Kanada: Musikdownloads und Webangebote sollen teurer werden

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von zwa3hnn, 19. April 2005 .

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  1. #1 19. April 2005
    Kanadische Musikvertreiber legen neues Abgabenmodell vor

    Bis zu 40% der Gesamtumsätze sollen Musikshops wie iTunes abgeben, wenn es nach dem Willen der Rechteverwerter geht. Die SOCAN, die Vereinigung der Musikautoren, Komponisten und Verleger hat eine neue Gebührenordnung vorgelegt, nach der Musikshops wie iTunes 25% ihres Umsatzes an die SOCAN abführen sollen. Webradios sollen 15% der Umsätze abgeben - zum Vergleich: konventionelle Radiosender sind in Kanada augenblicklich zur Abgabe von 3,2% ihrer Umsätze verpflichtet.

    Weiterhin sind Abgaben auch für reine Gaming-Seiten und auch für alle anderen kanadischen Webseiten geplant, die ihr Angebot mit entsprechender Musik hinterlegen, in diesem Fall in Höhe von 10% der Umsätze.

    Ebenfalls gemeldet haben sich die "Société du droit de reproduction des auteurs, compositeurs et éditeurs du Canada" (SODRAC), und die "Canadian Musical Reproduction Rights Agency" (CMRRA): diese fordern weitere 15% der Umsätze für die von ihnen vertretenen Künstler.

    Dass mit diesen Forderungen, die für sich genommen schon den Online-Musikvertrieb im kanadischen Internet massiv beschneiden, die Verwerter zufriedengestellt werden, wird bezweifelt: der kanadische Professor Michael Geist hält es durchaus für möglich, dass noch weitere Gruppen von Verwertern zusätzliche Forderungen an die Internet-Musikdienste stellen könnten. Was zur Folge hätte, dass legale, kostenpflichtige Angebote zum Musikkauf im Netz die inzwischen mühsam gewonnene Popularität schnell wieder einbüßen könnten.

    Nach den vorsichtig optimistisch stimmenden Entwürfen für das neue kanadische Copyrightgesetz zeigt sich wieder einmal, dass sich die Verwerterverbände in Bezug auf Geschäftsmodelle im Internet als erstaunlich lernresistent erweisen: die Widerlegung ihrer Falschannahmen wird ignoriert, bei erfolgreichen Geschäftsmodellen wird schnell überlegt, wie man sie wieder unattraktiv macht, wenn sich ein Produkt bewährt, wird es beschnitten. Für die zu erwartenden Verluste hat man ja die Sündenböcke schon bereit.


    quelle: gulli untergrund news
     

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