Oktoberfest 2017 - der ganz normale Wiesn-Wahnsinn

Artikel von Tommy Weber am 17. September 2017 um 14:56 Uhr im Forum Urlaub und Reisen - Kategorie: Trend & Lifestyle

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Oktoberfest 2017 - der ganz normale Wiesn-Wahnsinn

17. September 2017   Tommy Weber   Kategorie: Trend & Lifestyle
Am Samstag, den 16. September 2017, war es wieder so weit: In München wird das größte Volksfest der Welt, das Oktoberfest eröffnet. Bis zum 3. Oktober geht es in den Bierzelten hoch her, es wird geschunkelt, gesungen und getrunken, was die Maßkrüge hergeben. 10,80 € wird der Liter Bier wahrscheinlich kosten, in einigen Zelten müssen zwischen 13,- und 15,- Euro bezahlt werden, aber dort soll auch die Dichte an Prominenten sehr hoch sein.

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Tracht ist Pflicht

Für alle, die mit dem Oktoberfest nichts anfangen können, wirkt das Traditionsfest ein bisschen wie Fasching im Herbst. Für alle, die die Wiesn lieben, sind Tracht und Dirndl Pflicht. Die Herren tragen Lederhosen, im Idealfall aus echtem Hirschleder, Haferlschuhe, Leinenhemd, Lodenjanker und natürlich Knöpfe aus Hirschhorn. Die Damen haben hier die größere Auswahl. Wenn es um das Dirndl geht, ist so gut wie alles erlaubt, nur zu brav sollte es nicht sein. Trachtenmuffel, die aus Trotz in Jeans und Shirt auf die Wiesn kommen, werden schnell feststellen, dass sie etwas deplatziert wirken.

Zelt ist nicht gleich Zelt

16 Bierzelte sind in diesem Jahr auf dem Oktoberfest zu finden. Die großen Zelte gehören den Brauereien, die kleinen den alteingesessenen Wirten aus München. Welches Zelt das richtige ist, muss jeder Besucher für selbst herausfinden. Wer gerne unter Menschen ist und mit 10.000 anderen Besuchern feiern möchte, der wird sich im Augustiner Brauereizelt oder im Hofbräuzelt wohlfühlen. Alle, die in einem etwas kleineren Ambiente feiern wollen, sollten im Zum Stiftl oder beim Glöckle Wirt einkehren. Die Jugend trifft sich beim „Schottenhamel“ und der Adel ist beim „Schützen“ zu finden. Da die großen Zelte oft schon mittags wegen Überfüllung geschlossen sind, lohnt es sich, einen Besuch auf den Abend zu verlegen.

Maßhalten beim Maß trinken

Es gibt Feste, da ist es töricht, keinen Alkohol zu trinken. Das Oktoberfest gehört zu diesen Festen. Die Ausrede „Ich kann auch ohne Alkohol lustig sein“, zählt nicht, wenn die Besucher auf den Tischen tanzen und die gängigen Wiesn-Hits lautstark mitgrölen. Sich richtig abzuschießen, ist auf dem Oktoberfest jedoch nicht ganz so einfach. Zum einen ist der Vollrausch eine Preisfrage, zum anderen ist ein einem Maßkrug viel mehr drin, als manche ahnen. Die Gläser sind nicht immer bis zum Eichstrich gefüllt, das macht aber nichts, denn sie können nachgefüllt werden. Dazu müssen sich die Zeltbesucher in eine lange Schlange einreihen, was sehr schnell sehr langweilig wird.

Flirten ist immer erlaubt

Das Oktoberfest als Partnerbörse zu betrachten, ist immer eine gute Idee. Das ganze Fest wirkt wie ein Anbahnungs-Institut, wenn die richtigen Leute zusammen an einem Tisch sitzen. Es wird geflirtet, geschnackselt und gebusselt, aber die Liebe hält meist nur einen Abend. Die katholischen Bayern sehen es mit der Treue auf der Wiesn nicht so genau. Nach dem Oktoberfest gehen die reuigen Sünder zur Beichte und alles ist wieder gut. Bis zur nächsten Wiesn, versteht sich.

Mit Kindern auf die Wiesn

Das Oktoberfest ist auch ein Familienfest. Während die Eltern am Abend gerne im Bierzelt sitzen, wollen die Kleinen auf die Kirmes. Riesenrad und Kettenkarussell, die Geisterbahn und der Irrgarten lassen die Augen der Kinder leuchten, ebenso wie die riesen Teddybären an den Losbuden. Auf der Wiesn gibt es noch historische Fahrgeschäfte wie die „Hexn Wippen“, die „Krinoline“ (die Musik zum Spaß kommt live von einer Blasmusik!) oder das „Teufelsrad“, die die Fahrgäste noch immer begeistern. Sollte der Nachwuchs im Gedränge verloren gehen, ist es sinnvoll, die Handynummer der Erziehungsberechtigten auf den Arm der Kinder zu schreiben und zusätzlich einen Zettel mit dem Namen und der Adresse der Eltern in die Jacken- oder Hosentasche stecken.

Um sicher wieder nach Hause zu kommen, ist es ratsam, vorher ein Taxi zu bestellen, denn sonst bleibt nur die drangvolle Enge in der U-Bahn.

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Bildquelle: © Depositphotos.com / alexraths
 

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