so der Forscher. Trotzdem halte er seine Theorie für durchaus schlüssig. Gestützt würde seine Behauptung dadurch, dass in letzter Zeit Lebewesen an den unwirtlichsten Orten der Erde gefunden wurde - etwa in einem ultrasauren spanischen Fluss, eisbedeckten Seen in der Antarktis oder in Gegenden mit besonders viel Radioaktivität.

    Auch Katherine Freeman von der Pennsylvania State University hält die die Existenz von Mars-Mikroben für möglich: "Man findet nur, wonach man sucht." Möglicherweise sei man bisher bei der Suche nach extraterrestrischem Leben zu erdzentriert vorgegangen, so die Wissenschaftlerin.

    Auch in der Venus-Atmosphäre könnten Mikroben leben

    So war es auch bei der Venus: Die sowjetische Raumsonde "Venera 14" hatte im Jahr 1982 auf dem zweitinnersten Planeten unseres Sonnensystems kein Leben gefunden. Zwei Jahrzehnte später ging Schulze-Makuch die Daten der Mission erneut durch - und will Hinweise auf Leben gefunden haben: In der Atmosphäre der Venus seien die Bedingungen für Lebewesen akzeptabel. Unterstützt wurde die These der existierenden Venus-Mikroben unter anderem von der Sonde "Pioneer Venus 2", die in den unteren Wolkenschichten Partikel registrierte, die so groß waren wie Bakterien.

    Man wolle bei der Mars-Mission "Phoenix" die neue Theorie über Lebewesen auf dem Mars überprüfen, sagte ein Wissenschaftler der US-Raumfahrtbehörde Nasa zur Nachrichtenagentur AP. Auf der AAS-Tagung sagte der Nasa-Astrobiologe Chris McKay, dass sich Nasa-Forscher von der Sonde, die in einem halben Jahr zum Mars aufbrechen soll, neue Erkenntnisse zu möglichen Lebensformen auf dem Mars erhoffen. Der Schluss von Schulze-Makuch sei zwar folgerichtig, sagte McKay, "aber das reicht nicht."

    Quelle:SpiegelOnline

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    Also wundern würde mich das nicht...Liegt ja bekanntlich in der Natur des Menschen
    sich selbst und alles andere zu zerstören!
     

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