Dies stellt allerdings schon eine deutliche Verbesserung dar. Vor wenigen Jahren konnten die staatlichen Seiten der internationalen Medien in Kuba überhaupt nicht aufgerufen werden. Daran war keine Zensur schuld, sondern die Übertragungsgeschwindigkeit war schlicht zu langsam.
Ein Projekt von Google soll dafür sorgen, dass die vorhandenen Internetanschlüsse etwas schneller auf die Inhalte zugreifen können. Als erster westlicher Internetkonzern wird Google dazu auf der Karibikinsel selbst aktiv werden. Dort haben die Techniker des Unternehmens lokale Server installiert. Diese sollen in Zukunft häufig abgerufene Inhalte speichern um so das Unterseekabel zu entlasten, was damit auch die Kapazität und Geschwindigkeit erhöht.
Dies kann beispielsweise ein populäres Youtube-Video sein. Die Daten müssen dann nicht mehr jedes Mal über das Internetkabel aus Venezuela geladen werden, sondern werden aus dem Zwischenspeicher vom Server auf Kuba geladen. Das reduziert die übertragene Datenmenge durch den Flaschenhals (das Unterseekabel). Im Idealfall können so andere Inhalte ein wenig schneller geladen werden. Für Kubaner, die bisher keinen Zugang zum Internet haben, bringt die Initiative von Google derzeit noch nichts.
Hier bleibt abzuwarten, wie weit Kuba sich dem Westen noch öffnet und ob weitere Kooperationen zwischen Google oder anderen Konzernen möglich sind um das Land vor einem noch weiteren Rückfall zu bewahren. Erst kürzlich wurden Importverbote gelockert, da das Land dringend neue Autos und Ersatzteile benötigt. Langsam aber sicher sind auch die haltbarsten Geräte abgenutzt und aufgebraucht. Ein weiterer Grund für eine zumindest weitere minimale Öffnung zum Westen ist, dass der wichtigste Versorgungspartner, Venezuela, seit Jahren in einer Krise steckt und sich immer weiter in den Ruin befördert hat und damit selbst an Versorgungsengpässen leidet.
Quelle: Google Just Became The First Foreign Internet Company To Launch In Cuba