Linux auf PS3....so gehts weiter

Dieses Thema im Forum "Gamer Support" wurde erstellt von K!askedate, 29. Mai 2007 .

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  1. #1 29. Mai 2007
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 15. April 2017
    Unter Linux so auf PS3 installieren. - RR:Board findet ihr schonmal ein Tutorial, wie ihr Linux installiert.Für jeden, der wissen will, was man dann noch zu beachten hat oder wissen will, was man noch so alles machen kann, habe ich hier nochmal ein Tutorial gefunden, wo noch diverse andere Sachen beschrieben werden.
    • Die Installation war erfolgreich und wie geht es nun weiter?
    • So stellen Sie die meisten Oberflächen und Menüs, sowie das Tastatur-Layout von Linux endgültig auf Deutsch um
    • So installiert man zusätzliche Software – Durchführung am Beispiel der alternativen Oberfläche „KDE“
    • So startet ihr die PS3 wieder mit der Standard-Oberfläche
    • Auf welche Komponenten hat man mit Linux keinen Zugriff? Was ist möglich und was nicht?






    1.Die Installation war erfolgreich und wie geht es nun weiter?


    Hat man nun geduldig den Installationsbalken etwa eine Stunde beobachtet oder aber etwas Sinnvolleres in dieser Zeit getan geht es mit einem Neustart weiter und die endgültige Einrichtung kann beginnen. Wie von Windows gewohnt nimmt man nun noch einige weitere Einstellungen vor, dazu zählen die Auswahl des Datums und der Uhrzeit und das Erstellen eines Benutzerkontos. Dies haben wir ja auch bereits weiter oben bereits angedeutet, denn Linux möchte aus Sicherheitsgründen verständlicherweise den User nicht die komplette Zeit mit vollen Rechten umherlaufen lassen. Ja und es ist jetzt tatsächlich geschafft, die Installation von Linux ist fertig und erfolgreich verlaufen, nachdem man sich durch einige weitere Bildschirme geklickt hat und sich mit den zuvor eingegeben Benutzerdaten in das System einloggt. Übrigens setzt Yellow Dog Linux auf eine Oberfläche namens „Enlightenment-Desktop“, welche vielleicht nicht gerade vielen Linux, als auch Windows-Benutzern zusagen wird, letztlich wurde diese Wahl aber deshalb getroffen, da diese Ressourcenschonender agiert als die gängigeren Alternativen wie „KDE“ und „Gnome“. Denn die PS3 verfügt leider nur über 256 MB Arbeitsspeicher, was im Vergleich zu typischen PC´s sehr wenig ist. Wer dennoch eine andere Oberfläche bevorzugt, kann vor dem Einloggen noch auf Gnome oder KDE wechseln, letztere muss nachträglich installiert werden, worauf wir später noch eingehen werden. Um diesen Wechsel vorzunehmen müsst ihr folgendes tun: Klickt am unteren Bildschirmrand auf die Option „Sitzung“ und wählt dort KDE (später) oder GNOME aus, nach einem weiter Klick könnt ihr euch wie gewohnt mit Usernamen und PW einloggen. Vorm Start des Systems werdet ihr noch mal gefragt, ob diese Änderungen der Oberfläche zum Standard gemacht werden soll oder nur dieses eine mal gelten sollen.
    Trotz der Performance-Gründe empfehlen wir nämlich für alle Einsteiger die eher an Windows-Oberflächen erinnernde KDE-Desktop-Variante, welche auch in den weit verbreitenden SUSE-Linux-Distributionen meistens zum Einsatz gekommen ist.

    Bevor wir uns aber an diesen Schritt wagen, loggen wir uns erst einmal mit der Standard-Oberfläche ein um noch einige weitere Korrekturen vorzunehmen. Nach dem kurzen Startvorgang sieht man einen eigentlich ziemlich normalen Desktop wie aus der Windows-Welt vor sich. Allerdings befindet sich der Zugriff auf die meisten Einstellungen und Programme am oberen Teil des Bildschirms. Mit einem Klick auf eines der Symbole in dieser Leiste startet man so einfach und simpel etwa den bekannten Webbrowser „Firefox“ oder aber die eMail-Anwendung „Thunderbird“, genauso wie etwa die Textverarbeitung von „OpenOffice“. Links in der Leiste, nach einem Klick auf das entsprechende Symbol findet man in etwa das Gegenstück zur Startleiste aus der Windows-Welt und hat somit Zugriff auf allerlei kleine und größere Standard-Applikationen. Dazu zählen Spiele, Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Grafikbearbeitung, Programmiertools, sowie die Systemverwaltung und einiges mehr.



    2.So stellen Sie die meisten Oberflächen und Menüs, sowie das Tastatur-Layout von Linux endgültig auf Deutsch um

    Doch bevor man nun verständlicherweise einige der Programme austesten möchte, sollte man noch folgende Dinge ausführen, denn im Gegensatz zu der gewählten Sprache bei der Installation erscheinen die Menüs und die Oberfläche weiterhin in englischer Sprache. Daher ist nun ein wenig Konfigurationsarbeit angesagt, bevor man sich dem Vergnügen widmen kann.

    Als erstes führt daher der Weg in das Untermenü „Configuration“ -> „Configuration Panel“, welches man erreichen kann, nachdem man auf das blaue Symbol mit dem passenden kleinen gelben Hund oben in der Leiste ganz links geklickt hat. Dort muss man nun ein wenig scrollen bis man den Punkt „Miscellaneous“ erreicht und dort auf „Language Settings“ klickt. Dies öffnet seitlich ein weiteres Menü in welchen man nun „German“ auswählt und auf „Apply“ gefolgt von „Close“ klickt. Danach kann man dieses Menü schließen.

    Um auch die Tastatur auf Deutsch umzustellen ist aber noch ein weiterer Schritt nötig.
    Hierfür geht man folgenden Weg: „Klick auf das runde Symbol links“ -> „Applications“ -> „Applications“ -> „Accessories“ -> „System Tools“ -> „System Config“ -> „Keyboard“. Bevor man den letzten Schritt ausführen kann, wird man aufgefordert das Kennwort von „root“ einzugeben, also das während der Installation von euch eingegebene Passwort für den Administrator, nicht für den später erstellten normalen Benutzer. Dies ist nötig, da man Zugriff auf ein Systemprogramm nehmen möchte, ist diese Hürde auch überwunden wählt man nun einmal „Deutsch“ an und geht danach auf den vorherigen Auswahlpunkt zurück und klickt diesen wieder an. Diese Änderung bestätigt man nun, damit die Einrichtung abgeschlossen wird.

    Zu guter Letzt müssen wir uns ausloggen und wieder neu anmelden, damit die Änderungen aktiv werden. „System“ -> „Logout“, danach meldet man sich einfach wie gewohnt von neuem an und die Sprache sollte ebenso wie das Tastaturlayout in den meisten Fällen korrekt auf Deutsch geändert sein. Dies sieht man auch bereits an den Icons auf dem Desktop, welche nun etwa mit „Persönlicher Ordner“ beschriftet sind und keine englischen Begriffe mehr tragen.

    Wer nun weitere Software installieren möchte oder aber aktualisieren will, muss seine PS3 mit dem beigelegten Netzwerkkabel etwa mit seinem Router direkt verbinden. Denn momentan wird der WLAN-Chip der PS3 von Linux noch nicht unterstützt. Wer sowieso seine PS3 auf diese Weise ins Internet bringt muss nicht einmal irgendetwas ändern. Theoretisch sollte nun das Surfen im Internet mit „Firefox“ oder das Abholen von Mails via „Thunderbird“ bereits ohne irgendwelche weitere Konfigurationsarbeit funktionieren. Wer nun seine Software aktualisieren möchte oder zusätzliche herunterladen will, greift dazu einfach wieder über das vorher erwähnte „Applications“-Menü zurück. Dort findet man nämlich den Punkt „Software Management“ unter welchen man dann wiederum „Add/Remove Software“ und den „Software Updater“ finden kann.



    3.So installiert man zusätzliche Software – Durchführung am Beispiel der alternativen Oberfläche „KDE“

    Um nun die weiter oben erwähnte alternative Desktop-Umgebung „KDE“ zu installieren begeben wir uns in den bereits erwähnten Menüpunkt „Add/Remove Software“ unter „Software Management“. Nach einiger Wartezeit (Konsole muss mit dem Internet verbunden sein), erscheint auch bereits der richtige Bereich, zumindest für diese Zwecke. Links und Rechts befinden sich nun mehrere Auswahlbereiche. Während auf der Linken-Hälfte bereits „Desktop Environments“ ausgewählt ist, müssen wir rechts noch ein Häkchen bei „KDE“ setzen. Anschließend müssen wir auch noch für diese neue Oberfläche die entsprechende Unterstützung für die Deutsche-Sprache heraussuchen. Um diese zu finden wechselt man ganz Links auf das Icon „Liste“. Die Zusammenstellung aller Pakete dauert einige Zeit, nun scrollt man bis zum Bereich „KDE“ nach unten. Dort setzt man dann noch ein Häkchen bei folgendem Eintrag „kde-i18n-German“. Anschließend sucht man entweder weitere Programme (etwa einige die extra für die Oberfläche „KDE“ ausgelegt sind) oder man klickt sofort auf „Anwählen“ unten rechts. Sogleich werden einige Abhängigkeiten geprüft und die benötigten Inhalte anschließend herunter geladen und installiert. Unter Umständen erhält man noch eine Aufforderung weitere Pakete herunterladen zu müssen, damit der einwandfreie Betrieb der neuen Desktop-Umgebung gewährleistet ist, dies kann man getrost akzeptieren und mit einem Klick auf „weiter“ den Download starten lassen.

    Sobald der Download abgeschlossen und die Installation der neuen Software durchgeführt wurde, braucht ihr euch nur auszuloggen und könnt dann mit einem Klick auf „Sitzung“ bereits die neue Oberfläche „KDE“ auswählen und euch wie gehabt einloggen.



    4.So startet ihr die PS3 wieder mit der Standard-Oberfläche

    Wenn ihr dann doch wieder auf die normale Oberfläche, sprich die XMB zurückwechseln wollt, müsst ihr einfach folgendes tun:
    • Bei der Standard YDL-Oberfläche: „Applications“ -> „Applications“ -> „Accessories“ -> „System Tools“ -> „Boot PS3 Game OS“
    • Bei KDE: Hier greifen wir nun etwas tiefer ein um einen einfachen Systemwechsel zu ermöglichen:

    1. Klickt mit der rechten Maustaste auf eine freie Stelle des Desktops und wählt dort folgendes aus: „Neu erstellen -> Verknüpfung zu Programm“
    2. Gebt nun einen passenden Namen ein, wie etwa „Boot PS3 Game OS“
    3. Wechselt auf die Registerkarte „Programm“ und gebt dort als Befehl folgendes ein: su –l –c “boot-game-os“
    4. Klickt anschließend unten auf „Erweiterte Optionen“ und setzt ganz oben einen Haken bei „In Terminal ausführen“ und klickt anschließend 2x auf die Schaltfläche „OK“
    5. Startet ihr dieses erstellte Programm nun mit einem Doppelklick öffnet sich ein Terminalfenster mit der Frage nach dem Passwort, hierbei ist das Administrator-Kennwort gefragt. Wundert euch nicht, dass ihr es eintippt und es trotzdem nicht erscheint, dies ist einfach eine Sicherheitsmaßnahme. Habt ihr das Passwort eingegeben und mit Enter bestätigt fährt euer Linux-System automatisch herunter und beim nächsten Start wird die gewohnte PS3-Oberfläche wieder ausgeführt.
    6. Für diejenigen die sich unsicher sind, sei kurz der oben erstellte Befehl erklärt. Um nicht ständig diesen Befehl von Hand neu eingeben zu müssen, erstellen wir ein kleines Programm, welches diese Zeile auf Klick im Terminal (eine Art wie die Kommandozeile bei Windows) ausführen lässt. SU steht dabei für Superuser, nötig um kurzfristig root-Rechte in diesem Fall zu erlangen, um somit einen Systembefehl ausführen zu können. Dazu gibt man sich kurzfristig eben diese Rechte. Boot-Game-OS sollte selbst erklärend sein und die Optionen für SU, also –l und –c sorgen dafür das der eigentliche Befehl ausgeführt wird (command/login)

    Will man wieder Linux starten, muss man einfach wieder bei den Einstellungen der PS3 vom Standardsystem der PS3 auf „Anderes System“ wechseln.



    5.Auf welche Komponenten hat man mit Linux keinen Zugriff? Was ist möglich und was nicht?

    Abschließend möchten wir noch erwähnen, dass man mit Linux bisher nur sehr eingeschränkten Zugriff auf den Grafikchip der Playstation 3 erhält. Somit sind also nur sehr rudimentäre Spiele möglich und was wichtiger ist, dass Abspielen von Videos ist somit nur mit Einschränkungen möglich. Ob und wann in dieser Hinsicht eine Besserung oder überhaupt eine Änderung in Sicht ist, lässt sich bisher leider noch nicht sagen.
    Weiterhin existiert unter Linux bisher kein Treiber, welcher den WLAN-Chip der Konsole nutzbar macht. Grundsätzlich besteht hier aber zumindest in absehbarer Zeit die Hoffnung, dass findige Bastler oder Sony bzw. die Entwickler von Linux-Distributionen direkt einen Treiber für die WLAN-Unterstützung zur Verfügung stellen werden. Denn bisher kann man nur via Kabel mit Linux online gehen oder aber Updates ziehen, sowie auf Wunsch neue Software herunterladen.

    Man kann also festhalten dass man mit Linux auf der PS3 trotz einiger starker Einschränkungen beim Zugriff und dem Benutzen der PS3-Hardware einiges anstellen kann.
    Da wäre erst einmall der übliche Alltagskram wie bei einem Standard PC, also das Surfen im Internet mit bekannten Webbrowsern oder aber das Verfassen und Abholen von Mails. Weiterhin hat man Zugriff auf Grafikbearbeitung, Programmierungstools (selbst für die Cell-Architektur), Textverarbeitung, Tabellenkalkulationen, Webseiten-Erstellung, PDF-Erstellung und noch vielem mehr. Auch vor IRC oder Messenger-Programmen macht die Linux-Welt nicht halt. Im Grunde kann man auch direkt Informationen aus dem Netz oder selbst verfasste Dokumente bzw. selbst gestaltete Bilder ausdrucken, allerdings muss dafür ein Druckertreiber für das entsprechende Modell im Heimgebrauch für Linux in der PPC-Variante (Power PC) verfügbar sein. Ein kleiner Technik-Abstecher sei uns an dieser Stelle nochmals erlaubt, denn die Besondere Erwähnung der Architektur PPC hat hier durchaus einen Sinn. Denn im Gegensatz zu normalen Prozessoren in Desktop-PC`s wie sie die meisten von uns zu Hause besitzen, arbeitet die Cell-CPU der PS3 deutlich anders. Dadurch sind auch keine Standard-Treiber oder Software für Linux welche für normale PC`s entwickelt wurde und meist x86er-Software genannt wird, nicht mit der Power PC-Architektur des Cell Chips und somit der PS3 kompatibel. Was letztlich die Verfügbarkeit von Software und Treibern nochmals etwas einschränkt.
    Die Geschwindigkeit des Systems ist natürlich auch grundsätzlich noch relativ langsam, da einfach der Hauptspeicher der PS3 für ein normales Betriebssystem zu klein gewählt wurde.


    Falls doch nochmal einer ein komplettes Tutorial haben will, kann er mir ja ne PN schicken.

    .
     

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  3. #2 29. Mai 2007
    AW: Linux auf PS3....so gehts weiter

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