Journalismus und Demokratie: "Die moralische Verantwortung der Presse"

Dieses Thema im Forum "Politik, Umwelt, Gesellschaft" wurde erstellt von DeadSilence, 5. Dezember 2006 .

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  1. #1 5. Dezember 2006
    Die Rede wurde von mir persönlich gekürzt (erkennbar an den [...]), da sie zu viele Zeichen hat (Zeichenbegrenzung in einem Onlineforum, na gute Nacht), die komplette Version gibts natürlich beim Quellenverweis, ich würde euch doch ans Herzen legen, diese zu nehmen. Nunja...egal...wollte euch diese Rede natürlich nicht vorenthalten (auch wenn sie schon etwas älter ist, an Aktualität hat sie wohl trotzdem nicht verloren) und wiedermal ein wenig zu eurer Bildung beitragen.
    Nachdem ich erschreckenderweise feststellen durfte, dass es in diesem Forum nichtmal mehr einer als seriös anerkannten Quelle bedarf (und wie wir gerade gelernt haben, kann man ja nichtmal dieser Uneingeschränkt vertrauen), um Leute von einer "Tatsache" zu überzeugen, sondern das es schon reicht, das wer behauptet ein Artikel sei so in der BILD erschienen, ohne Quellenverweis oder sonstwas (in Wirklichkeit war es ein Artikel aus dem TITANIC Magazin) und schon regt sich alle Welt darüber auf...oder User XY behauptet Ausländer werden bevorzugt, bringt ein an den Haaren herbeigezogenes Beispiel aus der eigenen Familie und schon wird das als Faktum in die eigene "Argumentation" mit einbezogen, finde ich es doch recht passend es an dieser Stelle zu posten; auch wenn ich bezweifle, dass die betroffenen User überhaupt in der Lage sind mehr als einen Absatz dieser Rede zu lesen, bevor ihre Aufmerksamkeitsspanne verpufft ist.
    Meinungen, Kommentare, soll der d******* Jude die Klappe halten, weil er sowieso selbst ein manipulatives Sackgesicht ist (Vorsicht: Ironie/Sarkasmus/Zynismus!)? Ist die ZEIT sowieso die beste Zeitung überhaupt? Viel Spaß, ich bezweifle, dass ich hier drauf auch nur eine Antwort bekomme, falls doch, hab ich die betreffenden Personen vielleicht ein bisschen mehr lieb als vorher. :]
     

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  3. #2 9. Dezember 2006
    AW: Journalismus und Demokratie: "Die moralische Verantwortung der Presse"

    Ich muss schon sagen das ist eine sehr interessante Meinung die Paul Spiegel da vertritt (ich bezieh mich auf die vollständige Version) und ich stimme der auch größtenteils zu.
    Dass die Presse das vierte Standbein als "Auge der Öffentlichkeit" jeder Demokratie das ist nach meiner Meinung unumstritten. Um der Öffentlichkeit aber ein möglichst objektives Bild wiederzugeben muss es viele Meinungen geben: Auch wenn diese evtl. sehr radikal in eine Richtung zielen schadet das dem objektiven Meinungsbild des Lesers/Betrachters wenig solange es eine entsprechende Gegenmeinung gibt. Was ich damit meine ist, dass die Presse nur moralische Verantwortung bezüglich der Polarisierung von Nachrichten hat, die es unbedingt zu verhindern gilt. Diese Verantwortung liegt insofern vor allem bei den großen Zeitungen, bzw. Fernsehsendern, da eine einseitige Wiedergabe von Meinungen innerhalb einer dieser Sender/Zeitungen das Gleichgewicht zwischen verschiedenen Meinungen stören würde.
    Dass sich unsere Gesellschaft aber immer weniger um die wichtigen Informationen als vielmehr um den Unterhaltungswert von Berichten interessiert ist eine sehr traurige Entwicklung, es wird an diesem Thema sehr deutlich, kein Unterhaltungs- sondern nur Informationswert warum also lesen geschweige denn etwas dazzuschreiben.;(
    Bezüglich der Berichterstattung im Irak denke ich dass die amerikanische Regierung absichtlich diese "Frontkameramänner" einsetzt, da sie aus dem Vietnamkrieg gelernt hat, dass die eigenen Journalisten der Armee in den Rücken fallen können, auch wenn diese eigentlich nur oder gerade weil sie die Schrecken des Krieges, auch ausgelöst von den eigenen Soldaten, in die Heimat tragen. Während anscheinend der 1.Golfkrieg weniger moralische Begründungen erforderte und man deshalb die Berichterstattung sehr einschränkte, ist jetzt im Irak eine außerordentliche "Rückendeckung" aus der Heimat erforderlich, die man durch heroische Darstellung der egenen Soldaten erreichen will.
     
  4. #3 9. Dezember 2006
    AW: Journalismus und Demokratie: "Die moralische Verantwortung der Presse"

    Ich beziehe mich in diesem beitrag auf die ungekürtze version:

    Zu erst einmal zu den euphemismen, ich finde dieses wort "kolleteralschaden" ziemlich schrecklich, obwohl es natürlich bei weitem nich an den schrecklichsten euphemismus aller zeiten heranreicht, nämlich "endlösung". ich bin der meinung, dass es verantwortungslos von denen journalisten ist, solche begriffe zu gebrauch, aber natürluch, man spricht lieber von "kollerteralschaden" als von "unabsichtlicher mord an unschuldigen".

    Dann zu deutschland im kreig, ich finde die geschichte unseres landes ist so negativ, dass wir eigentlich noch für hundert jahre uns NICHT und unter KEINEN umständen am krieg beteiligen dürfen, und seinen es auch solche "humanitären" Einsätze. Man kann über den zweck und die absicht schröders meckern, aber man kann nicht bestreiten, dass er das einzige richtige gemacht hat, nämlich an einem moralisch NICHT UND IN KEINER weise gerechtfertigten krieg mitzumachen. das ist schonmal lobenswert, daher muss ich auch herrn spiegel wiedersprechen, dass sich die presse wirklich in alles einmischen sollte. Man sieht ja was dabei rauskommt wenn die BILD-Zeitung sich in die politik einmischt.

    Zu herrn spiegel, ich bin der meinung, dass er durchaus das recht hat solche themen anzusprechen
    besonders weil er die deutsche geschicht noch hautnah mitbekommen hat. Aber man hat auch durchaus das recht zu hinterfragen, was er sagt, denn ich bin bei einigen seiner thesen nicht mit ihm einer meinung.

    Zu den Zeitungen, ich lese die ZEIT und die FR, außerdem noch ein lokalblatt (Darmstädter Echo) und einmal in der woche noch eine anderes (Bensheimer Anzeiger), man merkt deutlich die unterschiede zwischen den einzelnen zeitungen, aber ich bin der meinung, dass von diesen die FR die "beste" politische Haltung vertritt und die ZEIT am besten informiert, auch über die hintergründe.

    Aber ich finde es schon arm wenn leute glauben, dass die BILD eine normale Zeitung ist. Ich finde die BILD ist eine der traurigsten auswüchse der deutschen mediengesellschaft.

    Und zu den amerikanischen "Frontreportern", diese auswüchse eines moralisch nicht begründbaren krieges sind schon sehr pervers, aber hoffentlich wird es sowas nach bush nicht mehr geben.
     

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