Mr Magoos Zeichen Tutorial Pt.1 - Grundlagen

Dieses Thema im Forum "Grafik & Foto Tutorials" wurde erstellt von Mr.Magoo, 17. Juli 2007 .

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  1. #1 17. Juli 2007
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 14. April 2017
    Ich grüße euch. Nachdem ich von so vielen so positive Resonanz bekommen hab will ich euch natürlich nicht das Geheimnis meines Schaffens vorenthalten. Ich denke wenn das Tut gut ankommt bastel ich euch mehr davon :) Ich hab das mal für die Laien von Grund auf entwickelt (die meisten hier habens ja schon echt drauf - was ich so gesehen habe!)


    Fangen wir mal an. Also zu aller Erst ist es mal wichtig mit welchem Werkzeug ihr arbeitet. Ich bevorzuge einen guten Bleistift (am besten einen Mittelweichen - zu weich ergibt zu dunkle Farben und zu hart gibt keinerlei Kontrast).
    Ausserdem ist ein Druckbleistift von Vorteil (kein Spitzen und immer eine relativ gleich dicke Mine).
    Die Vorlagen die ich euch hier darstelle sind jetzt zwar mit einem Wacom Tablett (<- Sehr zu empfehlen!!) und Photoshop entstanden, entsprechen aber 1:1 dem realen Vorbild.

    1. Der richtige Druck:

    Wie im richtigen Leben kommt es auch beim Zeichnen auf den richtigen Druck an. Zu wenig führt zu keinem brauchbaren Resultat - zu viel macht alles Kaputt ;)

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    An diesem Beispiel erkennt ihr wie an Punkt 1 ein fester Druck einfach zu einer Krakelei führt. In Punkt 2 und 3 könnt ihr erkennen dass es sinnvoller ist erstmal weich zu beginnen und auf diese Weise eine Fläche gleichmäßig zu schraffieren (ein weißes Blatt hat zu einer sanft grauen Schraffur ja nicht so viel Kontrast) um den Effekt (hier ein Farbverlauf) zu verstärken habe ich beispielsweise auf einer Seite dann leicht den Druck erhöht und zur anderen Seite hin wieder abschwächen lassen. Das ist schonmal die wichtigste Basis für gute Schattierungen. Variationen wie in Punkt 4 könnt ihr selbst ausprobieren.

    2. Die richtige Technik:

    Das beste Talent bringt nichts wenn die Technik nicht stimmt (und das ist mal reine Konditionierung - was ich meinte als ich zu einigen gesagt habe "niemals aufhören!")
    Ich habe immerwieder festgestellt dass jemand versucht hat aus einer Linie zu zeichnen. Ich denke das bekommen vielleicht einige Zeichengötter hin aber kein autonomaler Mensch ;)

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    Die Hand in Punkt eins ist ein kläglicher Versuch aus wenigen Strichen zu zeichnen. Der einzige Trick besteht darin kurze, sanfte Striche (siehe Abschnitt 1) über die Arbeitsfläche gleiten zu lassen. Fahrt meinetwegen mehrmals mit dem Stift knapp über dem Papier durch die Luft - auf diese weise bekommt das Gehirn den richtigen Umgang mit der Hand (hierbei angemerkt, wer das noch nicht so oft gemacht hat. Hand auflegen und nur aus dem Handgelenk zeichnen ^^ nicht aus dem Arm - das wäre sonst beim Malen notwendig). Ich habe in Punkt 2 die gleiche Hand mit eben dieser Technik gezeichnet. Man sieht deutlich den Unterschied zwischen beiden Händen. Klar es handelt sich hierbei nur um Sketches die ausgearbeitet werden können - aber die rechte Hand von beiden wirkt doch etwas professioneller ;)

    3. Schattierungen

    Die wichtigste Regel bei Schattierungen lautet: "Don't be afraid of black" (lustigerweise von Bob Ross ;) ) und damit hatter recht! Nicht gleich stockdunkel Schattieren aber ein gewisser Kontrast kommt doch heraus, wenn man mehrmals über eine Stelle mit sanftem Nachdruck fährt.

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    Ich hab euch mal als Basis so ein Quarder hingesetzt (für diejenigen, die mit Perspektive noch nicht soviel Ahnung haben sind hier noch die Fluchtlinien eingezeichnet...)

    Ich nehme jetzt mal den Betrachter als Lichtpunkt. Entsprechend verhalten sich die Schatten an dem Quarder:

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    Mag jetzt faszinierend aussehen, aber das ist nichts weiter als das was ich zuvor beschrieben hatte. Weiche Schraffierungen zu Begin und dann die entferntesten Teile von der Lichtquelle leicht verstärkt nachschraffieren. Fertig

    Ich habe jetzt noch zwei weitere Objekte daraufgesetzt um euch den Effekt der vorhin beschriebenen "Don't be afraid of black" nahezubringen:

    [​IMG]

    Die Pfeile zeigen euch wo ich den Kontrast durch noch mehr Druck verstärkt habe (jetzt hat natürlich etwas die Form darunter gelitten aber das könnte man noch durch einen Nachzug der Linien ausbessern.



    Sooo. Ready. Macht euch dran und experementiert. Seid nicht gleich entmutigt wenn was nicht so gut aussieht. Immer weiter und nie aufhören! Ich zeig euch im nächsten Tut, wie man aus einem Scheiß anfang ein gutes Bild zaubern kann (merkt euch nur die Techniken!)

    Gruß Magoo
     

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