Musikbranche fordert Regierungshilfe gegen illegale Kopien im Internet

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von mattes008, 18. März 2009 .

  1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
  1. #1 18. März 2009
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 16. April 2017
    Musikbranche fordert Regierungshilfe gegen illegale Kopien im Internet

    Die deutsche Musikwirtschaft vermisst im Kampf gegen illegale Internet-Downloads die Unterstützung der Bundesregierung. "Im Gegensatz etwa zu Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy oder US-Präsident Barack Obama denkt die deutsche Politik noch analog", sagte der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands Musikindustrie, Dieter Gorny. Zwar sehe Kanzlerin Angela Merkel die Brisanz beim Schutz des Urheberrechts, sie habe dabei aber die "Industriepiraten im Blick, die zum Beispiel Turnschuhe fälschen", sagte Gorny in einem Gespräch mit dpa.
    [​IMG] [​IMG]
    Dabei liege die Kreativ- und Kulturwirtschaft mit einem Beitrag von 61 Milliarden Euro zum Bruttoinlandsprodukt zwischen der Chemie- und der Automobilindustrie. Bisher beschränke sich die Regierung mit dem Ausbau von Datenautobahnen auf die Technik des Internets, denke aber kaum über die Inhalte nach."Nur weil man an digitale Produkte kein Preisschild hängen und sie nicht anfassen kann, sind sie nicht weniger wert", sagte Gorny

    Notwendig sei vor allem, die Anbieter von Internetzugängen in den Kampf gegen illegales Filesharing einzubinden. Bis dahin müsse die Branche aber den Druck auf Raubkopierer über Anwälte und Gerichte beibehalten. Seit 2004 habe die Musikindustrie 100.000 Verfahren eingeleitet. Rund ein Drittel der Fälle sei über Vergleiche bereits abgeschlossen worden. Die Zahl illegaler Downloads sei von mehr als 600 Millionen Titeln im Jahr 2004 auf 316 Millionen im vergangenen Jahr um rund die Hälfte zurückgegangen. Am Donnerstag dieser Woche legt der Verband die neuen Branchenzahlen vor.

    "Bisher haben wir gezögert, die Verfolgung weiter zu verschärfen, weil wir hoffen, dass sich durch die Entwicklung in Europa auch in Deutschland etwas tut", sagte Gorny. Als Vorbild sieht der Verbandschef die Sarkozy-Initiative zum Schutz des Urheberrechts. Noch in diesem Jahr soll in Frankreich eine neue Aufsichtsbehörde (HADOPI) ertappte Raubkopierer zunächst per E-Mail verwarnen, beim dritten Mal wird der Internet-Anschluss abgeschaltet ("Three Strikes"). "Wir würden ein Warnsystem bevorzugen, aber die Regierung zwingt uns durch ihr zögerliches Verhalten dazu, weiter Abmahnungen zu verschicken", sagte Gorny.

    In Deutschland lehnen die Zugangsanbieter bisher freiwillige Auskünfte über Raubkopierer ab und werden dabei teilweise von Juristen gestützt; im Urheberrechtsgesetz ist allerdings auch ein Auskunftsanspruch gegen Provider festgehalten: Rechteinhaber wie etwa Plattenfirmen und Filmproduzenten, die ihre Werke in Tauschbörsen entdecken, können aber über einen Richter eine Enttarnung der Anschlussinhaber beantragen. "Wir brauchen in Deutschland eine von der Politik moderierte Abstimmung zwischen den Providern und den Inhalte-Produzenten." Die Grundlage der Kreativ- und Kulturwirtschaft sei ein starkes Urheberrecht. Auch die Internetprovider müssten an qualifizierten Angeboten im Netz Interesse haben, sagte Gorny. "Von der Flatrate allein werden sie Zukunft nicht mehr leben können."

    quelle: heise.de
     

  2. Anzeige
    Dealz: stark reduzierte Angebote finden.
  3. #2 18. März 2009
    AW: Musikbranche fordert Regierungshilfe gegen illegale Kopien im Internet

    Super Idee in Frankreich beim dritten Mal den Internetzugang abzuschalten. Das ist endlich mal ne effektive Lösung. Dadurch verhindert man zwar, dass für die betreffenden Personen das Internet als Bildungsangebot, soziale Kontaktplattform, Einkaufshilfe und als Mittel zur selbständigen, unabhängigen Information wegfällt und damit schon fast das Recht auf informationelle Selbstbestimmung flöten geht, aber "SonyBMG" hat es wieder allen gezeigt!!
    So was brauchen wir auch und nebenbei sollten sie die ganzen anderen Seiten, die die Nutzer ansurfen auch gleich der Industrie geben, dann kann man die nämlich auch gleich mit zugeschnittener Werbung "zuknallen".
     
  4. #3 18. März 2009
    AW: Musikbranche fordert Regierungshilfe gegen illegale Kopien im Internet

    Ich habs nurmal grob überflogen, inhaltlich sage ich nichts konkret zum BEitrag. Allgemein gesagt gilt immernoch, es verstößt gegen das Grundgesetz wenn der Staat in die Privatsphäre eingreift um Wirtschaftliche Interessen zubefridigen!
     
  5. #4 18. März 2009
    AW: Musikbranche fordert Regierungshilfe gegen illegale Kopien im Internet

    Und wer kommt dann als nächstes un will auch sonst noch solche Informationen?
    Wen jagt man als nächstes?
    Heute Terroristen, morgen Raubkopierer, übermorgen Menschenrechtler?

    Außerdem: Was würde so ein Warnsystem bringen? Dadurch bekommen die ihr Geld ja auch nicht wieder rein. Man kann Cds auch ganz Oldschool wieder brennen anstatt sie aus dem Internet zu ziehen. So wie es früher war.

    Im Endeffekt ist es doch so das sich nur die Musikindustrie beschwert und nicht die eigentlichen Rechtsinhaber. Die Interpreten verdienen nicht grad gut an den Cds. Als Musiker verdient man mehr durch Konzerte.
     

  6. Videos zum Thema
Die Seite wird geladen...
Similar Threads - Musikbranche fordert Regierungshilfe
  1. Antworten:
    2
    Aufrufe:
    305
  2. Antworten:
    2
    Aufrufe:
    344
  3. Antworten:
    4
    Aufrufe:
    440
  4. Antworten:
    2
    Aufrufe:
    8.886
  5. Antworten:
    1
    Aufrufe:
    8.221
  • Annonce

  • Annonce