Masanobu Fukuoka: Nichts-Tun-Landwirtschaft

Dieses Thema im Forum "Politik, Umwelt, Gesellschaft" wurde erstellt von Terrorbeat, 18. Januar 2009 .

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  1. #1 18. Januar 2009
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 14. April 2017

    Masanobu Fukuoka war ein Japanischer Bauer der die idee hate, die Landwirtschaft ohne jegliche Chemie oder Maschinen zu betreiben. Hier eine Zusammenfassung: Kleinsthof::Nichts-Tun Landwirtschaft nach Fukuoka

    Glaubt ihr sowas könnte man auch auf Mittel Europäischen Boden anwenden? Was haltet ihr Allgemein von dieser Idee, würden alle Menschen satt werden? Könnte man Menschen davon überzeugen weniger Fleisch, mehr Gemüsen zu Essen?

    Bücher:
    Rückkehr zur Natur von Masanobu Fukuoka
    In Harmonie mit der Natur von Masanobu Fukuoka

    Ich selber finde, man sollte wesentlich mehr in diese Richtung Forschen als den Boden und das Klima mit Chemie und Maschinen zu versuchen außerdem stimme ich fest damit überein das die Chemie in der Nahrung unsere Körper zerstört und auch die Psyche. Ich bin sowieso schon immer ein fan von dingen gewesen die so einfach und grundlegen sind wie die Nichts-Tun-Landwirtschaft
     

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  3. #2 18. Januar 2009
    AW: Masanobu Fukuoka: Nichts-Tun-Landwirtschaft

    Es klingt nicht schlecht, was Fokuoka da für Thesen aufstellt. Ich kann auch nicht sagen, dass seine Behauptungen falsch sind. Doch Fakt ist, dass die Landwirtschaft ohne Maschinen nicht rentabel ist.
    In der modernen Landwirtschaft geht es vor allem darum so viel wie möglich Ertrag zu erwirtschaften um den größtmöglichen Gewinn zu erhalten. Das Ziel, die Ernährung der Menschen, steht meiner Meinung nach nicht mehr auf Platz eins.
    Ob die Anwenung chemischer Dünger die Qualität des Bodens reduziert ist fraglich. Durch den Dünger können mit Hilfe einer teilflächenspezifischen Nutzung ("precision farming") die von verschiedenen Faktoren abhängigen Bodenqualittsunterschiede ausgeglichen werden. So kann eine Ertragssteigerung erreicht werden. Jedoch beruht dieses Prinzip auf das Zusammenspiel von Maschine und Dünger.

    Es ist schwer solche Thesen zu widerlegen bzw. sie zubeweisen. Dazu müssten Langzeitstudien durchgeführt werden. Ich wäre erfreut, wenn diese dann zeigen würden, dass die Nichts-Tun-Landwirtschaft den gewünschten Erfolg bringen kann.
    Wenn ich über das Thema nachdenke, dann bin ich in einem Zwiespalt. Einerseits kann ich mir vorstellen, dass die Natur sich selbstständig regulieren kann. Andererseits glaube ich, dass allein durch diese Selbstregulierung kein höherer Ertrag auf den Feldern möglich sein wird.
    Etwas anderers ist der Anbau im eigenen Hausgarten. Dort wäre ein Anbau nach Masanobu Fukuoba möglich. Denn hier strebt man nicht nach größtmöglichen Erträgen und daraus resultierenden Gewinnen.

    Gruß
     
  4. #3 18. Januar 2009
    AW: Masanobu Fukuoka: Nichts-Tun-Landwirtschaft

    Die Methode an sich klingt schon gut. Das ähnelt ja unseren BIO-Produkten, die sind ja auch natürlich gehalten, da man auf den Gebrauch von Chemikalien und so verzichtet. Dennoch wird sicherlich mit dem ein oder anderen Kniff beim Wachstum nachgeholfen, dass wir auch ganzjährig Bioartikel en masse haben.
    Da sehe ich persönlich das Problem, das es eigentlich unmöglich macht Fukuokas Methode auf Dauer oder gänzlich im großen Maßstab in Mitteleuropa zu verwenden: Die Zeit.
    Es muss ja alles schnell, schnell, schnell gehen in unserer industrialisierten Welt. Wenn ich das richtig sehe kommt der aus irgendeinem bäuerlichen Eck in Asien, der kennt das so nicht. Aber hier müssen die Dinger schnell wachsen, schnell geerntet werden und schnell im Laden liegen. Die sind dann noch schön bearbeitet, dass sie länger halten als manches Naturprodukt, da bin ich sicher.

    Aber für den privaten Bereich ist es sicherlich eine tolle Sache. Wer einen Garten oder die Möglichkeit zum kleinen Anbau für den Eigenbedarf hat, kann die Methode mal ausprobieren. Wenn alles klappt, wird es sicherlich auch den ein oder anderen Euro sparen. :>
     
  5. #4 18. Januar 2009
    AW: Masanobu Fukuoka: Nichts-Tun-Landwirtschaft

    • keine Bodenbearbeitung
    • keine Maschinen
    ... kein Problem :rolleyes:
    Wie sollen denn so über 6Mrd Menschen ernährt werden?? Macht er sich darüber auch mal Gedanken?

    Wie bei allem...es wird sich erst durchsetzen können, wenn es ökonmisch rentabel ist! Nur dann stellen Menschen um. Genauso wie beim Klimaschutz!

    Und da dies ein Rückschritt von vllt. 1000 Jahren wäre, wird es nicht keinenfalls durchsetzen!

    mfG
     
  6. #5 18. Januar 2009
    AW: Masanobu Fukuoka: Nichts-Tun-Landwirtschaft

    All das senkt die Produktivität meiner Meinung nach und ich denke davon lassen sich nicht so viele Leute ernähren wie von einem mit modernen betrieben Feld. Jedoch scheint der Junge trotzdem Erfolg gehabt zu haben, denn er hat einen asiatisch hoch angesehenen Preis dafür bekommen, was ich aber rauslese aus dem Wikipedia Text ist, dass man sehr viel Ahnung haben muss und verschiedene Pflanzenarten miteinander kombinieren muss, ich denke eine wirtschaftliche Nutzung ist nicht wirklich möglich, weil es doch viel Aufwand ist, für Biobauern könnte das jedoch eine Methode sein, wenn sie es ernst meinen

    Für alle die sich noch mehr dafür interessieren (Quelle Wikipedia,de
     
  7. #6 18. Januar 2009
    AW: Masanobu Fukuoka: Nichts-Tun-Landwirtschaft

    Die Idee is natürlich klasse aber umsätzen lässt sich das trotzdem nicht.
    Würde ma sagen das komplett Deutschland mit Feldern übersäht sein müsste, damit alle satt werden.
    Am liebsten wäre mit ein Kompromiss von früher und heute. Also weniger Schadstoffe, trotzdem verbesserter Dünger und am besten gar keine Schädlingsbekämpfungchemikalien....mein gott hat man halt n kleines Loch im Salatblatt.....wascht den halt n bissel gründlicher.
    Aber seine Ansichten das die Natur alles selbst regelt finde ich interessant und viellciht bewegt es ja einige Bauern ihre Produktion an diesen Theorien zu erproben
     
  8. #7 18. Januar 2009
    AW: Masanobu Fukuoka: Nichts-Tun-Landwirtschaft

    Ansich klingt das gut, nur glaube ich nicht das man diese Methode global anwenden kann.
    Vermutlich würden so noch weniger Menschen satt werden, da durch den Dünger, die Chemie es nunmal mehr Ernteertrag gibt.
     

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