Intuitives Essen - auch ohne Diät zur schlanken Figur

Artikel von Tommy Weber am 3. Februar 2021 um 08:12 Uhr im Forum Essen & Trinken - Kategorie: Trend & Lifestyle

Intuitives Essen - auch ohne Diät zur schlanken Figur

3. Februar 2021     Kategorie: Trend & Lifestyle
Es gibt unzählige Diäten und bei sehr vielen Diäten sind die Misserfolge schon vorprogrammiert. Wer möchte sich über Wochen nur von Kohlsuppe oder von hart gekochten Eiern und grünem Salat oder Dressing ernähren? Monodiäten, wie die angeblich magische Kohlsuppe, schaffen es tatsächlich, dass die Pfunde purzeln, aber wird anschließend wieder normal gegessen, dann sind die Pfunde genauso schnell wieder da.

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Ein neuer Trend ist das intuitive Essen, eine Möglichkeit, abzunehmen und das ganz ohne Diät. Aber kann so etwas überhaupt funktionieren? Gibt es vielleicht doch einen Haken oder ist es tatsächlich möglich, einfach alles zu essen und trotzdem eine Wohlfühlfigur zu bekommen?

Abnehmen - aber immer gesund
Der Leitgedanke beim intuitiven Essen ist ein gesundes und vor allem achtsames Abnehmen, und zwar ganz ohne eine spezielle Diät. Allerdings muss jeder, der auf diese Weise schlank werden möchte, auch lernen, auf seinen Körper zu hören, um sich überhaupt intuitiv ernähren zu können. Was zählt bei dieser Form des Abnehmens? Sind es Essenszeiten, die strikt eingehalten werden müssen oder ist es doch eher das Bauchgefühl? Intuitives Essen beschäftigt sich genau mit dieser Frage. Durch ein natürliches und damit gesundes Verhalten beim Essen soll es möglich sein, dass jeder das Gewicht bekommt, mit dem er sich auch wirklich wohlfühlt. Das Erstaunliche dabei ist, dass das Ganze ohne jeglichen Verzicht und damit ebenfalls ohne eine anstrengende oder einseitige Diät auskommt.

Was heißt es, sich intuitiv zu ernähren?
Wer sich für das Konzept entscheidet, intuitiv zu essen, sollte alles, was er bisher über Diäten im Speziellen und Abnehmen im Allgemeinen jemals gehört hat. Mit dem intuitiven Essen beginnt praktisch alles wieder bei null . Jeder Mensch kommt als intuitiver Esser auf die Welt, aber viele verlernen es schnell wieder. Was in welchen Mengen gegessen wird, wird schon den Kindern im Elternhaus erklärt und viele Menschen halten sich ein Leben lang an diese Regeln. Diese müssen nicht immer falsch sein, falls sie es aber sind, dann ist eine ungesunde Lebensweise beim Thema Essen in gewisser Weise schon vorprogrammiert.

Jedes Baby weiß automatisch auf ganz natürliche Weise, wann es Hunger hat und wann nicht. Erwachsene hingegen lassen sich von äußeren Einflüssen, aber vor allen Dingen von ihren Gewohnheiten leiten, echte Hungersignale können sie kaum noch erkennen.

Warum mentales Training so wichtig ist
Abnehmen beginnt immer im Kopf und mehr als 90 Prozent der Entscheidungen, die Menschen Tag für Tag treffen, werden im Unterbewusstsein getroffen. Für die Gewohnheiten gibt es im Kopf bestimmte Nervenbahnen, die man sich wie eine Art Trampelpfad vorstellen muss. Wer sich für das intuitive Essen entscheidet, um dauerhaft an Gewicht zu verlieren, muss diese ausgetretenen Trampelpfade verlassen, was am besten mit mentalem Training funktioniert. Im Rahmen dieses so wichtigen Trainings wird es möglich, alte und hinderliche Gepflogenheiten nach und nach abzubauen, und neue positive Gewohnheiten sowie ein völlig neues Verhalten zu lernen. Mit mentalem Training ist es sogar möglich, die ungeliebten Heißhungerattacken endlich zu überwinden.

Mit Meditation zum Erfolg
Nicht nur ein mentales Training, auch Yoga und Meditation können dabei helfen, sich zwar intuitiv, aber zugleich gesünder zu ernähren. Mit den richtigen Meditationsübungen ist es einfacher, positiv in einen neuen Tag zu starten, Stress besser abzubauen und das Frust- oder Stressessen endlich hinter sich zu lassen. Stattdessen wird in der Meditation gelernt, sich ganz auf die Signale zu zentrieren, die der Körper sendet. So wird dem intuitiven Essen im Alltag mehr Raum gegeben. Das Ziel des mentalen Trainings besteht darin, mehr Lebensfreude zu bekommen, sich selbst positiver wahrzunehmen und gesund zu essen. Das Ganze führt alsdann zu einer glücklichen Grundeinstellung und letztendlich zu einem glücklichen Leben. Wer mit sich selbst zufrieden ist, ist nicht mehr so anfällig für Essen, was ja angeblich glücklich machen soll.

Auf den Bauch hören
Besonders wichtig beim intuitiven Essen ist das Bauchgefühl. Am Anfang ist das allerdings nicht immer so einfach, besonders nicht für diejenigen, die sich schon seit Jahren durch die unterschiedlichsten Diäten quälen. Dass plötzlich alle Lebensmittel wieder erlaubt sind, ist auf jeden Fall ein befreiendes Gefühl.

Wer intuitiv essen möchte, sollte sein Essverhalten zunächst genau hinterfragen:
  • Was esse ich eigentlich gerade? Genieße ich diese Mahlzeit oder esse ich nur, weil gerade Mittagspause ist?
  • Jeder muss in sich hineinhören und sich fragen: Ist es wirklich ein Hungergefühl oder esse ich vielleicht doch nur aus Langeweile?
  • Ist das Frühstück um sieben Uhr notwendig, oder kann es auch auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden?
  • Muss das Stück Schokolade sein oder ist das vielleicht nur ein Trick, der antrainiert wurde, weil zufällig immer eine Tasse Kaffee daneben steht?
Jeder, der intuitiv isst, darf essen, worauf er gerade Appetit hat, ganz egal, ob es Äpfel, Kekse oder Salzstangen sind. Solange man sich dabei fragt, ob diese kleine Zwischenmahlzeit wirklich sein muss und zugleich eine Antwort geben kann, ohne sich zu belügen, dann sind diese Lebensmittel vollkommen in Ordnung.

Ohne schlechtes Gewissen
Immer nur ein bestimmtes Idealbild des Körpers im Auge zu haben, muss beim intuitiven Essen nicht im Vordergrund stehen. Wer bereits mit schlechtem Gewissen isst, sollte es ganz sein lassen, denn in dem Fall ist es kein genussvolles Essen mehr. Besser ist es, das Essen langsam zu genießen und achtsam zu essen. Genauso wichtig wie das intuitive Essen ist es, den richtigen Zeitpunkt für die Sättigung zu finden. Hier ist es ratsam, immer auf den Bauch zu hören . Falls der sagt, dass er satt ist, dann ist es in Ordnung. Intuitives Essen kommt komplett ohne Verbote aus: Was schmeckt, ist gut für den Körper und für die Seele. Ist es der Riegel Schokolade, ist das auch kein Problem, aber er sollte genussvoll gegessen werden. Das wichtigste Ziel beim intuitiven Essen ist und bleibt jedoch, immer gesund zu bleiben.

Selbst wenn der Alltag oder der Job stressig sind, ist dies noch lange kein Grund, den Stress mit übermäßigem Essen zu kompensieren. Einfach mal eine kleine Pause machen, in sich hineinhorchen und zuhören, was der Bauch zu sagen hat. Dabei kann es durchaus passieren, dass das Bauchgefühl sagt: Ich habe im Moment keinen Appetit und ich warte lieber noch zwei Stunden, aber dann möchte ich gerne ein Schnitzel essen.

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Bildquelle: © Depositphotos.com / AndrewLozovyi
 

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