Kauf-Gerüchte: Warum Google in Spielen werben will

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von zwa3hnn, 25. Januar 2007 .

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  1. #1 25. Januar 2007
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 14. April 2017
    Medienberichten zufolge will Google einen Anbieter von Werbung in Computer- und Videospielen kaufen. Für die Suchmaschinisten könnte dies nach dem Einstieg ins Printgeschäft der nächste Coup werden - denn Game-Werbung gilt als gigantischer Wachstumsmarkt.

    Anfang nächster Woche schon könnte es so weit sein, spekuliert das "Wall Street Journal": Google wolle Adscape kaufen, ein Unternehmen, das Werbung in Computer- und Videospielen schaltet. Der Bereich gilt als Wachstumsmarkt: Laut der "Business Week" wird mit Werbung in Spielen gegenwärtig etwa 100 Millionen Dollar im Jahr umgesetzt, bis Ende 2010 soll der Umsatz aber auf 500 Millionen gestiegen sein - die Yankee Group prognostiziert sogar über 700 Millionen Dollar.

    [​IMG]
    {img-src: http://www.spiegel.de/img/0,1020,786328,00.jpg}
    Werbeplakat in "Counter-Strike" (zu Demonstrationszwecken, für ein fiktives Produkt): Google will angeblich auch mitspielen​

    Microsoft ist schon eingestiegen: Geschätzte 200 Millionen Dollar haben die Redmonder für Massive Inc. ausgegeben. Die "Business Week" zitiert für Adscape im Vergleich dazu einen Schnäppchenpreis: 25 Millionen Dollar. Dafür gäbe es ein bisschen Technologie und ein Team mit mehreren Branchen-Profis, die früher für Unternehmen wie Sony, Nintendo und Sega gearbeitet haben.

    Für viele wäre der Kauf einen ein logischer Schritt - schließlich verdient Google sein Geld schon jetzt fast ausschließlich mit Werbung, die ihre Zielgruppen übers Netz erreicht. Bislang fehlte den Suchmaschinisten das Know-How für den Spiele-Markt - jetzt will man sich bei Google offenbar welches kaufen.

    "Hardcore-Gamer waren einmal unsere Hauptzielgruppe"

    Ed Bartlett vom Adscape-Konkurrenten IGA Worldwide weiß um die Bedeutung dieses Hintergrundwissens - er ist stolz darauf, früher selbst Spiele entwickelt zu haben. Er wisse, wie man mit Entwicklern reden müsse, er könne einschätzen, welche Kampagne sich für welches Spiel eignet. Vor dem Zorn der Community müsse man als Game-Werber heute übrigens keine Angst mehr haben, sagte Bartlett SPIEGEL ONLINE: "Manche betrachten Werbung als etwas Negatives, vor allem eine kleine Gruppe von Hardcore-Gamern. Die waren einmal unsere Haupt-Zielgruppe."

    Seit dem Start der ersten Playstation habe sich die Zielgruppe für Videospiele aber dramatisch verändert - es gehe mit großen Schritten Richtung Mainstream. Microsoft arbeite in die gleiche Richtung - und Nintendos Wii ist sogar explizit darauf ausgerichtet, auch Oma und Mama an die Konsole zu locken. "Dinge wie EyeToy und Tanzmatten erschließen völlig neue Konsumentengruppen", sagt Bartlett, "und diese Menschen erwarten geradezu, in Spielen echte Werbung zu sehen."

    Plattenwerbung in "Counter-Strike"

    Genau diese Zielgruppe will auch Google vermutlich erreichen - Bartlett gibt aber zu Bedenken, dass man in diesem Geschäft sehr darauf achten muss, dass auch der Kontext zum Produkt passt: "Sie werden von uns aber keine Videobildschirme an Schloss-Wänden in einem Fantasy-Spiel sehen." Man müsse die Konsumenten auf die passende Weise erreichen, "nicht überall einfach einen Markennamen draufkleben".

    Für Onlinespiele, die oft Fantasy-Inhalte haben und deshalb eher ungeeignet für Mobiltelefon-Werbung sind, gebe es aber zum Beispiel die Möglichkeit, Werbung in den virtuellen Eingangshallen oder am Rand von Menü-Bildschirmen zu schalten. In Südkorea sei man schon dabei, das zu tun. IGA verkauft inzwischen auch Plakate auch im in Verruf geratenen Taktik-Shooter "Counter-Strike".

    Für die Werbetreibenden ist die ständig wachsende Spieler-Gemeinde eine wichtige Zielgruppe - denn gerade die Jüngeren sehen immer weniger fern, verlagern ihre Mediennutzungzeit ins Interaktive. Schon 2002 verbrachten einer Nielsen-Studie zufolge die 18-34-Jährigen männlichen US-Amerikaner ebensoviel Zeit mit Games wie mit Fernsehen.

    Präzise Zielgruppenorientierung, regional abstufbar

    Googles bisheriges Anzeigenmodell, der Verkauf sogenannter AdWords, ist für Bartlett rein gar nicht auf virtuelle Welten übertragbar. Kontextsensitive Anzeigen, die etwa passend zu einem Suchbegriff oder dem Inhalt einer Webseite eingeblendet werden, könne man nicht mit dem vergleichen, was in Spielen funktioniere: "Was nicht gut geht sind Dinge wie Anzeigenbanner, klickbare Werbung. Image-Kampagnen wie man sie mit Plakaten oder in Fernsehspots machen würde, strategische Kampagnen, sind viel besser für dieses Format geeignet."

    Zu Onlinewerbung bestehe da ein himmelweiter Unterschied - denn da gehe es darum, möglichst direkt eine Transaktion herbeizuführen, den Nutzer aber zumindest auf eine Webseite zu locken. Und genau das wollen Spiele-Hersteller natürlich nicht: Dass sich ihre Kunden von Werbung so ablenken lassen, dass sie woanders hingehen.

    Inzwischen ist Werbung in einem Spiel nicht mehr statisch, sie wird nicht auf eine Spiel-DVD gebrannt und mit ausgeliefert. Dadurch, dass die Spieleplattformen im Internet hängen, kann man gezielt dynamische Werbung schalten, unterteilt nach Regionen und Zielgruppe. Bartlett: "Das Spiel selbst muss dafür kein Onlinespiel sein - nur die Plattform muss eine Netz-Verbindung haben, dann können wir die Werbung jederzeit ändern."

    Diese Voraussetzung erfüllen mittlerweile nicht nur PCs sondern auch Spielkonsolen. Sowohl bei Microsofts Xbox 360, bei Nintendos Wii und auch bei Sonys Playstation 3, die in Europa Ende März auf den Markt kommt, ist die Online-Anbindung integraler Bestandteil des Spielkonzeptes. Nicht nur für Interaktion mit anderen Spielern, sondern auch für Updates und Downloads, seien es Spiele, Filme oder Musikdateien. Google spielt in der Konsolenwelt bislang keine Rolle - das könnte sich mit dem möglichen Zukauf nun ändern.


    quelle: Spiegel Online
     

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  3. #2 25. Januar 2007
    AW: Kauf-Gerüchte: Warum Google in Spielen werben will

    Werbeplakate sind ja nicht so schlimm solange sie realistisch bleiben und zur Umgebung passen (nicht so wie die Tafel am Zug da..)
    Aber was mich richtig aufregen würde wären z.B. Werbespots in CS nach jedem Death, oder alles mit Texten vollgepflanzt..
    Freu mich schon darauf wenn der erste Werbefilter für Games herrauskommt.
     
  4. #3 25. Januar 2007
    AW: Kauf-Gerüchte: Warum Google in Spielen werben will

    die nachricht gabs doch erst vor nem monat, über allgemeine werbung in pc spielen.

    aber ich mein, warum braucht das google? fast alle kennen google, aber eben nur fast. ALLE sollen google kennen. naja die zocker kennen sich eh mit google aus. aber mich würds nich stören wenn im spiel aufm pc monitor die google hp sichtbar ist, aber zu große werbeflächen nerven, dann doch lieber dezent und nett anzusehn.
     
  5. #4 25. Januar 2007
    AW: Kauf-Gerüchte: Warum Google in Spielen werben will

    Ich finde es generell eine gute Idee in Spielen zu werben solange es zum Stil der Spiele passt. Das google noch Werbung macht verstehe ich aber auch nicht. Jeder der regelmäßig surft kennt google und jeder der spielt, surft auch regelmäßig. Gut ist, dass die Publisher so bestimmt beachtliche Summen einspielen könnten. Dann könnten ja zB die Preise mal wieder fallen. Werbung in CS:S kann man bestimmt gut verkaufen da sehr viele Leute es spielen. Bei Battlefield wird es ähnlich sein. Oder WoW. :)
     
  6. #5 25. Januar 2007
    AW: Kauf-Gerüchte: Warum Google in Spielen werben will

    echt extrem wo google überall mitmischen will, bald bewirbt sich noch einer von denen als Kanzler ^^ aber nun ja sie haben das Geld also warum nicht investieren
     
  7. #6 25. Januar 2007
    AW: Kauf-Gerüchte: Warum Google in Spielen werben will

    Also laut einem Gamestar Interview mit einem Chef von so einer Werbeagentur wurde es gesagt,dass es nicht passieren wird das die Spiele dadurch billiger werden. Sondern das Geld geht direkt in die Entwicklung. Von daher brauchen manche nicht hoffen das da was billiger wird. Aber vlt wird das was in Spielen wie WoW, wenn sie die Kosten gegen Null drücken würden das bestimmt mehr zocken auch wenn es dann plötzlich nen Cola Schrank im Wald gibt.
     
  8. #7 25. Januar 2007
    AW: Kauf-Gerüchte: Warum Google in Spielen werben will

    Solange Werbung ingame in realitätsfernen Spielen weg bleibt, ist das okay (wie WoW -> Wär doch :poop:, wenn mitten im Wald ne Duschgelwerbung auftaucht oder bei FF auf dem Schwert von Squall "Made in Bangladesh" steht^^).

    PS. Schon lustig, wie wirklich ALLES zu Geld gemacht wird.
    Erst das Spiel selber, dann nochmal die einzelnen Inhalte des Spiels, schon Wahnsinn, wie geldgeil solche Typen sein können.
     
  9. #8 25. Januar 2007
    AW: Kauf-Gerüchte: Warum Google in Spielen werben will

    Find ich müllig. Wenn jetzt zb. genau da ein Plakat an der Wand ist, wo der Gegner steht und man eigentlich seinen Kopf nicht sehen kann ein weißes Plakat dahinter ist, könnte es das ganze Spiel verändern.

    Halte davon nix!


    greetz
     
  10. #9 25. Januar 2007
    AW: Kauf-Gerüchte: Warum Google in Spielen werben will

    es heisst ja nicht das google selber werbung macht. sprich das auf monitoren in cs (office :>) das google logo ist. vielmehr kauft google ein unternehmen auf was werbung an andere verkauft. google bekommt so einfach den umsatz. genau wie bei youtube, da sieht man auch nichts davon das es eigtl. google gehört (hab ich jedenfalls nichts entdeckt :>)
     
  11. #10 26. Januar 2007
    AW: Kauf-Gerüchte: Warum Google in Spielen werben will

    Ich freu mich schon auf den ersten adblocker für cs :D
    ist eigtl :poop:, diese entwicklung!
     
  12. #11 26. Januar 2007
    AW: Kauf-Gerüchte: Warum Google in Spielen werben will

    hm naya überall schon werbung ey x.x

    wo wollen die noch überall werbung hinmachen?
     

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