IFPI will Internet filtern lassen: EU will der Musikindustrie dabei helfen

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von zwa3hnn, 11. Dezember 2007 .

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  1. #1 11. Dezember 2007
    Die IFPI will unlizensierte Files durch die Internetprovider blocken lassen, die EU soll die rechtlichen Rahmenbedingungen bzw. Verpflichtungen schaffen, zahlen sollen die Kunden der Provider oder gleich der Steuerzahler: die EFF warnt vor einem neuen Anlauf der Labels, ihr überkommenes Businessmodell ohne Rücksicht auf Verluste mit massiven Eingriffen ins Netz durchsetzen zu lassen.

    Die Idee: ISPs sollen von einzelnen "unlizensierten Files" bis hin zu kompletten Datentransfer-Protokollen (lies: P2P) Datenverkehr filtern und Sites, die gegen Urheberrechte verstoßen, gleich komplett vom Netz abklemmen. Und da man das selber gegenüber den Providern nicht durchsetzen kann, holt man sich Schützenhilfe bei der EU. Schöner Nebeneffekt: mit den Kosten dürfen sich dann ebenfalls andere herumschlagen, von der notwendigen Technik ganz zu schweigen.

    Das schlimme: offenbar stehen die zuständigen EU-Gremien der Idee nicht ganz abgeneigt gegenüber. Die EFF weist darauf hin, dass das Komitee für Industrie, Forschung und Energie des Europäischen Parlaments einen Aufruf zum "Überdenken des kritischen Problems geistigen Eigentums" umbenannt hat zu "Internet-Serviceprovider sollen Filtertechniken zum Unterbinden von Urheberrechtsverstößen einsetzen".

    Eine Sperrung aller "nichtlizensierter" Files soll so umgesetzt werden - was bedeutet, dass jede Datei, die im Netz verbreitet wird, auf irgend eine Weise "lizenziert" sein müsste.

    Technisch umsetzbar? Der Plan klingt schwierig bis unmöglich, und seine Realisierung ist somit auch mittelfristig kaum zu erwarten. Ein massiver Eingriff in die Freiheit zur Kommunikation und in Datenschutzrechte müsste dafür stattfinden, da auch privater Datentausch geblockt oder zumindest analysiert werden müsste, um die Pläne umzusetzen. Bereits im Vorfeld der (vermutlich ohnehin scheiternden) Planungen wird Geld der EU - und damit Geld der Bürger - in Pläne und Techniken investiert, die einseitig den Interessen einer rückständigen Industrie und ihrer Lobbyisten) dienen soll. Und zu guter Letzt ließe sich die EU einmal mehr vor den Karren einer Lobby spannen, die gegen die Interessen ihrer Bürger handelt. Es bleibt zu hoffen, dass einige denkende Menschen im EP eingreifen und den erwartbaren Imageschaden von der EU nochmals abwenden.


    quelle: gulli untergrund news
     

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  3. #2 23. Dezember 2007
    Musikindustrie fordert EU-weites Filtern des Internetverkehrs

    Die Internationale Föderation der Phonographischen Industrie (IFPI) hat eine neue Debatte in Brüssel über das Blockieren von Protokollen für Peer-to-Peer-Netzwerke (P2P) und das Filtern von Inhalten durch Internetprovider entfacht. Das EU-Parlament arbeitet derzeit unter der Federführung des französischen Sozialisten Guy Bono an einem Bericht über die Förderung der Kulturwirtschaft. Die Lobbyvertretung der Musikindustrie hat diese Chance genutzt, um in einem "Optionspapier" einmal mehr auf die unzureichende Kooperation der Zugangsanbieter sowie auf technische Möglichkeiten im Kampf gegen Raubkopien hinzuweisen. Die konservative spanische Abgeordnete und frühere Kulturministerin ihres Landes, Pilar del Castillo Vera, hat daraufhin gefordert, dass die Provider "Filtermechanismen installieren sollen, um Urheberrechtsverstöße zu verhindern".

    Laut der Eingabe (PDF-Datei) der IFPI unternehmen die Zugangsanbieter bislang kaum etwas, um der "massiven Piraterie von Musik in P2P-Netzwerken" entgegenzuwirken. Dabei stünden ihnen eine "Reihe machbarer und vernünftiger Optionen" zur Verfügung, um beim Abstellen der Urheberrechtsverletzungen zu helfen. So würden viele Provider selbst bereits Spam ausfiltern oder den Filesharing-Verkehr in Hochzeiten ausbremsen, um die Kosten der Bandbreitennutzung im Rahmen zu halten. Dementsprechend könnten die Wächter über die Internetzugänge auch den gesamten Netzverkehr auf verdächtige, mit digitalen Fingerabdrücken versehene Audiodateien hin durchsuchen, mit einer Datenbank geschützter Werke abgleichen und unlizenzierte Songs blockieren.

    Zweitens ist es laut dem Papier den Providern auch möglich, den Zugang zu bestimmten, für Urheberrechtsverstöße bekannte P2P-Diensten generell zu verhindern. Nicht zuletzt stehe es auch in der Macht der Zugangsanbieter, einzelne Seiten wie die PirateBay gezielt zu sperren.

    Die spanische Kulturpolitikerin hat den Filteransatz aufgegriffen und in einen Änderungsantrag (PDF-Datei) für die Empfehlungen (PDF-Datei) des Industrieausschusses für den Bono-Bericht eingebaut. Ursprünglich ging es der Berichterstatterin in dem Gremium, Neena Gill, allein um einen unkonkreten Ansatz, "die kritische Angelegenheit des geistigen Eigentums neu zu überdenken". Der federführende Kulturausschuss des EU-Parlaments soll nun Mitte Januar darüber entscheiden, ob ein Aufruf zum Filtern des Internet auf Providerebene mit in das Empfehlungspapier aufgenommen werden soll.

    Die Electronic Frontier Foundation Europe (EFF) ist strikt gegen eine solche Forderung. In einem offenen Brief (PDF-Datei) an die Mitglieder des Kulturausschusses warnt die Bürgerrechtsorganisation eindringlich davor, derartige Maßnahmen zu erwägen. Sie betont dabei, dass gerade Künstler selbst oder Lehrer von pauschalen Filtermaßnahmen mit am härtesten betroffen wären. Da die IFPI jegliche "unlizenzierten" Dateien aus dem Verkehr gezogen wissen wolle, wären davon auch eigentlich erlaubte Privatkopien, wissenschaftliche Arbeiten mit Zitaten, Parodien, Collagen oder Schulmaterialsammlungen betroffen.

    Generell kritisiert die EFF einen allgemeinen Filteransatz zudem als Zensurmaßnahme, die der Gesellschaft als ganzer schade. Jedes westliche Land, das ein entsprechendes zentrales Kontrollsystem für Inhalte jeglicher Art installiere und somit die private Kommunikation seiner Bürger durchstöbere, würde einen gefährlichen Präzedenzfall und ein "gefährlich mächtiges Werkzeug" schaffen, dessen Missbrauch vorgezeichnet sei. Selbst wenn die Lobbyisten der Musikindustrie die potenziellen schweren Kollateralschäden aus den Augen verloren hätten, dürfte das den europäischen Bürgern und ihren gewählten Volksvertretern nicht passieren. Das EU-Parlament selbst hatte sich 2002 entschieden gegen Ansätze zur Webzensur und die Sperrung einzelner Webseiten ausgesprochen, da sonst unter anderem eine "Fragmentierung des Internetzugangs" sowie auch eine Blockade erlaubter Inhalte drohe. (jk/c't)

    Quelle:http://www.heise.de/newsticker/meldung/101020
     
  4. #3 23. Dezember 2007
    AW: Musikindustrie fordert EU-weites Filtern des Internetverkehrs

    na jetzt gehts wohl ganz mit dennen durch. 2008 telefon aufzeichnungen....2009 traffic aufzeichnungen...2010 nur ausgewählte seiten dürfen besucht werden?! ohje
     
  5. #4 23. Dezember 2007
    AW: Musikindustrie fordert EU-weites Filtern des Internetverkehrs

    oh mann erst vorratsdatenspeicherung dann das ... kommt bestimmt durch... was war dachten am anfang alle mit der vorratsdatenspeicherung? kommt nie durch... und was ist jetzt?...

    verbietet ganz das internet, hört alle telefonate ab, briefgeheimnis-gesetz abschaffen und privatssphäre ade... ich sag nur stasi 2.0
     
  6. #5 23. Dezember 2007
    AW: Musikindustrie fordert EU-weites Filtern des Internetverkehrs

    naja...also bezogen auf das wirtschaftliche (musik/kultur etc.), muss man schon sagen, dass es manchma n bisschen kagge läuft im inet. wenn ich mit meiner musik, die ich hobbymäßig mache, kohle verdienen wollen würde...*****karte. emule (oder so) anmachen, suchen, saugen, fertig, künstler hat wieder 10 euro verloren (oder so)....naja, ich weiß ja auch nicht recht, daten für alle, JA, aber fragt mal die kommunisten wie gut ihre idee in die wirklichkeit umzusetzen ist. und: wie wollen die denn bitte nach "fingerabdrücken" in verschlüsselten daten suchen? da müssen sie ja schon alles abstellen und pirateBay etc. verbieten. ich bekomme jetz sicher was zu hören :D, aber bevor ihr loslegt: ich will das ja alles nur mal von der anderen seite beleuchten. und wer nix zu verbergen hat...blabla..das wird ne endlose sache merk ich grad, also hör ich auf..
     
  7. #6 23. Dezember 2007
    AW: Musikindustrie fordert EU-weites Filtern des Internetverkehrs

    JAJa unser Überwachungsstaat.

    Naja sehe schon irgendwann hab ich dann wieder ne 1000er Leitung nur zum surfen.

    Wird immer noch lächerlicher.

    MFG
     
  8. #7 23. Dezember 2007
    AW: Musikindustrie fordert EU-weites Filtern des Internetverkehrs

    genau das wird kommen, obwohl ich persönlich nicht nur wegen"sowas" die 16-er habe.
    ich nutze mein i-net auch für berufliche zwecke-nicht zwingend- und von wegen arme künstler.

    ich kenne welche , die sich die teile erst anhören und dann doch sagen "laß uns kaufen"

    und geistiges eigentum, ich weiß nicht welcher der künstler (sänger,band's) da noch
    geistig dabei ist (außer didder natürlich).

    egal laßt uns lieder zapfen die außerhalb der gema liegen so 1930 und so.

    dann kommen die isp in spiel, wenn denen die user davonlaufen......usw...usw!!

    ein rattenschwanz (teufelskreis) ohne ende!!!!
    hawk, der kyndros hat geschrieben

    ps. habe 2 mal geändert damit sich hier niemand über fehler aufregen muß *G*
     
  9. #8 23. Dezember 2007
    AW: Musikindustrie fordert EU-weites Filtern des Internetverkehrs

    10€ verloren, wenn man ein Album lädt?
    Soweit ich weiß werden Künstler gar nicht, oder nicht oft nach Anzahl der Platten sondern danach bezahlt, wies im Vertrag steht. Und wenn nicht, dann bekommen die Künstler auf jeden Fall ganz schön wenig von dem ab, was wir in einem Laden bezahlen. Das ist auch die große Sauerei, und mit ein Grund warum ich mich nur selten überreden kann, 16 bis 20€ (!!) für eine gute Stunde Musik auf den Tisch zu legen. Die, die ich damit unterstützen möchte bekommen nix ab.

    @topic:
    mh, wenn die meinen dass sie mehr Geld einnehmen wenn sie das gesamte Internet durchfiltern lassen, wtf.
    Und 2010 ist dann jeder verschuldet, weil er 10.000 € an irgendwelche Produzenten und Major Label zahlen muss, die unbedingt noch ein achtes Haus haben müssen. :>
     
  10. #9 23. Dezember 2007
    AW: Musikindustrie fordert EU-weites Filtern des Internetverkehrs

    Im Grunde sind diese ganzen Diskussionen bzgl. Vorratsdatenspeicherung und anderen Präventions-Arbeiten gegen die Internetpiraterie komplett hinfällig.

    Wenn etwas gesetzlich verboten ist, wirds schwarz gemacht.
    Das ist überall so.

    Vorratsdatenspeicherung, na und? Die Upps alle auf rapidshare.com mit schönem Namen und PW (Urlaubsbilder.r01 - .r30 & Passwort !"§$%&§)(%SADKLASDJ12), dann steht hald in der Rechnung, was ihr gesaugt habt. Aber was wollen sie machen, wenn man URLAUBSBILDER runterlädt, wo sie nichts nachweisen können, weil sie das Passwort nicht haben.

    Gegen Filter gibts auch immer gute Auswege. Es gibt immer einen Weg, wie man etwas derartiges umgehen kann bzw. ihm etwas vorgaukeln kann, auf welcher Seite man gerade ist.
    Wenn es einer Gruppe aus Hackern gelingt, unbemerkt im Pentathlon herumzusurfen, was soll dann ein 'kleiner' Filter, der für einige mehr Menschen gilt, wo dann das zickfache an Hackern dransitzt?
     
  11. #10 23. Dezember 2007
    AW: Musikindustrie fordert EU-weites Filtern des Internetverkehrs

    Ich finde es eine riesen Frechheit wenn ich sehe was sich da die Musikindustrie herausnimmt, es kann doch nicht sein, das sie für ihre Rechte nicht mal vor dem höchsten Gesetz zurückschreckt. Ich glaube sie vergessen das sie Manager sind und keine Politiker, es kann doch nicht sein das irgendwelche Interessen die nur einseitigen Vortiel bringen den Politikern aufgezwungen werden. Wirtschaftliche Interessen müssen zwar beachtet werden dafür aber nicht dafür sorgen das die Bürger darunter leiden und ich hoffe die EU Parlamentarierer sehen das genau so. Die Musikindustrie macht doch fast so einen Hatz auf die User wie das BKA auf Terroristen und da fehlen mir doch echt die Worte, wenn man mit sowas gleichgestellt wird. Zum anderen gabs doch auch mal die News das weniger die Filesharer daran Schuld sind das die Musikindustrie Probleme hat sondern viel mehr die Portale wie Itunes oder die Verträge mit Konzertgruppen. Man sieht es ja durch das Internet ist es besser Werbung für seine Songs zu machen in dem man sie kostenlos anbietet und dafür kommen dann die zahlenden Fans zu den Konzerten was den Künstlern genau so viel Geld bringt. Anstatt die Fehler bei den Kunden zu suchen und sie zu jagen auch wenn nicht ein Grund besteht sowas zu denken ist in meinen Augen sehr fragwürdig und ich bin mir nach der jetztigen Gesetzeslage mehr als sich das sowas in Deutschland nicht mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Darin ist nämlich festgelegt das man nicht jemanden ohne Begründung als Täter behandeln kann und genau das macht die Musikindustrie,bleibt zu hoffen das dem Einhalt gegeben wird.
     
  12. #11 23. Dezember 2007
    AW: Musikindustrie fordert EU-weites Filtern des Internetverkehrs

    find ich schon irgendiwe beängstigend wenn man sich zb. england ansieht da kann man "PolizeiPayTV" kaufen um öffentliche überwachungskameras am heimischen TV schauen zu könnne.
    Mich würds zwar auch wunden wenn sie das wirklich ordentlich hin bekommen würden aber naja währe wohl wieder ein weiter massiver schritt gegen die rechte der bürger.

    offtopic: Ich kauf keine CD die ich nicht vorher runter geladen habe. Da gabs doch mal so poster in der schweiz *smile* naja wi auch immer die Musikindustire verdient noch viel zu viel, die Künstler bekommen in 99% der fälle genug.
     
  13. #12 23. Dezember 2007
    AW: Musikindustrie fordert EU-weites Filtern des Internetverkehrs

    die übertreiben ein bisschen oda?
    das wird ja schon langsam eine Verletzung der Grundrechte wenn die so weitermachen!
    das kommt mir i-wie bekannt vor...
    ich errinnere da an die zeit des 2 weltkrieges!
     
  14. #13 23. Dezember 2007
    AW: Musikindustrie fordert EU-weites Filtern des Internetverkehrs

    Bald werden wir noch mit stalliten überwacht un jeder einzelne schritt aufgezeichnet. ich mein wo bleibt denn hier der datenschutz? ich glaube kaum, dass es noch um terror-verminderung geht was sie immer als ausrede benutzen, überwachungsstaat ist das, mehr nicht.
     
  15. #14 9. Januar 2008
    AT&T erläutert geplanten Filteransatz gegen illegale Downloads

    AT&T-Justiziar Jim Cicconi hat auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas Details zu den Plänen seines Unternehmens zur Unterbindung illegaler Downloads verraten. Laut einem Blog-Eintrag der New York Times soll ein Filteransatz vergleichbar zum gemeinsamen, heftig umstrittenen Vorgehen führender US-amerikanischer Medien- und Internet-Unternehmen gegen Copyright-Verletzungen auf Plattformen mit nutzergenerierten Inhalten zum Einsatz kommen. Dabei stellen die kommerziellen Inhalteproduzenten den Betreibern der Web-2.0-Dienste Originalmaterial zur Verfügung. Daraus wird eine Art digitaler "Fingerabdruck" erstellt und über die Filtersoftware mit Nutzerinhalten abgeglichen. Der große Unterschied ist aber, dass AT&T die Prüfung über den gesamten Internetverkehr der Kunden laufen lassen will und dabei vor allem Peer-2-Peer-Protokolle (P2P) im Visier hat.

    "Wir sind sehr interessiert an einer Technologie- und Netzwerk-basierten Lösung", wird Cicconi zitiert. Seit sechs Monaten würden inzwischen die Gespräche über ein konkretes Filtersystem einschließlich digitaler Wasserzeichen mit Technologiefirmen sowie Mitgliedern der Lobbyverbände Motion Picture Association of America (MPAA) und Recording Industry Association of America (RIAA) laufen. Man führe eine "offene Diskussion" mit einer Reihe von Inhalteanbietern einschließlich NBC Universal. Die US-Medienfirma hatte auch bei der Ausarbeitung der Copyright-Prinzipien für Plattformen mit nutzergenerierten Inhalten eine wichtige Rolle gespielt. Zugleich räumte Cicconi aber ein, dass das Ziel einer lauffähigen Filterlösung trotz des Ausprobierens einer Reihe "viel versprechender Techniken" noch nicht erreicht sei.

    Laut Financial Times hat sich AT&T mit einer Gruppe von Medien- und Internetkonzernen wie Disney, Microsoft, Philips, SanDisk oder Viacom auf Betreiben von NBC zusammengeschlossen. Gemeinsam arbeite das "Anti-Pirateriebündnis" an Verfahren, den illegalen Austausch vor allem von Film- und Videoinhalten über das Netz in den Griff zu bekommen. Demnach soll NBC auch Apple angesprochen haben, um das unautorisierte Kopieren geschützter Werke auf Geräte des Computerherstellers wie den iPod oder das neue iPhone zu verhindern. Das Unternehmen aus Cupertino, das mit NBC wegen Tarifen für Videos über die Downloadplattform iTunes im Clinch liegt, soll sich aber nicht gesprächsbereit gezeigt und sich gegen einen Anschluss an die neue Copyright-Allianz entschlossen haben.

    Der Justiziar von NBC Universal, Rick Cotton, betonte auf der CES, dass die Zahl der über Filesharing transferierten Inhalte "überwältigend" sei. Dies sei nicht länger akzeptabel. Sein Kollege von AT&T ergänzte, der über P2P laufende Verkehr sei inzwischen "unverhältnismäßig groß" im Vergleich zu anderen Internetprotokollen. Das verursache hohe Kosten, die auf alle Nutzer umgeschlagen werden müssten. Man sei daher gemeinsam verpflichtet, das Problem der Copyrightverletzungen zu lösen.

    Eine generelle Filterung des Internetverkehrs ist heftig umstritten. Im Herbst zog sich der US-Kabelnetzbetreiber Comcast den Unmut vieler Kunden zu. Er hatte eigenhändig das Hochladen von Dateien über die Filesharing-Software BitTorrent blockiert, wobei er spezielle Verfahren des "Netzwerkmanagements" nutzte. Allgemein waren Zugangsprovider bislang weltweit äußerst skeptisch und zurückhaltend bei der Implementierung netzseitiger Filterlösungen. Sie fürchten, dass diese entweder leicht zu umgehen sind oder Kollateralschäden im gesamten Netzwerk auslösen und große Teile des Internet blockieren. Datenschützer haben zudem gravierende rechtliche Bedenken gegen netzseitige Inhaltsfilter. Auch US-Bürgerrechtsvereinigungen wie die Electronic Frontier Foundation (EFF) kritisieren das Vorhaben scharf. Sie gehen von einem aussichtslosen Kampf gegen Filesharer aus. (Stefan Krempl) / (pmz/c't)

    Quelle:http://www.heise.de/newsticker/meldung/101553
     
  16. #15 12. Januar 2008
    AW: Musikindustrie fordert EU-weites Filtern des Internetverkehrs

    Wenn das so weitergeht kann ich meinen Anschluss gleich kündigen und das Geld sparen.

    Ich glaub denen spendier ich mal ne Kanne Öl damit deren Räder in ihrem Hirn wieder anfangen zu arbeiten damit die nicht auf so nen Scheiß kommen.
     
  17. #16 12. Januar 2008
    AW: IFPI will Internet filtern lassen: EU will der Musikindustrie dabei helfen


    Jetzt gehts los.....

    Ich sag euch das, irgendwann dreht einer durch und kloppt ne Bombe
    in useren Reichstag...
    und dann wundernse sich^^


    Das wird echt immer schlimmer, irgendwann kommt das,
    dann wird sowas passieren, das sag ich euch!
     
  18. #17 12. Januar 2008
    AW: IFPI will Internet filtern lassen: EU will der Musikindustrie dabei helfen

    hm..das wäre das aus für RR8o aber ich weiß RR ist total legal=)und hier kann man auch nix saugen!=)

    aber wie wollen die das mit dem online zocken machen?

    weil da werden ja auch "datenpackete" übertragen! nicht das ich dann nicht mehr online spielen kann!!!!!

    aber das mit dem lizensieren wird viel weiter reichen als ihr denkt.

    angenommen ihr wollt für Battlefield 2 eine map runterladen weil die ein user erstellt has ausm Irak. so er hat es in eine rar datei gepackt und auf seine homepage gestellt. du willst sie runterladen. geht aber nicht da sie nicht lizensiert ist oder whatever. dann mussdu erst einen antrag zum provider schicken das sie die datei prüfen und freigeben und dann nach vllt 6 monaten oder noch viel viel mehr kannst du endlich deine map runterladen
     
  19. #18 13. Januar 2008
    AW: IFPI will Internet filtern lassen: EU will der Musikindustrie dabei helfen

    das ist ein katz und maus spiel..... wir kleinen leutchen :cool: gegen die musikindustrie :p
    david gegen goliath... s ist schon von anfang an klar wer gewinnt... zwar müssen einige mitglieder des schwarms ihr leben lassen aber den schwarm kann man nicht aufhalten :D
     
  20. #19 13. Januar 2008
    AW: IFPI will Internet filtern lassen: EU will der Musikindustrie dabei helfen

    Wenn das EU Weit durchkommt hole ich mir nen SwissVPN, dann können die gar nichts machen da ja alles verschlüsselt ist :p, es wird immer Wege geben diese "Schutzmaßnahmen" zu umgehen...
     
  21. #20 13. Januar 2008
    AW: Musikindustrie fordert EU-weites Filtern des Internetverkehrs

    Ehrlich gesagt... mich stört's nicht.
    Denn wer lädt hier denn die "richtigen" Files, die bsp. heißen >Britney Spears - Ops i Did it Again!<? Richtig, niemand. Und weil es wohl in den nächsten zehn Jahren nicht möglich sein wird, RarPakete zu entschlüsseln und den Inhalt zu überprüfen, so ganz nebenbei.
    Was nicht heißen soll, dass man dagegen nichts tun sollte! Wenn man sich alles gefallen lässt, dann wirds eh immer mehr und irgendwann werden wirlkich Internetseiten gesperrt, die regierungskritische Inhalte auf ihrer Seite haben.
    Leider ist das viel zu vielen Deutschen egal, und wenn auf ARD von Methoden gegen Terrorrismus berichtet wird, dann glauben das schonmal alle über Vierzig oder Fünfzig, die sich nicht mit dem Internet beschäftigt haben - Bum, massig Stimmen und die Mehrheit der Deutschen - kein Problem damit, diesen Mist durchzubringen.

    NOCH ist es ja nicht soweit, aber ich denk auch dass das schneller kommen kann, als man denkt. Siehe VDS.
     
  22. #21 13. Januar 2008
    AW: Musikindustrie fordert EU-weites Filtern des Internetverkehrs

    Hm...Lol...
    Bin mal gespannt wie sie die zig TB verschlüsselten Rars auf RS und CO filtern und blocken lassen wollen...^^
    Aber solangsam im GEsamtblick komm ich mir immer mehr und mehr wie in der damaligen Ostzone vor...^-.- Müsste mal auf die Suche nach enr Wanze gehn, die das merkt, wenn ich nem Kollegen rar PW's durch Telefon sage...^^
     
  23. #22 13. Januar 2008
    AW: Musikindustrie fordert EU-weites Filtern des Internetverkehrs

    Das bald ist leider schon längst eingetreten....Dazu eine kleine Geschichte =)

    Du gehst gerade in den Kaufhof, kaufst dir ein paar Hemden, und vllt noch eine DVD, stellst dich an die Kasse an...sammelst natürlich deine Payback-Punkte..du möchtest ja ziemlich viel Sparen, und deine 10%-Gutscheine einlösen, damit du den realen Kaufpreis erreichst und nicht die Mondscheinpreise bezahlen musst....und die Karte wird gescannt..deine Punkte werden gut geschrieben, und 100Leute wissen nun wo du gerade bist: An der Kasse 2, Galeria Kaufhof Berlin, 3. Stock.
    Du verlässt den Laden, und dir fällt ein, du musst noch einmal schnell nen Kumpel anrufen.Handy raus, Nummer wählen, und schon telefonierst du mit ihm...nebenher werden natürlich zum Schutz vor terroristischen Aktivitäten dein Standort zu Beginn des Gespräches, und die Zielrufnummer und die Länge des Gesprches mit aufgezeichnet...
    Ah...in ebay endet doch gleich ein Angebot..schnell das Handy rausholen, ins Internet gehn.,..und schaun ob du noch der Höchstbietende bist...währenddessen sitzt du schon im Bus, paar Stationen weiter..dein Handyanbieter loggt schön mit, wo du dich gerade aufhältst...
    Zu Hause angekommen, noch schnell die Emails gecheckt...nebenher natürlich wieder eine Aufzeichung der Internetprovider zum Schutz vor Terrorismus...
    Dann noch schnell in deinen Community-Account einloggen, wo die Daten schön sicher preis gegeben werden..und abends auf zu deinem Freund, mit dem du dich treffen wolltest...wie wärs in eine Bar? Kaum sitzt ihr 10min am Tisch, kommen schon die ersten Flyer-Träger mit Gewinnspielen...
    nur schnell ausfüllen, und du bist dabei...dabei..wieder mal deine Daten presizugeben und jeder weiß...du warst um xx:xx Uhr in der und der Bar...

    Und am nächsten Morgen...Das gleiche Spiel von vorne ;)
     
  24. #23 14. Januar 2008
    AW: Musikindustrie fordert EU-weites Filtern des Internetverkehrs

    hast recht..
    also irgendwann hört es echt mal auf..
    .. damit zeigen di nen bisschen das die mit uns machen können was sie wollen ^^
    .. is ein paar jahren sagen die uns noch WAS wir auf dem PC hören dürfen :D

    Mfg ymaas
     
  25. #24 15. Januar 2008
    AW: IFPI will Internet filtern lassen: EU will der Musikindustrie dabei helfen

    Und bald muss man sein Haus aus Glas bauen -.- Deutschland war doch meistens so auf der Seite der Bürgerrechte.........
     

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