Ölhahn nach Europa zugedreht

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von xxxkiller, 8. Januar 2007 .

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  1. #1 8. Januar 2007
    Minsk/Berlin (AP) Die russischen Öllieferungen durch die «Druschba»-Pipeline nach Europa sind am Montag unterbrochen worden. Für die Blockade ist nach einer Meldung der russischen Nachrichtenagentur Interfax Weißrussland verantwortlich, das die Meldungen allerdings dementierte. Betroffen waren die Ukraine, Polen und Deutschland, für das Russland der größte Öllieferant ist. In Berlin wurde umgehend der Ruf nach einer Verringerung der Abhängigkeit von Energieimporten laut, etwa durch einen Aufschub des Atomausstiegs.

    Der staatliche weißrussische Konzern Belneftechim habe angeordnet, dass die Öllieferungen über die «Druschba»-(»Freundschafts-») Pipeline ausgesetzt werden, zitierte Interfax einen Vertreter der für die Durchleitung in Weißrussland zuständigen Behörde. Das weißrussische Außenministerium dementierte dies. Ministeriumssprecher Andrei Popow deutete aber an, die Regierung habe Maßnahmen ergreifen müssen, um wirtschaftlichen Schaden infolge verknappter Energieressourcen abzuwenden.

    Bundeswirtschaftsminister Michael Glos zeigte sich besorgt. «Ich erwarte, dass die Lieferung durch die Pipeline so schnell wie möglich in vollem Umfang wieder aufgenommen wird», erklärte der CSU-Politiker. Für Deutschland sei die Situation nicht dramatisch. «In den Raffinerien lagert ausreichend Rohöl, so dass unsere Versorgung auch bei längeren Lieferausfällen sichergestellt ist.»

    Die in den sechziger Jahren gebaute Leitung «Druschba» führt über Weißrussland und Polen nach Deutschland. Mit einem Volumen von 22 Millionen Tonnen jährlich versorgt sie die Raffinerien Schwedt und Leuna mit Rohöl.

    Der russischen Nachrichtenagentur RIA-Nowosti zufolge wirft der staatliche russische Pipeline-Betreiber Transneft Weißrussland vor, seit Samstag für Europa bestimmtes Öl abzuzweigen. Weißrussland muss seit Jahresbeginn 100 Dollar je 1.000 Kubikmeter Erdgas an den russischen Konzern Gazprom zahlen - doppelt so viel wie bisher. Zudem führte Russland einen Exportzuschlag von 180 Dollar pro Tonne Öl ein, die an Weißrussland geliefert wird.

    Die Regierung in Minsk reagierte darauf mit der Ankündigung, rückwirkend zum 1. Januar eine Transitgebühr in Höhe von 45 Dollar pro Tonne russischen Öls zu erheben, das über ihr Gebiet Richtung Westen gepumpt wird.

    Für die deutsche Ölversorgung bedeutet die Schließung laut Energie Informationsdienst keine Gefahr. Sprecher Rainer Wiek wies im AP-Gespräch darauf hin, dass eine Ölreserve für 90 Tage vorgehalten werde, zudem hätten einzelne Raffinerien weitere Reserven.

    Russland ist der größte Öllieferant der Bundesrepublik. Mit 37,048 Millionen Tonnen bestritt es 2005 etwa ein Drittel der insgesamt importierten 113,013 Millionen Tonnen.

    Der Lieferstopp stellt laut EU-Energiekommissar Andris Piebalgs «kein unmittelbares Risiko» für die Vorräte in der Europäischen Union dar. Piebalgs sagte, er erwäge, eine Sondersitzung von Energieexperten der 27 EU-Mitgliedstaaten einzuberufen.

    Deutsche Politiker forderten Initiativen zur Verringerung der Abhängigkeit von Energieimporten. Unter anderem forderten Union und FDP indirekt, den Atomausstieg zu überdenken. Unionsfraktionschef Volker Kauder sagte, das Ereignis mache deutlich, dass die Abhängigkeit in der Energieversorgung zu groß sei. Dies müsse geändert werden, etwa durch den Ausbau erneuerbarer Energien. Man müsse aber auch darüber nachdenken, sichere Atomkraftwerke nicht vom Netz zu nehmen.

    Quelle: yahoo.de
     

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  3. #2 9. Januar 2007
    Weißrussland dreht Öl-Hahn zu: EU-Länder schockiert

    Weißrussland dreht Öl-Hahn zu: EU-Länder schockiert


    Minsk/Berlin (dpa) Im Energiestreit mit Russland hat Weißrussland die Durchleitung von russischem Öl nach Deutschland und in andere EU-Länder gestoppt. In Deutschland, das etwa ein Fünftel seines Ölbedarfs über die Pipeline «Freundschaft» (Druschba) deckt, kam kein russisches Öl mehr an.




    Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) zeigte sich besorgt und rief die Regierungen in Minsk und Moskau dazu auf, die vereinbarten Lieferungen sicherzustellen. Versorgungsprobleme wurden jedoch nicht erwartet. Die bundesweiten Vorräte an Benzin, Diesel oder Heizöl seien ausreichend, um die Versorgung über mehrere Monate uneingeschränkt sicherzustellen, hieß es beim Mineralölwirtschaftsverband (MWV) in Hamburg.

    Glos sah die Schließung der «Druschba»-Leitung mit Besorgnis. «Ich erwarte, dass die Lieferung durch die Pipeline so schnell wie möglich in vollem Umfang wieder aufgenommen wird», sagte er in Berlin. Der Vorfall zeige einmal mehr, dass ein ausgewogener Energiemix unverzichtbar sei. Deutschland erhält jährlich etwa 22 Millionen Tonnen Öl über die zu sowjetischen Zeiten gebaute Pipeline. Das Öl wird in den ostdeutschen Raffinerien Leuna und Schwedt verarbeitet.

    Die EU-Kommission forderte Russland und Weißrussland auf, sich rasch zu dem Fall zu äußern. Kurzfristig bestehe keine Gefahr für die Versorgung in Deutschland und Polen, sagte Energiekommissar Andris Piebalgs. Möglicherweise müssten aber Experten noch diese Woche die Auswirkungen auf die strategischen Ölreserven der EU-Staaten prüfen. Deutschland habe Ölvorräte für mehr als 130 Tage.

    Auch Polen sah seine Energiesicherheit trotz der unterbrochenen Erdöllieferungen zunächst nicht gefährdet. «Wir haben Ölvorräte für 80 Tage», sagte Vize-Wirtschaftsminister Piotr Naimski in Warschau. Naimski warf Weißrussland und Russland «unglaubwürdiges» Verhalten vor. Der Vorfall zeige, dass Polen seine Energiezufuhr weiter diversifizieren müsse.

    Die Durchleitung von russischem Öl in Richtung Polen, Deutschland und Ukraine sei auf Anweisung der staatlichen weißrussischen Firma Belneftechim gestoppt worden, sagte ein Sprecher der regionalen Pipeline-Gesellschaft Gomeltransneft. Am Nachmittag hieß es aus gleicher Quelle, dass die Durchleitung noch am Montag wieder aufgenommen werden solle. Russland warf dem Nachbarn Öldiebstahl vor. Eine weißrussische Regierungsdelegation flog zu Gesprächen nach Moskau.

    Der Streit der Bruderländer war im neuen Jahr hoch gekocht, weil beide Seiten trotz einer geltenden Zollunion einander mit Strafzöllen auf Öl belegten. «Weißrussland hat nicht die Ressourcen wie andere Länder, und diese Ressourcen dürfen nicht Mittel der Erpressung sein», sagte der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko Richtung Moskau. Einen drohenden Lieferstopp für russisches Gas hatte Weißrussland erst am Silvesterabend um zwei Minuten vor Mitternacht abgewendet, indem es einer Preisverdoppelung auf 100 US-Dollar (77 Euro) je 1000 Kubikmeter zustimmte.

    Weißrussland habe seit Samstag 79 000 Tonnen Öl aus der «Druschba»-Röhre illegal entnommen, erklärte die Besitzerfirma der Pipeline, der staatliche russische Monopolist Transneft. Minsk müsse das Öl wieder durchleiten, forderte der Transneft-Chef Semjon Wajnschtok: «Der Transit ist eine heilige Kuh.» Als Ausweichroute fasste Transneft einen Ölexport über den Ostseehafen Primorsk bei St. Petersburg ins Auge.

    Der russische Vize-Wirtschaftsminister Andrej Scharonow sagte, es werde keine Verhandlungen mit dem Nachbarland geben, solange dieses nicht die Durchleitungsgebühr von 45 Dollar je Tonne aufhebe. Moskau hat seinerseits Rohölexporte nach Weißrussland mit 180 Dollar je Tonne belegt.

    Nach Einschätzung des Pipeline-Experten Adolf Feizlmayr macht die Liefer-Unterbrechung einmal mehr die Notwendigkeit eines Partnerschaftsabkommens für Energielieferungen zwischen der EU und Russland deutlich. In ein solches Abkommen müssten auch die Transitländer Weißrussland und die Ukraine eingebunden werden, sagte der Gesellschafter des Münchner Pipelineplaners ILF Beratende Ingenieure GmbH der dpa in München. Erst dann bestehe eine Chance, dass die Streitigkeiten und gegenseitige Schuldzuweisungen zwischen den früher zur einstigen Sowjetunion gehörenden Staaten beendet werden könnten. Die Unterbrechung der Durchleitung wertete der Experte als eine rein politische Maßnahme Weißrusslands: «Die Transitländer nutzen das als politisches Druckmittel, das ist sehr schlecht.»



    Quelle





    Wenn das nicht schnell ein ende hat,dann kann ich mein Auto verkaufen.Die Wirtschaft wirder
    da drunter leiden
     
  4. #3 9. Januar 2007
    AW: Weißrussland dreht Öl-Hahn zu: EU-Länder schockiert

    ei gude

    ich bin darüber nicht schockiert!

    bin der meinung dies ist nur vorübergehnd, das öl wird sicher schnell wieder fliessen.die versorgung ist ja weiter gewährleistet. kann genauso passieren das mal nen tanker hobs geht...
    die weissrussen haben sich halt was abgezwackt, kann ich verstehen. jeder will was ab vom kuchen

    thx für da info
    mfg
     
  5. #4 9. Januar 2007
    AW: Weißrussland dreht Öl-Hahn zu: EU-Länder schockiert

    Öl fließt schon wieder.....

    Aber man kann halt sehen wieviel macht die da haben.
     
  6. #5 9. Januar 2007
    AW: Ölhahn nach Europa zugedreht

    da sieht man wieder das geld die welt regiert, wir können froh sein das nicht der Bush in Russland sitzt. Sonst würde es überhaupt kein ÖL mehr für uns geben. Was ein bisschen schwarze Flüssigkeit alles aus macht.
     
  7. #6 9. Januar 2007
    AW: Ölhahn nach Europa zugedreht

    ja und lauf OPEC ist das teure Öl noch zu billig !

    Opec will offenbar gegen Öl-Preisrutsch vorgehen

    Dubai (Reuters) - Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) erwägt offenbar Schritte gegen einen neuerlichen Preisrutsch.

    "Der schnelle und starke Rückgang auf dem Ölmarkt vergangene Woche bereitet den Produzenten Sorgen", sagte ein hochrangiger Delegierte des Kartells der Nachrichtenagentur Reuters am Montag.

    In der vergangenen Woche war der Ölpreis wegen der milden Winter-Temperaturen um fast acht Prozent auf 55 Dollar gesunken. Nach der Schließung einer russischen Pipeline nach Europa schnellte der Ölpreis jedoch am Montag wieder etwas nach oben. Der Preis der wichtigsten Nordsee-Rohölsorte Brent zog bis zum Nachmittag um mehr als einen Dollar auf 56,72 Dollar an.

    Einige Minister der Opec berieten, ob weitere Schritte zur Stützung des Preises notwendig seien, berichtete der Delegierte. Die Opec hatte bereits vergangenen Monat beschlossen, ab Februar pro Tag 500.000 Barrel (1 Barrel = 159 Liter) weniger zu fördern, um eine erneute Verbilligung des Öls zu verhindern. Dies konnte den Preisverfall aber nicht verhindern. Nach Einschätzung von Branchenexperten peilt das Ölkartell einen Preis von 60 Dollar an. Die Opec hat dies jedoch nie offiziell erklärt.
     
  8. #7 9. Januar 2007
    AW: Ölhahn nach Europa zugedreht

    Wartet ab der Russe will auch von uns mehr kohle wenn nich heute dann morgen man siehjt ja wie abhängig einige von den gas und öl der Russen sind da werden wir noch viel spaß haben mit den .


    wir können froh sein das nicht der Bush in Russland sitzt.

    Naja wenn wir uns gut halten würden hätten wir keine sorgen denke ich Putin is schlimmer glaub das mal wirst sehen
     
  9. #8 11. Januar 2007
    Russland dreht Ölhahn wieder auf

    Nach gut zweitägiger Unterbrechung fließt wieder russisches Öl durch die "Druschba"-Pipeline nach Westeuropa. Weißrussland nahm den unterbrochenen Transport am Abend wieder auf, wie russische Nachrichtenagenturen berichteten. Zuvor hatte die Regierung in Minsk nach eigenen Angaben die umstrittenen Transitgebühren für Öl aus dem Nachbarland aufgehoben, die die Blockade der "Druschba"-Pipeline am Montag mit veranlasst hatten.

    Die Öldurchleitung sei entsprechend der zwischen Russland und Weißrussland erzielten Übereinkunft wieder aufgenommen worden, zitierte die russische Nachrichtenagentur RIA-Nowosti den Chef der Pipeline-Betreibergesellschaft, Alexej Kostjuschenko. Die weißrussische Regierung hatte zuvor erklärt, sie habe die umstrittenen Transitgebühren für russisches Öl wieder gestrichen. Diese Gebühren waren Teil des Streits zwischen Minsk und Moskau, der zur Pipeline-Blockade geführt hatte.

    Die Anlage in Schwedt sowie die Großraffinerie in Spergau bei Leuna mussten am Mittwoch ihre Produktion wegen der Blockade der Pipeline deutlich drosseln. In Schwedt wurden nur noch rund 60 Prozent des üblichen Volumens von etwa 31.000 Tonnen pro Tag verarbeitet. In Spergau wurden rund 70 Prozent der üblichen Rohölmenge verarbeitet.

    Deutschland hat nach Angaben des Mineralölwirtschaftsverbandes im Jahr 2005 insgesamt 112,2 Millionen Tonnen Rohöl importiert. Davon kamen 38,3 Millionen Tonnen aus Russland, von denen wiederum 23,4 Millionen Tonnen über die weißrussische Pipeline "Druschba" flossen.

    Quelle: yahoo.de
     
  10. #9 11. Januar 2007
    AW: Russland dreht Ölhahn wieder auf

    In genau solchen Fällen merkt man deutlich, wie sehr man von anderen abhängig ist. Ähnlich wie bei unserer Atomenergie, wir stellen bei uns die Reaktoren ab, die Franzosen bauen bei sich welche und wir kaufen ihren Strom. Tolle Lösung. Das Beste ist es, wenn die Forschungsgelder für alternative Energien deutlich erhöht werden, dann haben mir kein Problem.
    Wenn ich ehrlich bin, möchte ich es nicht erleben, was los ist, wenn das Öl wirklich alle ist. Spätestens dann gibts wieder einen größeren Krieg. Für Automobile stellt das kein Problem dar, dafür gibts bereits genügend Alternativen. Sorgen mache ich mir eher um die Produktion von Kunststoff, Plasik und Kosmetik, weil in den Sachen überall Öl enthalten ist oder sie aus Öl hergestellt werden.
     

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