Musikdownloads: Leihen oder Kaufen - das ist die Frage

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von zwa3hnn, 8. April 2005 .

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  1. #1 8. April 2005
    Bislang muss man Songs im Internet kaufen. Verschiedene Online-Musikshops wollen sich bald an einer weiteren Form des Angebots versuchen: dem Vermieten von Musik.

    Wollen sie Musik kaufen oder leihen? Die Antwort auf diese Frage wird darüber entscheiden, in welche Richtung sich der Musikabsatz im Internet in nächster Zeit entwickelt. Bei den Mietangeboten kann der Kunde aus einer nahezu unbegrenzten Zahl von Songs wählen und sie gegen eine monatliche Gebühr so oft hören wie er will. Bislang konnten sich aber die Anbieter nicht gegen Geschäftsmodelle wie den Itunes Music Store von Apple und dessen populäres Abspielgerät, den Ipod, durchsetzen.

    Ändern könnte sich das jetzt mit dem Ende 2004 freigegebenen neuen Kopierschutzsystem von Microsoft. Damit können auch "geliehene" Lieder vom PC auf andere, etwa mobile Geräte übertragen werden. Der Schutz besteht darin, dass mit den Liedern eine Art Zeitschaltuhr auf das Abspielgerät übertragen wird. Wird das Gerät an den PC angeschlossen, startet sofort ein Abgleich, ob die Mietzeit noch besteht. Ist sie abgelaufen, kann man den Song nicht mehr hören.

    Übertragbarkeit als Schlüssel zum Erfolg
    "Das ist möglicherweise die erste ernsthafte Herausforderung für den Ipod", sagt Phil Leigh, Präsident von Inside Digital Media in Tampa. Die neuen Abspielgeräte treffen nach Ansicht der Experten den Ipod dort, wo er verwundbar ist: bei der Übertragbarkeit. Denn wenn die Kunden ihre Musik auf verschiedene Geräte übertragen können, wäre das ein Argument für die Miet-Musik. Marktforscher wie Forrester Research erwarten, dass sich die Einnahmen mit der geliehenen Musik in diesem Jahr auf 240 Millionen Dollar verdoppeln werden.

    Firmen wie Realnetworks, Musicnow und Musicnet wollen noch 2005 mit derartigen Angeboten starten. Napster und F.Y.E. bieten dies schon in Verbindung mit dem Windows Media Player an. In neuer Form bietet Napster die übertragbaren Musikstücke jetzt als Napster To Go an. Das Angebot ist mit 14,95 Dollar im Monat fünf Dollar teurer als das Napster-Standardangebot.

    Laut Experten noch Überzeugungsarbeit nötig
    Allerdings wird es die Werbefachleute wohl noch einige Mühe kosten, die Verbraucher davon zu überzeugen, dass sie ihre Lieblingsstücke wie ihren Kabelanschluss oder ihre Stromrechnung monatlich bezahlen, statt sich wie bisher CDs oder Musik online zu kaufen. Auch die Marktbeobachter von Jupiter Research sehen hier noch Bedarf an Überzeugungsarbeit. Es werde wohl auf eine Koexistenz hinauslaufen, wie sie jetzt schon in vielen Bereichen üblich sei, erklärt Michael Gartenberg, Forschungsdirektor von Jupiter. Im terrestrischen und im Kabelfernsehen können man sich auch Dinge ansehen, die man nicht besitze. Andererseits würden bestimmte DVDs dann doch gekauft.

    Alan McGlade, Präsident von Musicnet, ist davon überzeugt, dass die Kunden bald die Vorteile der Miet-Musik erkennen werden. Schließlich könne man sich dann alle neuen Platten gleich nach ihrem Erscheinen auf den PC laden und anhören. Im Laden müsse man dagegen jedes Mal eine Kaufentscheidung treffen.

    Das überzeugt bislang nicht jeden. Apple hat nach eigenen Angaben keine Absicht, Musik auch im Abonnement zu vermieten. Und auch Microsofts Musik-Angebot, MSN Music, bietet weiter nur einzelne Songs zum Kaufen an. Auch gibt es bislang nur eine Hand voll Player, die das neue Kopierschutzsystem unterstützen. Und ob die es mit dem Charme des Kultobjekts Ipod aufnehmen können, ist auch noch eine Frage.


    quelle: Stern.de
     

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