Österreicher will Bordell an die Börse bringen

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von AFGPOWER, 6. Juni 2007 .

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  1. #1 6. Juni 2007
    Österreicher will Bordell an die Börse bringen




    Alexander Gerhardinger plant als erster Bordellbetreiber Europas den Börsengang seiner Freudenhäuser. Der Chef der RB Immo - Motto: "Immobilien-Investment mit Potenz(ial)" - mag sich dennoch nicht dem Rotlichtmilieu zuordnen: "Ich trage keine Goldkettchen."

    Seine Töchter sind wenig begeistert, dass ihr Vater nicht mehr mit Immobilien, sondern mit Bordellen sein Geld verdient. Alexander Gerhardinger ist das egal. Geschäft sei schließlich Geschäft. Und das soll ziemlich gut laufen. Denn: „Sex brauchen die Leute immer.“ Mit seiner Bordellkette will er spätestens 2009 an die Börse, jeder Laden soll drei Millionen Euro Jahresumsatz machen und zweistellige Renditen einbringen.

    WELT ONLINE: Herr Gerhardinger, wann waren Sie das erste Mal in Ihrem Leben im Puff?Alexander Gerhardinger: Da war ich 17 und bin allein von Linz nach Hamburg per Anhalter gefahren.WELT ONLINE: Um in den Puff zu gehen, sind Sie 900 Kilometer getrampt?Gerhardinger: Ja, ich war neugierig und wollte mir mal so ein richtiges Rotlichtviertel anschauen. Letztlich hab ich mich damals dann aber doch nicht getraut, was zu machen.WELT ONLINE: Sie sind unverrichteter Dinge wieder zurück?Gerhardinger: Na ja, ich bin die ganze Nacht über die Reeperbahn gezogen, hab mit den Mädchen gesprochen und zugesehen. Das war schon aufregend genug.

    WELT ONLINE: Da haben Sie sich gedacht: Wenn ich groß bin, werd ich Zuhälter.Gerhardinger: Ich bin kein Zuhälter sondern Vorstandschef der RB Immo. Das ist die Holding, unter deren Mantel ich meine Bordelle spätestens 2009 an die Börse bringen will. Bislang betreibe ich zwei: den „Napoleonhof“ in Oberösterreich und das „Goldentime“ in Wien. Zwei weitere werden wir bald in München und Innsbruck aufmachen. Langfristig will ich aber die Läden an Franchisenehmer verpachten und nur noch die Holding leiten.

    WELT ONLINE: Also sind Sie doch ein Zuhälter.Gerhardinger: Nein, bin ich nicht, weil die Mädchen mich gar nicht an ihren Geschäften beteiligen. Es ist so: Die Männer zahlen an der Rezeption 80 Euro, die Prostituierten zahlen pro Tag 60 Euro Eintritt. Was die dann in unserem Club anstellen und wie viel es kostet, machen Mädchen und Freier unter sich aus. Ich stelle nur die Räumlichkeiten. Das ist alles ganz seriös.

    WELT ONLINE: Soso.Gerhardinger: Was denn?

    WELT ONLINE: Die Rotlichtbranche steht nicht gerade für Seriosität, sondern eher für Menschenhandel und Drogen.Gerhardinger: Das stimmt, und ich will diesen Ruf ändern. Die Branche muss weg von dem Unterweltmilieu und stattdessen in die Hände seriöser Geschäftsleute. Deswegen werde ich auch nur mit Betreibern zusammenarbeiten, die aus der Gastronomie kommen.

    WELT ONLINE: Herr Gerhardinger, wenn Sie wirklich so viel Wert auf Ihre Seriosität legen, warum um alles in der Welt fahren Sie dann einen Lamborghini?Gerhardinger: Ja, ja, das ist mir ja auch ein bisschen unangenehm, aber der Wagen ist mit dem Schriftzug „Goldentime“ versehen und als Werbeobjekt einfach perfekt. Wenn wir den in die Wiener Innenstadt stellen, bleiben alle stehen und gucken. Sie müssen mir zugute halten: Ich trage kein Goldkettchen.

    WELT ONLINE: Glückwunsch. An der Börse gibt es immer mehr Fonds, die Wert auf ethisch unbedenkliche Anlagen legen. Ein Puff passt da nicht gut rein.Gerhardinger: Ach was, die meisten Leute wollen an der Börse Geld verdienen. Ein Bordell ist konjunkturunabhängig: Sex brauchen die Leute immer. Wir geben jetzt schon Anleihen aus und bieten eine Rendite von zwölf Prozent. Dazu gibt es übrigens noch eine Dauerkarte für unsere Läden.

    WELT ONLINE: Wie sind Sie eigentlich auf die Idee mit den Puff-Aktien gekommen?Gerhardinger: Ich komme eigentlich aus der Immobilienbranche.

    WELT ONLINE: Auch ein Beruf mit schmierigem Ruf.Gerhardinger: (lacht) Stimmt. Jedenfalls war mein Job, für neue Kinos oder Einkaufszentren Immobilien zu suchen und Genehmigungen einzuholen. Eines Tages habe ich das auch mal für einen Bordellbetreiber gemacht und gesehen, wie viel Geld das Geschäft bringt. Also habe ich auf Bordelle umgesattelt.

    WELT ONLINE: Wie hat Ihre Familie reagiert, als Sie mit der frohen Kunde kamen?Gerhardinger: Meiner Frau gefällt es. Sie arbeitet in meinem ersten Betrieb an der Rezeption.

    WELT ONLINE: Sie haben erwachsene Töchter. Was halten die von Papas neuem Job?Gerhardinger: Die finden das nicht gut. Sie waren noch nie in einem meiner Betriebe und wollen auch nichts davon wissen.

    WELT ONLINE: Haben ihre Töchter Sie nie gebeten, sich einen anderen Job zu suchen?Gerhardinger: Doch schon, aber Geschäft ist eben Geschäft.

    WELT ONLINE: Ihnen ist egal, was andere denken?Gerhardinger: Was heißt schon egal? Jeder will gern gemocht werden, aber ich muss den Kopf frei haben fürs Geschäft. 30 Prozent meiner früheren Geschäftskontakte wollen nichts mehr mit mir zu tun haben. Na und? Dafür habe ich ganz viele neue wichtige Politiker, Banker und andere Geschäftsleute kennengelernt. Die kommen nämlich alle ins Bordell.

    WELT ONLINE: Und machen bei Ihnen Geschäfte?Gerhardinger: Sicher, gerade mit ausländischen Geschäftspartnern kommen viele hierher, schließen hier Verträge oder kommen danach zum Feiern. So gesehen kurbele ich den Export von Österreich an.

    WELT ONLINE: Sie wollen mir jetzt aber nicht erzählen, dass Leute nur in den Puff kommen, um Geschäfte zu machen, oder?Gerhardinger: Natürlich geht es vor allem um Sex. 60 Prozent sind Stammkunden und kommen mindestens zweimal die Woche, manche auch täglich. Viele Verheiratete gehen, weil sie Abwechslung suchen. Jetzt verrate ich Ihnen mal was: Den wenigsten Männern ist eine Frau genug.

    WELT ONLINE: Ihrer Frau wird das nicht gefallen.Gerhardinger: Bei mir war das früher auch so, aber aus dem Alter bin ich raus. Wir haben übrigens auch viele Gäste, von denen Sie das nicht erwarten würden, katholische Pfarrer zum Beispiel.

    WELT ONLINE: Nicht Ihr Ernst.Gerhardinger: Sicher, was sollen die sonst machen? Entweder die sind schwul, haben eine Köchin oder gehen in den Puff. Jeder braucht Sex. Dass die katholische Kirche das nicht anerkennt, ist schon sehr scheinheilig. Ein Bordell ist letztlich ohnehin ein gutes Ventil. Ohne uns gäbe es wesentlich mehr Vergewaltigungen.

    WELT ONLINE: Sie sind ein Held.Gerhardinger: (lacht) Absolut. Das ist eigentlich ein sozialer Auftrag.

    WELT ONLINE: Tun Ihnen die Frauen nicht leid?Gerhardinger: Manche schon, vor allem die Osteuropäerinnen, die hier arbeiten, weil sie daheim eine Großfamilie durchfüttern müssen. Aber andere schaffen sich auch den Grundstock für ein besseres Leben, gehen nach ein paar Jahren reich zurück in ihre Heimat oder heiraten hier einen Mann. Das ist kein schlechtes Geschäft: Manche Mädchen schaffen einen Umsatz von 10.000 Euro im Monat.WELT ONLINE: Wenn man da so gut verdienen kann: Könnten Sie sich eigentlich auch vorstellen, für Sex Geld zu nehmen?Gerhardinger: Nein. Für die fünf Minuten würde doch keiner zahlen.


    Quelle: http://news.de.msn.com/wirtschaft/Article.aspx?cp-documentid=5152376
     

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