In 30 Tagen vor Gericht: Tod für 9/11-Drahtzieher

Dieses Thema im Forum "Politik, Umwelt, Gesellschaft" wurde erstellt von Marxist, 12. Februar 2008 .

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  1. #1 12. Februar 2008
    In 30 Tagen vor Gericht
    Tod für 9/11-Drahtzieher

    Die US-Regierung hat sechs mutmaßliche Top-Terroristen im Gefangenenlager Guantánamo Bay wegen Kriegsverbrechen angeklagt und die Todesstrafe für sie beantragt. Wie das Pentagon mitteilte, werden alle Sechs der maßgeblichen direkten oder indirekten Beteiligung an den Anschlägen vom 11. September 2001 beschuldigt. Insgesamt werden ihnen 169 verschiedene Straftaten zur Last gelegt. Eine Richterin wird nun zunächst prüfen, ob die Beweise für die Eröffnung eines Prozesses ausreichen.

    Die Klage wäre die erste vor dem Guantanamo-Tribunal, bei der den Beschuldigten eine direkte Beteiligung an den Anschlägen zur Last gelegt wird. Zudem würde erstmals vor dem Gericht die Todesstrafe gefordert. Bevor es zum Prozess kommt, steht jedoch noch die Zustimmung des Verteidigungsministeriums aus.

    Verhörmethoden anfechtbar

    Zur Gruppe der Angeklagten gehört der Anklage zufolge der Ex-Chefplaner des Terrornetzes El Kaida, Chalid Scheich Mohammed. Der gebürtige Pakistaner soll der Drahtzieher der verheerenden Flugzeuganschläge in den USA gewesen sein, bei denen 3000 Menschen getötet wurden. Er hat einem im März 2007 veröffentlichten Vernehmungsprotokoll zufolge zugegeben, die Anschläge im Auftrag von El-Kaida-Chef Osama bin Laden geplant zu haben. Der US-Regierung zufolge hat er in einer Vernehmung in Guantánamo Bay auch zugegeben, den Anschlag auf das World Trade Center 1993 in New York vorbereitet zu haben. Dem zufolge gestand er auch weitere Angriffe, wie etwa einen Bombenanschlag auf einen Nachtclub der indonesischen Insel Bali. Außerdem hat er eigenen Angaben zufolge den US-Journalisten Daniel Pearl enthauptet. Ferner steckte er nach den US-Angaben laut eigenen Aussagen hinter den Plänen von "Schuhbomber" Richard Reid, eine Passagiermaschine während eines Transatlantikfluges zu sprengen. Diese Pläne waren vereitelt worden.


    Ob das Geständnis vor Gericht jedoch Bestand hat, ist unklar, da CIA-Chef Michael Hayden erst vor kurzem eingeräumt hat, bei den Befragungen Mohammeds die umstrittene Verhörmethode des
    "waterboardings" eingesetzt gehabt zu haben. Die Methode, bei dem das Opfer das Gefühl hat, zu ertrinken, wird weithin als Folter eingestuft. Die Regel des Guantanamo-Tribunals wie auch ein von den USA unterzeichnetes internationales Abkommen verbieten den Einsatz von Beweisen, die durch Folter erbracht wurden. Vor diesem Hintergrund äußerten US-Zeitungen die Erwartung, dass die Todesstrafen-Prozesse weltweit neue Kontroversen über die amerikanische Behandlung von Terrorverdächtigen auslösen werden.

    Die Verfahren wegen Kriegsverbrechen finden zudem vor eigens zu diesem Zweck geschaffenen Sondergerichten, den Militärkommissionen, statt. Angeklagte haben in diesen Prozessen deutlich weniger Rechte als in normalen Militär- oder Zivilverfahren. Auch die Kommissionen sind international auf Kritik gestoßen. Viele westliche Verbündete der USA halten ihre Standards für rechtlich äußerst fragwürdig.

    Langwieriger Prozess

    Neben Mohammed droht weiteren fünf Guantánamo-Häftlingen die Todesstrafe: Mohammed al-Kahtani, Ramzi Binalshibh, Ali Abdel Asis Ali, Mustafa Ahmed al-Hausaui und Walid bin Attasch. Sie werden voraussichtlich in 30 Tagen erstmals vor Gericht erscheinen. Laut Pentagon soll dann offiziell die Anklage verlesen und den Gefangenen die Möglichkeit gegeben werden, sich schuldig oder nicht schuldig zu bekennen. Anschließend wird eine Reihe gerichtlicher Anhörungen zur Klärung rechtlicher Fragen erwartet, wie Pentagon-Rechtsberater Thomas Hartmann erläuterte. Nach Einschätzungen von Experten wird der eigentliche Prozess frühestens "in Monaten" beginnen und möglicherweise Jahre dauern.

    Hartmann versicherte unterdessen, dass die Angeklagten einen fairen Prozess gemäß allen rechtsstaatlichen Standards erhielten. Ihnen stehe beispielsweise ein Anwalt zur Seite, die Verteidigung könne sämtliches Beweismaterial einsehen, Zeugen aufrufen oder auch ins Kreuzverhör nehmen. Außerdem hätten die Angeklagten das Recht, ihre Urteile anzufechten.

    Das Verfahren werde so transparent wie möglich sein, sagte der Brigadegeneral weiter. Er räumte allerdings ein, dass der Öffentlichkeit wahrscheinlich ein Teil des Beweismaterials aus Gründen der nationalen Sicherheit vorenthalten werde. Auf Fragen, ob unter Folter oder "harschen Verhörmethoden" erfolgte Aussagen im Prozess zulässig seien, antwortete Hartmann, das werde vom Gericht entschieden.

    Im US-Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba sitzen derzeit 275 Häftlinge ein. Die Justizbehörden wollen etwa 80 von ihnen vor Gericht bringen.

    Quelle: http://www.n-tv.de/917353.html
     

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  3. #2 12. Februar 2008
    AW: In 30 Tagen vor Gericht: Tod für 9/11-Drahtzieher

    Nach 5 Jahren Guantanamo würde jeder von uns gestehen Bin Laden persönlich zu sein.
     
  4. #3 12. Februar 2008
    AW: In 30 Tagen vor Gericht: Tod für 9/11-Drahtzieher

    -

    Der Meinung bin ich allerdings auch.

    Einen fairen prozess kann man wohl nicht erwarten.
     
  5. #4 12. Februar 2008
    AW: In 30 Tagen vor Gericht: Tod für 9/11-Drahtzieher

    Ganz Ehrlich, haben die einen fairen Prozess verdient? Ich finde nicht... Oder was meint ihr?
     
  6. #5 12. Februar 2008
    AW: In 30 Tagen vor Gericht: Tod für 9/11-Drahtzieher

    naja, so mitleid hab ich jetzt auch nicht mit ihnen. wenn man so viele leute auf dem gewissen hat kann man nicht noch auf nen fairen prozess hoffen. oder hatten die leute in den twins eine faire chance, nicht zu sterben??
     
  7. #6 12. Februar 2008
    AW: In 30 Tagen vor Gericht: Tod für 9/11-Drahtzieher

    Alles andere als die Todesstrafe wäre wohl kaum ein Schritt Richtung Gerechtigkeit.
     
  8. #7 12. Februar 2008
    AW: In 30 Tagen vor Gericht: Tod für 9/11-Drahtzieher



    Ja jeder Mensch hat ein fairen Prozess verdient, wenn sich nun später herausstellt, dass diese Menschen mit dem Anschlag rein gar nichts zu tun hatten und ihre Geständnisse in Guantanamo Bay nur unter Folter erbracht haben?
     
  9. #8 12. Februar 2008
    AW: In 30 Tagen vor Gericht: Tod für 9/11-Drahtzieher

    Etwas anderes wünscht sich der Insasse bestimmt auch gar nicht mehr :angry:

    Haltet ihr wirklich unter Folter entstandene Geständnisse für beweiskräftig?

    ihr wärt auch einwandfreie Hexenverbrenner und Judenvergaser
     
  10. #9 12. Februar 2008
    AW: In 30 Tagen vor Gericht: Tod für 9/11-Drahtzieher


    Ich glaube du hast mich falsch verstanden, ich halte diese Geständnisse NICHT für beweiskräftig.
     
  11. #10 13. Februar 2008
    AW: In 30 Tagen vor Gericht: Tod für 9/11-Drahtzieher

    hier wird die todesstrafe gefordert,aber wenns wo anders(muslimischer staat) durchgeführt wird..

    ist es wiedermal der weltschocker schlecht hin...
    echt faszinierend die doppelmoral einiger hier....

    zum thema:
    lebenslänglich und gut ist.....
     
  12. #11 14. Februar 2008
    AW: In 30 Tagen vor Gericht: Tod für 9/11-Drahtzieher

    Leute , der 11 September war ein Komplott. Alles insziniert. Dort werden Menschen zu unrecht zum Tode bestraft!

    Sagt was ihr wollt. Aber ich bin auf der Verschwörerseite, es spricht einfach ZU VIEL dafür aber die minderheit will es mal wieder nicht glauben und lässt sich der Gehirnwäsche der Medien unterziehn.

    Scheiss Welt
     
  13. #12 14. Februar 2008
    AW: In 30 Tagen vor Gericht: Tod für 9/11-Drahtzieher

    OK mutmaßliche Täter wurden verhaftet und werden verklagt schön und gut ... wann geschieht das mit Mr.Bush?
     

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