Konsum-, Wachstums- und Kapitalismuskritik

Dieses Thema im Forum "Politik, Umwelt, Gesellschaft" wurde erstellt von Kritiker, 27. November 2009 .

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  1. #1 27. November 2009
    Konsum-, Wachstums- und Kapitalismuskritik: Zurück in ein prämodernes Disneyland?
    27. November 2009 | ef-online | Gérard Bökenkamp

    Quelle: ef-online
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    ein wenig polemisch, doch es trifft die sache auf den punkt.
     

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  3. #2 27. November 2009
    AW: Konsum-, Wachstums- und Kapitalismuskritik

    lächerlich. das trifft höchstens ein paar verirrte konservative moralisten. konsumkritik hat mit kapitalismuskritik nichts zu tun und kapitalismuskritik nichts mit sehnsucht nach subsitenzwirtschaft. hier wird durchaus typisch für liberalen nonsense mal wieder alles in einen topf geworfen. viel interessanter sind doch fragen wie man bspw. den Klimawandel wirksam bekämpfen will mit einem System, das nach unendlichem Wachstum strebt? Wie will man die extreme Ungleichheit national und global bekämpfen mit einem System, das vorhandene Unterschiede verstärkt statt sie zu beseitigen? Wieso hat man immernoch kein kapitalismus-immanentes Konzept gefunden um die Massenarbeitslosigkeit zu überwinden und die Arbeit vernünftig aufzuteilen? Um das herauszufinden müsste man sich vll. doch mal bspw. mit der marx'schen Kapitalismuskritik beschäftigen statt alles unter Zivilisationskritik zu denunzieren.
     
  4. #3 27. November 2009
    AW: Konsum-, Wachstums- und Kapitalismuskritik

    Will nur mal auf die Sache mit Marx eingehen.

    Ja jeder der Gesellschafts-, wirschafts- und politkkritisch sich äußert sollte über Marx und seine Bücher/Konzepte/Meinungen etwas wissen. Ebenso wie in der oberen Meinung viele Aspekte außer acht gelassen werden, hat Marx einen schwerwiegenden Fehler gemacht.
    Die Menschen werden in einem "gerechten" und allseits "gleichgeschalteten" Staat sich eben nicht allerorts automatisch "sozial gerecht" und "vernüpftig" verhalten - genau das ist das Grundproblem. Nur damit mal nicht gleich wieder "MARXISMUS" "KOMMUNISMUS" HUHU DAS BESTE... geschrien wird. Es ist eine Illusion - eine Utopie. Leider, aber das lässt sich nicht ändern. Jeder der etwas anderes glaubt und behauptet liegt leider Gottes einfach falsch.
    Bis zu einem bestimmten Punkt mag manches funktionieren, aber eben nicht komplett. So wie eine TOTALE Marktwirtschaft nicht funktionieren kann, kann auch der Kommunismus bzw. die TOTALE Planwirtschaft nicht klappen.

    "Der "gerechte" (so wie er normalerweise vorgesehen ist und sein sollte) Kommunismus ist nicht besser als die gerechte Diktatur - bei beiden werden die Marktergebnisse in einer unübertrefflichen Vollkommenheit verfälscht und signifikant verschlechtert. Beides sind Extreme und diese sind in der Politik immer die schlechtesten Lösungen."
     
  5. #4 27. November 2009
    AW: Konsum-, Wachstums- und Kapitalismuskritik

    Nur dass Marx weder einen "gerechten" oder sonstwie Staat wollte, noch eine wie auch immergeartete gleichschaltung. Ich mach demnächst mal n thread auf über das marx'sche werk und dessen verzerrungen in der Arbeiterbewegung.
     
  6. #5 28. November 2009
    AW: Konsum-, Wachstums- und Kapitalismuskritik


    Eben, er geht davon aus, dass alle Menschen auf eine sogenannte "höhere Daseinsform" (genaues Zitat habe ich gerade leider nicht, da ich die Bücher nur in meiner anderen Wohnung habe) nach der Revolution in der Zukunftsgesellschaft kommen würde. Und das ist absoluter Nonsens.
    Menschen sind und bleiben Tiere - es gibt keine Gottesgleichen Menschen.
     
  7. #6 28. November 2009
    AW: Konsum-, Wachstums- und Kapitalismuskritik

    Wat? löl, man sollte Bücher versuchen Qualitativ zu lesen, nicht Quantitativ. Marx spricht nur davon das die Menschen im Kommunismus unverändert natürlich sind und keine Gotteswesen, was für ein Schwachsinn...

    Das Problem bei Marx ist, das er einen Staat wollte um den Sozialismus herzustellen. Der Staat würde sich erst im Nachhinein auflösen. Aber das ist ja jetzt schon längst alles überarbeitet.

    b2t:

    Der Kapitalismus oder die Marktwirtschaft (macht ja eh kein großen unterschied) hat nie irgendwelchen Sozialen Gesetze aufgestellt. Es ist keine Errungenschaft des Bürgertums sondern die der Arbeiterbewegung, die waren für gewöhnlich Links. Das Bürgertum hat es dann einfach Akzeptiert das Soziale Gesetze die einzige Möglichkeit ist, Kapitalismus zu rechtfertigen. Es sind nicht die Linken die ihre Meinung ständig ändern, es ist der Kapitalismus der ständig neue Formen von Elend produziert.

    Es ist schon ein wenig dreist jetzt zu behaupten wir hätten es dem Kapitalismus zu verdanken, das "schöne" Leben. Von der Theorie her kann das ja auch eigentlich gar nicht möglich sein. Zwar macht er, theoretisch, viel Wohlstand und so, aber der Kapitalismus sagt ja niemals "HALT!", jetzt habe ich genug Wohlstand, es wird Zeit für Soziales. Es muss ein Gegengewicht geben.

    Zum anderen existiert so was wie Konsum Kritik ja eigentlich nicht. Okay, natürlich, z.b werden die Obdachlosen in unserer heutigen Gesellschaft diskriminiert, die Natur leidet stark unter den Giftigen Ausstößen und Abholzung und ganz allgemein scheint die Menschheit vom Konsum sehr abhängig zu sein, so sehr, dass sie dafür über Leichen gehen. Aber im Grunde ist gegen Fortschritt und Reichtum nie etwas einzuwenden, wieso auch.

    Was ich z.b sehr traurig finde, das im Abitur kein Faust mehr gelesen wird. Der Arbeitsmarkt benötigt es nicht, es sollen konkreter, sachlicher Inhalte vermittelt werden als solch Kulturelles. Aber wo kann man besser Faust lesen als in der Schule? Leserkreise würde es niemals ersetzen können. Die Schüler wollen Faust lesen, können es aber nicht, der Kapitalismus ist dagegen.

    Die Hauptkritik, so finde ich, ist doch die, das du im Kapitalismus keine freie Endscheidung hast, der Rest der "Kritiken" würde sich so von selbst aufheben. All unsere Gesetze und unsere Ordnung sind darauf basierend, um dem Markt freies Geleit zu schenken. Wir können uns nicht einfach dazu entscheiden Faust zu lesen, selbst wen es die ganze Klasse will. Der Arbeitsmarkt möchte und muss bedient werden.

    Letztendlich ist es nicht die Ware die wir Menschen begehren. Ich denke, ich liege nicht falsch mit der Annahme das wir alles stehen und liegen lassen würden für ein wenig Liebe und Anerkennung. Aber das Fördert man sicher nicht damit wen man den Konkurrenzkampf über alles andere stellt. Diese Konkurrenz schweißt sich in unsere Bewusstsein, man geht nicht auf die Straße und begegnet Menschen die man als Lebewesen betrachtet. Man sieht heute nur etwas Abstraktes, etwas, was man jedenfalls nicht "beglücken" will. Gespräche enden im Smalltalk und Hass und Eifersucht. Und solange in unseren Geschichtsbüchern so etwas wie Auschwitz existiert, kann man unmöglich behaupten das es den Menschen gut ginge, dass sie Glücklich sind und sich nicht nach Alternativen umsehen bräuchten. Erst wen sich kein Mensch mehr beschwert und nicht aufgrund der Aussichtslosigkeit, wen allen Menschen die Möglichkeit gegeben ist, sich zu entwickeln und zu entfalten wie sie es möchte, sobald es kein Elend mehr gibt und sobald die Welt im ständigen Wandel ist, dann ist Grund genug aufzuhören sich zu beschweren. Und das nennt man dann Kommunismus.
     
  8. #7 28. November 2009
    AW: Konsum-, Wachstums- und Kapitalismuskritik

    In manchen mag ich dir ja Recht geben (wie ich schon sagte, kein Extrem ist gut), aber manches ist mal absolute Linksextremistische Propaganda. Ich beziehe mich jetzt auch wieder nicht auf alles - will keinen Roman schreiben.

    Erstmal zum oberen. Genau was du sagst habe ich auch gesagt. "Der Staat würde sich auflösen". Na klasse und da sind wir genau wieder da, wo wir angefangen haben. Du willst also eine Anarchie? Super genau das wollte Marx nicht, bzw. ging er davon aus, dass sie nicht so aussehen würde, da er meinte die Menschen wären später so vernünpftig, dass sie ohne Probleme alle miteinander zusammenleben würden und ein Staat somit nicht mehr nötig wäre.
    Ja klar und ich bin der Kaiser von China. Darüber kann man übrigens Millionen von Kritiken lesen. Aber brauch man ja garnicht, denn jeder der halbwegs denken kann weiß, dass es soetwas nie geben wird. Der Mensch hat eben Gefühle und dazu gehören z.b. auch Wut. Und manche Menschen sind andere Charaktere und sind hinterlistig, gewalttätig, egoistisch etc. pp.
    Durch Staatslosigkeit würden diese nur noch stärker zu Tage treten.

    So und das mit Faust ist mal Schwachsinn hoch zehn. Ich habe glatt nen Lachanfall gekriegt.
    Man liest keinen Faust mehr in der Schule, weil das unnütz für die Produktion der Gesellschaft ist. Was ne verblendete Linksextreme Propaganda.
    Nur mal so zur Info. Ich weiß ja nicht auf was für Schulen du gegangen bist, aber wir haben sehr wohl Faust durchgenommen - ja auch 1 und 2. Und ja wir waren sogar im Theater - und ja sogar zu Faust 1 und 2!!! Und ja es war bei fast allen Schulen bei uns in der Stadt so!
    Heh und wir haben sogar nicht nur Faust durchgenommen - nein sogar noch Nathan der Weiße, Romeo und Julia, Der Geizige... und viele mehr.
    Ach und ich war übrigens im Abi NICHT Deutsch Leistungskurs. Keine Ahnung was du für Bildung erfahren hast, aber entweder warst du nie in der Schule oder du hast wirklich ne ganz schlimme erwischt - dann hätte ich aber auch längst gewechselt, wenn es dich so stört.
    Ich weiß auch nicht, was man in Deutsch schon groß anderes durchnehmen sollte. Irgendwelche Wirtschaftsnachrichten aus der "Wirtschaftswoche" oder was? Oder warst du auf einer Schule mit 90% Ausländeranteil, wo es keinen richtigen Deutsch-/Literaturunterricht gab?
    Das soll jetzt nicht rassistisch klingen, aber ich kann mir einfach nicht erklären, wie man auf so einen Schwachsinn kommt.
     

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