Israelischer Kaspersky-Trojaner beobachtet russischen NSA-Hack

Artikel von Jonas Hubertus am 11. Oktober 2017 um 21:12 Uhr im Forum Sicherheit & Datenschutz - Kategorie: IT & Sicherheit

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Israelischer Kaspersky-Trojaner beobachtet russischen NSA-Hack

11. Oktober 2017 um 21:12 Uhr   Jonas Hubertus   Kategorie: IT & Sicherheit
Der russische Hack von streng geheimem NSA-Material, welcher mit angeblicher Hilfe von Kaspersky, auf einen privaten PC eines NSA-Angestellten entdeckt worden war, wurde angeblich von israelischen Geheimdienstlern beobachtet. Das berichtet die New York Times und fügt der Storry um das russische Sicherheitsunternehmen ein weiteres Kapitel hinzu.

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Der Bericht der NYT beruft sich auf mehrere ungenannte Quellen, welche berichten, dass israelische Agenten Zugriff auf Systeme von Kaspersky hatten. Diese sollen in Echtzeit beobachtet haben, wie russische Hacker weltweit nach NSA-Materialen suchten. Israel nutzte dafür einen eingeschleusten Backdoor, welcher von Kaspersky 2015 bemerkt wurde.

Möglich wäre, dass der der russische Geheimdienst ohne die direkte Kooperation der Firma Schwachstellen in Kaspersky-Software ausgenutzt oder Agenten eingeschleust haben könnte. Experten meinten, dass Unternehmen in Russland nicht ablehnen könnten, wenn staatliche Stellen um Unterstützung bitten.


Der Bericht könnte nun nicht nur das aktuelle Vorgehen US-amerikanischer Stellen gegen Kaspersky erklären, sondern wirft auch ein neues Licht auf den 2015 öffentlich gemachten Kaspersky-Trojaner "Duqu 2.0". Schon damals war vermutet worden, dass die NSA und ein Verbündeter dahinter steckte, genannt wurde aber noch der britische GCHQ. Sollte der Bericht nun stimmen, wären es stattdessen israelische Agenten gewesen, die mit der Malware Kaspersky infiltriert hatten. Möglicherweise richtete sich der Angriff auch gegen andere Antiviren-Hersteller. Deren Software haben weitreichenden Zugriff auf die Computer und sind deshalb ein begehrtes Ziel bei Geheimdiensten in Ost und West. So warnt die NSA laut der New York Times ihre Mitarbeiter auch deswegen vor Kaspersky, weil sie selbst Antivirensoftware kompromittiert.

Malware aus Israel
Der bis 2015 gegen Kaspersky eingesetzte Trojaner war auch gegen andere politisch brisante Ziele gerichtet, wie damals berichtet wurde: Demnach hatte die Malware auch die Verhandlungen über das iranische Atomprogramm im Visier und schon damals war Israel als möglicher Urheber ausgemacht worden. Das hatte die israelische Regierung aber prompt zurückgewiesen. Der Trojaner war fast identisch zum sogenannten Duqu-Wurm, der Ende 2011 etwa Betriebsgeheimnisse aus verschiedenen industriellen Zielen abziehen wollte. Auch dahinter dürfte damit Israel gesteckt haben.
Quelle: Kaspersky gehackt: Israelische Agenten sollen russischen NSA-Hack entdeckt haben

Sichere Software scheint eine trügerische Illusion - alle Geheimdienste Weltweit nutzen Sicherheitslücken in beliebiger Software oder sind gar Staatlich zur Beihilfe verpflichtet. Selbst Betriebssysteme werden meist mit eingebauter Hintertüre ausgeliefert. Vom Konkurrenz-Spion kann man sich dann über Sicherheitssoftware noch zusätzlich rundum (un)sicher und beobachtet fühlen.
 

Kommentare

#2 11. Oktober 2017 um 21:14 Uhr
Israel, Saudi-Arabien und USA sind ein einziger Trojaner/trojanisches Pferd die müssen reden als würden SIe dies nicht tun....

Jupp wie immer: ungenannte Quellen.(Ich hatte jetzt auch ziemlich viel stuss gepostet aber ich darf das ich bin keine Zeitung o.ä.) :D

Deutschland ist ein souveränes Land, sagen seriöse Experten die alle lieber ungenannt bleiben möchten. (Privatsphäre)
 
#3 11. Oktober 2017 um 22:01 Uhr
Quellenschutz ist wichtig, siehe Whistleblower.
Der Inhalt ist unabhängig davon ja nicht falsch. Kaspersky hat den Trojaner Fund ja bestätigt. Auch das der Trojaner von Israel kommt ist relativ sicher. Ob sie den NSA-Hack dann tatsächlich Live gesehen haben oder nicht, ist zwar nicht Belegt aber zumindest gibt es Screenshots davon.
Weitere öffentliche Belege wie der NSA-Hack durch die Kaspersky-Software von statten gegangen sein soll, gibt es bisher nicht. Da muss man noch abwarten was kommt.
 
#4 12. Oktober 2017 um 17:37 Uhr
Zuletzt bearbeitet: 12. Oktober 2017 um 23:10 Uhr
Man kann heutzutage Video und Bilder so gut manipulieren das man es nicht mehr erkennen kann. Das ist kein Beweis wie ich finde. Wenn Quellenschutz wirklich wichtig ist, kann ich alles schreiben ohne Information belegen zu müssen. Dann ist jede News wertlos geworden.
 
#5 12. Oktober 2017 um 19:24 Uhr
Zuletzt bearbeitet: 12. Oktober 2017 um 20:42 Uhr
Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun... die Quelle kann Anonym sein und es trotzdem Belegen mit Beweisen. Die Frage ist nur wie viel kann die Quelle preis geben um nicht selber dadurch identifiziert zu werden. Der Personenkreis der Zugang zu solchen Daten hat wird mit jedem Detail kleiner.
Zumindest steht es dabei und es wird explizit auch so erwähnt. Das ist keine finale Information die komplett offengelegt wurde. News sind es trotzdem, sie müssen nur auch exakt formuliert sein. Die Beweislast bleibt natürlich weiterhin beim "Erzähler" und ist derzeit offen, bzw nicht öffentlich.

Dubiose Newsportale lassen das einfach weg, da wird einfach alles gekürzt und der Leser soll sich selber sein Schubladenbild machen. zB auf RT häufig zu sehen.
 
#6 13. Oktober 2017 um 17:37 Uhr
Mr. member: 1, ;)

natürlich ist RT kein lupenreiner Sender, er ist russisches Staatsfernsehen. Gerade dadurch ist dieses Medium so wichtig, es zeigt viele Informationen die andere Sender einfach auslassen.(Besonders wichtig: Die syrische Seite des Krieges! + ANNA News) Jeder der von Verstand ist, weiß, dass dieser Sender wie alle anderen keine eigene Meinung darstellen darf aber ich denke das sollte eigentlich jedem klar sein. Leider können viele nicht mehr selbst denken und überlassen es der Bild, Spiegel oder Youtube und RT. Das ist gefährlich aber das lernen viele schon in der Schule. Heute ist CHemie mit dem Thema Salzlösungen gleich mal bei Youtube gucken... vieles auf Youtube ist einfach nur non-sense, vieles aber auch gut. Es reicht eben nicht aus, nur ein Medium zu nutzen und noch viel wichtiger ist das Gehirn zu benutzen.
 
#7 13. Oktober 2017 um 20:16 Uhr
du bist so herrlich naiv, bewahre dir bitte diese kindliche charaktereigenschaft. sowas findet man heutzutage nur noch selten.
 
#8 14. Oktober 2017 um 13:09 Uhr
Es ist auch herrlich primitiv ohne Argumente aufzutreten. Das ist wie Angeln ohne Angelschnur.
 
#9 14. Oktober 2017 um 19:27 Uhr
habe meine ansichten bzgl. russischer medien und der regierung hier schon zig mal zum besten gegeben und erachte es somit als obsolet dies bei jedem neuen hirngeschwaschenen user den diese maschinerie ausspuckt immer zu wiederholen.