Iran denkt nicht an Atom-Verzicht

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von Blizzard 51, 22. Februar 2007 .

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  1. #1 22. Februar 2007
    Der Iran hat die vor zwei Monaten vom Sicherheitsrat beschlossene UNO-Resolution 1737 ignoriert und die Bemühungen zur Urananreicherung fortgesetzt.

    Diesen Schluss zieht ein IAEA-Bericht, der am Donnerstag an den Sicherheitsrat ging. Die Internationale Atomenergieagentur (IAEA) ist der Ansicht, dass Techniker bis zum 17. Januar in der Anreicherungsanlage Natans ungefähr 66 Kilogramm des Gases Uranhexafluorid zu reaktortauglichem Uran 235 verarbeitet haben.

    Die Zahl der eingesetzten Gaszentrifugen sei bis Mitte Februar auf 328 verdoppelt worden. Zwei weitere so genannte Kaskaden stünden vor der Fertigstellung.

    Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hatte vor Monaten angekündigt, Teheran wolle bis Mitte März etwa 3000 Gaszentrifugen zur Urananreicherung in Betrieb nehmen. Die Resolution vom 23. Dezember untersagte Teheran alle Anreicherungsaktivitäten sowie die Forschung und Entwicklung in diesem Bereich.

    Aktivitäten am Schwerwasserreaktor

    Wie aus dem Bericht weiter hervorgeht, hat Teheran ausserdem seine Arbeiten am Schwerwasserreaktor bei Arak fortgesetzt. Im Bericht wird ausdrücklich die Weigerung des Iran erwähnt, insgesamt 38 IAEA-Inspektoren nach Teheran reisen zu lassen.

    «Iran hat seine Anreicherungsaktivitäten nicht gestoppt, Iran hat seine (Anreicherungsanlage bei Natans) weiter betrieben», heisst es in dem Report. Dagegen habe Teheran keine neuen Erkenntnisse über Teile seines zuvor 18 Jahre lang geheimen Atomprogramms geliefert.

    «Die Agentur (IAEA) wird nicht in der Lage sein, zu überprüfen, ob es (darüber hinaus) nicht deklariertes radioaktives Material und (atomare) Aktivitäten im Iran gibt, oder die absolut friedliche Natur des iranischen Atomprogramms festzustellen.»

    Nun sind weitere Sanktionen möglich

    Die UNO-Resolution sieht für den vom IAEA-Bericht festgestellten Fall vor, dass der Sicherheitsrat weitere Sanktionen gemäss Artikel 41, Kapitel 7, der UNO-Charta beschliessen kann. Dazu bedarf es aber einer neuen Resolution; militärische Massnahmen schliesst Artikel 41 aus.

    US-Aussenministerin Condoleezza Rice sagte in Berlin, die Regierung in Teheran müsse sich jetzt auf eine härtere Gangart einstellen.

    Beim Treffen mit den Aussenministern Deutschlands und Russlands, Frank-Walter Steinmeier, respektive Sergej Lawrow sowie dem EU- Aussenbeauftragten Javier Solana, erklärte Rice, man sei sich darin einig, auch den UNO-Sicherheitsrat zu nutzen, um den Iran doch noch zum Einlenken zu bewegen.

    Teheran mauert weiter

    Die iranische Führung bekräftigte unterdessen, dass sie die Resolution auch weiterhin ignorieren werde. Eine Aussetzung sei inakzeptabel, weil es für diese Forderung der Staatengemeinschaft keine rechtliche Grundlage gebe, sagte der Vizechef der iranischen Atomenergiebehörde, Mohammed Saidi.

    Die internationale Gemeinschaft befürchtet, dass der Iran hoch angereichertes Uran produzieren und zum Bau von Atombomben missbrauchen könnte. Teheran hat dies stets bestritten und den ausschliesslich friedlichen Charakter seines Atomprogramms bekräftigt.

    Quelle:www.20min.ch
    Mfg:Blizzard51
     

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