"Killerspiele killen die Fähigkeit zum Mitleid"

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von Schmidt, 29. April 2007 .

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  1. #1 29. April 2007
    27. April 2007
    "Killerspiele killen die Fähigkeit zum Mitleid"

    Ein Verbot so genannter Killerspiele halten die politischen Entscheider im Bundestag für wenig sinnvoll. "Ein Verbot solcher Spiele ist keine Lösung", sagten der Vorsitzende der Jungen Gruppe der Unions-Fraktion, Marco Wanderwitz und weitere Kollegen aus der Unions-Fraktion nachdem sie im Bundestag mehrere Stunden lang Experten zugehört hatten. Linksfraktions-Medienpolitiker Lothar Bisky sah es so: Kinder und Jugendliche "müssen lernen, mit virtuellen Welten umzugehen und Risiken abzuschätzen."

    Der Unterausschuss Neue Medien des Bundestages hatte sich die Fachleute eingeladen, um abseits der tobenden Debatte auf Basis der nüchternen Fakten entscheiden zu können, ob das bestehende Verbot besonders gewalthaltiger Spiele verschärft werden muss, etwa mittels des Gewaltdarstellungs-Paragrafen 131 im Strafgesetzbuch.

    Mit dabei waren Vertreter der Unterhaltungssoftware-Hersteller, der Selbstkontrolle für Multimedia-Produkte, Jugendschützer, Software-Kontrolleure, ein Kommunikationswissenschaftler. Und auch der vielzitierte Kriminologe Christian Pfeiffer vom Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen, der sich als einziger für schärfere Verbote aussprach.
    Finale Erkenntnis

    Dagegen war die finale Erkenntnis der Politiker nach mehrstündigem Zuhören: Ein schärferes Verbot ist unnötig, eine breite Diskussion über die wachsende Gewaltbereitschaft Jugendlicher dagegen sehr nötig. Selbst Kriminologe Pfeiffer habe keinen Beweis für einen Zusammenhang zwischen Computerspielen und Jugendgewalt liefern können, sagten CDU-Politiker Wanderwitz und seine Kollegen. Eltern müssten besser informiert und Pädagogen fortgebildet werden.
    Das Urteil eines Fachmanns, der die Veranstaltung aus der Ferne verfolgt hatte, fiel vollkommen vernichtend aus: "Die Bundestags -Anhörung war eine Katastrophe", sagte der Vorstand des Hamburger IT-Sicherheitsanbieters Panamp, Bert Weingarten, auf Netzeitung.de. "Sie ging ganz weit am Ziel vorbei." In keiner Weise hätten die Diskutanten berührt, "wie Killerspiele unsere Kultur schon verändert haben". Weingarten beklagt, dass bei den gebräuchlichen Gewalt-Spielen Kriegsszenarien durchgespielt und Feindbilder indoktriniert werden. Damit sinke die Fähigkeit der Spieler, Mitleid zu empfinden. Im Gegenzug würden sie zu geübten Schützen.
    Empathie sinkt

    Als Beispiel führt Weingarten das Spiel "Call of Duty" an, wo menschenähnliche Avatare (Figuren) in Wehrmachtsuniform "Hakenkreuze in die Wand schießen", und wo die Gegner aufrufen: "Tötet die Deutschen". Daher sei die Frage: "Wollen wir in Kauf nehmen, dass in unserer Kultur Empathie eine immer geringere Rolle spielt?"
    IT-Sicherheitsexperte Weingarten, der oft im Ausland unterwegs ist, erinnert sich an peinliche Nachfragen seiner Gastgeber bei Auslandsreisen. "Bei einem Vortrag in Singapur wurde ich gefragt, warum nicht von höchster Stelle in Deutschland unterbunden wird, dass der Zweite Weltkrieg virtuell in Uniformen der Wehrmacht nachgespielt wird".
    Im Ringen um befriedete Kinder- und Jugendzimmer geht Weingarten hart zur Sache: "Es kann nicht sein, dass durch Killerspiele heute mehr Waffenkunde vermittelt wird, als im Dritten Reich." Die Hitlerjugend habe zu Kriegszeiten zweimal pro Woche Schießen trainiert, Kinder und Jugendliche absolvierten heute oftmals mehrmals täglich virtuelles Schießtraining per Killerspiel am Computer oder an der Konsole.
    Populistische Symbolpolitik

    In der Politik sieht man das noch nicht so wie Weingarten. Der medienpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Jörg Tauss, kritisierte nach der Bundestags-Anhörung die "Eindimensionalität in der Debatte". Computerspiele würden in der Öffentlichkeit "zu Unrecht häufig in ein zu enges und ausschließlich gewalthaltiges Bild gerückt". Verbotsinitiativen nach Gewalttaten von Schülern bezeichnete der SPD-Politiker als "populistische Symbolpolitik".
    Nach den Schulschießereien von Erfurt oder Emsdetten waren immer wieder ebensolche Forderungen aufgekommen. Seit Februar diskutiert der Bundesrat eine Initiative Bayerns, schon die Herstellung von Killerspielen unter Strafe zu stellen. Auch die Bundesfamilienministerin hatte ähnliche Pläne gehegt. Von Bundesebene her wird es wohl aber keine weiteren Anstrengungen dieser Art geben. (N24.de, nz)

    Quelle: http://www.n24.de/politik/article.php?articleId=116432&teaserId=118417
     

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  3. #2 29. April 2007
    AW: "Killerspiele killen die Fähigkeit zum Mitleid"

    Die sollen sich alle mal an die eigene Nase fassen!
    Als wenn die sowas früher nicht gespielt hätten.
    Zwar nicht in der Form wie heute, aber "Räuber und ..Jandam(kp wie man das Schreibt :eek:)"
    oder "Cowboy und Indianer" ist doch praktisch das Gleiche.
    "Pängt du bist tot" haben die dann doch auch geschriehen!
     
  4. #3 29. April 2007
    AW: "Killerspiele killen die Fähigkeit zum Mitleid"

    Vielleicht hemmt das exzessive spielen von solchen Games das Mitleidsgefühl, aber keiner von uns war je in einer Situation (wie in CoD) und hatte kein Problem damit einen echten Menschen (schwer) zu verletzen ...
    Man kann den Inhalt der Spiele mit Sicherheit nicht auf den deutschen Alltag beziehen ...
     
  5. #4 29. April 2007
    AW: "Killerspiele killen die Fähigkeit zum Mitleid"

    Naja, nicht ganz vergleichbar, da man bei Räuber und Gendarm sogar aktiv mitwirkt,
    und man beim PC eigentlich nur den PC bedient, man lebt das Spiel ja hoffentlich nicht.

    Aber es scheint fast so als hätte man mir die Gedanken gelesen, exakt das was ich schon vor
    Wochen und noch länger gepostet habe, Verbote sind kein Mittel, Aufklärung hingegen schon...

    Das ist zum Teil totaler Schrott was der Kerl dort ablässt, ich glaube er hatte selbst auch
    noch nie eine Waffe in der Hand, das ist was komplett anderes im Spiel zu schießen oder
    in der Realität eine Waffe auch nur in der Hand zu halten...
    Könnte von mir auch nicht behaupten dass Mitleid stark zurückgegangen wäre.
    Einfach reine Stimmungsmacherei, hauptsache man hat was gesagt, das die älteren
    Leute zufrieden stellt, die mit dem Spielen nicht aufgewachsen sind und es als
    abstoßend empfinden.

    Aufklärung aller Leute die ohne diese Spiele aufgewachsen sind wäre mal viel wichtiger,
    es ist doch wirklich unglaublich wie man etwas so dermaßen schlecht reden kann.
    Finde allein schon den Begriff "Killerspiele" diskriminierend.
     
  6. #5 29. April 2007
    AW: "Killerspiele killen die Fähigkeit zum Mitleid"

    die quelle sagt alles.
    n24?
    die brauchen einschaltquoten.
    braucht man eigentlich garnicht darüber zu reden was für ne :poop: die teilweiße in ihren sendungen senden.
    nur die dokus sind ab und zu gut, den rest kann man getrost liegen lassen.
     
  7. #6 29. April 2007
    AW: "Killerspiele killen die Fähigkeit zum Mitleid"

    Als sonderpädagoge sage ich dazu ganz klar : schwachsinn...
    killerspiele können dazu führen ja, aber nur wenn vorher im elternhaus schon so einiges schief gelaufen ist, und das kind nur vorm fernseher und pc sozialisiert wurde oder sich in den übelsten sozialen schichten bewegt.
    Ich selber habe seit frühster Kindheit gewaltvideos gesehen, und spiele auch jetzt noch gerne sowas wie mortal kombat, grand theft auto und sehe mir filme wie 300 an.
    Populistisch wirksames gewäsch um die erziehungsmisstände zu überdecken....

    GreeZ WeBsToR
     
  8. #7 29. April 2007
    AW: "Killerspiele killen die Fähigkeit zum Mitleid"

    Ich habe vorher auf RTL 2 einen Bericht darüber gesehen.

    Dort haben sie alle bisher passierten Amokläufe in der USA untersucht. Bei keinem lag es an den Computerspielen. Sie meinten, das jeder von den kanpp 40 Amokläufer ein anderes Motiv gehabt hätte. Sie konnten eigentlich keine Parallelen festellen.

    Man sollte mal eine Studie mit dem Titel "In den ***** gestecktest Geld hemmt die Fähigkeit richtig zu arbeiten" rausbringen.
     
  9. #8 1. Mai 2007
    AW: "Killerspiele killen die Fähigkeit zum Mitleid"

    Ich kann dieses Wort Killerspiele nicht mehr hören! Es heißt EGO-SHOOTER oder Action Spiel, von mir aus auch Ballerspiel aber wir sagen ja auch nich z.B zu SAW3 Zerhackstümelungsfilm oder sowas! Neee da ist es dann ein Thriller -.- . Naja wie dem auch sei, das was die da labern is wiedmal so ein :poop:it (anders kann mans einfach nicht sagen). Die haben alle sowas von keine Ahnung und schieben alles auf die unbesteuerten "Killerspiele". Wie auch schon gesagt wurde, da muss im vorfeld schon sehr viel passiert sein. Sehr schlechte soziale schichten usw... Ich kenn keinen der sagt: Hey ich hab heute morgen CS gespielt, ich hab jetzt voll lust mit ner knarre irgendwelche leute abzu knallen und noch nebenbei ne bombe zu legen. Und das mit der Fähigkeit zum Mitleid is auch so ein fettes gelabber! Noch nich mal unbewusst würde ich jetzt wegen sowas weniger mitleid haben! Sowas hat ein völlig anderen hintergrund, aber nein der staat schiebts wieder wohin? Auf da wo es dafür kein Geld gibt. Den Familien mit solchen sozialen Difiziten wird nicht geholfen, kostet ja zu viel...

    mfg LOTW
     
  10. #9 2. Mai 2007
    AW: "Killerspiele killen die Fähigkeit zum Mitleid"

    Wie oft den noch. Ich kanns mir langsam nicht mehr anhören!
    Natürlich, und im RL laufe ich ja auch mit einer Maus und einer Tastatur oder einem JoiyPad rum, und wenn ich feuern will klicke ich mit der Maus und zum Nachladen drücke ich R. Omg, so eine billiges Argument. Aber mal die Fehler bei den Eltern suchen, oder in der Schule, dem Sozialen Umfeld etc... Nein, natürlich nicht!
    Ich zocke solch Spiele schon seit ich 12 bin (also 8 Jahre), und mir hilft es sogar. Ich kann meine Aggression hier ablassen und muss keine Leute verprügeln. Und ausserdem habe Ich seid dem Zocken von Ego-Shootern viel schnellere Reaktionen.

    Und das schlimmste finde ich: Filme mit übertriebener Gewalt werden im Fernsehern schon Tagsüber gezeigt, und dass soll keine Einwirkungen haben?

    Und von wegen kein Mietleid: Wo ich MoH (Medal of Honor) die erste Mission gespielt habe (D-Day) und mit ansehen musste, wieviele Soldaten einfach Sinnlos umkamen beim Versuch nach vorne zu kommen, hat mich das SEHR mitgenommen und ich machte mir sogar Gedanken darüber wie schlimm dass für die RL-Soldaten sein musste. Und dass obwohl ich es nur in einem Spiel sehe.
    Das gleiche bei CoD2!

    Einfach reiner :poop:it sowas! echt hey -.-
     
  11. #10 2. Mai 2007
    AW: "Killerspiele killen die Fähigkeit zum Mitleid"

    da is schon was dran...
    aber ohe virtuelle gewalt könnten viele ihre angestauten agressionen und emotionen nich ausleben und würden einen anderen weg wählen....


    ein glück das wir im zeitalter der playstation leben!:D
     

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