Neue Gebührenordnung - Aus für Webradios?

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von nub$tyl3r, 24. Dezember 2004 .

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  1. #1 24. Dezember 2004
    Kosten erhöhen sich ab April 2005 drastisch

    In Deutschland werden die Honorare für Künstler und Plattenfirmen bei Radiosendungen von der GVL festgelegt. Diese Organisation hat nun ihr neues Preismodell vorgestellt. Die Betreiber von Internetradios sehen sich dadurch in ihrer Existenz bedroht und sprechen von Erhöhungen um bis zu 1.000 Prozent.

    Anders als die GEMA, welche die Rechte der Urheber - etwa von Komponisten - wahrt, ist die "Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten mbh" (GVL) für die Tantiemen von Interpreten und Tonträger-Herstellern zuständig. Wer einen Song etwa durch Ausstrahlung über ein Internetradio öffentlich zugänglich macht, muss an die GVL Gebühren entrichten. Die GEMA dient dabei quasi als Inkasso-Organisation.

    Bisher sah die GVL für Webradios, die oft von Privatleuten aus Enthusiasmus für wenige Dutzend Hörer betrieben werden, eine recht großzügige Regelung vor. Die ausgestrahlte Musik wurde pauschal nach der Anzahl der möglichen Zuhörer vergütet. Konnte ein Stream von 25 Usern gleichzeitig empfangen werden, waren monatlich 25,- Euro fällig, bei 250 Hörern waren es immerhin schon 200,- Euro. Dieses von der GVL selbst als "experimentelle Lizenzierung" beschriebene Modell endet aber zum 31. März 2005.

    An dessen Stelle tritt eine komplexe Regelung, die po ausgestrahltem Musikstück oder pauschale Vergütung vorsieht. Diese Optionen kann sich der Sender selbst aussuchen. Ein Modell sieht ein Zehntel Cent pro Musikstück und Hörer vor. Eine Stunde Webradio mit 25 Hörern kostet bei durchschnittlich 15 Songs also nur 37,5 Cent - auf den ersten Blick günstig, zumal "nicht-kommerzielle" Angebote nur die Hälfte kosten sollen.

    Zusätzlich ist jedoch für die zum Streamen vorgehaltenen Titel eine Gebühr von 25 Cent pro Jahr fällig. Die Pauschalangebote für die gesamte Vergütung beginnen bei 500,- Euro pro Jahr, wobei je nach Musikanteil des Programms noch Rabatte möglich sind.

    Viel Rechenarbeit also für die Radiosender, und natürlich regt sich Protest. Nach Angaben des Portals GVL-Protest.de rechnen selbst kleine Sender mit weniger als zwanzig Hörern mit Kosten von bis zu 350 Euro im Monat - andere Stationen sprechen von Erhöhungen um bis zu 1.000 Prozent.

    Kein Wunder also, dass sich dieser Initiative bereits zahlreiche Sender wie die Gothic-Station darkerradio, FMNcool, Radio Megastar, aber auch Vereine wie der Deutsche Rock&Pop Musikerverband angeschlossen haben. Bis jetzt sammelt die Seite GVL-Protest.de nur die Meinungen der User in einem Gästebuch und bietet ein Mail-Formular, mit dem man sich bei der GVL melden kann. [von Nico Ernst] (ck)


    Quelle: golem.de
     

  2. Anzeige
  3. #2 25. Dezember 2004
    Es war nur eine Frage der Zeit bis so etwas kommt!
    Langsam aber langsam wird INET immer gefährlicher
    und somit auch nicht nur für die Radio Sender sondern auch für UNS!

    mfg

    die dose :)
     
  4. #3 25. Dezember 2004
    grad das internet bietet hier allerdings möglichkeiten
    solchen Tasschenraub zu umgehen.

    Wie sieht es denn aus, wenn ich mein Radio ven nem Japaner hosten lasse ?
    Hm,
    hat mal jemend ein japanisches Wörterbuch ? ^^

    gruz
     
  5. #4 25. Dezember 2004
    ne aber da wird das problem genaussoschwer erstmal den server zu bekommen^^
     
  6. #5 26. Dezember 2004
    Ja das wird das problem sein
     
  7. #6 17. März 2005
    Naja hab gehört schweiz geht auch.
    Hm wenn man anstatt Radiostream einfach ein bild dazupackt das wechselt also als videostream, muss man dann auch die gebühren zahlen ?
     

  8. Videos zum Thema
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