Mückenstiche: Juckreiz mithilfe von Smartphone-Addon behandeln

Artikel von Miko Collard am 4. Mai 2019 um 12:04 Uhr im Forum Mobile News - Kategorie: Technik

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Mückenstiche: Juckreiz mithilfe von Smartphone-Addon behandeln

4. Mai 2019     Kategorie: Technik
Jedes Jahr, wenn die Temperaturen steigen, beginnt sie: Die Zeit der lästigen Plagegeister, die sich am Blut der Menschen laben. Quälender und lang anhaltender Juckreiz ist vorprogrammiert. Cremes und Hausmittelchen zeigen meist keine ausreichende Wirkung. Doch jetzt besteht berechtigte Hoffnung, sich mit diesem Juckreiz nicht mehr länger herumärgern zu müssen. Und zwar mithilfe des Smartphone Add-on "heat_it", was bald auf den Markt kommen soll.

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Die Kamedi GmbH aus Eggenstein – Leopoldshafen entwickelte ein Gerät, welches den Juckreiz nach dem Stich augenblicklich unterbindet.

Dieses Gadget wird an der Landebuchse des Smartphones angeschlossen und dort mit Strom versorgt. Zusätzlich dazu gibt es eine App, die zur speziellen Behandlung der Stiche entwickelt wurde. Wird der Besitzer gestochen, ruft er die App auf, benennt das Insekt und die Region des Einstichs -z.B. Zeh, Handfläche, etc. - und drückt das Tool auf die geschwollene, gerötete und eventuell bereits juckende Stelle. Es erwärmt sich auf 48 bis 56 Grad, auf einer Fläche von 36 Quadratmillimeter. Die Behandlungsdauer orientiert sich daran, welches Insekt zugestochen hat, und variiert zwischen drei und 15 Sekunden. Anschließend sollte vom Juckreiz nichts mehr zu spüren sein.


Wieso Wärme so wirkungsvoll ist, konnte bisher noch nicht endgültig geklärt werden. Lange Zeit vermutete man, dass sie das Insektengift zerstört – dies wurde jedoch praktisch widerlegt. Wahrscheinlicher ist, dass die Temperatur die Bildung von Histaminen hemmt, welche den Juckreiz verursachen.
Anfang nächsten Jahres soll „heat_it“, bestehend aus Gerät plus App, auf den Markt gebracht werden. Der Preis steht noch nicht fest.


Entwickelt wurde das System am KIT-Institut für Mikrostrukturtechnik. Der Heizkörper hat eine Leistung von 2,5 Watt und ist so klein, dass man ihn beispielsweise am Schlüsselanhänger befestigen kann. Die Batterie eines Smartphones reicht um etwa 500 Stiche zu behandeln.

Es müssen keine unangenehm riechende Körperlotionen oder Sprays mehr aufgetragen werden um die Blutsauger in Schach zu halten. Da es kein Medikament ist, besteht auch nicht die Gefahr einer allergischen Reaktion.

Um das Gadget zur Marktreife zu bringen und einen Marktstart zu gewährleisten, will Kamedi im Juli eine Crowdfunding-Kampagne starten und mindestens 20.000 Euro sammeln.
 

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