Merkel macht Klimaschutz zu EU- und G8-Schwerpunkt 2007

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von xxxkiller, 1. Dezember 2006 .

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  1. #1 1. Dezember 2006
    Der Klimaschutz soll nach den Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) während der deutschen Präsidentschaft von EU und G8 im kommenden Jahr eine "herausragende Rolle" spielen. Sie wolle "mehr Menschen überzeugen, dass gehandelt werden muss", sagte Merkel in Berlin bei der Vorstellung der beiden neuen Klimaschutzberater der Bundesregierung: Der Wissenschaftler Joachim Schellnhuber und der Chef des Energiekonzerns Vattenfall, Lars Göran Josefsson, sollen die Regierung während der Doppelpräsidentschaft fachlich unterstützen.

    Merkel nannte den Klimawandel eine der "größten Herausforderungen für die Menschheit". Deutschland wolle seine Präsidentschaft der EU und der sieben führenden Industrienationen und Russlands (G8) daher nutzen, andere Länder von dem Problem zu überzeugen und Handlungsmöglichkeiten zu finden. Merkel will dazu auch den Eröffnungsvortrag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos im Januar halten.

    Die Bundeskanzlerin wird nach eigenen Angaben auch versuchen, die USA, die das Klimaschutzabkommen von Kyoto bislang ablehnen, an Bord zu holen. "Die G-8-Präsidentschaft ist prädestiniert, solche Themen anzusprechen", sagte Merkel. Sie verwies darauf, dass es in dieser Frage in den USA - beispielsweise im Senat - nach Jahren der Blockade wieder Bewegung gebe. "Das ist ein dickes Brett, und es ist noch nicht durchgebohrt, aber man sollte es weiter versuchen."

    Auch Bundesumweltminister Siegmar Gabriel (SPD), der die beiden Experten vorgeschlagen hatte, sprach sich dafür aus, die Themen Klima und Energie "ganz oben auf die Tagesordnung" von EU und G8 zu setzen.

    Der Leiter des Potsdamer Instituts für Klimaforschung, Schellnhuber, mahnte Fortschritte insbesondere bei den Verhandlungen über die Klimaschutzziele nach Auslaufen des Kyoto-Protokolls im Jahr 2012 an. Wenn dies in den nächsten Jahren nicht gelinge, "sehe ich keine Chance, den Klimawandel noch in einem akzeptablen Maß zu halten", sagte er. Auch Josefsson, der fließend Deutsch spricht, betonte, dass der Klimaschutz zu einem Innovationsmotor werden könne.

    Die Umweltschutzorganisation Greenpeace zeigte sich empört über die Berufung Josefssons. Der Manager stehe als Vattenfall-Chef für den Abbau und die Verstromung von Braunkohle, "dem klimaschädlichsten Energieträger überhaupt", erklärte der Greenpeace-Energieexperte Andree Böhling in Hamburg.

    Quelle: yahoo.de
     

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