Nach US-Wahlen - ungemütliche Zeiten für die Bundeswehr?

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von Dani500, 9. November 2006 .

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  1. #1 9. November 2006
    US-Demokraten verlangen mehr Einsatz


    Der Doppelsieg der Demokraten bei den US-Kongresswahlen und der überraschende Rücktritt von Pentagonchef Donald Rumsfeld haben in Deutschland Diskussionen über einen Kurswechsel in der amerikanischen Außenpolitik ausgelöst. Experten rechnen damit, dass die USA künftig ein stärkeres Engagement Deutschlands bei militärischen Konflikten verlangen.

    Ruf nach deutschen Kampftruppen
    Die Demokraten seien diejenigen, die von den Alliierten noch größere Unterstützung bei der Stabilisierung in Afghanistan, der Nahost-Politik und im Irak forderten, sagte Karsten Voigt, Koordinator für die deutsch-amerikanischen Beziehungen im RBB-Inforadio. Zwar geht der SPD-Politiker nicht davon aus, dass Washington einen Einsatz der Bundeswehr im Irak fordert. Allerdings würden die USA nun "bestimmt verlangen", dass die Deutschen nicht mehr nur im Norden Afghanistans, sondern mit Kampftruppen auch im Süden des Landes stationiert würden.

    "Amerikaner finanziell entlasten"
    Auch ein Ruf nach deutschen Soldaten für die Krisenregion Darfur im Sudan sei möglich. Zudem würden die USA erwarten, "dass man die amerikanischen politischen Initiativen mehr unterstützt". Als Beispiel nannte Voigt den Iran. "Zweitens aber, dass man die Amerikaner finanziell entlastet und wirtschaftlich zur Stabilisierung von Regionen beiträgt."

    "Weniger zimperlich als die Republikaner"
    SPD-Außenexperte Hans-Ulrich Klose und SPD-Fraktionsvize Walter Kolbow schätzen ebenso, dass die US-Demokraten Deutschland in internationalen Krisen vermehrt um Hilfe bitten werden. "Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Rufe nach einer Lastenverteilung lauter werden", sagte Kolbow. Die Demokraten seien weniger zimperlich als die Republikaner, wenn es darum gehe, Unterstützung von Verbündeten einzufordern, glaubt Klose.

    "Nicht in die Pflicht nehmen lassen"
    Unions-Fraktionsvize Andreas Schockenhoff verwies darauf, dass die Bundeswehr mit momentan acht Auslands-Missionen sehr stark engagiert sei. "Wir brauchen uns hier nicht als zu wenig engagiert in die Pflicht nehmen zu lassen", sagte der CDU-Politiker.



    Quelle: http://onnachrichten.t-online.de/c/95/71/21/9571218.html
     

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