Landschaft - JPEG vs. RAW in Adobe Lightroom

Dieses Thema im Forum "Grafik & Foto Tutorials" wurde erstellt von BlueDebris, 5. Oktober 2008 .

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  1. #1 5. Oktober 2008
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 14. April 2017
    Hallo RR-User,

    viele von Euch besitzen eine Digitalkamera.
    Einige davon sind imstande im Format RAW aufzunehmen.
    Ich habe früher lange Zeit in JPEG aufgenommen, bis ich eines Tages überzeugt wurde RAW auszuprobieren - und es hat sich definitiv gelohnt.
    Ich möchte euch hier an einem simplen Beispiel zeigen, wie aus einem flauen JPEG-Wolkenbild in Adobe Lightroom mit geringem Aufwand ein kräftiges, überzeugendes Bild wird.
    Ich möchte mich hier auf das Wesentliche, die Bearbeiung eines Landschaftsbildes konzentrieren und zeigen, wie ich an so ein Bild rangehe.

    So, ermal öffnen wir Lightroom, importieren das RAW-Bild und wechseln in den Entwicklungsmodus.

    {bild-down: https://www.xup.in/tn/2008_10/10414216.jpeg}


    Auf der Rechten Seite sehen wir jetzt die verschiedenen Werkzeuge, von denen ich einige benutze um das Bild zu entwickeln.

    {bild-down: https://www.xup.in/tn/2008_10/21181085.jpeg}


    Das Histogramm liefert Informationen zur Belichtung.
    Am oberen Ende ist es etwas leer, d.h. die hellen Bereiche wurden auf dem foto nicht ausgereizt.

    {bild-down: https://www.xup.in/tn/2008_10/48643460.jpeg}


    Die Grundeinstellungen nimmt man meist als erstes vor.
    Hier ist noch nichts umgestellt.
    Es ist in 4 Segmente unterteilt:

    {bild-down: https://www.xup.in/tn/2008_10/18531453.jpeg}


    1. Farbe / Graustufen: Mit Lightroom kann man sehr einfach Schwarz Weiss bilder machen, hierzu wählt man einfach Graustufen aus.
    2. Weissabgleich: Die Farbtemperatur des Lichtes ist nicht immer gleich, deshalb haben Kameras einen Automatischen Weissabgleich. Dieser trifft aber nicht immer 100%ig, deshalb kann man diesen - einer der größten Vorteile des RAW-Formats - noch nachträglich verändern.
    3. Farbton: Die Belichtung macht das Bild heller oder dunkler, Über- oder Unterbelichtungen lassen sich einfach und bis zu einem gewissen Grad, RAW sei Dank, ohne Qualitätsverlust ausgleichen. Die Wiederherstellung macht z.B. überstrahlte Bildbereiche dunkler; wenn man beispielsweise auf einem Bild eine weisse Hauswand mit drauf hat, wird diese etwas dunkler und man erkennt mehr Details. In diesem Beispiel werden die Wolken etwas kräftiger und dunkler.
    die Lichterkorrektur hellt dunkle Bildelemente auf - vor allem bei geblitzten Bildern die im Hintergrund sehr dunkel sind, lässt sich noch einiges rausholen. Schwarz ist ähnlich wie eine Kontrasterhöhung - ohne Schwarz wirkt das Bild blass, mit hohen Schwarz-Werten lassen sich oft dramatische Bilder erzeugen.
    4. Präsenz: Durch Erhöhung der Klarheit werden die Wolken schäfer umrissen. Bei Portraits z.B. ist Klarheit weniger Empfehlenswert, da dadurch Hautunreinheiten sehr stark hervortreten. Bei Architekturfotos wirken die Linien stärker, generell gilt: Ausprobieren! Lebendigkeit uns Sättigung beeinflussen die Farben des Bildes. Gras wird saftig grün, der Himmel wird tiefblau, das ganze Bild wirkt kräftiger, je nach Einstellung richtig knallig.

    Nach dem Vornehmen der Grundeinstellungen sieht das Bild schon ganz anderst aus:

    {bild-down: https://www.xup.in/tn/2008_10/56192829.jpeg}


    Kommen wir zur Graduationskurve.

    {bild-down: https://www.xup.in/tn/2008_10/68975538.jpeg}


    Ich verwende die Graduationskurve fast nur bei Bildern, auf denen Wolken zu sehen sind oder zumindest viel Himmel.
    Hier kann man immer Ausprobieren - Nicht immer führt die gleiche Veränderung zum Gleichen Ergebniss. Manchmal muss man die Dunklen Farbtöne anheben, manchmal senken, um einen ansehnlichen Effekt zu bekommen. Ich verwende gerne "extreme" Werte, ich mag kräftige, fast schon "überbearbeitete", knallbunte Fotos sehr gern.
    Je nach Wolkenbild (ich habe auch schon Fotos in Lightroom angefangen zu bearbeiten aber wieder gelöscht, da sie einfach langweilig waren) lassen sich teils atemberaubende Ergebnisse erzielen.
    Hier die Einstellung der Werte und das Ergebniss:

    {bild-down: https://www.xup.in/tn/2008_10/12318356.jpeg}


    Zum Vergleich das unbearbeitete JPEG-Bild wie es aus der Kamera kam und das bearbeitete RAW-Bild.
    Kamera war eine Canon EOS 400D, Objektiv ein Sigma 18-125. Außerdem wurde ein Polfilter verwendet.

    {bild-down: https://www.xup.in/tn/2008_10/15523354.jpeg}
    --> {bild-down: https://www.xup.in/tn/2008_10/94005169.jpeg}
     

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