Kampfansage an Skype

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von zwa3hnn, 31. Mai 2006 .

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  1. #1 31. Mai 2006
    Kampfansage an Skype

    Nachdem die Risikokapitalfirma Sequoia Capital in ihr Unternehmen investiert hat, wollen die österreichischen Firmengründer Roman Scharf und Daniel Mattes den Markt für Voice-over-IP-Telefonie (VoIP) jetzt von den USA aus aufrollen. In neuen Büro ihres Unternehmens Jajah im kalifornischen Mountain View ist gerade erst die Farbe getrocknet, doch Scharf und Mattes wollen keine Zeit verlieren. "Bis Jahresende wollen wir eine Million zahlende Kunden haben. Wir sind sicher, dass wir das schaffen", erklärte Scharf gegenüber Technology Review.

    Skype habe nach Branchenschätzungen etwa 1,4 Millionen zahlende Nutzer. Rund 150.000 Gespräche makle sein Dienst am Tag, und zwar in erster Linie für Nutzer in den USA, China und Deutschland, sagt Scharf. "Mehrere hunderttausend" zahlende Kunden hat Jajah, die im Schnitt acht Euro im Monat ausgeben. Genaue Nutzerzahlen will Jajah allerdings erst nach vollen drei Monaten im US-Geschäft nennen – also Ende Juni.

    Jajah, von Medien bereits als "Skype-Killer" gelobt, ist aber nicht im eigentlichen Sinne einer der bislang gewohnten VoIP-Dienste, sondern eine Art Web-Vermittlung für VoIP-Gespräche mit dem normalen Telefon. Dabei kommt Jajah im Gegensatz zum inzwischen an eBay verkauften Marktführer ohne Software-Download oder in den PC gestöpselte Kopfhörer aus. Ein Browser genügt, um die eigene Nummer und die gewünschte Rufnummer einzugeben. Eine im Hintergrund laufende "Comgate"-Engine auf Jajahs Servern makelt den Anruf zwischen beiden Telefonen und routet das Gespräch über VoIP.


    quelle: heise online


    VoIP: Die Europäer schlagen zurück

    Die österreichische Skype-Konkurrenz Jajah hat gerade ihren neuen Hauptsitz in Silicon Valleys Mountain View eröffnet, und das spanische Start-Up FON wird ab Juni seine US-Repräsentanz in San Francisco eröffnen. Das mag auch damit zusammenhängen, dass die bekannte Risikokapitalfirma Sequoia Capital in beide Firmen investiert hat. Die Ideen trieb Sequoia-Vorstand Michael Moritz in Europa auf, aber zur Erfolgskontrolle hat er die jungen Firmen lieber nahe an der legendären VC-Meile von Sand Hill Road.

    In Jajahs neuem Büro ist gerade erst die Farbe getrocknet. Die beiden Gründer Roman Scharf (35) und Daniel Mattes (34) sind voll damit beschäftigt, mit ihrem bislang achtköpfigen Team einzuziehen, dass sich von Kalifornien aus um den US- und den asiatischen Markt kümmern soll.

    In Europa ist ihre schlanke VoIP-Lösung, für die beide Gesprächspartner ihr normales Telefon oder Handy benutzen können, seit dem Start im März ein voller Erfolg, sagt Scharf. US-Nutzer sind inzwischen aber bereits zur größten Kundengruppe aufgestiegen. Rund 150.000 Gespräche makle sein Dienst am Tag, und zwar in erster Linie für Nutzer in Amerika, China und Deutschland. „Mehrere hunderttausend" zahlende Kunden hat Jajah Scharf zufolge, die im Schnitt acht Euro im Monat ausgeben.

    Genaue Nutzerzahlen will Jajah erst nach vollen drei Monaten im US-Geschäft nennen, also Ende Juni. „Bis Jahresende wollen wir eine Million zahlende Kunden haben. Wir sind sicher, dass wir das schaffen", sagt Scharf - und verweist darauf, dass Skype nach Branchenschätzungen nur 1,4 Millionen zahlende Nutzer habe.

    Jajah, von einigen Technologen als "Skype-Killer" gelobt, kommt im Gegensatz zum inzwischen an eBay verkauften Marktführer ohne Software-Download oder in den PC gestöpselte Kopfhörer aus. Ein Browser genügt, um die eigene Nummer und die gewünschte Rufnummer einzugeben. Eine im Hintergrund laufende „Comgate"-Engine auf Jajahs Servern makelt den Anruf zwischen beiden Telefonen und routet das Gespräch über billige VoIP-Kanäle. Der Vorteil: Man klickt einmal und kann dann mit dem guten alten Telefon durchs Haus laufen oder sich ins Auto setzen und weiter plaudern, ohne am Computer sitzen zu bleiben bzw. der Bandbreite des DSL-Anschlusses ausgeliefert zu sein.

    Scharf und Mattes nennen das „VoIP für alle." Um den Anspruch der Net-Telefonie für die Masse zu unterstreichen, schickten sie auf einer Technologiekonferenz kürzlich eine Gruppe in Firmenlila gewandete Großmütter auf die Bühne. Im Gegenzug nahmen sie einen Innovationspreis der Silicon Valley-Gazette Red Herring entgegen – Hauslektüre für Financiers.

    Gemeinsam mit einem 28köpfigen Entwicklerteam in Israel, das die Hälfte der Belegschaft ausmacht, werkeln die beiden Österreicher beinahe täglich an kleinen Verbesserungen ihres Dienstes. So gibt es seit neuestem eine Firefox-Extension, um jede Nummer direkt aus dem Browser anzurufen. Ein Klick, und es klingelt auf dem Telefon. Ebenso lassen sich Gespräche im Kalender planen und werden zum vorbestimmten Zeitpunkt automatisch gewählt. Ein Plug-In für Apples Adressbuch ist ebenso fertig wie die Integration mit der Online-Adressverwaltung von Plaxo.

    Dazu werden sich schon bald Konferenzschaltungen und Buttons für Webseiten gesellen, damit der Kundendienst gratis und direkt beim Nutzer anruft. „Das Potential ist gewaltig. VoIP ist bislang nur ein Tropfen in einem Ozean. Während die Nutzer in Europa vor allem auf die Kostenersparnisse schauen, sind Nutzer in den USA viel mehr an der Integration interessiert", sagt Scharf.

    Der Weg zum neuesten Liebling Silicon Valleys und zum Millionenscheck der Renommier-VCs von Sequoia, die bereits Cisco, Oracle und Google aus der Taufe heben halfen, führte Scharf und Mattes über einige Stolpersteine. Als sie Ende 2004 über Web-Telefonie nachdachten, waren sie noch auf ein Programm, ein so genanntes Soft Phone, aus. Die Software luden sich tatsächlich innerhalb des Sommers 2005 fast eine Dreiviertel Million Nutzer herunter. Aber damit taten sich zwei große Probleme auf.

    Da war einmal der bei VoIP-Telefonie grassierende Kreditkartenbetrug. Mit gestohlenen Nummern wird lebhaft gehandelt, das illegal eingerichtete Guthaben vertelefonieren die Nutzer in ein bis zwei Wochen, und der Anbieter sitzt einen Monat später auf den monierten Beträgen plus einer Strafgebühr. „Skype entstanden durch Betrug vergangenes Jahr rund 12 Millionen Euro Schaden. Wir investierten 800.000 Euro unseres eigenen Geldes und mussten zusehen, wie die Hälfte von Betrügern aufgefressen wurde", erinnert sich Scharf. Deswegen hat Jajah den Daumen auf Gesprächsguthaben, sofern sie nicht von einem Bankkonto überwiesen werden. Das tun in Europa inzwischen 40 Prozent der Kunden, während einige US-Nutzer immer noch Schecks einschicken.

    Viel wichtiger, erinnert sich Scharf, sei die Erkenntnis letzten Herbst gewesen, dass laut Marktforscher IDC nur 3 Prozent aller Internetnutzer weltweit technisch in der Lage und willens sind, sich mit herkömmlichen VoIP-Lösungen herumzuschlagen. Der Rest will sein Telefon oder Handy weiter verwenden. „Da wären wir doch Idioten, wenn wir uns mit 40 anderen Firmen um diese drei Nutzer prügeln."

    Jajah hat allerdings einige Probleme zu überwinden. Die Bezahlungsmodalitäten sind immer noch relativ umständlich, da Überweisungen in Amerika unbekannt und teuer sind, während europäische Prepay-Lösungen oft nicht länderübergreifend bekannt sind. Bislang gibt es zudem keine Möglichkeit, von Nummern zu telefonieren, die nicht zuvor registriert wurden. Das soll sich bald ändern.

    Presseberichten zufolge hat die Firma eine Software für alle gängigen Handys in Arbeit, und im Herbst soll eigene Hardware auf den Markt kommen, die man in jede Telefonbuchse stöpseln – egal ob bei der technisch unbedarften Oma oder in einem Hotelzimmer – und so für weniger als zwei Cent die Minute in alle Welt telefonieren kann. „Leider schaffen wir das nicht mehr fürs Weihnachtsgeschäft", sagt Scharf.

    Ebenso viele Vorschusslorbeeren, große Hoffnungen und ebenso große Anlaufschwierigkeiten hat ein zweites von Sequoia finanziertes Start-Up namens FON. Vom Internetunternehmer Martin Varsavsky im November in Spanien gegründet, sackte FON im Februar knapp 22 Millionen Dollar von Sequoia, Google, Skype und anderen Investoren ein. Selbst Routerriese Cisco ist beteiligt. Ziel der Firma ist, ein weltweites Netz gütlich geteilter Hotspots einzurichten.

    Wer seine Breitbandverbindung mit anderen Mitgliedern („Foneros" genannt) teilt, tut nicht nur etwas Gutes, sondern soll in nicht allzu ferner Zukunft auch einen Teil der Einnahmen bekommen, die andere fürs Einloggen ins FON-Netz zahlen. Im Juni soll man sich für zwei bis drei Euro pro Tag irgendwo auf der Welt einklinken können. Die Webseite des Unternehmens listet etwa Hotspots in bislang 25 deutschen und 49 amerikanischen Städten – von einem flächendeckenden Netz kann also noch lange keine Rede sein, vom garantierten Datendurchsatz ganz zu schweigen.

    Hinzu kommt der Widerstand der Service-Provider, die in vielen Ländern das Teilen von Broadband-Anschlüssen untersagen. Deswegen hat sich das Konzept bisher nicht bewährt. Eine Handvoll früher Versuche auf lokaler Ebene sind meist gescheitert. Derweil haben kommerzielle Dienste wie T-Mobile ihre Präsenz in den USA auf inzwischen rund 17.000 Hotspots aufgebaut, die ihren Kunden bis zu sechs Dollar die Stunde abverlangen. „FON ist anders, da die Zeit reif ist für ein weltweites, preiswertes WiFi-Netz. Die Bandwidth ist da, es geht vor allem um Vertrauen, wenn ich mein Netz mit anderen teile", glaubt Jürgen Urbanski, der neue FON-Verantwortliche für USA mit Sitz in San Francisco. Dieses Problem kann eine Gemeinde Gleichgesinnter lösen.

    Bisher hat die Firma nach seinen Angaben rund 38.000 kostenlose Mitglieder, davon rund 7.000 in den USA und rund 5.000 in Deutschland. Wie viele dieser registrierten Nutzer ihre Verbindung anderen zugänglich machen, will er nicht verraten. Allzu viele können es nicht sein, da ein Fonero einen mit spezieller Firmware ausgestatteten Router der Marke Linksys benutzen muss, von denen das Unternehmen gegenwärtig ein paar Tausend für 25 Dollar oder Euro anbietet – sprich subventioniert.

    Ohne diesen Netzwerkeffekt, bei dem Nutzer zu Anbietern werden, die wiederum neue Nutzer anlocken, ist das Konzept allerdings zum Nischendasein verdammt. „Ich sehe Ähnlichkeiten mit dem Handy-Geschäftsmodell in Europa", begründet Urbanski die Idee, Router als Access Points zu subventionieren.

    Sofern die Netzbetreiber von der Telekom bis zu AOL mitspielen. Sie könnten nach Ansicht des FON-Vertreters mehr Umsatz für ihr eigenes Geschäft generieren und am FON-Geschäft beteiligt werden. „Wer ständig online ist, holt sich über kurz oder lang seine eigene Verbindung. Und wer seinen Anschluss über FON teilt, hat einen Anreiz, länger Abonnent zu bleiben", sagt Urbanski. Erste Anbieter von Schweden bis Frankreich seien bereits an Bord gekommen, etwa um Fon mit eigenen Dienstleistungen zu bündeln. Gespräche laufen dem Vernehmen nach auch mit den großen der Branche in Deutschland.

    Die enge Verbindung zum VoIP-Anbieter Skype und zum Web-Tausendsassa Google könnte dazu beitragen, die Vision vom globalen WiFi-Netz schneller zu realisieren, als Skeptiker glauben. FON könnte damit das fehlende Glied in der Kette für Googles Hotspot-Ambitionen sein. Denn ein rein durch Anzeigen gesponsertes, kostenloses WiFi-Netz, wie es Google etwa in San Francisco aufbauen will, rechnet sich nach Expertenmeinung nicht. Da kämen den Kaliforniern die europäischen Tüftler wie gerufen.


    quelle: Technology Review
     

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  3. #2 31. Mai 2006
    Naja...lass sie sich bekriegen! Ich nehme das was es kostenlos gibt und was mir gerade in den Sinn passt! Solange sie sich nicht verbinden kann man nur sagen: "Konkurrenz belebt das Geschäft!" (und die weiterentwicklung!)
     
  4. #3 31. Mai 2006
    Kostet Skype geld? Als meiner Meinung nicht . Warum zahlende User ? Was muss man den bezahlen? Aber ich werde by skype bleiben.

    MfG

    Pyl0n
     
  5. #4 31. Mai 2006
    hmm.... kann mir auch nix darunter vorstellen was die Zahlen könnten meines Wissens nach ist Skype umsonst oder irre ich mich da?? dann wundert es mich wieso ich noch nie eine Rechnung bekommen hab^^.


    mfg Blackloader
     
  6. #5 5. Juni 2006

    skype kostet geld wenn du ins festnetz/handy/ausland telefonieren willst.
    2.5 Cent die minute
    und die habens eben so
    für 8€ im monat unebgrenzt telefonieren.
    Naja , bei 1&1 kann man lebenslang kostenlos telefonieren wenn man da seinen Anschluss hat ;)

    /EDIT:
    Mit skype kann man im moment nur auf USA Mobile zugreifen.
    Handys in Europa usw. sind noch nicht erreichbar :)
     
  7. #6 5. Juni 2006
    Ich glaube nicht, dass die beiden Österreicher da was reißen können, da, meiner Meinung nach, Skype um ne Ecke populärer ist.
    Und für 8€/Monat unbegrenzt telefonieren ist auch irgendwie fu**ing billig würd ich sagen.

    FaZiT: Skype-4-ever :D

    mfg
     
  8. #7 5. Juni 2006
    Hmm also ich benutze Skype wirklich schon lange und will es nicht mehr missen.

    Aber bezahlen dafür? NEIN danke !
     
  9. #8 5. Juni 2006
    Skype will ich auch nichmehr missen ;)
    schon allein wegen der Video Telefonie =)
    Naja die Österreicher haben warsch. schon viel gerissen.
    angenommen die haben nur 100 000 Zahlende kunden und schaffen es , 1 Mio. Kunden zu krigen
    die 8€ im monat zahlen , dann wären das
    800 000€ Im monat
    oder 8.000.000€ im Monat

    das nenn ich schon gerissen , egal ob 800 000 oder 8 Mio ;)
     
  10. #9 5. Juni 2006
    jo wie schon gesagt konkurenz belebt das geschäft und am ende lohnt sich das wieder für den verbraucher.für weitere news wäre ich dankbar :D
     
  11. #10 5. Juni 2006
    eben...
    Konkurrenz belebt das Geschäft.
    Wobei ich nich glaub das Skype noch mit den Preisen runtergeht - weil naja... 2,5Cent is schon fast die Schmerzgrenze.
    Aber neue Features und Services kommen auf jedenfall immer dazu ;)
    oder manche Funktionen werden kostenlos gemacht , z.b. was ich mir wünschen würde:
    Die Sprachnachricht Funktion kostenlos zu machen =)
     
  12. #11 5. Juni 2006
    Ehe sich der Rivale durchgesetzt hat, bedarf es einer Zeit und ich denke schon dass das dauern wird ^^.
    Ich bleibe bei Skype ;)
     
  13. #12 5. Juni 2006
    Skype kostet kein geld für das INTERNET TELEFONIEREN aber wenn du versuchst ins FESTNETZ zu telefonieren wir es geld kosten ich weis jetzt nicht genau wie viel die minute kostet aber es ist biliger als der Hausanschluss
     
  14. #13 5. Juni 2006
    klingt ja alles nich schlecht und auch recht einfach allerdings wird das ganze für viele pc nutzer nicht interessant sein vorallem für männliche nutzer zwischen 15-25 jahre da diese wohl eher teamspeak oder ventrilo benutzen

    ich find skype eh nich so geil
     
  15. #14 5. Juni 2006
    Der Markt wird bei den Internettelefonanbietern in den nächsten Monaten mit Sicherheit um weitere Anbieter bestückt werden. Genauso wie bei den Tarifanbietern für Handys z.b. Genauso auch Telekom etc. werden diesen Markt erschließen..

    Skype war zu erst da und wird auch sicherlich erstmal Martkführer bleiben. Ich nutze skype aber eher nicht.
     

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