Kosten durch Klimawandel höher als Weltkriegsschäden

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von xxxkiller, 30. Oktober 2006 .

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  1. #1 30. Oktober 2006
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    Durch die Erwärmung der Erdatmosphäre drohen der Weltgemeinschaft nach einer Klimastudie größere wirtschaftliche Schäden als sie von den beiden Weltkriegen des 20. Jahrhunderts verursacht wurden. Die wissenschaftlichen Belege für einen Zusammenhang zwischen dem Ausstoß von Treibhausgasen und dem Klimawandel seien "erdrückend", sagte der britische Premierminister Tony Blair in London bei der Vorstellung eines Berichts über die Auswirkungen der Erderwärmung. Das UN-Klimasekretariat legte in Bonn einen Bericht vor, wonach der Ausstoß von Treibhausgasen in den Industrieländern zugenommen hat.

    Der in London vorgestellte Bericht des ehemaligen Weltbank-Chefökonomen Nicholas Stern warnte, dass das Nichthandeln gegen den Klimawandel eine neue Weltwirtschaftskrise auslösen könnte. Stern bezifferte die möglichen Kosten in seinem 700-seitigen Bericht auf 5,48 Billionen Euro. Im britischen Sender BBC mahnte Stern: "Die Risiken sind sehr groß, und wenn wir nicht bald etwas zu ihrer Verringerung tun, wird es sehr schwierig werden, damit noch umzugehen."

    Blair sagte, ohne sofortige Gegenmaßnahmen würden die Auswirkungen der Erderwärmung unumkehrbar. Es gebe derzeit keine ernstere und dringlichere Aufgabe für die Weltgemeinschaft. Wenn nicht gehandelt werde, "sind die Folgen für unseren Planeten tatsächlich verheerend", sagte Blair.

    Laut dem jährlichen Bericht des Klima-Rahmensekretariats der Vereinten Nationen (UNFCCC) stiegen die Emissionen der 41 erfassten Industrieländer zwischen 2000 und 2004 um 2,4 Prozent. Auf den Zeitraum von 1990 bis 2004 umgerechnet gingen die Emissionen der Industrieländer insgesamt um 3,3 Prozent zurück. Besorgnis erregend sei aber, dass auch in Mittel- und Osteuropa der Ausstoß von Treibhaus-Gasen zwischen 2000 und 2004 um 4,1 Prozent angestiegen sei, erklärte UNFCCC-Generalsekretär Yvo de Boer.

    Deutschland habe zwischen 1990 und 2004 einen Rückgang der Emissionen von mehr als 17 Prozent erreicht, was nach Angaben des UNFCCC-Mitarbeiters Sergey Kononov "ziemlich nah dran ist an der Zielvorgabe des Kyoto-Protokolls". Das Kyoto-Vertragswerk verpflichtet die Industriestaaten, ihren Ausstoß von Kohlendioxid und weiteren Treibhausgasen bis 2012 drastisch zu reduzieren. Vom 6. bis 17. November beraten die Vertragsstaaten der UN-Klimarahmenkonvention in Nairobi über die künftige Politik zum Schutz der Erdatmosphäre.

    Quelle: yahoo.de
     

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