Kosmische-Strahlung: neuer Hohlraum in Cheops Pyramide gefunden

Artikel von Carla Columna am 3. November 2017 um 20:07 Uhr im Forum Wissenschaft & Forschung - Kategorie: Wissenschaft

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Kosmische-Strahlung: neuer Hohlraum in Cheops Pyramide gefunden

3. November 2017   Carla Columna   Kategorie: Wissenschaft
Ägypten: Kosmische Teilchen führen zum Sensationsfund in einem der sieben Weltwunder der Antike und dem größte von Menschenhand geschaffene Bauwerk der Erde - der Cheops Pyramide. Mit stattlichen 139 Meter Höhe ein beeindruckender Bau, welchen die Arbeiter unter dem Pharao Cheops bereits vor etwa 4.500 Jahren erbauten. Die Rätsel der Cheops-Pyramide sind bis heute ungelöst und üben weiterhin Reiz auf Archäologen aus, da ihr Inneres bisher nur in Teilen bekannt und erkundet ist, ebenso wie die strittige Methode der Erbauung.

scan-pyramids-myonen-detektor.jpg

Die Cheops-Pyramide besteht aus massivem Kalkstein, was es schwierig macht, das Bauwerk mittels Röntgen- oder Radarstrahlung zu durchleuchten. Einige Kammern sind auch aus noch dichterem Granit gebaut. Die Wissenschaftler der Nagoya Universität haben im Rahmen des Projekts Scan Pyramids drei verschiedene Detektor-Technologien eingesetzt, um die Pyramide zu durchleuchten. Mit Hilfe von sogenannten Myonen - Elementarteilchen, die bei Kontakt von kosmischer Strahlung mit Atomen in der oberen Atmosphäre entstehen welche eine hohe Energiedichte haben, können diese auch meterdicken Stein durchdringen. Wenn die Myonen auf Hohlräume treffen, werden weniger von ihnen abgelenkt oder absorbiert, das lässt sich dann an den Detektoren ablesen. Die "Belichtungszeit" ist dabei sehr lange, denn die Strahlungsintensität ist nicht beeinflussbar und hat einer geringe Auflösung bzw Strahlendichte, daher kann es mehrere Wochen dauern bis sich ein Bild abzeichnet.

Die erste neu entdeckte große Struktur seit dem 19. Jahrhundert
Da die Pyramide vor äußeren Einwirkungen oder Grabungen verschont bleiben soll, und nicht alles Durchbohrt werden darf, waren nur Methoden möglich welche das Weltwunder nicht beschädigen. Da auch Gammastrahlen wie beim Röntgen nicht ausreichten, verging einige Zeit bis die Myonen-Scans eingesetzt werden. Diese Wurden allerdings schon um 1960 entdeckt, brauchbare Detektoren wurden aber erst später entwickelt.



Die Daten weisen mit sehr großer Wahrscheinlichkeit auf einen Hohlraum mit mindestens 30 Meter Länge und 8 Meter Höhe oberhalb der Großen Galerie hin.
Sie tauften ihre Entdeckung auf den Namen „ScansPyramid Big Void“. Noch rätseln die Forscher darüber, ob der Gang waagerecht verläuft oder schräg wie die Große Galerie. Um derartige Details sowie die Struktur zu klären, werden andere Methoden zum Einsatz kommen müssen.
Auch die Theorien über die Entstehung der Pyramiden könnten so gestärkt oder entkräftet werden.
 

Kommentare

#2 16. November 2017 um 13:40 Uhr
Die Pyramiden sind auch echt ein interessantes Rätsel. Allein die Entstehung und die Geschichte dazu faszinieren einen sehr. Beeindruckend, was die Menschen damals schon bauen konnten, auch wenn es nicht ganz human zuging.