Islam und Gewalt

Dieses Thema im Forum "Politik, Umwelt, Gesellschaft" wurde erstellt von sean-price, 8. August 2007 .

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  1. #1 8. August 2007
    Ein kleiner Text um vielleicht zu verstehen warum Gewalt und Islam nicht vereinbar sind und was Gerechtigkeit bedeutet.

    Islam und Gewalt; Islam und Terrorismus. Das sind Begriffskombinationen, die heute leider beinah in aller Munde sind, die sich meiner Meinung nach aber gegenseitig ausschließen. Und doch dürfen wir nicht so tun, als führten wir eine den Muslimen aufgezwungene Diskussion. Es gibt diesen im Namen des Islams begangenen Terrorismus. Die Anschläge von New York, Madrid und London zeugen ebenso davon wie die Selbstmordattentate von Riad, Tel Aviv, Istanbul und Scharm el-Scheich. Nichtmuslime wurden genauso Opfer dieses religiös bemäntelten Irrsinns wie Muslime.
    Angesichts des unendlichen Leids, das diese Terroristen über unzählige Menschen gebracht haben, müssen wir uns fragen: Warum verüben manche Muslime solche abscheulichen Taten? Und warum tun sie so, als seien Juden und Christen die eingeschworenen Feinde des Islams?
    Haben denn die Attentäter nicht gewusst, dass der Islam den Schutz von Synagogen, Kirchen und Moscheen gleichermaßen gebietet ? ( Sure 22,Vers38 ff)
    Wissen sie denn nicht, dass der ehrwürdige Prophet Muhammad – Friede sei mit ihm – ausdrücklich fordert, Christen und Juden unbehelligt zu lassen? Wissen sie nicht, dass er angekündigt hat, am Jüngsten Tag als Fürsprecher der ungerecht behandelten Christen und Juden aufzutreten (Hadith, Abu-Daoud, Hassan). Und des weiteren sagt er: “Der Gläubige ist derjenige, vor dem die Menschen in Sicherheit sind (Hadith, Tirmidhi im Kapitel Iman, Ibn-Magah im Kapitel Fitan und Ibn-Hanbal in Al-Sunan).“ Er sagt nicht, „vor dem allein die Muslime in Sicherheit sind“, sondern er spricht von allen Menschen – ungeachtet ihrer Glaubenszugehörigkeit.
    Ist den Mördern – und nur so kann ich diese Selbstmordattentäter bezeichnen, die meinen, unschuldiges Blut in ihrem vermeintlichen Krieg vergießen zu müssen – denn entgangen, dass der Koran Mord und Selbstmord verbietet? (Sure 4, Vers29; Sure 5,Vers 32)
    Wut und Trauer erfassen viele Menschen und gerade auch Muslime angesichts dieser Fragen.
    Moscheen und muslimische Verbände hierzulande haben diesen Terrorismus wiederholt mit Wort und Tat eindeutig verurteilt. Das ist auch gut so. Doch ich erwarte mehr als nur die tiefe Abneigung gegenüber diesen Terrorgruppen.
    Gerade von hochrangigen islamischen Geistlichen und Gelehrten erwarte ich viel mehr. Es ist wichtig, einen auf friedliche Koexistenz ausgerichteten Islam zu predigen. Doch der Koran fordert mehr. Er fordert die Muslime ausdrücklich auf, gerecht zu handeln: „Seid Wahrer der Gerechtigkeit [...], auch wenn es gegen euch selbst oder die Eltern und nächsten Verwandten sein sollte!“, heißt es im Heiligen Buch der Muslime. (Sure 4, Vers 135)
    Es ist höchste Zeit zur muslimischen Selbstkritik, die einen wunden Punkt der derzeitigen muslimischen Geisteswelt ansprechen muss. Der sogenannte islamistische Terror etwa eines Osama bin Laden ist nicht zuletzt das Produkt muslimischen Fehldenkens. Ein Denken, das nihilistische und totalitäre Züge aufweist, die in dieser Größenordnung bisher in der islamischen Welt beispiellos sind. Der Prophet – Friede sei auf ihm - hat selbst in den bedrängtesten Momenten, als die schiere Existenz seiner Gemeinde auf dem Spiel stand, kein Kamikaze- und kein Himmelfahrtskommando angeordnet.
    Der Irrglaube, über terroristische Aktivitäten und die Pervertierung der eigenen religiösen Grundsätze Veränderungen herbeiführen zu können, trägt gegenwärtig leider maßgeblich zum Erscheinungsbild des Islams bei. Dabei wird bedauerlicherweise zumeist übersehen, dass die überwältigende Mehrheit der Muslime sich damit keineswegs identifiziert, sondern vielmehr Abscheu und Ekel davor empfindet.
    Unser Prophet hat eindringlich vor solchen Leuten in den eigenen Reihen gewarnt, in dem er sagte: „Nein der Übertreibung in der Religion“, ( Gesammelte Hadithe, „Riyadh as-Salihin“) und er wiederholte dies dreimal hintereinander. Das arabische Wort für Übertreibung „Assabiye“, heisst auch soviel wie fanatisch, Übertreiber in der Religion.
    Die Botschaft des Islams lautet heute wie früher: Nicht über die Macht, sondern über die Moral! Mit einem guten Charakter und der Hingabe an Gott sind die wahren Erfolge im Diesseits und bei Gott zu erzielen.
    Doch wir scheinen geradewegs auf einen „Jakobiner-Islam“ zuzusteuern, zu dem offenbar auch manche Muslime eine gewisse Affinität entwickelt haben. Damals, nach der Französischen Revolution, errichtete Robespierre eine alleine auf Macht gegründete Schreckensherrschaft. Später versuchte er dann, das große Köpferollen nachträglich moralisch zu legitimieren. So ähnlich gebärden sich auch die Terroristen mit ihrem „Guillotinen-Islam“. Sie morden und ziehen den Islam mit ihren schändlichen Taten in den Schmutz. Alle Versuche, ihr unmoralisches Vorgehen mit islamischen Grundsätzen zu rechtfertigen, sind verwerflich und zum Scheitern verurteilt.
    Solange einzelne Muslime meinen, mit allen menschlichen und zivilisatorischen Konventionen, ja mit den Geboten des Islams selbst brechen zu können, um blind zuzuschlagen, haben wir ein beträchtliches innerislamisches Problem. Die Attentäter von Glasgow kamen – so schmerzlich es für Muslime auch klingen mag – aus den Reihen der dortigen Gemeinde und waren bekannt.
    Die Selbstmordattentate vor der Roten Moschee in Islamabad und die zahllosen Selbstmordanschläge im Irak sind weitere traurige Belege einer krassen Fehlentwicklung. Wir Muslime dürfen davor nicht einfach die Augen verschließen. Wir dürfen uns aus falsch verstandener Brüderlichkeit nicht scheuen, die Dinge beim Namen zu nennen. Ob das im „fernen“ England der Fall ist oder ob es die „Kofferbomber“ hierzulande sind.
    Couragiert ist der, der jenen Schreibtischtätern, Halbgelehrten und sonstigen Anstiftern ein lautes Nein entgegenhält. Denn diese Leute versuchen, die vielen ungerecht behandelten, gefolterten und getöteten Muslime in der Welt für ihre finsteren Zwecke zu instrumentalisieren. Sie verweisen zwar richtigerweise auf das Unrecht, welches diesen Menschen tagtäglich zugefügt wird, aber sie stiften ihrerseits dazu an, im Namen des Islams unschuldige Menschen zu entführen, Bomben zu zünden oder andere barbarische Akte zu verüben.
    Unsre gegenwärtige Lage ist dadurch gekennzeichnet, dass viele muslimische Aufklärer es nicht wagen, die Dinge beim Namen zu nennen. Doch wir müssen den Mut finden, diesen Kreis zu durchbrechen, weil es nicht nur um Moral und Unmoral, sondern um Gerechtigkeit geht.

    Muslime müssen nicht Weltgerichte irgendwelcher Terroristen fürchten - auch wenn diese noch so inbrünstig Gottes Namen missbrauchen. Sie müssen einzig den Tag fürchten, an dem sie vor ihrem Schöpfer stehen und gefragt werden: Was habt ihr angesichts dieser krassen Fehlenentwicklungen gemacht? Dann darf die Antwort nicht sein: Wir haben uns in der Opferrolle gefallen, uns sind die Nerven durchgegangen und wir haben dann den Islam besudelt mit dem Blut unschuldiger Menschen! Nein, das darf, bei Allah, nicht unsere Antwort sein!

    geschrieben von: Aiman Mazyek Islamisches Wort August 2007
     

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  3. #2 8. August 2007
    AW: Islam und Gewalt

    schöne sprachliche form, ein klares ziel jedoch fällt mir ein fehler auf^^

    Diese sache gehört hier keinesfalls hinein.
    die geschenisse in und auserhalb der roten moschee dienen blos politischen zwecken, die von er regierung provoziert wurden.
     
  4. #3 8. August 2007
    AW: Islam und Gewalt

    Klar passt das hier herein und zwar hervorrragend. Alle diese "Taten" haben mit Macht Geltungssucht und Politik zu tun. Was denn sonst? Ausserdem sind die "Geschehnisse" nicht von der Regierung Pakistans provoziert worden. Wenn die Regierung dort nicht durchgreift entsteht dort ein Gottesstaat analog zu Afghanistan vor dem Krieg.
     
  5. #4 9. August 2007
    AW: Islam und Gewalt

    ja und?(
    obs da steht, oder ob es wirklich so gemacht wird ist ne andere sache.
    dabei sollten wir nicht vergessen, dass es im koran nicht nur positive sachen gibt.
    wie in jeder religion gibt es positive, aber auch negative aspekte.
    man kann die bibel interpretieren wie man will, man kann den koran interpretieren wie man will,
    woher wisst ihr, dass eure interpretation die richtige ist?

    vor einigen wochen gab es hier einen thread über das judentum und eins ihre (heiligen-)lehren/bücher, der talmud. es ist gefüllt von hass,
    von hass gegen christen und andersgläubige, dieser talmud wird auch an jüdischen schulen gelehrt.
    juden sagen: "nein, das ist anders gemeint......."
    moslems sagen: " nein, das ist anders gemeint..."
    christen sagen: "nein, das ist anders gemeint......"

    und, wer hat denn jetzt recht?
    darf man ungläubige töten oder nicht?
    ist ein ungläubiger weniger wert als ein gläubiger?

    ihr seht die sache viel zu subjektiv, man kann nicht sagen,
    welche interpretation richtig und falsch ist.

    in dem text wurden auch nur die guten seiten des islams gezeigt....
    soll ich so einem text glauben?
    nein, denn ich weiß, wie der islam, aber auch andere religionen sind,
    dass sie, mehr schattenseiten als gute haben.....
    ok, das ist wieder subjektiv, für mich ist der koran, die bibel und die tora müll,
    das ist aber (m)eine meinung, und ihr habt wiederum eine andere meinung.......

    objektiv ein heiliges buch betrachten heißt nicht zu interpretieren.
    und wenn einer mit der interpretation aufhört wissen wir,
    warum es so viele islamisten oder fanatiker gibt.

    b2 talmud:
    der talmud ist ein buch, das von 2 rabbhinern ~16jahrhundert?(?) geschreiben wurde, daran
    halten sich alle juden, es ist nicht etwas, dass direkt etwas mit gott zu tun hat, tora, sondern von menschen auferlegte lebensweisen, meinungen...
    und sowas finden wir auch in islamsichen schulen, das regeln geschrieben wurden, für moslems.
    das in schulen etwas beigebracht wird, was nicht im koran steht, so wie der talmud.


    ich glaub der threadstarter wollte mehr hören als:
    "danke, bw hast du, oh wusst ich gar nicht, schön das einer mal die wahrheit sagt, guter artikel"
    ich werde alle beiträge über mir melden, da das alles spam ist.
    sagt lieber etwas zum text.
     
  6. #5 9. August 2007
    AW: Islam und Gewalt

    nicht wirklich....das größte....nein das einzige problem das pakistan wirklich hat ist kriminalität und corruption...

    ein gottesstaat wurde von keinem verlangt....es wird nur von der regierung diese information weitergegeben...warum? gerade die regierung ist das größte übel im land....es ist wirklich kein wunder das pakistan so nie auf die beine gekommen ist....ist doch schon recht seltsam wenn mehrere premie minister nach ihrer amtszeit erstmal ins gefängnis gehen wegen irgendwelcher seltsamen sachen, oder das die regierung aufgelöst wird, da die älteren und weitaus erfahreren menschen, die schon über 10 jahre in der regierung mitwirken, entlassen werden, da sie jetzt einen abschluss vorweisen müssen, grade dann wenn ihr parteigegner versucht wiedergewählt zu werden.
    genauso seltsam wie die verschwindenden wähler auf den wählerlisten, die rein zufällig nicht den jetztigen premie minister an der macht sehen wollen
    auch interissant ist, dass dem jetztige premier minister, der es schon geschaft hat wiedergewählt zu werden, obwohl er regelrecht vom volk gehasst wird, nur eine chance bleibt nochmal wiedergewählt zu werden....indem er vor der entlassung des jetztigen parlaments und den neuwahlen, die amtszeit des jetztigen parlaments verlängern lässt.
    wie geht sowas?
    ganz einfach...es muss eine innenpolitische kriese geben, die jetzt schon seid gut einem halben jahr von der regierung angefacht wurde und woraus nun dies geworden ist....das ganze hat in attentaten geendet, nur weil jmd. wiedermal zu machthungrig war und nicht wusste wann schluss ist

    was hier in deutschland in den medien zu sehen war, waren nur die fehlinformationen die von der regierung ausgingen...woher ich das alles weis?
    nun ich empfange mehrere pakistanische sender und diese ganze geschichte war thema nr. 1 im pakistanischen fernsehen...desweiteren habe ich ne menge verwante in pakistan, die wie ich denke über die lage besser bescheid wissen, als irgendeine nachrichtenargentur/sender in deutschland oder sonst wo auser in pakistan.
    die ganze geschichte sieht leider etwas anders aus als sie geschildert wurde von der regierung und das das ganze sich so entwickeln würde, war von anfang an klar

    das bringt uns zum ergebnis, dass man nicht wirklich beurteilen kann, ob der koran, die bibel, die tora wirklich schlecht sind...man dürfte sich anhand dieser dinge garnicht erst ein urteil erlauben

    nun im falle des terrorismusses, wird gegen ne menge dinge im koran verstoßen....egal wie ich den koran interpretiere....mein gesunder menschenverstand muss mir doch sagen das etwas falsch sein muss, wenn es 1000 mal als falsch dargestellt wird und einmal als richtig und das vom selben "autor"....
    in allen anderen fällen
    ansonsten hast du vollkommen recht, kann sein das du nicht das siehst was ich im koran sehe....das heist für mich nicht das du ihn nicht richtig gelesen hast oder sonst was...ich selbst tausch mich oft genug mit anderen über einige dinge die im koran stehen aus, um andere ansichten kennen zu lernen und darauf bau ich meine gesamten kenntnisse über den islam auf....ein einzelner mensch ist niemals in der lage einen text, der auf verschiedene weisen interpretiert werden kann, von allen seiten aus zu betrachten....genausowenig wie eine gesamte gemeinde, die den text von einer person erklärt bekommt....
     
  7. #6 9. August 2007
    AW: Islam und Gewalt

    Es bestreitet keiner, dass du mehr über Pakistan weisst als andere. Ich bleibe aber bei meiner Meinung, dass nach einem Sturz oder Wechsel der momentanen Regierung eine nennen wir es mal streng islamistisch geführte Regierung folgen wird. Natürlich kann ich damit falsch liegen, das Potential für eine solche Regierung ist in Pakistan allerdings riesig und das weisst du auch. Die Attentate die dort verübt werden sind in den meisten Fällen eine direkte Reaktion auf die Unterstützung und die Zusammenarbeit des pakistanischen Staates mit den USA und anderen westlichen Staaten.

    Bist du dir z.B. sicher, dass eine andere Regierung in Pakistan, die Taliban im Hochland effektiver oder konsequenter bekämpfen kann oder wird? Ich nicht.
     
  8. #7 13. August 2007
    AW: Islam und Gewalt

    die attentate sind gegen die regierung gerichtet, das bestreite ich nicht......was ist mit den "attentaten" der regierung?
    das hauptgebäude von geo tv (einem der größten pakistanischen fernsehsender) wurde von der polizei gestürmt und lahmgelegt....warum? weil sie wahlwerbung für die opposition gemacht haben....hat das was mit islam oder mit einer anti-USA politik zu tuhen? ich denke nicht....
    das was so alles passiert in pakistan ist wohl ziemlich unglaublich wenn man es nicht einmal selbst gesehen hat....
    neben einer vielzahl von kriminellen einzelleuten, ist die regierung das schlimmste übel in pakistan, es gibt in keiner stadt, keinen beamten, keinen polizisten, der nicht für ein wenig geld mal eben diese papiere fälscht oder mal beide augen zu drückt bei einem vergehen
    pakistan befindet sich momentan noch lange nicht in einer situation in dem ein gottesstaat möglich wäre..
    die menschen wehren sich nicht gegen irgendwelche einflüsse vom westen...die junge pakistanische bevölkerung selbst wendet sich eher dem westen zu...
    früher waren hosen bei einer frau undenkbar....mitlerweile ist es ganz normal das man im kurzen top rumläuft...natürlich nicht auf der straße...warum?
    kurzes top ---> teuer ----> mensch besitzt viel geld ----> überfall.....die menschen scheuen sich nicht bei helligem tag jemanden zu überfallen....ich selber hatte 4 fälle in der familie und das alleine in einem halben jahr! es wurden schon des öfteren leute umgebracht, weil sie das handy nicht rausrücken wollten, oder das portmonai nicht hergeben wollten....
    wem wird dafür die schuld gegeben? natürlich der regierung...denn wenn diese korrupt ist, wie jeder in pakistan weis, wieso sollte sich dann das volk an regeln halten?

    ich denke nicht das du die lage wirklich einschätzen kannst....denn es ist viel viel viel schlimmer als es aussieht.....
     

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