ISPs und Musikindustrie sollen nach französischem Vorbild gegen Musiktausch kooperier

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von SHACCA, 21. Dezember 2007 .

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  1. #1 21. Dezember 2007

    In Frankreich wurde eine Allianz zwischen Musikindustrie und Internet-Providern aus dem Boden gestampft, die gegen den Tausch unlizensierter Musik im Netz vorgehen soll. Nach drei Verstößen gegen das Tauschverbot soll der Provider seinen Kunden kicken. Die EU-Kommission, insbesondere Viviane Reding, nimmt diese Pläne als Vorbild für eine gesamteuropäische Strategie. Maßnahmen von Industrie und Providern sollen auch gesetzliche Rückendeckung erhalten.


    Mit dem Richtlinienentwurf "Creative content online in the Single Market" soll einerseits auf EU-Ebene eine Strategie gegen illegales Filesharing entwickelt werden, andererseits alle Interessensgruppen in die Planung mit einbezogen werden. Provider, Rechteinhaber und Verbraucher (!) sollen an der Planung beteiligt werden.

    Diese sieht explizit das "französische Vorbild" vor: Die Interessensgruppen sollen sich darüber klar werden, ob sie

    ".. den französischen Weg - verbunden mit rechtlichen Rahmenbedingungen - in Erwägung ziehen, oder ob sie Filtertechnologien anwenden, die ein wirksames Verhindern von Copyrightverstößen im Internet gewährleisten."



    Ersteres hat Frankreich bereits in die Wege geleitet: die Provider sollen mit der Musikindustrie kooperieren und bei Verstößen gegen das Urheberrecht gegebenenfalls Usern den Internetzugang sperren.

    Darüber hinaus will die EU-Kommission die Lizensierung von Content EU-weit vereinfachen und eine Offensive in der Öffentlichkeitsarbeit starten, um das Bewusstsein für die Wichtigkeit von Copyright-Regelungen zu schärfen.

    EU-Kommissarin Viviane Reding forderte die Mitgliedstaaten der EU dazu auf, sicherzustellen, dass


    "...Nutzer elektronischer Kommunikationsdienstleister klar im Vorfeld darüber informiert werden, dass sie zur Respektierung von Copyright und verwandten Rechten verpflichtet sind sowie von den gängigen Rechtsverstößen und ihren legalen Konsequenzen wissen."


    Immerhin: auch die Labels kriegten ein wenig Kritik ab: schließlich hätten sie es immer noch nicht geschafft, ihre Geschäftsmodelle an das Informationszeitalter anzupassen, auch wenn die EU eine Verdoppelung des Online-Markts für Medien im kommenden Jahr erwartet.

    Quelle: Gulli
     

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