Iris-Scanner-Systeme mit 12 Meter Reichweite

Artikel von Carla Columna am 2. Juni 2015 um 13:06 Uhr im Forum User News - Kategorie: Wirtschaft

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Iris-Scanner-Systeme mit 12 Meter Reichweite

2. Juni 2015   Carla Columna   Kategorie: Wirtschaft
Forscher der Carnegie Mellon University in den USA haben einen Augen-Scanner entwickelt, der eine erfolgreiche Abtastung auf Basis einer Reflexion im Seitenspiegel eines Autos auf 12 Meter Entfernung vornehmen kann. Die Wissenschaftler benannten die Identifizierung unbekannter Personen als potentiellen Verwendungszweck dieser Technologie.

Allerdings gibt es Hindernisse: Zum einen rechtliche Hindernisse in den meisten Ländern, zum anderen gibt es auch eine geringe soziale Akzeptanz für solcher Technologien.

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Mit dem Bild des Gesichts lassen sich bereits automatische Passkontrollen durchführen, so zum Beispiel auf dem Flughafen Helsinki. Biometrische Daten wie die Iris wären deutlich zuverlässiger. Besonders Erkennungssysteme, die den Scan auf eine größere Entfernung durchführen, dürften wohl auf wenig soziale Akzeptanz stoßen, da die Technik nicht nur bei Passkontrollen eingesetzt werden könnte, sondern auch bei Polizeikontrollen oder bei ganz normalen Sicherheitssystemen mit Kameras z.B. im Kaufhaus oder öffentlichen Plätzen.

Vor der Einführung derartiger Biometrie auswertender Technologien in der EU müsste der Datenschutz erheblich angepasst werden. Der Schutz der Rechte an den eigenen Daten ist in der EU sehr ausgeprägt und nimmt einen hohen Stellenwert ein. Ein weiteres Problem sind die Anforderungen der EU an das akkurate Verarbeiten der Daten. Viele Iris-Scanner können sogar durch einfache Fotos getäuscht werden. Wer es darauf anlegt, könnte sogar entsprechende Kontaktlinsen zur Täuschung tragen.

Technologischer Fortschritt ist gut und zu begrüßen. Allerdings muss der Einsatz neuer Technologien auch auf verantwortungsvolle Art und Weise erfolgen und voll Ausgereift sein nicht nur technisch sondern auch Datenschutz technisch.


Quelle: Long-Range Iris Scanning Is Here - The Atlantic
 

Kommentare

#2 15. April 2017
Das können wohl bald auch alle Smartphones als mobiles Überwachungsnetzwerk der Konzerne. Stellt man sich vor die Auflösung wäre hoch genug um auf diesen Bildern Menschen direkt zu identifizieren. Obwohl eigentlich reicht das Gesicht ja aus, ich glaub das ist auch schon Unverwechselbar mit Algorithmen.