Internet als Terrorcamp BKA-Chef Ziercke setzt noch einen drauf

Dieses Thema im Forum "Szene News" wurde erstellt von Fandangoo, 21. November 2007 .

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  1. #1 21. November 2007
    Internet als Terrorcamp
    BKA-Chef Ziercke setzt noch einen drauf

    Immer wenn man denkt, der Gipfel der Lächerlichkeit ist erreicht, wird der Terrorhype im Netz auf neue Höhen getragen. BKA-Chef Ziercke verteidigte einmal mehr seine Überwachungswut sowie den Bundestrojaner. Unter anderem mit der Aussage, dass sich die amtliche Spyware auch lohne, wenn man nur DAUs damit fange.

    Denn dass er einigermaßen intelligente Leute mit seiner mysteriösen Software ausspähen kann, widerlegt Ziercke in seinen Argumentationen erstaunlich eloquent selbst. Dass viele Verdächtige über offene Hotspots ins Netz gingen, gab Ziercke ebenso zu wie die Probleme, die seine Behörde bereits mit dem Auswerten von vor Ort verfügbaren Daten hat: 300.000 Dateien, 2,5 Terabyte schwer sind die Daten, die nach den angeblichen Attentatsplänen Anfang September in die Hände der Ermittler fielen. Wer schon bei direktem Zugriff hier nicht die relevanten Informationen ausfiltern kann, wird das heimlich online erst recht nicht können.


    Die "Remote Forensic Software", diesmal ein "Unikat", das maßgeschneidert für die jeweiligen Ermittlungsfälle angefertigt werden, aber dennoch für alle Arten von Einsätzen geeignet sein soll und eine Reihe weiterer wundersamer Eigenschaften mitbringt, beispielsweise "dass auf dem Zielsystem keine Daten manipuliert werden, (und) der gesamte Einsatz umfangreich forensisch dokumentiert (wird)", spricht einmal mehr für sich. Völlig entlarvend zu guter Letzt das Zitat bei heise:

    "Sollten wir einen Anschlag durch die Festnahme eines DAU verhindern, werden auch diese Berufskritiker erleichtert sein."

    Würden Sie eine Bombenbau-Anleitung von diesem Mann befolgen, nachdem Sie sie aus dem Netz geladen haben?

    Obwohl ein DAU dieser Dummheit sich beim Bau einer Bombe nach Anleitung aus dem Internet vermutlich am ehesten den eigenen Kopf wegsprengt, schaffte es Ziercke damit auf die internationale Nachrichtenbühne. Und einmal mehr entstellt er sein Gerede von den wenigen und zielgerichteten Terror-Fahndungen mit den geforderten neuen Methoden zur Kenntlichkeit: beklagt wird dort in einem Atemzug

    "...die Verbreitung von Kinderpornografie, Organisiertes Verbrechen, Wirtschaftskriminalität, Industriespionage und sogar die Vorbereitungen terroristischer Akte."

    Stellvertretend für die Kritiker Fefes Replik:

    "Wirklich persönlich nehme ich aber die Ansage, ich würde den Terrorismus schön reden. Vielleicht will da mal ein Jurist was zu sagen, ob das bereits justiziabel ist. Dieser Mann ist so derartig untragbar, das geht echt gar nicht mehr. Und vor allem gehört mal derjenige gefeuert, der dem Ziercke sein Internet morgens immer ausdruckt."

    Dem ist nichts hinzuzufügen. Außer vielleicht, dass eine ordentliche Praxisausbildung bei der Bundeswehr kein "virtuelles Terrorcamp" und keine Online-Anleitung zum Bombenbau oder zum korrekten Bedienen einer AK 47 ersetzen kann. Insofern: wenn Ziercke Ausbildungen verbieten will, die zum Verüben von Anschlägen wirklich effektiv vorbereiten, kann er bei den praxisnahen Formen anfangen. Aber das ist ja nur echt und kein Internet.


    Quelle: http://www.gulli.com
     

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