Kaminofen – Rechtliche Grundlagen bei der Installation

Dieses Thema im Forum "Haus, Garten, Tiere & Pflanzen" wurde erstellt von Simon83, 8. November 2017 .

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  1. #1 8. November 2017
    Zuletzt bearbeitet: 9. November 2017
    Die gemütliche und idyllische Atmosphäre eines Kaminfeuers mag an einem kalten Herbst- oder Wintertag wohl jeder gerne. Bei einem heißen Getränk die knisternden Flammen beobachten, während draußen die Kälte ihr Unwesen treibt. Doch der Weg, bis der Traum eines Kaminofens in den eigenen vier Wänden erfüllt wurde, ist von vielen rechtlichen Hürden begleitet, die vorab genommen werden müssen. Vom Bundesimmissionsschutzgesetz über diverse Abstände und Vorgaben bis hin zu rechtlichen Bestimmungen bei der Installation und Instandhaltung gibt es diverse Punkte, auf die geachtet werden muss.

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    Abschaffung alter Kamine
    Im Rahmen des Bundesimmissionsschutzgesetzes wurde 2010 festgelegt, dass alle Kamine, die nicht mehr den aktuellen Schadstoffgrenzwerten entsprechen im Laufe der nächsten Jahre entweder ersetzt oder aufgerüstet werden müssen. Hierbei handelt es sich in den meisten Fällen um Kaminöfen, die vor mehr als 30 Jahren hergestellt und in Betrieb genommen wurden. Bis 2024 sollen alle Kamine, die vor dem 22. März 2010 produziert wurden, aus dem Verkehr gezogen worden sein. Bis zum Ende diesen Jahres betrifft das bereits die Öfen mit einem Herstellungsdatum vor Dezember 1984. Die neuen Modelle verfügen über strengere Grenzwerte, um den Schadstoffverbrauch zu senken und die Umwelt somit zu schonen. So darf ein Kamin der 2015 erbaut wurde nur noch einen Kohlenmonoxidgehalt von 1,25 Gramm pro Kubikmeter und Feinstaub von 0,04 Gramm pro Kubikmeter ausstoßen. Die Werte wurden seit 2010 weit mehr als nur halbiert. Kaminöfen mit den aktuellen Grenzwerten gibt es hier.

    Abstände und Vorgaben bei der Installation
    Wer einen Kamin anschaffen möchte, sollte sich bei der Wahl des passenden Standortes zunächst über die rechtlichen Vorgaben bezüglich der Rohre und der Abstände des Kamins zu anderen Gegenständen informieren. Ein Kaminofen sollte entweder der deutschen (DIN 18891) oder der europäischen (DIN EN 13240) Norm entsprechen. So sollte das Verbindungsrohr zur Wand mindestens 0,6 Millimeter lang sein und das Abzugsrohr je nach Größe des Kamins über eine bestimmte Länge verfügen. Zudem gelten gewisse Mindestabstände, die ein Ofen zu anderen entflammbaren Möbeln, Gegenständen oder auch den Wänden haben muss. Ein Abstand von mindestens 40 Zentimetern zur Wand ist empfehlenswert. Vor allem bei Holzböden ist eine sogenannte Funkenschutzplatte unter dem Kamin Pflicht. Diese verhindert, dass die Hitze den Boden beschädigt. Sie sollte mindestens 50 Zentimeter der Fläche vor und 30 Zentimeter der Fläche zu den Seiten des Kamins abdecken.

    Kaminofen ordnungsgemäß installieren und warten
    Die Installation des Kamins sollte niemals selbstständig durchgeführt werden. Hierzu sind lediglich Schornsteinfeger und qualifizierte Handwerksbetriebe befugt. Nach der Installation wird der Ofen im Hinblick auf die rechtlichen Vorgaben vom Schornsteinfeger überprüft und in Betrieb genommen. Dies wird im sogenannten Feuerstättenbescheid vermerkt. Nach der Inbetriebnahme muss der Kaminofen zusätzlich einer regelmäßigen Wartung unterzogen werden. Diese wird ja nach Nutzung des Ofens vom Schornsteinfeger ein bis dreimal im Jahr durchgeführt.

    Bei der Missachtung der rechtlichen Bestimmung können dem Nutzer eines Kamins schwere Konsequenzen in Form von hohen Geldstrafen drohen. Aus diesem Grund sollte sich jeder, der mit dem Gedanken spielt, einen Kaminofen anzuschaffen, vorab gut über die Vorgaben informieren und bereits bei der Planung einen Schornsteinfeger mit einbeziehen, um auf Nummer sicher zu gehen.
     

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  3. #2 5. Juli 2018
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 5. Juli 2018
    Moin Simon,

    ja, ein Kamin hat schon was Nettes. Keine Frage! Allerdings gibt es doch inzwischen gute Alternativen, die auch verhältnismäßig günstig sind. Ich rede in diesem Fall von Ethanol Kaminen. Diese sind inzwischen recht sicher, sofern sie die DIN Norm erfüllen und von einem hochwertigen Hersteller sind. Mein Mann und ich haben uns nun solch ein Teil gekauft und wir sind damit richtig zufrieden. Natürlich hat man nicht den Effekt der Wärme, wobei der Raum schon so um 2-3 Grad wärmer wird, aber immerhin kann man das Feuer genießen und das ist uns auch schon sehr viel Wert. Ansonsten gibt es noch Elektrokamine. Allerdings haben wir keine Erfahrungen mit diesen gemacht und können deswegen dazu auch nichts sagen.

    LG
     
  4. #3 10. Juli 2018
    Inzwischen gibt es zertifizierte Kamine, welche wesentlich weniger Fläche zur Wand/Boden benötigen. Findet ihr auf Messen, entsprechend teuer sind diese.

    Und diese kostet gerne 60-70 Euro pro Durchführung (hohe Fixkosten).

    Was nicht erwähnt worden ist:
    Auch moderne Kamine rußen noch fleißig in der Bude, bei vielen dunklen Oberflächen in der Wohnung macht das wenig Spaß.
     

  5. Videos zum Thema
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