In Texas sollen Internetbenutzer über Kameras die Grenze überwachen

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von Melcos, 4. November 2006 .

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  1. #1 4. November 2006
    In Texas sollen Internetbenutzer über Kameras die Grenze überwachen

    Im Juni hatte der texanische Gouverneur Rick Perry mit großer Rhetorik versprochen, innerhalb eines Monats Millionen Dollar für das Projekt zu investieren, die lange Grenze zu Mexiko mit einer „virtuellen Mauer“ aus Überwachungskameras zu sichern. Hunderte von Überwachungskameras sollten gekauft, installiert und mit dem Web verbunden werden. Nicht nur die Landbesitzer sollten damit ihren Besitz überwachen können, sondern die Bilder sollten auch direkt an die Behörden gehen und zudem über das Internet von allen eingesehen werden können, die sich an der "Virtual Border Watch" beteiligen wollen.

    Bislang ist aus diesem angekündigten Projekt nichts geworden. Dagegen sprachen nicht nur die erforderlichen Investitionen, sondern auch rechtliche Bedenken. Allerdings hat der Heimatschutzdirektor von Texas, Steve McCraw, nun mit Texas Borderwatch noch schnell einen Testversuch mit acht Kameras an der Grenze gestartet. Kurz vor den Kongresswahlen ist das Thema der Grenzsicherheit und der Einwanderung in Texas, wo es auch um Gouverneursposten geht, ein wichtiges Thema. Neben Perry zeigten sich auch zwei der übrigen vier Bewerber an der Grenze, um damit Wähler zu gewinnen. In Texas tritt auch der Musiker und Krimi-Autor Kinky Friedman für den Posten des Gouverneurs an.

    McCraw hatte dem Gouverneur das Überwachungsprojekt schmackhaft gemacht und versucht nun, es mit der Hilfe von Firmen zu realisieren. Sechs Unternehmen haben seit Juni Systeme entwickelt, die Bilder der 15 installierten Kameras gingen ausschließlich an die Sicherheitsbehörden und die Eigentümer des Landes, auf denen sie eingerichtet waren. Die Firma TRG von Plano hat schließlich für 100.000 US-Dollar die Website des Projekts eingerichtet, die für Internetnutzer seit Donnerstag nach Anmeldung den Zugang zu acht Kameras ermöglicht. Allerdings scheinen die Bilder schlecht zu sein, die Website ist überlastet und langsam. Auch Stunden nach einer Anmeldung habe ich noch kein Kennwort erhalten, um auf die Bilder der Kameras zugreifen zu können. Nach einem Beobachter waren Autos auf einer Straße, ein See oder ein Parkplatz zu sehen.

    Für den weiteren Ausbau des „Virtual Neighborhood Border Watch Program“ soll es, sofern Perry seinen Posten behalten wird, eine Ausschreibung geben, um das System auf vorerst 70 Kameras an 13 besonders „gefährdeten“ Orten zwischen Brownsville und El Paso zu erweitern, an denen Drogen- oder Menschenschmuggel stattfindet.

    Neugierige Internetnutzer, die etwas „Verdächtiges“ über die Kameras entdecken, sollen den Sicherheitsbehörden eine Email schicken oder diese über eine kostenlose Nummer anrufen. Vorgesehen sind weitere Kameras an 16 Transitzonen sowie an Highways, Rast- oder Werkstätten. Da man über das Internet auf die Kameras zugreifen kann, dürften professionelle Schmuggler allerdings schnell herausfinden, wo die diese sich befinden, um sich dann andere Wege zu suchen. Perry hat angekündigt, die Grenze auch von Predator-Drohnen überwachen zu lassen.

    Quelle: heise.de
     

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