Multikulti führt zum Bürgerkrieg!

Dieses Thema im Forum "Politik, Umwelt, Gesellschaft" wurde erstellt von Shnuppl, 18. November 2009 .

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  1. #1 18. November 2009
    Von: Endstation Rechts.


    Hat sich die europäische Linke nach dem Zweiten Weltkrieg auf rechtsextremes Gebiet begeben?
    Ist es überhaupt erlaubt, die Menschenrechte gegen den Willen verschiedenster Länder
    als allgemein verpflichtend durchsetzen zu wollen?
    Woher kommt eigentlich die irrige Vorstellung, der Westen trage die Schuld an Armut oder
    Konflikten in Afrika oder sonstwo auf der Welt?
    Und wieso dieser Threadtitel?


    >>> die Antworten gibt es hier:


    weitere Teile, siehe HP


    MfG, Shnuppl
     

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  3. #2 18. November 2009
    AW: Multikulti führt zum Bürgerkrieg!

    Also ich finde das nen bischen überzogen zu sagen Multikulti führt zum Bürgerkrieg. Bei der Geschwindigkeit der Globalisierung kann man das überhaupt nicht aufhalten. Selbst wenn es so währe ist das halt der Preis für den Vortschritt.
     
  4. #3 19. November 2009
    AW: Multikulti führt zum Bürgerkrieg!

    Sag mal ehrlich,
    hast du dirs überhaupt durchgelesen?^^
     
  5. #4 19. November 2009
    AW: Multikulti führt zum Bürgerkrieg!

    Prof. Flaig: Genau das behaupte ich; ich folge darin Alain Finkielkraut
    und anderen. Mein Kronzeuge ist kein geringerer als der größte Anthropologe
    des 20. Jahrhunderts, nämlich Lévi-Strauss, der 1971 die Verteidigung der kulturellen
    Vielfalt zum Programm erhob und darauf hinwies, dass damit selbstverständlich
    die Xenophobie – der Fremdenhass - ein notwendiges und gerechtfertigtes Verhalten
    sei, und zwar nicht nur gegen die Europäer, sondern zwischen allen Kulturen
    überhaupt. Die entsetzliche Konsequenz, zu der Lévi-Strauss gelangt, lautet
    schlicht: Nur durch Feindschaft und Abwertung des ‚Anderen’ lässt sich eine Kultur
    überhaupt verteidigen. Der ‚Kulturrassismus’ ist damit in jeder Kultur angelegt und
    aktualisiert sich, sobald sie sich bedroht sieht.


    Womit er durchaus Recht hat. Inzwischen sind wir hier leider soweit, dass wie auch dieser Professor so locker flockig hochgestochen daherredet, dass einzelne Bevölkerungsgruppen in ihrer Nachbarschaft ihr eigenes System etabliert haben und es erheblich ausweiten (siehe Diskussion über die Einführung der Scharia in westliche Rechtssysteme)

    Ich gebe ihm auch Recht, dass wir hier unser Wertesystem nicht mehr verteidigen. Die Leitkultur wird zersetzt und im Namen der Menschenrechte müssen wir hier alles erdulden... Und wenn es nur im Kindergarten ja kein Schweinefleisch mehr gibt oder irgendwann Frauen doof angeguckt werden, weil sie kein Kopftuch tragen.
     
  6. #5 19. November 2009
    AW: Multikulti führt zum Bürgerkrieg!

    Zum ersten Teil: Ich frage mich, ob es denn unmöglich ist, eine friedliche Koexistenz grundsätzlich verschiedener Kulturen nicht vorraussetzen zu können. Angesichts der Raum-Kultur-Verteilung auf unserem Planeten ist es doch nicht völlig abwegig, dass Kulturen, deren Absicht nicht gerade das Beherrschen sämtlicher anderer Zivilisationen und Kulturen ist, nebeneinander existieren, ohne mit der/den jeweils anderen überhaupt in Berührung zu kommen. Selbst wenn sie sich auch räumlich unmittelbar nebeneinander befänden, ist es keine Unmöglichkeit, ohne Auseinandersetzungen auszukommen, vorausgesetzt natürlich, dass beide Abstand davon
    nehmen der jeweils anderen die ihr eigenen Ansichten und Strukturen aufzuzwingen.

    Zu Lévi-Strauss: Er benutzt meiner Meinung nach den Begriff Kultur äquivalent zu dem der Ideologie, womit ich nicht übereinstimme. Eine Kultur kann sehr wohl Veränderungen vollziehen, die nicht nur von innen getragen sind und nicht nur kosmetischer Natur sind. Auch fast schon revolutionäre Neuerungen, um das ganze etwas überspitzt zu formulieren, können unter Bewahrung des Kerns einer jeden Kultur und unter Achtung ihrer Grundsätze vollzogen werden.
    Eine Kultur kann sich also im Gegensatz zu einer Ideologie "radikal" verändern, solange sie dabei nicht eine vollkommen neue Kultur hervorbringt, die mit der Alten nicht mehr viel gemeinsam hat.

    Dazu, dass die "Beschränkung Europas Menschenrechtsdiskurs auf seinen Kulturraum" nicht stattfinden darf/sollte:
    Bisher war ich der Auffassung, dass die Menschenrechte, als Manifest des europäischen Denkens, des Denkens der "Kultur Europa", nicht als verbindlich für andere Kulturen und deren Strukturen gelten sollten. Wenn ein Volksstamm aus Afrika oder Südostasien oder Südamerika, über Jahrhunderte oder gar Jahrtausende hinweg, die Folter als Strafe für ein Vergehen besonderer Art, über dessen Gewichtigkeit wir uns überhaupt kein Urteil bilden sollten als dieser Kultur fremde Menschen, vorgesehen hat, so war dies in meinen Augen immer nicht angreifbar. Der absolute Gedanke, die eigenen kulturellen oder gern "human" genannten Errungenschaften und Entwicklungen, als universal und allgemeingültig festzusetzen war mir fremd.

    Im Wissen um nicht wenige Einzelheiten der Kolonialisierung und ebengleich Europäisierung großer Teile der Welt, distanzier(t)e ich mich von diesem Anspruch, dass das europäische Denken und die Richtlinien, die Grenzen dieses Denkens, nach bestem Vermögen überall geltend gemacht werden sollten.
    Die Argumentation Flaigs in diesem Zusammenhang, die auf der Annerkennung, ja sogar Rechtfertigung der nazionalsozialistischen Ideologie beruht, leuchtet mir aber dennoch ein.
    Sein Gedankengang ist sehr überzeugend dargelegt und hat mir eine Möglichkeit für eine differenziertere Sicht der Umstände eröffnet.

    Daraus folgt: Trotzdem bin ich weiterhin der Meinung, dass, wenn eine Kultur, beziehungsweise Ideologie, nicht über innertotalitäre Handlungen hinausschreitet, sie neben einer ebenfalls derart charakterisierbaren Kultur koexistieren kann, ohne Kampf der Kulturen.

    Wenn allerdings innerhalb einer Gesellschaft, die aus mindestens zwei großen Kulturen besteht, Probleme und Meinungs- und Gedankensverschiedenheiten auftreten, deren Eskalationspotenzial sehr groß ist, kann es zu schwerwiegenden innergesellschaftlichen Konflikten kommen. Dies als ersten Schritt hin zu einem Bürgerkrieg zu bezeichnen, halte ich aber für äußerst gewagt. Für einen Bürgerkrieg ist in meinen Augen das Konfliktpotenzial nicht allein dadurch gegeben, dass eine Gesellschaft eine Vielzahl von Kulturen "beherbergt".

    Flaigs Argumentation setzt voraus, dass jede Kultur der anderen von Grund auf misstrauisch, wenn nicht sogar feindselig gegenübersteht. Abgesehen von dem Fakt, dass es innerhalb jeder Kultur Elemente gibt, die totalitär denken und denen der Wille die eigene Kultur Elementen andersartiger Kultur(en) aufzuzwingen eigen ist, kann ich dem recht negativen Bild, das Flaig zeichnet nichts abgewinnen.

    Solange, wie die Mehrheit der Menschen ihren Anspruch auf den Besitz von Vernunft und Verstand besitzt und danach strebt ihn nicht nur Anspruch sein zu lassen, ist ein Bürgerkrieg aufgrund des bloßen Vorhandenseins von Multikultur innerhalb einer Gesellschaft in meinen Augen utopisch.
     
  7. #6 22. November 2009
    AW: Multikulti führt zum Bürgerkrieg!

    Ich sehe es eher so, wenn sich eine Kultur ihrer nicht mehr bewußt ist, so geht sie unter. Es kann natürlich daraus etwas besseres entstehen oder sie geht einfach nur unter... mit Konflikt oder ohne.
     
  8. #7 22. November 2009
    AW: Multikulti führt zum Bürgerkrieg!

    Es ist aber noch ein gewaltiger Unterschied zwischen einer Kultur, die sich ihrer nicht mehr bewusst ist und einer Kultur, die kein statisches Gebilde ist, aber dennoch den Fortbestand ihrer Grundsätze sichert. Und genau da habe ich mit meiner Kritik angesetzt. Flaig setzt diese Statik voraus, aber eine Kultur kann sich verändern, ohne zu einer völlig neuen zu werden.
     
  9. #8 22. November 2009
    AW: Multikulti führt zum Bürgerkrieg!

    ja, ich halte das für durchaus möglich....
    jeder von uns kennt diese jugendliche die sagen " ihr scheiss....."
    was wird aus denen in 10 jahren???
    und aus diesen vierteln???

    dieser proffesor hat eine einfache und einleuchtender lösung dargestellt
    der meinung bin ich auch....sehe aber da langfristig nichts gutes auf uns zukommen
    die deutschen fühlen sich mehr und mehr bedroht, sodass sie den rechten mehr und mehr symphatisieren....
    ja und als die reaktion von den ausländern wird es mehr unverständnis geben....
     
  10. #9 9. Dezember 2009
    AW: Multikulti führt zum Bürgerkrieg!

    das sieht nach rechter propaganda aus... sowas brauchen wir hier nicht.
     

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