Malta: Kryptowährungen für Glücksspiele erlaubt

Artikel von Fabiane Herbst am 4. April 2018 um 12:19 Uhr im Forum Allgemeines & Sonstiges

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Malta: Kryptowährungen für Glücksspiele erlaubt

4. April 2018    
Die MGA ist eine Behörde in Malta, welche nationale Regulierungen bezüglich Glücksspielen umsetzt und Spielbetreiber überprüft. Dazu gehören vor allem Online-Casinos, Wettbüros sowie Lotterien. Von Malta aus operieren zahlreiche Unternehmen in diesen Bereichen und erwirtschaften für das Land Millionen an Steuereinnahmen. Nun soll die Tür auch für andere Unternehmen der Branche geöffnet werden in dem Kryptowährungen akzeptiert werden.

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Blockchain Casinos
Während der Testphase soll es möglich sein, Spiele einzurichten, die ganz oder teilweise auf einer Blockchain basieren. Diese Technologie könne dafür genutzt werden, Transparenz und Fairness zu demonstrieren, etwa bei Zufallsgeneratoren. Ein weiterer Plan ist die Einrichtung von Smart Contracts. Diese sollen Einsätze während des laufenden Spieles wie z.B beim Mega Moolah Spielautomat (der größte jemals gewonnene online Slotmaschinen-Jackpot wurde am Mega Moolah abgeräumt.) treuhänderisch festhalten, und je nach Spielausgang die Gewinne auszuzahlen. Davon können vor allem kleine und unbekannte Anbieter profitieren, da sie so vertrauen gewinnen und Nutzer die Angst nehmen um ihre Gewinne geprellt zu werden. Ein Spielbetrieb soll allerdings nur Betreiber eigenen Wallets möglich sein, was natürlich diese Garantien wieder neutralisiert.

Ziel der maltesischen Glücksspielbehörde ist es, Kryptowährungen reguliert zuzulassen und dabei die Sicherheit der Spieler und deren Geld zu gewährleisten, dabei aber gleichzeitig einen erheblich wachsenden Markt zu erreichen. Illegale Aktivitäten wie Geldwäsche wollen sie unmöglich gestalten. So soll es beispielsweise nicht möglich sein, Geld auf die Casino-Wallets einzuzahlen und es dann abzuheben, ohne gespielt zu haben - was allerdings bei fast allen Anbietern bisher auch schon die Praxis ist und kaum ein Hindernis.

Unterstützung bei ihrem Vorhaben bekommt Malta unter anderem aus Wien: Das österreichische Start-up Hero soll der MGA beratend zur Seite stehen. Hero hat kürzlich den HEROcoin (PLAY) eingeführt, mit diesem soll man auf eSport-Events wetten können.

In einer nationalen Strategie fördert die Regierung unter Ministerpräsident Joseph Muscat entsprechende Projekte der Blockchain- und Kryptowährungs-Technologie. So wollen sie diese unter anderem im Landregister und im Gesundheitsregistern einsetzen. Auch die Kryptowährungs-Exchange Binance plant derzeit einen Umzug von Asien nach Malta. Muscat begrüßte das Unternehmen ausdrücklich und sprach in dem Zusammenhang davon, dass Kryptowährungen das Geld der Zukunft seien.
 

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